Von allen großen D’s dieser Republik befindet sich das zwischen die Buchstaben W und R geklemmte bekanntermaßen in einer besonders prekären Situation, woran diesmal ein Beitrag des Senders zur deutschen Musik im Ersten Weltkrieg erinnert, der die erschütternde Erkenntnis vermittelt, dass 1914 fast alle deutschen Künstler und Intellektuellen ihrem Land den Sieg im Weltkrieg wünschten – so wie fast alle französischen, russischen oder englischen Künstler und Intellektuellen einen Sieg der Entente, was der WDR-Beitrag aber nicht explizit herausstreicht –, und dass einige Musiker sogar patriotische Werke komponierten bzw. sich patriotisch äußerten.

Näherhin geht es um ein Interview mit dem Hamburger Musikwissenschaftler und Emeritus Peter Petersen, welches auf der Webseite des Senders angekündigt wird mit den Sätzen: „Heroisierende Kriegsmusiken gibt es schon seit der Renaissance. Doch nie zuvor hat sich die Musik Europas derart in den Dienst des Nationalismus gestellt wie zu Anfang des Ersten Weltkriegs. Daran beteiligte sich auch die erste Garde der Komponisten – vor allem in Deutschland und Österreich.“ Die Rede ist vom „blinden Patriotismus vieler Komponisten“.

Davon abgesehen, dass heroisierende Kriegsmusiken keineswegs erst seit der Renaissance, sondern seit Olims Zeiten gespielt werden, verdienen in diesem Passus die beiden Wörtchen „vor allem“ besondere Aufmerksamkeit. Sie werden zwar weder im folgenden Interview noch von den historischen Tatsachen eingelöst, verdeutlichen aber sehr schön die absonderliche, das Ausland seit Jahrzehnten je nach Gusto irritierende oder belustigende Tendenz deutscher Meinungsproduzenten, in historischen Belangen möglichst zuungunsten des eigenen Landes zu argumentieren. Zuletzt verwunderte sich der australische Historiker Christopher Clark, Verfasser einer wohlmeinenden Geschichte des Staates Preußen sowie Autor des Bestsellers Die Schlafwandler, dass er ausschließlich in Deutschland auf beharrlichen Widerstand gegen seine These stoße, das Kaiserreich trage keineswegs die Hauptschuld am Ausbruch des Krieges. Als Alleinrepräsentanten der „ersten Garde“ deutscher Komponisten, die sich in mit einem Werk „in den Dienst des Nationalismus“ stellten, werden auf der WDR-Webseite Felix von Weingartner sowie Max Reger präsentiert, Letzterer offenbar wegen seiner „dem deutschen Heere“ gewidmeten Vaterländischen Ouvertüre von 1914 (die aber seltsamerweise im gesamten Beitrag nicht erwähnt wird), Weingartner mit seiner Ouvertüre Aus ernster Zeit.

Weiter heißt es im Vorspann zum Interview: „Petersen spricht geradezu von einer ‚musikalischen Mobilmachung im Ersten Weltkrieg‘. Er beschreibt die Ursprünge dieser nationalistischen Vereinnahmung in der Proklamation des Kaiserreichs 1871, zu der so gegensätzliche Komponisten wie Brahms und Wagner Triumphmusiken komponiert haben.“

Teufel auch, da haben sich Brahms und Wagner, diese komponierenden Halunken, also über die Reichseinigung gefreut! Und über die Niederlage jenes Frankreich, das in den Jahrhunderten zuvor beharrlich deutsche Ländereien mit Krieg überzogen, verwüstet, geplündert oder schlechterdings weggestohlen hatte. Einmal unter uns: Hat man je auf einer Webseite einer deutschen Sendeanstalt indignierte Worte darüber gelesen, dass zum Beispiel Verdi und Puccini patriotische Musik schrieben? Verdi etwa mit seiner Oper La battaglia di Legnano, die er ausdrücklich als Beitrag zum Risorgimento betrachtete (und in welcher sich der Partiot Arrigio unter dem Ruf „Viva Italia!“ – natürlich auf dem hohen C – vom Balkon stürzt). Puccinis Marsch Inno a Roma wiederum wurde eine der offiziellen Hymnen des italienischen Faschismus. Auch der Engländer Edward Elgar komponierte vor und während des Krieges vaterländische Werke, etwa die Hymne Land of Hope and Glory oder das Chorwerk The spirit of England. So what? Und unsere linksrheinischen Nachbarn singen bis heute bei jeder Gelegenheit, etwa vor Fußballspielen der Nationalelf: „An die Waffen, Bürger,/ formiert Eure Bataillone,/ marschiert, marschiert,/ damit das unreine Blut/ unsere Ackerfurchen tränke.“ Et alors?

Weiter auf der WDR-Webseite: „Im Gespräch macht Petersen deutlich, wie der Ausbruch des Krieges das Konzertleben in Deutschland verändert hat – die Musik der ‚Feindstaaten‘ wie Frankreich und England wurde aus den Programmen gestrichen, das zuvor weite europäische Musikpanorama schrumpfte zusammen auf ein nationalistisches Fenster. Ein Vorgang, der sich im zweiten Weltkrieg wiederholen sollte, mit noch verheerenderen Folgen für die Musiker.“

In fünf Zeilen so viel Schiefheit, Einseitigkeit und Perfidie unterzubringen, das beweist Könnerschaft. Schauen wir genauer hin. Zunächst einmal vollzog sich die nationalistische Exklusion in sämtlichen am Krieg beteiligten Ländern, was der brave Professor Petersen, dessen Stimme lustigerweise wie die von Sarrazin klingt, im Gespräch auch erzählt – wozu sollte man es dann noch extra auf die Webseite schreiben? Petersen weist darauf hin, dass französische Musik in Deutschland nicht oder kaum mehr gespielt wurde, aber der umgekehrte Fall eben auch galt. Er führt desweiteren aus, dass in den USA die deutsche Musik aus dem Konzertbetrieb entfernt und deutsche Musiker in ihrer Arbeit behindert wurden. Er nennt das Beispiel Karl Muck, den man in Amerika sogar einsperrte. Der Dirigent leitete von 1912 bis 1918 das Boston Symphony Orchestra und wurde von März 1918 bis zu seiner Ausweisung im August 1919 in einem Lager interniert, weil er sich geweigert hatte, in einem Konzert die amerikanische Nationalhymne zu spielen. Das findet der Interviewer nicht weiter schlimm oder gar nachfragenswert, denn er weiß genau, wer die Guten waren und auf welcher Seite „Musiker als Täter“ (O-Ton des WDR-Fragers) agierten.

Warum das „weite europäische Musikpanorama“ nun ausgerechnet bei den Mittelmächten zusammengeschrumpft sein soll, wüsste man ebenfalls gern. Zum Zeitpunkt des Kriegsausbruchs wirkten in Deutschland und Österreich neben dem nach Puccini damals weltberühmtesten und im Rang sicherlich noch etwas über diesem anzusiedelnden Richard Strauss und dem bereits erwähnten Max Reger unter anderem: Hans Pfitzner, Arnold Schönberg, Alban Berg, Anton von Webern, Engelbert Humperdinck, Paul Hindemith, Max Bruch, Eugen d’Albert, Franz Schreker, Erich Wolfgang Korngold, Rudi Stephan, Max von Schillings, Alexander von Zemlinsky. Gustav Mahler war 1911 gestorben. Was die klassische Musik als solche angeht, wäre es ohnehin ein Pleonasmus, sie mit dem Attribut deutsch zu versehen; deutsche Musik, das ist beinahe ein weißer Schimmel, der musikalische Parnass befindet sich sub specie aeternitatis fest in deutscher Hand. Wenn wir den göttlichen Chopin ausnehmen, waren die Ersten unter den Unsterblichen von Bach bis Wagner durchweg Deutsche oder Österreicher. Dies nur am Rande bemerkt. Durchs „nationalistische Fenster“ der Mittelmächte bot sich jedenfalls das mit Abstand weiteste Panorama unter allen Kriegsteilnehmern. Und der zuletzt zwanghaft, ja zwangsarbeiterhaft hergestellte Zusammenhang mit dem Dritten Reich verkörpert – ich werde es nicht müde, diesen Gedanken zu ventilieren – nur die zeitgemäße Form des Heilhitlergebrülls, gewiss nicht so abstoßend wie jenes, aber ekelhaft genug.

Als „besonders erschreckend“ empfindet der WDR-Interviewer ein Bekenntnis von Arnold Schönberg, der Ende August 1914 an Alma Mahler schrieb: „Ich konnte nie etwas anfangen mit aller ausländischen Musik. Mir kam sie immer schal, leer, widerlich süßlich, verlogen und ungekonnt vor. (…) Diese Musik war längst eine Kriegserklärung, ein Überfall auf Deutschland. Aber jetzt kommt die Abrechnung! Jetzt werfen wir diese mediokren Kitschisten wieder in die Sklaverei und sie sollen den deutschen Geist verehren und den deutschen Gott anbeten lernen.“ Dass ausgerechnet ein Jude so etwas geschrieben hat, macht ja die ganze NS-Vorläuferschaftsthese kaputt! Tatsächlich enthalten dergleichen Krassheiten, sofern sie von einem bedeutenden Kopf stammen, immer eine Wahrheit in nuce, ganz im Gegensatz zum süßlichen Gerede von Kulturgleichwertigkeit und neuerdings (Sozio-)Diversität, das immer verlogen ist und wenig außerdem.

Auch der Professor Petersen findet etwas besonders schlimm, nämlich Gedanken, die Felix Weingartner „noch 1916“ geäußert habe und bei denen man sich heute wundere, dass sie überhaupt zu Papier gebracht worden seien. Ihre Quintessenz lautete: „Es gäbe keine höhere Weltordnung, wenn wir nicht die Sieger blieben.“ Ich will Herrn Petersen nichts unterstellen, er wird hoffentlich nicht meinen, dass diese Perspektive ausschließlich der Gegenseite rechtmäßig vorbehalten gewesen ist, aber dass sie dort verbreitet war, kann er unmöglich nicht wissen. Ähnliche Gedanken wurden in Frankreich und England x-fach geäußert und publiziert, keineswegs nur in der Hunnen- und abgehackte-Kinderhände-Propaganda, mit welcher sich die Entente-Staaten zu Kämpfern des Lichtes gegen die Mächte der Finsternis logen. Ich habe jetzt keinen Komponisten zur Hand, aber der französische Philosoph Henri Bergson beispielsweise schrieb Anfang August 1914: „Der begonnene Krieg gegen Deutschland ist der eigentliche Kampf der Zvilisation gegen die Barbarei. Jeder fühlt das.“ Und der Dichter André Suarès konstatierte 1915: „Der Deutsche ist der stärkste, wildeste Feind, den die Menscheit je hatte. Man hat aus ihm einen Vernichtungsautomaten gemacht. Seine Armeen sind die Legionen des Teufels. Mensch ist er nur, um zu zerstören und zu töten – beides mit wissenschaftlicher Akribie.“ Mir ist kein vergleichbar manichäisches Zitat aus dem Kaiserreich bekannt.

Oder nehmen wir – keine Sorge, ich schweife zwar ab, aber werde einen Weg zurückfinden – den französischen Arzt und Psychologen Edgar Bérillon, unvergesslich als Diagnostizierer einer deutschen Kollektivkrankheit namens „Bromidose“, sprich der These, dass Deutsche stärker stänken als Angehörige anderer Nationen. In seinem Aufsatz La Bromidose fétide de la race alemande von 1915 schreibt er: „Viele französische Ärzte, die deutsche Verwundete zu behandeln hatten, bemerkten spontan einen besonderen, unverwechselbaren Geruch, der diesen Verwundeten entströmte.“ Diese typische Odeur beschränke sich indes nicht auf Verwundete und Kranke: „Mehrere französische Offiziere haben mir bestätigt, dass sie einen Trupp deutscher Kriegsgefangener nur mit abgewandten Kopf begleiten konnten, da sie der ekelerregende Geruch belästigte, den diese Männer verbreiteten.“ Aus dem unvermeidlichen Germanenmief erkläre es sich auch, „warum die von Deutschen frequentierten Hotels von den Reisenden anderer Nationen gemieden werden. Der Geruch durchdringt Schränke, Kommoden und alle Möbel.“ Überdies und symptomatischerweise sei deutscher Urin toxischer als der Harn anderer Völker: „Um ein Kilo Meerschweinchen zu töten, benötigt man 45 Kubikzentimeter französischen Urins. Hingegen genügen etwa 30 Kubikzentimeter deutschen Urins, um das gleiche Resultat zu erzielen.“

Zwei Jahre später generalisierte Bérillon seine Erkenntnisse in der Schrift La psychologie de la race alemande d’après ses caractères objectifs es spécifiques. „Was bei der deutschen Rasse als erstens auffällt, ist ihre Hässlichkeit, ihr Mangel an Proportion. Der Deutsche wirkt ungehobelt, unfertig, plump.“ Betrachte man den Kopf eines Deutschen, falle auf, „dass die obere Hälfte mit den Organen des Denkens, Sehens und Hörens bei ihm nicht mehr Platz einnimmt als die untere mit dem Mund und den Kiefern, den Organen des tierischen Appetits.“ Die „fliehende Stirn“ wiederum verrate „das grobe Instrument, das sie beherbergt“. Analog zum Schädel sei der gesamte Körperbau der Deutschen fehlproportioniert, was sich in der „Dominanz der Organe des Unterleibs“ und der „exzessiv entwickelten Gesäßpartie“ manifestiere. Alles zusammen verweise auf eine „abnorme Überaktivität des Darms“. Der „daraus folgende häufige Stuhldrang“ sei „die Ursache geistiger Schäden, die mit der Befriedigung dieses Bedürfnisses zusammenhängen“. Es sei bekannt, dass sowohl die öffentlichen als auch die privaten Toiletten in Deutschland ständig besetzt wären. „Die Anwesenheit deutscher Truppen auf unserem Boden hat uns diese Hypertrophie der Darmfunktion bei den Deutschen erneut ins Gedächtnis gerufen. Immer wenn germanische Horden ins Innere unseres Landes vordrangen, hinterließen sie gewaltige Mengen von Kot, mit denen sie ihre Marschroute markierten.“

Zumindest in einem Punkte mögen die Einsichten von Monsieur Bérillon ihre Gültigkeit bewahrt haben: Heute defäkiert ein gewisser Typus Deutscher, der ebenfalls an abnormer Überaktivität bei einer Art von Kotproduktion leidet und dadurch offenkundig geistige Schäden davonträgt (oder umgekehrt), bevorzugt ins eigene Land. Womit wir wieder beim WDR-Beitrag angelangt wären – und der Kreis sich für heute schließen möge. (Hier gefunden und ausgeliehen!)

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29 KOMMENTARE

  1. „Immer wenn germanische Horden ins Innere unseres Landes vordrangen, hinterließen sie gewaltige Mengen von Kot, mit denen sie ihre Marschroute markierten.”

    Inzwischen hat die Realität die Fantasie überholt. Allerdings sind es keine germanischen Horden, die eine Spur der Verwüstung und Vermüllung durch Europa hinterlassen.

  2. Liefert der deutschassende Kommunisten „derwesten.de“ auch eine schlüssige „Erklärung“ für all die Islam-Türken-Rapper, die in ihren aktuellen Texten offen zu Mord und Totschlag, zu Hass und blinder Gewalt aufrufen?

    Hat jemand aus diesem Blumenkinderverein mit steigender Zahl islamischer Moderatoren schon mal eine evidente Erklärung für den lyrischen Müll geliefert, den paranoide linksfascho-Gendermusiker wie Jan Delay so abliefern? Für den ist ja schon Heino ein „Nazi“.

    Nicht?
    Niemand?

    Ja, dann war´s wohl wirklich der WDR. Oder besser: W.I.R. (Wahabitisch-Islamischer Rundfunk)

  3. Zur Verengung des musikalischen Spektrums auf ein „nationalistisches Fenster“ während der Kriegsjahre fällt mir spontan die von Richard Strauss voller Überzeugung vorgebrachte Erklärung ein, weshalb er Deutschland im 2. WK nicht verlassen habe: „Weil es in Deutschland und Österreich mehr Opernhäuser gibt als in der ganzen restlichen Welt.“

  4. #2 Abu Sheitan 23.07.14 10:35

    Aber die Marschrichtung stimmt noch.

    Irgendwie haben uns die Franzmänner doch lieb: Sonst wären die Rammstein Konzerte dort nicht immer ausverkauft 🙂

  5. Michael Klonovsky zu 1914: Deutsche defäkieren am liebsten ins eigene Nest
    ———————————————
    Was dieser großkotzige Neider nicht weiß, ist, dass Neid die wohl ehrlichste Form der Anerkennung ist 🙂

  6. Oh nein, der WDR ist ein Propagandasender der gutmenschlichen Sozialisten und antideutschen Rassisten?

    Jetzt bin ich aber überrascht! 😀

    semper PI!

  7. Es gab übrigens 1916 ein klares Friedensangebot des deutschen Reiches, kann man sogar auf Wikipedia nachlesen. Also 1916 wollten die Alliierten den Krieg, die Deutschen den Frieden, zweifellos.

  8. OT Nachrichten Radio Bremen 1

    In den Nachrichten wird auf die heute beginnenden Festtage in Bremen und Bremerhaven (Breminale und Windjammertreffen)hingewiesen, was sicher viele Besucher von nah und fern anziehen wird.
    Mit keinem Wort wird die laut BILD heute stattfindende Riesendemo gegen Israel erwähnt, die Tausende in die Innenstadt strömen lassen wird. Zumindest auf Verkehrsbehinderungen hätte man aufmerksam machen können.

  9. —Deutsche defäkieren am liebsten ins eigene Nest—

    Wenn in
    den oberen
    Etagen fast nur
    staatlich approbierte
    Bettseicher zum Zuge kommen,
    ist das imgrunde ja bloß ein
    wenig überraschender
    Vorgang, oder ?

    Und auf dem
    neuen Spiegeltitel
    greint passenderweise
    auch so ein Prototyp dieser
    Geisteshaltung über seinen
    Abschuß bzw. Absturz
    aus höchsten
    Höhen.

  10. OT

    Anti Israel Kundgebungen Von den Linken am Bodensee! !!!

    Freitag, 25.Juli Buchhornplatz FN 11 bis 13 uhr,

    Überlingen Münsterstraße/ Pflummernplatz

    Samstag 26. Juli 11 bis 13 Uhr.

  11. Ausgezeichneter Artikel des exzellenten Musikkenners Klonovsky!

    … deutsche Musik, das ist beinahe ein weißer Schimmel

    Ich meine, Nietzsche hätte einmal gesagt:
    „Tragisch, musikalisch, deutsch“
    (kann es aber nicht im Netz finden).

    Die Übermacht der deutschen Musik mußten notgedrungen auch die Franzosen anerkennen, aber sie paßte ihnen natürlich nicht. Es war das erklärte Ziel Debussys (den ich aber trotzdem sehr schätze), dem übermächtigen Einfluß Richard Wagners eine explizit französische Musik entgegenzusetzen.

    Was die „Vorurteile“ bezüglich Unsauberkeit und Stinkens angeht, so gab es sie auf deutscher Seite umgekehrt genau so. Main Vater, der als Offizier am Frankreich-Feldzug 1940 teilgenommen hatte und auch Teil der Besatzungsarmee war, pflegte über die Franzosen sinngemäß zu sagen: „Unsaubere Schlawiner, aber sie überdecken schlechte Gerüche mit ihrem Parfüm“.

  12. #9 Marie-Belen (23. Jul 2014 11:05)
    Danke für diesen Hinweis, insbesondere der zweite Absatz.
    Defäktion von Israelgegnern wird stets als formschön, aerodynamisch, wohlriechend und grün wahrgenommen , während Autochthone unansehnlich, braun, stinkend sch…en.

  13. Klonovsky trifft mit breitem Wissen, umfassender Analyse und spitzer Feder immer auf den Punkt – und spricht mir persönlich tief aus dem Herzen.
    Als er im Focus nicht mehr zu lesen war, hab ich mein Abo gekündigt – aus diesem Grunde!

  14. #6 Abu Sheitan
    Ein aktuelles Foto beweist das zunehmend brauner werdende Deutschland:

    http://aufgutdeutsch.info/2014/07/21/auslaender-invasion-stadt-essen-sucht-haenderingend-notunterkuenfte-fuer-asylschnorrer/

    Ey. mach meine Heimatstadt hier nicht zur Kloake. Wir sind rotenregiert multikulti und lieben das auch so ! (Sonst hätten „wir“ den sozen-grünenmüll nicht gewählt).
    😀

    Sarkasmus Ende.
    Ein sehr treffender Link zu dem, was man hier tagtäglich derart inflationär hinnehmen muß, daß man es schon als „normal“ ansieht.
    Und was meinst du, wie sich die „etablierten“ Sozialschmarotzer hier aufführen.

    Das ist auch der Grund, warum ich hier nur noch weg will. Es ist schlichtweg nicht mehr auszuhalten !!!

    Teil-OT
    Suche mit 46J (und Hund) Single-Wohnung und Arbeit (Reifen) möglichst in Ostdeutschland. (d45sg[ät]web.de)
    Je ländlicher, desto besser. (ist halt ein kilometerfressender Deutscher Schäferhund)

    Ich hätte nie gedacht, als echtes Kind des Ruhrgebietes sowas mal erleben zu müssen.

  15. … sowie Max Reger präsentiert, Letzterer offenbar wegen seiner “dem deutschen Heere” gewidmeten Vaterländischen Ouvertüre von 1914 (die aber seltsamerweise im gesamten Beitrag nicht erwähnt wird)

    Dieser Petersen ist also auch noch strohdumm, oder hat er es nur schlicht vergessen, kündigt sich hier bereits eine beginnende Altersdemenz an (* 1940)?

    Was Max Reger angeht, so ist der für mich schon seit Jahren Symbol für den rapiden kulturellen Niedergang dieses Landes. War er noch vor 15, 20 Jahren gelegentlich in ARD-Hörfunk-Klassiksendungen zu hören, wird er heute so gut wie gar nicht mehr gespielt. Bedauerlich, er hat nämlich zum Teil sehr interessante und kühne Sachen komponiert.

    Schon seit Jahren frage ich mich, wenn mir Max Reger unterkommt: „Ob den in 50 Jahren noch irgendjemand kennt?“ Ich bezweifle es. Dieses Land verschwendet seine Energien eben auf allen möglichen Unsinn, auf alle möglichen Probleme, die es eigentlich nicht zu geben brauchte (Stichworte Multikulti, Buntheit, Türken, Islam, Gender etc. etc. etc.), statt seine großartigen Traditionen zu pflegen.

    Wie sagte doch gerade Alexander Dugin im SPIEGEL-Gespräch:

    Ich liebe die Wurzeln deutscher Kultur. Aber es gibt sie nicht mehr. Deutschland ist heute eine Art Gegen-Deutschland.

    Sie lesen Ihre eigenen Autoren nicht mehr. Sie verstehen sie nicht mehr, und Sie diskutieren nicht mehr über sie. Ich bin oft in Deutschland, und wenn ich mir anschaue, was bei Ihnen in den Buchhandlungen angeboten wird, dann hat die deutsche Kultur keine Zukunft mehr. Sie leben in einer degradierenden Zivilisation. Wo ist der große deutsche Geist geblieben? … Was wir heute sehen, ruft Ekel hervor.

  16. #2 Nulangtdat (23. Jul 2014 10:37)
    Liefert der deutschassende Kommunisten “derwesten.de” auch eine schlüssige “Erklärung” für all die Islam-Türken-Rapper, die in ihren aktuellen Texten offen zu Mord und Totschlag, zu Hass und blinder Gewalt aufrufen?

    Hat jemand aus diesem Blumenkinderverein mit steigender Zahl islamischer Moderatoren schon mal eine evidente Erklärung für den lyrischen Müll geliefert, den paranoide linksfascho-Gendermusiker wie Jan Delay so abliefern? Für den ist ja schon Heino ein “Nazi”.

    Nicht?
    Niemand?

    Ja, dann war´s wohl wirklich der WDR. Oder besser: W.I.R. (Wahabitisch-Islamischer Rundfunk)
    ———————
    GEZ Der Haus und Hofsender der Grünen, der WDR steuert auf den Bankrott zu. Nach der FR gehts jetzt den grün-linken Vögeln beim WDR an den Job-Kragen.
    Millardenloch beim linken WDR.
    Neuer Indendant muss massiv sparen.
    Macht den WDR endlich dicht, wäre jedenfalls kein Verlust. Aber es ist gut zu hören, dass jetzt endlich auch die Mitarbeiter bei den linken Staatssendern um ihre Jobs bangen müssen, eine Erfahrung die ihnen gut tun wird. Vielleicht kapieren die dann endlich, dass die Deutschen keine Nazis sind, nur weil sie gegen die Masseneinwanderung weiterer Millionen von Arbeitsplatzkonkurrenten sind.
    http://www.focus.de/kultur/kino_tv/drohendes-milliardenloch-intendant-buhrow-will-massiv-geld-beim-wdr-einsparen_aid_1123561.html
    Be Pe auf PI
    …….

    Drohendes Milliardenloch beim WDR – Intendant Buhrow will sparen

    Der neue WDR-Intendant Tom Buhrow hat massive Kosteneinsparungen im größten ARD-Sender angekündigt. Er spricht sogar von einem drohenden Milliardenloch. Der frühere „Tagesthemen“-Moderator kündigt an: „Im Klartext kommt der ganze WDR auf den Prüfstand.“
    Der neue WDR-Intendant Tom Buhrow hat massive Kosteneinsparungen im größten ARD-Sender angekündigt. „Im Klartext kommt der ganze WDR auf den Prüfstand“, sagte der ehemalige „Tagesthemen“-Moderator am Dienstag in Köln.

    Wenn der WDR nichts tun würde, würde sich bei gleichbleibenden Gebühren in zehn Jahren ein Milliardenloch in seinem Etat ergeben. „Das ist ein gigantischer struktureller Abgrund.“ Dem könne man auch nicht mehr mit Einsparungen, nur nach der Rasenmäher-Methode begegnen. Hier helfe nur ein tiefgreifender struktureller Umbau.
    Betriebsbedingte Kündigungen verhindern
    Davon werde auch der Personalbestand betroffen sein. Zunächst sei die Streichung von 50 Planstellen vorgesehen. Betriebsbedingte Kündigungen werde er dabei scheuen „wie der Teufel das Weihwasser“. Der WDR ist mit mehr als 4000 festen Mitarbeitern und einem Etat von mehr als einer Milliarde Euro die größte ARD-Anstalt.
    Öffentlich-rechtliche Sender verschwenden Zwangsabgabe
    Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland wird immer wieder vorgeworfen, Gelder zu verschwenden. Jedes Jahr könnte er mehr als eine halbe Milliarde Euro einsparen, haben jetzt Forscher einer Studie des Deutschen Steuerzahlerinstituts berechnet. Die Forscher kritisierten außerdem die Zwangsabgabe, die seit Januar gilt.
    mis/dpa
    Das „Gehalt“ von Thomas Buhrow (368.000 €/Jahr plus Dienstwagen plus…plus..) wird natürlich nicht angetastet. Es gehört schliesslich zu den von der ins Gehirn geschissenen zu finanzierenden Propagandakosten…
    Inzwischen spricht man von 500 Zipfelmützen, die an die Luft zu setzen sind. Link wird nachgeliefert.

  17. Und hier der Beitrag mit dem versprochenen link:

    GEZ WDR will 500 Stellen streichen
    Der WDR plant einen massiven Stellenabbau. Bis 2020 sollen 500 Stellen wegfallen, teilte der Sender mit. Als Begründung verweist das Medienhaus auf steigende Produktionskosten, Intendant Buhrow spricht von einer „zwingenden Entscheidung“.
    Köln – Drastische Schrumpfkur in Köln: Der Westdeutsche Rundfunk will 500 Stellen bis 2020 streichen, wie der Sender mitteilte. Die Geschäftsleitung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass steigende Produktionskosten anders nicht aufgefangen werden könnten. „Der Stellenabbau ist eine schmerzhafte, aber zwingende Entscheidung“, sagte Intendant Tom Buhrowder Mitteilung zufolge.
    Ursache der Maßnahme sollen Kostensteigerungen in den nächsten Jahren sein: Von 2016 an fehlen dem Medienhaus demnach durchschnittlich hundert Millionen Euro pro Jahr. Tariferhöhungen und steigende Produktionskosten könnten auch durch den Rundfunkbeitrag nicht mehr aufgefangen werden.
    Die Reduzierung der Personalkosten sei daher ein unvermeidlicher Schritt zur Lösung des Problems. „Nur so bleiben wir aus eigener Kraft handlungsfähig und können den WDR steuern“, sagte Buhrow weiter. „Um den Personalabbau zu beschleunigen, haben wir schon mit den Gewerkschaften Modelle für Altersteilzeit und Vorruhestand verabredet.“
    Die Stellen sollen wegfallen, indem 500 Jobs nicht nachbesetzt werden, die bis 2020 etwa durch Verrentungen frei würden. Die meisten will der WDR in der Verwaltung und in der Produktion abbauen, außerdem sollen Aufgaben reduziert und die Effizienz gesteigert werden. Einzelne Sendungen sollen Buhrow zufolge aber kaum betroffen sein: „Für die Menschen ist unser Programm das Wichtigste. Deshalb streichen wir dort so wenig wie möglich.“
    mxw
    URL:
    http://www.spiegel.de/kultur/tv/stellenabbau-wdr-streicht-500-stellen-bis-2020-a-975035.html

  18. Korrektur zu #19
    ….Das “Gehalt” von Thomas Buhrow (368.000 €/Jahr plus Dienstwagen plus…plus..) wird natürlich nicht angetastet. Es gehört schliesslich zu den von der ins Gehirn geschissenen zu finanzierenden Propagandakosten…

    ..soll heissen:
    Es gehört schliesslich zu den von der ins Gehirn geschissenen Zipfelmütze unter Androhung der Pfändung zu finanzierenden Propagandakosten…

  19. #6 Abu Sheitan (23. Jul 2014 10:44)

    Man kann Augen und Ohren verschließen –
    aber irgendwann stinkt’s (einem) halt!!!

  20. „Um ein Kilo Meerschweinchen zu töten, benötigt man 45 Kubikzentimeter französischen Urins. Hingegen genügen etwa 30 Kubikzentimeter deutschen Urins, um das gleiche Resultat zu erzielen.“

    Vive la recherche française!

  21. Der in # 13 erwähnte Debussy wollte sich nicht nur gegen die übermächtige deutsche Musik stemmen, er war auch kein Kind von Traurigkeit, was „musikalischen Chauvinismus“ angeht. Hier übernimmt er zwar etwas Deutsches, aber nur, um es gegen den Feind zu wenden:

    “Meiner Ansicht nach pfeifen die ‘Austro-Boches’ auf dem letzten Loch”, schrieb CLAUDE DEBUSSY im Juli 1915 an den Verleger Durand und fügte hinzu: “Die französische Seele wird stets klar und heroisch bleiben.” Im selben Sommer, den er in Pourville an der Küste der Manche verbrachte, komponierte er En blanc et noir, drei Stücke für zwei Klaviere, deren mittleres sich der gleichen chauvinistischen Schwarz-Weiß-Malerei befleißigt wie der zitierte Brief.

    Für die “Austro-Boches” wird hier Luthers Choral Ein feste Burgins Feld geführt, um sich – wie Debussy schrieb – in ein “Caprice à la francaise zu verirren”, an dessen Ende “ein bescheidenes Glockenspiel wie eine Vorahnung der Marseillaise” erscheine.

    “Ich entschuldige mich für diesen Anachronismus, der mir allerdings in einer Epoche erlaubt erscheint, in der das Straßenpflaster und die Bäume der Wälder von diesem Gesang widerhallen.” Insofern sind die Stücke ein Beitrag zum Tagesgeschehen und ein Ausdruck des kämpferischen Nationalismus der Epoche.

    http://www.kammermusikfuehrer.de/werke/486

    Aber, wie gesagt, ich schätze den Komponisten Debussy trotzdem, sehr sogar.
    „Ein` feste Burg“ von ihm zu hören hier, ab 8:15:
    http://www.youtube.com/watch?v=0TnHJIZ5Nmc

  22. Es geht nichts über einen regelmässigen Stuhlgang. Dessen erfreue ich mich.

    Voller Mitleid schaue ich auf Mitmenschen, denen der Gang aufs Örtchen in dieser Hinsicht verwehrt ist.

  23. OT – ABER GUT! 😉

    NOCH ETWAS zum Missverhältnis Deutsche/Ausländer oder STRAFTÄTER/RENTNER:

    **********************************
    Wenn alte Straftäter statt ins Gefängnis ein Altersheim eingewiesen würden…
    …müssten sie monatlich 2000 Euro und mehr für die Unterbringung bezahlen und dafür ihr Einkommen und all ihre Ersparnisse einsetzen,
    …müssten ihre Kinder für die monatlichen Kosten mit aufkommen, wenn das eigene Vermögen und/oder Einkommen nicht reicht,
    …entspräche die Größe des ihnen zur Verfügung gestellten Zimmers keinen Normen,
    …wäre ihr Nahrungsangebot nur schwach gewürzt, weich und wenig abwechslungsreich. Dafür müssten sie mit schwer zu öffnenden Plastiktöpfchen für Kaffeesahne und Marmelade kämpfen.
    …würde sich ihr Recht auf Privatsphäre nur nach dem Arbeitsablauf des Personals richten,
    … müssten sie dem Aufsichtspersonal Fragen wie “na wie geht es uns denn heute?” oder “wollen wir dann mal aufstehen” ohne zu wissen, obwohl sie doch nur für sich antworten können,
    …bestände ihr Lebensinhalt im Warten, dass die Zeit vergeht,
    …wäre ihr Freizeitangebot auf Bastelstunden, Spiele-Nachmittage oder gelegentliche Tanztees beschränkt,
    …könnten sie froh sein, wenn sie einmal pro Woche duschen dürfen,
    …wäre die Häufigkeit ihrer Ausflüge an die frische Luft abhängig von ehrenamtlichen Begleitungen
    …müssten sie damit rechnen, bei Missachtung Hausordnung und/oder renitentem Verhalten mit Medikamenten ruhig gestellt oder schlimmstenfalls ans Bett gefesselt zu werden,
    …müssten sie für Körperpflegemittel, Haarschnitt, Briefmarken oder Taxifahrten zum Arzt selbst aufkommen,
    …hätten sie als Kommunikationsmittel mit der Außenwelt eine Klingel am Bett, die nicht selten ignoriert wird,
    …wäre ihr Aufsichtspersonal hoffnungslos überarbeitet, gestresst und damit schlecht gelaunt,
    …hätten sie immer die Aussicht vor Augen, bei guter Führung vorzeitig entlassen zu werden.

    Wenn alte Leute, die sich gegen Willkür und Ungerechtigkeit nach § 20 Abs.4 auflehnen und wehren statt ins Altersheim in ein Gefängnis gingen….
    …hätten sie freie Kost und Logis,
    …bliebe ihnen das mühsam Ersparte zur freien Verfügung,
    …hätten sie ein verbrieftes Recht auf tägliches Duschen und regelmäßige medizinische und zahnmedizinische Untersuchungen,
    …könnten sie sich gewiss sein, dass bei den kleinsten Veränderungen in ihrem Gesundheitszustand sofort bestmögliche medizinische Hilfe geholt würde oder sie falls notwendig in eine Klinik verbracht würden,
    …würden ihnen bei Bedarf Stützstümpfe, Hörgeräte, Rollator oder Rollstuhl ebenso kostenlos bereitgestellt werden, wie alle notwendigen Medikamente,
    …hätten sie je nach Wunsch die Wahl zwischen Ein- oder Mehrbettzimmern mit Fernseher, Telefon, Radio und Computer,
    …würde ihre Bettwäsche regelmäßig gewechselt und ihre Privatwäsche kostenlos gewaschen und gebügelt,
    …könnten sie in der Sicherheit leben, dass die Wärter stets ein wachsames Auge auf sie hätten, sei es durch Zimmerkontrollen und/oder standardmäßiger Kameraüberwachung,
    …bekämen sie schmackhafte, abwechslungsreiche Speisen, die auf den Grundlagen der gesunden Ernährung zusammengestellt werden,
    …hätten sie das Recht auf täglich mehrmaligen Aufenthalt an der frischen Luft,
    …könnten sie sich auf regelmäßige Besuche ihrer Angehörigen freuen, die sie in eigens dafür eingerichteten Besuchsräumen empfangen könnten,
    …zur Freizeitgestaltung ständen ihnen die hauseigene Bibliothek, Kino, Fitnessräume und
    gegebenenfalls ein Swimmingpool zur Verfügung,
    …könnten sie einen Antrag auf Weiterbildungsmaßnahmen stellen,
    …könnte, wer möchte, in den hauseigenen Betriebsstätten arbeiten gehen und sich so noch ein geringes Zubrot verdienen,
    …stände ihnen bei Problemen, Ängsten und Nöten ein Pfarrer, Psychologe oder Sozialarbeiter mit Rat und Tat zur Seite,
    …hätten sie die durchaus erfreuliche Perspektive, bei guter Führung vorzeitig entlassen zu werden.**************

  24. Nachtrag zu Frankreich im Allgemeinen (# 13, # 24):

    Immerhin ist den Franzosen zu bescheinigen, daß sie nicht ins eigene Nest defäkieren, ganz im Gegenteil, wie jeder weiß. Sie waren ja immer die Tollsten und größten, jedenfalls tun sie nach außen so. Aber das täuscht, meint jedenfalls Richard Millet meint, der über seine Landsleute sagt:

    Frankreich hat sich trotz de Gaulles und Malraux’ Taschenspielertricks niemals von der Niederlage 1940 erholt, es hat Vichy und die Entkolonisierung niemals verarbeitet. Anders als die Angelsachsen, die ihre Vergangenheit leichter akzeptieren und besser mit ihren Niederlagen umgehen, hat Frankreich ein Problem mit seiner Geschichte.

    Hinzu kommt noch der übermäßig aufgeblasene Achtundsechziger-Mythos, dieser gewaltige Betrug, der hinter der Fassade des Situationismus und des Surrealismus die Verbrechen des Maoismus und des Stalinismus versteckt. (Millet richtet sich auf.) Die Achtundsechziger haben das französische Bildungssystem zerstört und jeglicher Form von Autorität und Hierarchie die Glaubwürdigkeit genommen.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/gespraech-mit-richard-millet-was-breivik-uns-sagen-wollte-11896090.html

    Übrigens meinte mein Vater ( # 13), der ja 1940 aktiv mit dabei war, das mit den „Schlawinern, die alles mit Parfüm kaschieren“ durchaus im übertragenen Sinne.

  25. Noch mal Frankreich – und noch mal Debussy:

    1987 habe ich in Lyon Unglaubliches erlebt: Wir warteten auf die Metro, und plötzlich ertönte als Stationsbeschallung das Streichquartett op. 10 von Debussy! Streichquartette sind ja sowieso etwas sperrig und wenig gefällig – und dieses, ein relativ „modernes“, noch viel mehr:
    https://www.youtube.com/watch?v=C4XjijkqrAY

    Donnerwetter!, dachte ich, die halten aber wirklich ihre Kultur in Ehren! Ich glaube zwar nicht, daß so etwas, selbst damals, die Regel war, und heute wäre das sicher erst recht nicht so, aber immerhin, es ist 1987 passiert!

    Richard Millet (Link oben) malt heute auch hier ein düsteres Bild, ganz so, wie Alexander Dugin Deutschland betreffend ( # 18):

    Ich besitze ein schmerzvolles, exzessives Bewusstsein dessen, was Frankreich einmal war. Aber heute steht Frankreich ganz ohne Vision da, es verlischt. Wir geben es auf, seine Sitten, sein Erbe, und unsere Sprache verfällt, aber wir glauben immer noch, ganz oben zu stehen.

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