wilhelm-marr

Die FAZ stellt dem Schweizer Historiker Raphael Gross in einem Interview einige Fragen bezüglich des in Deutschland wieder grassierenden Antisemitismus. Gross ist Leiter des Jüdischen Museums in Frankfurt. Also sollte man meinen, dass er sich mit der Entwicklung des Antisemitismus auskennt. Das tut er wahrscheinlich auch, rückt aber im Interview nicht mit vollständigen Informationen heraus, indem er den linken Antisemitismus auf die Entwicklung in der DDR beschränkt. Dabei ist er viel älter. Älter noch als Hitler.

Dies ist die betreffende Frage aus der FAZ (Hervorhebung durch PI):

FAZ: Wie steht es mit dem linken Antisemitismus und dessen Anschlussfähigkeit an islamistischen Judenhass?

Raphael Gross: Diese Frage stellen sich bestimmt einige der Mitglieder der Partei Die Linke. Warum Teile dieser Partei bereit sind, mit Hamas, also einer Bewegung, die den islamischen Gottesstaat und die Auslöschung Israels sich auf die Fahne geschrieben hat, gemeinsam zu demonstrieren, kann man wiederum nur aus der Geschichte des deutschen Antisemitismus verstehen. Damit es keinen Irrtum gibt: Es gab in der deutschen Geschichte vor allem virulenten Antisemitismus von rechts, etwa in den diversen völkischen Bewegungen, zu denen ja auch der Nationalsozialismus zu zählen ist. Aber auch traditionell konservativen und liberalen Antisemitismus finden wir. In der Linken fällt in dieser Tradition vor allem derjenige ins Gewicht, der in der DDR gepflegt wurde. Dazu gehörte die totale Verleugnung jeder Verantwortung für den Holocaust. Diese wurde durch antifaschistische Klischees ersetzt. Entsprechend war die Solidarität mit dem Staat der Überlebenden, Israel, kein Thema – umso mehr pflegte man einen offiziellen Antizionismus und die Solidarität mit den Palästinensern.

45 Jahre bevor Hitler damit begann, „Mein Kampf“ zu schreiben (Beginn während der Haft 1924), brachte ein Mann aus Hamburg die Propagandaschrift Der Sieg des Germanenthums über das Judenthum heraus: Friedrich Wilhelm Adolph Marr (Bild). Seines Zeichens Atheist, Kommunist, Anarchist, Antisemit. Also genau die Mischung, die man heute noch in linken Kreisen antrifft.

Dieser erfolglose Kaufmann, Politiker und journalistische Schmierfink war ein bekennender Gegner der Gleichstellung der Juden (diese trat 1871 im Deutschen Reich in Kraft, zumindest auf dem Papier). Den frustrierten, linksradikalen Extremisten störte, dass dies „jüdischen Kapitalinteressen“ Vorschub leisten könne. Mit seiner 1879 verfassten Judenhasser-Schrift machte er den Begriff Antisemitismus richtig populär. Der Begriff war noch relativ jung und hat sich seit Marr derart eingeprägt, dass er heute als Oberbegriff für alle Arten der Judenfeindschaft verwendet wird, egal welchen Motiven sie entspringt. Nur in christlichen Kreisen wird für die jahrhundertelange Judenverfolgung gerne der Begriff „Antijudaismus“ verwendet. Zum Beispiel von der unsäglichen Margot Käßmann, die damit Luther vom Antisemitismus abzukoppeln versucht. Dabei hat Luther seinen Judenhass – genauso wie der linksradikale F.W. Adolph Marr – mit wirtschaftlichen Aspekten theologisch begründet! Es zieht sich bei genauer Betrachtung eine klare Linie zwischen Luthers geistigem Ziehvater Augustinus, dem Augustinermönch Luther und dem Antikapitalisten F.W. Adolph Marr – bis hin zu den National-Sozialisten. Denn Schritt für Schritt verdichtete sich immer mehr die Sage von den kapitalistischen jüdischen Ausbeutern.

Gehen wir zurück in die Antike, um diese Achse des Antisemitismus zu verstehen.

Jeder kennt die Geschichte von der Kreuzigung Jesu. Zu der Zeit war das Israelische Königreich römisch besetzt. Die Römer nannten die Provinz Judäa und setzten Vasallenkönige ein. Es gab immer wieder Aufstände der Juden gegen die römische Besatzungsmacht. Der jüdische Glaube nahm bekanntermaßen seinen Anfang mit dem Abschütteln der ägyptischen Sklaverei und der Flucht aus einem Land der Vielgötterei. Das machte die Juden besonders aufsässig gegen die polytheistische Besatzungsmacht der Römer, die nicht nur einen Pantheon voller Götter hatten, sondern einen vergöttlichenden Kaiserkult betrieben (was Hitler später kopierte) und ihre „heidnischen“ Skulpturen im jüdischen Tempel aufstellen wollten. Der Kampf der Römer gegen die Juden ging so weit, dass – die sonst in religiösen Dingen recht freizügigen Römer – die jüdische Religion auslöschen wollten. Sie zerstörten den Tempel (70 n.Chr.) und untersagten 50 Jahre später die Beschneidung, die die männlichen Nachkommen in das Volk Israel eingliedert. Der letzte von den Römern blutig niedergeschlagene jüdische Aufstand war der Simon bar-Kochba-Aufstand im Jahre 135 n.Chr.

Seine Folgen sind heute noch zu spüren: Rom tilgte das Königreich Israel und seine Hauptstadt Jerusalem von der Landkarte. Die römische Provinz Judäa erhielt einen neuen Namen: Philistäa (gr.) /Palaestina (lat.). Mit dem Bezug auf das griechische Seefahrervolk der Philister wollte Kaiser Hadrian die Juden demütigen, die sich so erbittert gegen Rom aufgelehnt hatten. Die griechischen Philister kamen etwa 1200 v.Chr. nach Kanaan und siedelten entlang der Küste in fünf Stadtstaaten (Aschdod, Askalon, Ekron, Gath, Gaza). Sie griffen die Israeliten an und wurden von David besiegt (David gegen Goliath!). David ist Israels glorreichster König, unter ihm wurden die zwölf Stämme Israels vereint und Jerusalem  zur Hauptstadt, sein Sohn Salomo baute den Tempel. Die Heldentaten Davids einfach umzukehren, das Land nach den unterlegenen Philistern zu benennen, den Tempel zu zerstören und dort eine Jupiterkultstätte zu errichten, Jerusalem Hadrians Familiennamen zu geben (Aelia Capitolina) und die Juden aus ihrer heiligen Stadt und ihrem Land zu vertreiben, das war das Maximum an Strafe. Schlimmer ging es nicht. Wenn man das alles bedenkt, ist es überhaupt ein Wunder, dass das Volk der Juden die Antike überlebt hat. Die Juden gingen wieder einmal ins Exil (sie waren schon von Nebukadnezar nach Babylon verschleppt worden und gelangten erst durch den Perserkönig Kyros II zurück).

Die in der Antike durch die Römer vollzogene Umbenennung von Israel in Palästina kommt den Leuten, die sich heutzutage als „Palästinenser“ bezeichnen, sehr gelegen. Der Chef der Terrorvereinigung PLO, Jassir Arafat (ein Neffe des berüchtigten Großmuftis und Hitlerfreundes Al-Husseini aus Jerusalem), erfand in den 1960er-Jahren das „Volk der Palästinenser“. Die sogenannten „Palästineser“ sind aber Araber oder Jordanier und keine Griechen oder Philister. Das „Volk der Palästinenser“ ist ein Phantasieprodukt, um das, was die Römer taten, nachzuäffen: ein judengesäubertes Philistäa/Palaestina dort zu schaffen, wo heute der Staat Israel ist. Dieser Teil der Geschichte wiederholt sich hoffentlich nicht!

Zurück zur Zeit Jesu: Wie die Bibel und außerbiblische Quellen berichten, sahen große Teile der jüdischen Priesterkaste in Jesus eine Gefahr. Sie wollten ihn aus dem Verkehr ziehen, weil seine Gefolgschaft immer größer wurde und er ihre Autorität in Sachen Schriftauslegung untergrub. Ihnen oblag aber nur die religiöse Gerichtsbarkeit und nicht die weltliche. Sie konnten über Jesus zu Rat sitzen, ihn aber nicht ausschalten. Deswegen wurde Jesus als politischer Aufrührer verleumdet, der er nicht war. Von Pilatus und seiner Gemahlin ist überliefert, dass sie Jesus für unschuldig hielten, gleichwohl ließ Pilatus sich dazu hinreißen, für den Unschuldigen die Geißelung und den Tod durch Kreuzigung anzuordnen. Er hatte es mit einer von der Priesterkaste aufgewiegelten Meute zu tun. Doch es war Pilatus, der zu entscheiden hatte. Es war ein Römer, der Jesus kreuzigen ließ!

Unter dem römischen Kaiser Konstantin I wandte sich das Römische Reich bekanntlich dem Christentum zu. Mit dem Mailänder Edikt von 313 n.Chr. schaffte Konstantin Religionsfreiheit im Römischen Reich. Es versteht sich von selbst, dass die Römer mit fortschreitender Christianisierung nicht als Christusmörder dastehen wollten!

Im Jahr 383 n.Chr. kam der in Numidien (heute Algerien) geborene Augustinus nach Rom. 386 n.Chr. hatte er in Mailand ein Bekehrungserlebnis und wurde Christ. 391 n.Chr. ging Augustinus nach Hippo (heute Algerien), wo er den Augustinerorden gründete und zum Bischof wurde. Augustinus gilt als einer der wichtigsten Kirchenlehrer der Westkirche (nicht in der Orthodoxie). Auch heute noch, sowohl im katholischen als auch im evangelischen Bereich. Augustinus Schattenseite war seine tiefe Verachtung für die Juden. Er war der Begründer der sogenannten „Substitutionstheologie„. Diese besagt, dass die Juden von Gott verworfen seien. Als Begründungen dient ein Vers aus dem Brief des Paulus an die Römer: … denn es steht in der Schrift: Jakob habe ich geliebt, Esau aber gehasst.

Augustinus setzte Jakob mit den Christen gleich und Esau mit den Juden und fertig war die verhängnisvolle Substitutionstheologie: Die Juden sind Esau, von Gott gehasst und nicht mehr sein heiliges Volk. Sie tragen ein „Kainsmal“ auf der Stirn – das hörten die Römer gerne (Juden als Christusmörder!). Die Juden werden nicht errettet (Begründung für die von Luther propagierte Judenmission!). Man solle sie aber nicht erschlagen, weil sie wegen ihres Pechs (Tempel abgefackelt, von den Römern aus ihrem Land geworfen und in alle Welt ins Exil verstreut!) als negatives Beispiel zur Anschauung der Christen dienen können (Zionismus und jeglicher wirtschaftlicher oder militärischer Erfolg zerstören diesen „Gottesbeweis“!). Theologische Einzelheiten zu den verschiedenen Facetten der Substitutionstheologie siehe hier. Wichtig zu wissen: Sie wurde erst nach dem Holocaust zu den Akten gelegt und dies sehr langsam und schleppend und auch nicht in allen Teilen des Christentums, denn nach wie vor gibt es dreiste evangelische Kreise, die den Juden das Heil absprechen und ihre Aufgabe in der Judenmission sehen. Die katholische Kirche entledigte sich der verheerenden Substitutionstheologie ihres Kirchenvaters Augustinus 1965 mit Nostra Aetate. Auch wichtig: In den orthodoxen Kirchen gab es keinen religiösen Antisemitismus. Augustinus wirkte nur in die abendländischen Kirchen hinein. Die dreiste Käßmann wagt es gar, die Substitutionstheologie vollkommen zu unterschlagen und stellt die Juden nach wie vor als Christusmörder dar. Keinerlei Idee hat die Theologin, warum Luther antisemitisch war. Sie stellt den geistigen Brandstifter als Opfer dar, dessen Schriften „missbraucht“ worden seien.

Aus der Substitutionstheologie des Augustinus wurde im Mittelalter die sogenannte „Judenknechtschaft“ durch den Papst installiert und als „Kammerknechtschaft“ weltlich manifestiert. Die angeblich von Gott für den Christusmord für alle Zeiten von Gott fallen gelassenen Juden sollten dienen, durften nicht in verantwortungsvolle Positionen kommen (Berufsverbote!), sollten nicht wirtschaftlich oder gesellschaftlich erfolgreich sein. Alles andere hätte den „Gottesbeweis“ der römischen Kirche zunichte gemacht. Augustiner(!)mönch Luther toppte seinen geistigen Urvater noch, indem er die Juden als mit dem Teufel im Bunde erklärte, da sie sich seiner Missionierung widersetzten und trotz Judenknechtschaft in den wenigen ihnen verbliebenen Berufen oft zum Erfolg kamen (eine Spezialisierung, die ihnen im Laufe der Zeit den Ruf ausbeuterischer Kapitalisten einbrachte!). Da es im abendländischen Christentum gerade angesagt war, Leute zu verbrennen, die „mit dem Teufel im Bunde“ waren (die meisten Opfer der Spanischen Inquisition waren Juden!), forderte Luther ihren Tod.

Die von Augustinus erfundene und von Luther auf die Spitze getriebene Substitutionstheologie basiert auf der Annahme, dass die Juden den lebendige Beweis für die christliche Offenbarung darstellen, indem sie nie wieder auf einen grünen Zweig kommen sollten. Jeder wirtschaftliche Erfolg von Juden gefährdet diesen herbeiphantasierten „Gottesbeweis“! Es setzte sich die Sichtweise durch, dass etwas nicht stimmen kann, wenn Juden erfolgreich sind. Dass unheilvolle Kräfte und unlautere Mittel im Spiel sein müssten. Genau da setzt auch der linksradikale Atheist F.W. Adolph Marr an, wenn er behauptet:

Das Judenthum hat die Führerschaft der goldenen Internationale übernommen … Die, liberale‘ Gesetzgebung hat uns dem Kapitalismus gegenüber nahezu wehrlos gemacht … Ein Volk von geborenen Kaufleuten unter uns, die Juden, hat eine Aristokratie, die des Geldes, geschaffen, welche alles zermalmt von Oben her, aber zugleich auch eine kaufmännische Pöbelherrschaft, welche durch Schacher und Wucher von Unten herauf die Gesellschaft zerfrisst und zersetzt.“

Die National-Sozialisten brauchten in F.W. Adolph Marrs Steilvorlage später nur „Gesellschaft“ durch „Volk“ zu ersetzen. Es gibt sie also, die antisemitische Achse Augustinus – Luther – Sozialisten: Wirtschaftlicher Erfolg von Juden darf nicht sein. Er verstößt wahlweise gegen die substitutionstheologische oder antikapitalistische Ideologie. Den in der Linken grassierenden Antisemitismus allein mit dem in der DDR gepflegten Antisemitismus zu begründen, wie Raphael Gross es in der FAZ tut, greift also viel zu kurz. Der linke Antisemitismus grassierte ja auch weiter. Die linksradikale RAF ließ sich in Palästinenser-Lagern für den Terror ausbilden und importierte das Palästinsertuch, das Markenzeichen des antisemitischen Terrorismus. Arafat drapierte dieses Tuch an seinem Kopf stets so, dass es die Umrisse von Israel zeigte. Die palästinensischen Verbündeten der RAF wollten den Staat Israel auslöschen.

Zurück zu F.W. Adolph Marr. Der linksradikale F.W. Adolph Marr hat dem Antisemitismus eine weitere Komponente hinzugefügt: die Rasse! F.W. Adolph Marr ist der erste blütenreine antijüdische und antikapitalistische Rassist! Von daher ist es ein Treppenwitz der Geschichte, dass man heute in Deutschland linksradikale Gruppen („Antifa“) einen staatlich geförderten Kampf gegen Rechts™ betreiben lässt.

F.W. Adolph Marr lieferte damit einen zusätzlichen Grund für die Verfolgung der Juden. Auch dies wieder eine Steilvorlage für die National-Sozialisten. Die Bedeutung von Religion war seit dem Zeitalter der Aufklärung kontinuierlich gesunken. Die Bedeutung von Wirtschaft und Wissenschaft nahm zu. Der Atheist F.W. Adolph Marr nutzte daher geschickter Weise nicht die Religion zur Brandmarkung der Juden (was eine alte Klamotte war), sondern die „Rasse“, um seine linksradikale Verschwörungstheorie zu legitimieren. Er deklarierte die Juden zu einer „parasitären Rasse, die kapitalistische Ausbeutung betreibt und damit die Gesellschaft zersetzt. Er verknüpfte also die von den Christen über Jahrhunderte kolportierte fixe Idee, mit den Juden könne etwas nicht stimmen, mit einer „wissenschaftlichen“ Komponente. Die Idee von der minderwertigen, das deutsche Volk gefährdenden Rasse, die sich durch kapitalistische Umtriebe die Gesellschaft untertan machen will, war damit geboren und sie stammt aus dem linksradikalen Milieu.

Und heute?

Heute argumentieren die linksradikalen Antisemiten, Israel (sie vermeiden den Begriff Juden!) sei kapitalistisch, imperialistisch, nationalistisch und eine rassistische Gefahr für „das Volk der Palästinenser“. Dreist deklarieren sie die Israelis zu Nazis. Die linken Antisemiten projizieren sämtliche Negativismen aus ihrem ideologischen Repertoire auf die Überlebenden der Shoa. Und damit kommen sie ungestraft durch. Bis in die Mainstreammedien und die UNO hinein. Zur großen Freude nationalistischer und pan-nationalistischer judenhassender Anhänger der Religion des Islam. Woran liegt es, dass all das immer noch funktioniert? Woran liegt es, dass die Israelis das einzige Volk sind, das schräg angeguckt wird, wenn es sich gegen militärische Angriffe verteidigt und den Terrorismus bekämpft? Warum werden die Juden dafür verurteilt und wirtschaftlich boykottiert, wenn sie auf rechtmäßig eroberten Gebieten siedeln und einen weiteren von Juden gesäuberten Landstrich verhindern wollen? Warum rechnet man ihnen nicht an, dass sie rechtmäßig eroberte Gebiete freiwillig zurückgaben? Warum rechnet man ihnen nicht an, dass sie – im Gegensatz zu den Arabern – dem Teilungsplan des Völkerbundes für „Palästina“ zustimmten? Und noch etwas fällt auf: Offenbar dürfen alle möglichen Großmäuler interreligiöses Zusammenleben propagieren, nur die Juden nicht, die sich vehement dagegen wehren, dass es im Heiligen Land zur weiteren Bildung eines rassistischen, nationalistischen, judenfreien Araberstaates kommt. Woran liegt das? Das kleine, zahlenmäßig eigentlich unbedeutende Volk der Juden wird ständig wie unter einem Mikroskop seziert. Und ständig wird etwas in dieses Volk hineinprojiziert. Dieser hysterisch-hyperkritische Umgang treibt die abenteuerlichsten Blüten, man denke nur an das unsägliche Gedicht von Günter Grass.

Wer Juden etwas übel nimmt, das er Nichtjuden nicht übelnimmt, ist ein Antisemit. (Henryk M. Broder)

Die ganzen negativen Stereotypen, die Jahrhunderte lang von den Römern und den Christen an gezüchtet wurden, haben sich verselbständigt und sind weiterhin wirksam. Auch im Islam. Das macht die Sache so unberechenbar und gefährlich. Und zwar nicht nur bei rechtsradikalen Holocaustleugnern und Hitler-Fans. Hier ein Beispiel für solche judenverächtlichen Stereotypen:

Der Spiegel, das Haus- und Hofblatt aller Linksbewegten, verstieg sich 2006 zu der abenteuerlichen These, der von den Juden ins Leben gerufene Monotheismus sei die wahre Ursache jeglicher religiösen Gewaltausbrüche: „Offenbar stand Mose in Zusammenhang mit dem rätselhaften „Ketzer-Pharao“ Echnaton. Führt der Glaube an einen einzigen Gott zwangsläufig zu einer gewalttätigen Religion?“ […] Der Monotheismus, heißt es, sei per se ein gewalttätiger Glaube. Hat das Abendland vor 2500 Jahren einen gefährlichen Irrweg eingeschlagen?

In dem von antisemitischen Stereotypen nur so strotzenden Text werden wilde Spekulationen über Mose angestellt. Mose sei in Wahrheit Ägypter und nicht Hebräer gewesen. Und zwar ein Anhänger des ägyptischen Pharaos Echnaton, der der eigentliche Erfinder des Monotheismus sei (dass Juden den von Ägyptern und Römern praktizierten gottgleichen Pharaonen- bzw. Kaiserkult als Blasphemie ablehnen, wird bei dieser Theorie einfach unterschlagen!). Dieser Ägypter Mose sei im Auftrag von Echnaton Aufseher über 80.000 leprakranke Zwangsarbeiter (!) gewesen. Dieser Mose habe zusammen mit einer Räuberbande von Wüstennomaden ganz fürchterlich unter den hochkultivierten Ägyptern gewütet.  Den primitiven Hebräern habe der aussätzige Schlächter aber imponiert: Die Viehtreiber und Beduinen aus Palästina – Reliefs zeigen sie mit Spitzbärten – nahmen demnach teil am geistigen Leben der Besatzungsmacht. Ägypten war ein erhabenes Zivilisationsgebilde, Quelle aller Weisheit.

Hier schon fängt die Geschichtsklitterung des Spiegels an. Die Bezeichnung Palästina existierte zur Zeit der Pharaonen noch gar nicht! Das Land hieß Kanaan. Zu der betreffenden Zeit kamen die seefahrenden Philister, auf die der Begriff Palästina zurückgeführt wird – und zwar von Herodot im 5. Jahrhundert vC – gerade erst in der Region an!

Und weiter im Spiegel-Text: Mose, der von den Juden verehrte Religionsstifter, habe Konzentrationslager (!) eingerichtet und eine Terrorherrschaft ausgeübt: Bekannt ist, dass der ägyptische Aton-Guru in der Ostwüste Konzentrationslager für die Zwangsarbeiter errichtete. Manetho zufolge übte Mose 13 Jahre seine Terrorherrschaft aus – genauso lange regierte auch Echnaton in Amarna.

Das kultivierte, erhabene Volk der Ägypter sei nach diesem furchtbaren Erlebnis mit Echnaton/Mose liebend gerne wieder zum friedfertigen und toleranten Polytheismus zurückgekehrt. Der Ägypter Mose, den die Juden nach Angaben des Spiegels sozusagen adoptierten (und nicht umgekehrt), habe eine „fatale Botschaft“ gebracht, indem er zwischen wahrer und falscher Religion unterschied: „Nur sein Gott war gut – die anderen waren dagegen Tand, Dreck und machtloses Kroppzeug.“ Die Juden werden als Inbegriff der Intoleranz gebrandmarkt, obwohl sie zu keiner Zeit andere Völker missionierten, wie es bei anderen Religionen durchaus üblich ist.

Mose habe die Welt nicht zum Guten verändert, sondern eine Hass-Religion auf den Weg gebracht: Vormals, im Polytheismus, hieß es: Leben und leben lassen. Jahwe dagegen war rachedurstig, ja rechthaberisch – eine Himmelsmacht, die nichts und niemanden mehr neben sich duldete. Dadurch, so der Ägyptologe aus Konstanz, sei „eine neue Form von Hass“ in die Welt gekommen, „der Hass auf Heiden, Ketzer, Götzendiener„. Die Verfasser des Alten Testaments werden als gruselige „Monomanen“ dargestellt: Federführend bei der Niederschrift waren die Jahwe-Priester vom großen Tempel in Jerusalem (zerstört 586 v. Chr., wiedererbaut 516 v. Chr.). In diesem düsteren Kultbau auf dem Zionberg (wo heute die Aksa-Moschee steht) liefen einst alle Fäden zusammen. Bärtige Priester mit Kleidern, an denen blaue Kordeln hingen, liefen in dem Gemäuer umher. Sie schlachteten Stiere. Bei einem der Riten benetzten sie ihre Ohrläppchen mit Widderblut. Mit der Wahrheit nahmen es die bigotten Anhänger des Ewigen allerdings nicht so genau. […] Als „fanatische Gesinnungsethiker“ hat der Heidelberger Religionssoziologe Franz Maciejewski diese frühen Monomanen eingestuft. Andere sprechen von „Hornissen des Geistes“. […]  Konfuzius strebte nach Weisheit und Gelassenheit, die Ionier trachteten nach Wissen. Die Heilige Schrift dagegen ist voller Trotz und Verzweiflung. […] Der semitische Gott, so sah es der Psychologe Bruno Bettelheim, war „schlimmer als selbst die schrecklichsten Gottheiten der Naturvölker“.

Und noch einmal wird die Nazi-Keule gegen die Juden ausgepackt:Kränkungen im Nationalen“ seien stets die „neuralgischen Knotenpunkte im Nervenkostüm der Völker“ gewesen, meint Maciejewski. Also habe man die Story im Zuge der jüdischen Nationenbildung im 9. und 8. Jahrhundert entsprechend umgearbeitet und zu einem ruhmvollen Ursprungsmythos gestaltet. Als krönender Abschluss: Gleichwie: 2500 Jahre danach ist der Nahe Osten immer noch ein Pulverfass.

Diese Zitate aus dem seitenlangen Pamphlet des linken Spiegel zeigen, dass es hartgesottenen Atheisten eine unendliche Freude bereiten kann, sich mit religiösen Fragen zu beschäftigen – wenn sie denn ins antisemitische Weltbild passen. Die Juden als die „wahren Nazis“ darzustellen ist eine beliebte Spielart, gerade unter Linken. Auch Islam-Nazis bedienen sich gerne dieses Tricks. Erschrocken zeigen sich all diese Heuchler stets, wenn „Nationales“ im Zusammenhang mit Judenfeindschaft auftaucht, alles andere lässt sie vollkommen kalt, sie schlachten es aus bis zum Erbrechen. Hat das Abendland vor 2500 Jahren einen gefährlichen Irrweg eingeschlagen? Einen gefährlichen Irrweg hat der Spiegel eingeschlagen, der in seinem Pamphlet ignoriert, dass das Judentum keine religiös motivierte Terrorherrschaft und keine Konzentrationslager hervorbrachte, sondern im Zeitalter der Aufklärung maßgeblich an der Säkularisierung beteiligt war. Während sich die christlichen Europäer theologisch weiterhin als die einzig Erwählten fühlen durften, begründeten 1754 Moses ben Menachem Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing das Zeitalter der Haskala, der jüdischen Aufklärung. Sie stellten eine Verbindung her zwischen religiöser Tradition und der Philosophie der Vernunft. Kein Volk ist assimilierter, wenn es darum geht, mit anderen Völkern zusammenzuleben. Kein Volk hatte und hat so viel Kontakt zu anderen Kulturen und verhält sich dabei äußerst kultiviert.

Letztendlich ist es der Neid, der die Judenhasser ausflippen lässt. Man muss sich einfach mal klar machen, mit wem sich die Juden schon alles angelegt haben. Sie bezwangen einen ägyptischen Pharao, besiedelten erfolgreich Kanaan, besiegten die griechischen Philister, brachten die Römer zur Weißglut, brachten die Briten ins Schwitzen als sie mit der Idee ankamen, auf deren Mandatsgebiet „Palästina“ / „Cis-Jordanien“ ein neues Israel zu gründen. Zu guter Letzt verteidigten die Israelis ihr Mini-Land mehrfach und erfolgreich gegen die umliegenden Islamstaaten. Und das nach dem Holocaust! Hut ab, das muss erst mal einer nachmachen. Was ist ihr Geheimnis?

Die Juden leben schon seit 3150 Jahren nach einem gemeinsamen Codex, nach einem schriftlich fixierten Gesetz. Dieses Gesetz ist Israels erfolgreichster Exportartikel und ein Meilenstein für unsere Zivilisation. Es markiert die Wende vom Stammeswesen hin zum Staatswesen. Die Regeln lauten: Du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen, du sollst deine Eltern nicht vernachlässigen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht neidisch sein, du sollst noch nicht einmal an all diese negativen Dinge denken, sondern sechs Tage arbeiten und dich am siebten ausruhen und deinem Schöpfer danken. Besser geht es nicht. Und genau wegen dieser Taktung, dieser Einheitlichkeit und dieser Selbstdisziplin sind die Israelis wesentlich weiter als die Räuberbanden, Kamelzüchter und Shisha-Raucher in den umgebenden Wüstenländern. Wo wären eigentlich die Europäer und die Amerikaner ohne dieses von den Juden geerbte Grundgesetz? Mohammed hat versucht, diese Idee bei den Juden abzukupfern, indem er den Codex Koran erfand, um ihn als staatenbildenden Kitt zwischen die Stämme zu schmieren. Was dabei heraus gekommen ist, sieht man jetzt. Es gibt kein Volk und keinen Staat der Ismaliten. Aber es gibt einen Staat der Israeliten und nichts wünscht sich der Islam sehnlicher als es den Römern gleichzutun und den Staat Israel wieder von der Landkarte zu tilgen. Hamas, Hisbollah, Isis – sie alle sind nur zu diesem Zweck gegründet.

Und was macht der Rest der Menschheit? Der guckt zu und schimpft auf die Juden. Was hat zum Beispiel den Spiegel getrieben, dass er mit dieser Wortwahl über Theorien zur Entstehung des Judentums „berichtet“ hat? Ganz einfach: der Autor konnte sich sicher sein, dass viele Leser mit Entzücken und Erleichterung reagieren. Nach dem Motto: Da sieht man’s, die Juden sind auch nicht besser! Mose errichtete Konzentrationslager in der Wüste! Und jetzt pferchen sie die armen Palästinenser in Gaza ein – pfui Teufel! Genau so funktioniert der antisemitische Reflex. Gaza wurde übrigens 1948 durch Ägypten besetzt, durch die Ägypter abgeriegelt und 1967 von Israel befreit. Und weil das nicht ins Weltbild passt, interessieren diese Fakten nicht.

Weiter mit dem linksradikalen F.W. Adolph Marr und den Folgen seines Wirkens:

Wie bereits dargelegt, markiert der linksradikale Atheist F.W. Adolph Marr einen neuen Meilenstein in der Verfolgung der Juden, indem er der Mär vom geldgierigen, ausbeuterischen Juden neuen Drive verleiht. Atheist Marr nutzte nicht die abgedroschene Religion zur Brandmarkung der Juden, sondern den Begriff „Rasse“ zusammen mit seiner ökonomischen Verschwörungstheorie. Das wiederum griffen interessierte, antisemitische christliche Kreise auf, die sogenannten „Deutschen Christen“. Die Vordenker der späteren protestantischen Kirchenpartei „Deutsche Christen/DC“ entwickelten in den 1880er-Jahren eine antisemitische Rassen-Theologie. Ihr Ziel war eine von den jüdischen Ursprüngen und der Weltkirche abgekapselte, rein deutsch-nationalistische Theologie, in der auch der Katholizismus in Deutschland untergehen sollte. Eine „arteigene“, germanisierte Volksreligion. Jesus sei in Wahrheit arischer Abstammung, die Deutschen seien die besten Christen der Welt, das martialische Judentum behindere ihre volle Entfaltung, alles Jüdische müsse aus der Bibel getilgt werden. Und genauso wie der linksradikale F.W. Adolph Marr brandmarkte man das Judentum für die Ausbeutung der Menschheit. Dieses religiös verbrämte, rassistische Gedankengut wurde gepflegt, bevor jemand wußte, wer Adolf Hitler ist.

Solche brisanten Details hat Frau Käßmann, die vor dem 500-jährigen Luther-Jubiläum mal eben ein bisschen mea culpa spielen wollte, total ignoriert. Zur 400-Jahr-Feier der Reformation brachten protestantische Theologen 95 neue Thesen heraus, die es in sich haben. Darin heißt es zum Beispiel:

„Die neuere Rassenforschung endlich hat uns die Augen geöffnet für die verderblichen Wirkungen der Blutsmischung zwischen germanischen und nichtgermanischen Volksangehörigen und mahnt uns, mit allen Kräften dahin zu streben, unser Volkstum möglichst rein und in sich geschlossen zu halten. Religion ist die innerste Kraft und feinste Blüte im geistigen Leben eines Volkes, kann aber nur in völkischer Ausprägung kulturkräftig wirken […] Eine innigere Verbindung zwischen Deutschtum und Christentum ist nur zu erreichen, wenn dieses aus der unnatürlichen Verbindung gelöst wird, in der es nach bloßem Herkommen mit der jüdischen Religion steht.“

Man wollte das Alte Testament und die Zehn Gebote aus der Glaubenslehre verbannen und das Neue Testament von allem Jüdischen „reinigen“. Das Alte Testament wollte man durch „deutsche Mythen“ ersetzen. Alle Konfessionen sollten in einer einheitlichen „Reichskirche“ zusammengeschweißt werden. Weitere Beispiele aus dieser protestantischen Ideenwelt hier. Das Stickmuster ist klar: Man wollte etwas Eigenes, sich vom jüdischen Erbe „emanzipieren“, sich einen eigenen Religionsstifter kreieren. Man wollte sich nicht von den Juden sagen lassen, wer Gott ist. Man wollte die Schrift auslöschen, in der geschrieben steht, dass es diese verflixten Juden waren, denen es als einzigen vergönnt war, Gott mit eigenen Augen zu sehen. Man wollte sich abnabeln, sich wichtig machen. Schließlich hatte man sich ja auch von Rom abgenabelt, warum nicht also von den Juden und ihrem Tenach, in dem es nur um jüdische Geschichte geht und in der kein einziger Arier oder Germane als Held gefeiert wird? Die Protestanten wollten groß und wichtig sein. So wichtig wie die Katholiken. Und dafür opferten sie die Juden. Auszug auf dem Programm der aus dieser Bewegung resultierenden Protestantenpartei DC:

protestanten-1932

Hitler war beseelt von der Idee einer rein-arischen Reichskirche germanomythischen Ursprungs. Dummerweise wollten die Katholiken nicht richtig mitspielen und schmuggelten im März 1937 die einzige jemals in deutscher Sprache erschienene päpstliche Enzyklika in die Sonntagsgottesdienste: „Mit brennender Sorge„!

Nach diesem Ausflug durch die Jahrhunderte des Antisemitismus zurück zum eingangs erwähnten FAZ-Interview mit Rapahel Gross:

FAZ: Wer sind diese Leute? Bildet sich da eine neue Koalition von Islamisten und Neonazis?

Islamisten und Nationalsozialisten teilen „im Juden“ ein Feindbild. Historisch ist diese Koalition daher nicht undenkbar. Vergessen wir aber nicht, gleichzeitig sind heute viele Neonazis extrem islamfeindlich. Wichtiger als diese brüchige Koalition erscheint mir: Es waren vor allem deutsche Bürger mit Migrationshintergrund, die demonstriert haben. Viele stammen aus der Türkei. Es sind nicht sehr religiöse Muslime. Also „normale“ Bürger. Da spielen die sich rapide verschlechternden Beziehungen zwischen der Türkei und Israel eine zentrale Rolle, denken Sie nur an die Äußerung Erdogans über Israels angebliche „Hitler-Gesinnung“. Man sieht viele Türkei-Flaggen auf den Demonstrationen. Offenbar wird die Politik der Türkei selber, die ja etwa Isis-Kämpfer aus ganz Europa zu unterstützen scheint, nicht auch gleichermaßen in Frage gestellt.

Auch hier wird wieder so getan, als hätte der Antisemitismus – diesmal der islamische – keinerlei Ursprungsgeschichte, sondern sei ein vollkommen neues Phänomen, das mit der Außenpolitik der Türkei steht oder fällt. Wenn das so weitergeht mit der „Aufarbeitung“, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn Juden immer wieder am Pranger stehen! Man muss sich auch fragen, was man im Jüdischen Museum in Frankfurt erklärt bekommt. Werden da von Raphael Gross auch so dürftige Antworten präsentiert?

Im Grunde genommen handelt es sich bei Mohammeds Antisemitismus um das selbe Prinzip, was auch die protestentische Kirchenpartei DC trieb: Man wollte eine eigene Legende, sich selbst auf in die Ahnenreihe von Adam bis Abraham zurückdatieren. Die Moslems bildeten die Legende, dass Abraham – der erste Monotheist – ein Hanafit gewesen sei, einer, der den Shirk (die Beigesellung polytheistischer Götter) abgelehnt habe und damit der erste Moslem gewesen sei. So dichten sich die Moslems in die jüdische Überlieferung hinein. Weil sie selbst keine haben außer dem Stein an der Kaaba, den sie wie ihre Vorfahren nach wie vor stumpfsinnig umkreisen. In diesem Stein wohnt Allah. In diesem Stein wohnte Allah schon als die arabischen Stämme an der Karawanentankstelle Mekka Tiere schlachteten und die Wohnstätten ihrer Götter mit Blut bestrichen. So wie sie die nächsten Tage wieder zur Ehre Allahs schächten und Blut fließen lassen werden.

Fassen wir zusammen:

Die jüdische Überlieferung von dem einen Gott, dem die Juden ihrer Überlieferung nach auf dem Berg Sinai begegnet sind, ist derart faszinierend, dass die Weltmacht Rom ihn erst auslöschen wollte und ihn dann in ihre eigene Legende kopierte. Genauso wie nachfolgend die Araber, die Stämme von Juden köpften und sich mit dem Koran die jüdischen Stammväter einverleibten. Genauso wie die antisemitischen Protestanten, die in den 1880er-Jahren Jesus vom Juden zum Arier umdichteten: Nachdem die Römer und die Mohammedaner die Tradition der Juden stahlen, wollten dies auch die Deutschen tun, in einem dritten antijüdischen Reich.

Sämtliche Antisemiten sind scharf auf das, was die Hebräer so erfolgreich in die Weltgeschichte brachten: die Orientierung auf ein einziges Idol hin. Die Juden haben nie anderen Völkern ihren Glauben aufgezwungen, sie haben nie missioniert. Aber sie wurden raubkopiert. Und immer wieder wurde versucht, das Original, das Volk der Juden, auszulöschen. Auch heute noch. Vor unser aller Augen. Durch die Hamas, hinter der im Prinzip die gesamte islamische Ummah steht. Unter dem hämischen Beifall des Bodensatzes, den die nationalistischen Sozialisten F.W. Adolph Marr und Adolf Hitler hinterlassen haben.

Heute wird bei deutschen Politikern so getan, als sei mit den antisemitischen Sprechchören ein „regionaler Nahost-Konflikt“ auf Deutschlands Straßen transportiert worden, der „Palästinenser-Konflikt“. Das greift aber viel zu kurz. Der deutsche Staat versucht bereits seit geraumer Zeit, das antisemitische Potential des Islam zu brechen, indem er den Kirchen den „interreligiösen Dialog“ auftrug. Nach dem Motto: was bei den Christen geklappt hat, muss auch bei den Moslems klappen. In diesem Dialog wird versucht, den antijüdischen Islam dazu zu bringen, den jüdischen Stammvater Abraham als gemeinsamen Religionsstifter „dreier abrahamitischer Weltreligionen“ anzuerkennen. Man möchte versuchen, den Islam dazu zu bringen, das Gleiche zu tun, was das Christentum nach dem Holocaust machte: das Judentum als Wurzel zu verstehen und es nicht ersetzen/substituieren/auslöschen zu wollen.

Mit dieser deutschen Staatsdoktrin versucht man, den durch die islamische Masseneinwanderung importierten, sehr virulenten Antisemitismus in Deutschland zu kaschieren. Gerade veröffentlichte der jahrelang staatsfinanzierte Antisemitismusforscher Wolfgang Benz:

„Von explosionsartiger Verbreitung des Antisemitismus in Deutschland zu sprechen, einen „neuen Antisemitismus“ oder die lawinenartige Ausbreitung der Judenfeindschaft in Deutschland zu diagnostizieren, geht aber an der Realität vorbei.“

Das ist aalglatte Antisemitismus-Leugnung! Und an anderer Stelle:

Es gibt einen muslimischen Antisemitismus. Aber das ist zu beträchtlichem Teil ein Import aus Europa. Ursprünglich sind die islamischen Gesellschaften nicht rassistisch oder antisemitisch. Das haben sie von den Deutschen, den Franzosen, den Österreichern gelernt. Und die deutschen Muslime sind per Saldo sehr viel weniger anfällig als zum Beispiel die Muslime in Frankreich. Hier sind das überwiegend Türken, die ein entspannteres Verhältnis zu Israel haben.

Vorher gab Benz schon Antisemitismus-verniedlichend zum Besten:

„Es haben sich zum Teil seltsame Leute zusammengerottet. Einige haben blödsinnige Parolen gerufen.“

Hier die Replik der FAZ. Benz ist ein Ignorant. Denn was beim Christentum nach dem Holocaust gelang und in Nostra Aetate vollendet wurde, wird beim Islam schwerlich gelingen. Denn im Islam ist Judenauslöschung Programm. Während man den Bruch der Christen mit den Juden durch Aufgabe einer von Augustinus frei erfundenen – und nicht biblisch belegbaren! – Substitutionstheologie heilen konnte, sieht die Lage im Islam völlig anders aus. Die Auslöschung Israels ist fester Bestandteil der islamischen Prophetie und geht auf den Religionsstifter selbst zurück: „Der Tag des jüngsten Gerichtes (Endzeit) wird erst kommen, wenn die Muslime die Juden bekämpfen und töten; wenn sich der Jude hinter Steinen und Bäumen verbergen wird, dann werden die Steine und Bäume sagen: „Oh Muslim, Sklave Allahs, ein Jude verbirgt sich hinter mir, Oh komm und töte ihn.“ (Sahih al-Bukhari, 4:56:791,Sahih al-Bukhari, 4:52:177). Von der Judenverfolgung abzulassen, hieße den Islam aufzugeben. Der interreligiöse Dialog wird also kaum etwas bringen. Selbst wenn der Islam das Judentum als seine Wurzel anerkennen würde, so ändert das nichts an seinem eschatologischen Ziel und Auftrag: der vollständigen Auslöschung der Juden. Während der christliche Messias bereits erschienen ist, wird der islamische erst nach der Auslöschung der Juden kommen. Das machte den Islam so interessant für Hitler. Und das macht ihn so gefährlich für Israel. Selbst wenn man es also schaffen sollte, den Moslems beizubringen, dass alle Monotheisten an den selben Gott glauben, so hat dieser Gott die Moslems trotzdem damit beauftragt, diese „Glaubensgeschwister“ zu unterwerfen, bzw. im Fall der Juden ganz auszulöschen. Man wird das Problem also theologisch kaum lösen können. Es müssen politische Lösungen her, die Israels Existenz dauerhaft sichern.

Gott schütze Israel!

» Zeittafel der jüdischen Geschichte
» Charta der Hamas

Links zur aktuellen Situation:

» Broder in der Bild über die neuen Judenhasser
» Broder über Antisemitismus
» Liste der Schande
» Jüdische Gemeinde fordert Auflagen für Anti-Israel-Demos
» Hisbollah-Hass-Plakate in Berlin
» Nachteile der „Willkommenskultur“
» Judenhass auf dem Stundenplan an türkischen Schulen
» Der Siedlungsbau ist nicht illegal

image_pdfimage_print
Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano, Panama.

82 KOMMENTARE

  1. Die Darstellung des Verhältnisses der Protestanten zu den Juden ist natürlich sehr einseitig. Und man sollte auch wissen, dass Wilhelm Marr aus einer Familie stammt, deren Vorfahren vom Judentum zum Protestantismus konvertiert sind.

  2. Die Protestanten haben ihren Antisemitismus nie richtig aufgearbeitet. Die Katholiken versuchen krampfhaft, dem Islam „Nostra Aetate“ beizubringen. Die Moslems bezeichnen sich frech in Deutschland als die neuen Juden.

    Die deutsche Politik fällt hinter die Entnazifizierung zurück, indem sie den Moslems ihre Dreistigkeiten ständig durchgehen lässt. Der Bundesgauckler lobte außerdem in seiner Antrittsrede die 68er Linke für ihre angeblichen Verdienste bei der Aufarbeitung des NS-Regimes. Er lobte damit indirekt das linksradikale Milieu, aus dem die pro-palästinensischen Terror-RAF stammt.

    Deutschland ist genau da, wo es 1933 war!

    Die Propaganda besteht heute darin, ständig zu wiederholen, man dürfe zwar nicht antisemitisch sein, aber es sei völlig legitim, Israel bis zum Erbrechen zu kritisieren. Davon machen unsere Mainstreammedien fleißig Gebrauch.

    Und diejenigen, die die Feinde Israels analysieren, werden als Nazis kriminalisiert, im „Kampf gegen Rechts“.

    Was für ein Irrsinn…

  3. Zitat:
    Es war ein Römer, der Jesus kreuzigen ließ!

    Falsch. Die Juden drohten Pilatus damit, dass sie ihn beim Kaiser anzeigen, als Feind des Kaisers. Das wäre der Tod Pilatus gewesen. Im übrigen sagte Jesus selbst, dass Pilatus die geringere Schuld trifft.

    Übrigens:
    Paulus selbst war vor seiner Bekehrung ein eifriger jüdischer Christenmörder. Und zwar ohne Hilfe der Römer.

  4. Trotzdem mag ich die Juden nicht. Aber ich respektiere sie und achte ihren Wunsch auf ein friedliches Leben und Existenz. Und: Israel liegt uns Europäern weitaus näher als fremde Völker und Religionen aus Afrika und Arabien. Juden haben die gleichen Werte wie wir.

    Wer gegen Israel und die Juden ist, der ist auch gegen Deutschland und gegen Europa, denn trotz div. Widrigkeiten leben in Europa Juden schon seit Jahrhunderten und sind „voll integriert“. Namhafte Forscher und Wissenschaftler, Künstler usw. sind oder waren Juden. Auch wenn man sie nicht „liebt“, die Juden gehören zu Deutschland und zu Europa – nicht der Islam, Türken, Arabier, Afrikaner etc.

  5. Beim Unterschriften sammeln fragte ich Leute, die die Türe aufmachten und ein Pali-Tuch um den Hals hatten, zumeist „Und was hat Sie zum Judenhass bewegt?“. Die waren total erschrocken. Sie kannten die Verbindung Pali-Tuch und Judenhass nicht. Sie füllten weiter das Formblatt aus und versprachen mir teilweise sich über das Pali-Tuch zu informieren. Es kam vielleicht 10 bis 12 Mal vor.
    Ich muss aber nun zugeben, dass ich die genauen Hintergründe des Pali-Tuchs auch nicht kannte…

  6. Wer Juden etwas übel nimmt, das er Nichtjuden nicht übelnimmt, ist ein Antisemit. (Henryk M. Broder)

    —————–

    Wer Deutschen etwas übel nimmt … ?

  7. Also wenn die Römer schuld sind, am Tod Jesu, warum hat (laut der Bibel) Gott dann die Juden verstoßen, und nicht die Römer?

    Glaubt PI wirklich, dass man Israel-Liebe dadurch erzeugen kann, indem man die Bibel verdreht? Bei mir wirkt das eher umgekehrt.

  8. #7 leichtzumerken (27. Jul 2014 19:14)

    Also wenn die Römer schuld sind, am Tod Jesu, warum hat (laut der Bibel) Gott dann die Juden verstoßen, und nicht die Römer?

    Hast du nicht gelesen, dass diese Interpretation (Substitutionstheologie) längst überholt ist? Du scheinst der Meinung zu sein, man müsse die Juden missionieren, damit sie errettet sind. Das ist Blödsinn. Die Juden sind nicht von Gott verworfen, das ist eine längst überholte, augustinische Fehl-Interpretation.

  9. Bibel,Johannes 19 zur Schuldfrage der Ermordung des Sohnes Gottes:

    Jesus antwortete dem Pilatus: Du hättest gar keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben herab gegeben wäre; darum hat der, welcher mich dir überantwortet hat, größere Schuld!

    Weitere Zitate aus der Bibel:

    Als ihn nun die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuziget ihn! Denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach unserm Gesetz muß er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.Als Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr …

    Pilatus hatte also genau soviel Macht über die Juden, wie die Deutschen in Afganistan. Wenig! Er hatte ANGST vor den Juden, und mußte daher ihren Wunsch erfüllen, sonst wäre er angezeigt worden, selbst hingerichtet worden und/oder es hätte einen Aufstand gegeben. Pilatus hat versucht den Juden die Kreuzigung auszureden! Und wie obiges Zitat beweißt: Jesus selbst sagte, dass Pilatus nur eine geringe Schuld hatte, als die Juden, denn Pilatus wollte ja nur seine Haut retten.

    Wie kann man die Bibel so verdrehen?

    Aber das Luther die Juden aus dem Land treiben wollte, ist richtig dargestellt. Jedoch sollte man nicht unerwähnt lassen, dass sich die Juden bei der Eroberung Europas durch die Muslime teilweise mit ihnen verbündet hatten! Daher kam es zum Judenhass in der Spätantike und Mittelalter.

  10. ”Bild”-Autor Nicolaus Fest hatte in seinem Kommentar angeblich alle Anhänger des Islams als potenzielle Straftäter und Menschenrechtsmissachter verurteilt und die Religion generell als Integrationshindernis dargestellt.Politiker, wie z.B. Volker Beck, fordern Entschuldigung von “Bild”.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/politik/islam-kritischer-kommentar-in-der-bild-am-sonntag-hetze-gegen-muslime-politiker-fordern-entschuldigung-von-bild/10256630.html

    Das ist mal wieder ein Beispiel für die eingeschränkte Meinungsfreiheit. Es ist offensichtlich kein Problem wenn Muslime “Scheiß Jude” rufen, aber wenn ein Biodeutscher sich islamkritisch äussert ist eine Entschuldigung bei Muslimen fällig?!

    Reaktion von Nikolaus Fest auf Twitter:
    “Herrlicher Shitstorm! Offensichtlich finden viele Homophobie, Antisemitismus & Ehrenmorde völlig ok.”

    Twitter:
    1.Nikolaus Fest:
    https://twitter.com/NicolausFest?original_referer=http%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fpolitik%2Fislam-kritischer-kommentar-in-der-bild-am-sonntag-hetze-gegen-muslime-politiker-fordern-entschuldigung-von-bild%2F10256630.html&tw_i=493307768548651008&tw_p=tweetembed

    2.Volker Beck:
    https://twitter.com/Volker_Beck?original_referer=http%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fpolitik%2Fislam-kritischer-kommentar-in-der-bild-am-sonntag-hetze-gegen-muslime-politiker-fordern-entschuldigung-von-bild%2F10256630.html&tw_i=493335984101400576&tw_p=tweetembed

    3.Markus Hesselmann bei Facebook:
    https://www.facebook.com/markus.hesselmann/posts/10153005641929307

  11. Interessant, Marr kannte ich nicht.

    Aber einige von Marrs hier dargelegten Thesen und Formulierungen finden sich in Hitlers „Mein Kampf“.

    Was wäre, wenn die Soze Hitler von der Soze Marr abgeschrieben hätte?

    Genau, dann wäre nämlich nicht das Völkische der Nährboden für den Antisemitismus der Nazis sondern der Kommunismus/Sozialismus, der immer schon die Feindbilder „Der Reiche, der Erfolgreiche, Der Fleissige“ anbot und zum „Ausbeuter“ hochstilisierte und heute noch hochstilisiert, man denke nur daran, dass unserer Handel mit Afrika und das Bezahlen der eingekauften Rohstoffe mit Geld „ausbeuterisch“ und schuld sein soll am Elend der Neger.
    Da ist der Sprung vom „Parasiten“ als Einzelperson bis zum „Parasitenvolk“ nicht sehr weit.

    Interessant ist, dass die Linke in ihrem Rassismus sich heute nicht auf die Juden als „ausbeuterisches Parasitenvolk“ beschränkt, das wird gerade kräftig ausgeweitet auf jeden erfolgreichen „reichen“ Industriestaat, der den Negern und Arabern ausgegrabenen Dreck abkauft und in Fabriken Gold draus macht.

  12. #8
    Ich glaube nicht an Theologen, sonst müßte ich ja auch glauben, dass „Islam“ gleich Frieden ist.

    Also verschone uns mit modernen Theologiemärchen von BischöfINNEN mit Alkoholproblem.

  13. Zitat:
    Hast du nicht gelesen, dass diese Interpretation (Substitutionstheologie) längst überholt ist? Du scheinst der Meinung zu sein, man müsse die Juden missionieren, damit sie errettet sind. Das ist Blödsinn. Zitatende.

    Oh, da ist einer schlauer als Jesus!

    Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich! Johannes 14.6

  14. #3 leichtzumerken (27. Jul 2014 19:00)

    Zitat: Es war ein Römer, der Jesus kreuzigen ließ!Falsch.

    Die Kreuzigung ist eindeutig eine römische Variante der Hinrichtung. Bei den Juden wurde die Todesstrafe anders ausgeführt (Steinigung, Verbrennen, Enthauptung, Erdrosselung.

    Ich glaube, es ist unter Historikern ziemlich unstrittig, wer die Kreuzigung vornahm und das betreffende Urteil fällte. Für die später christlichen Römer ein Makel.

  15. #12 leichtzumerken (27. Jul 2014 19:33)

    Oh, da ist einer schlauer als Jesus!

    Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich! Johannes 14.6

    Witzbold! Die Juden brauchten nicht mehr „zum Vater zu kommen“. Sie sind vor über 3000 Jahren am Berg Sinai „zum Vater gekommen“.

  16. Es hat bezüglich Antisemitismus nie eine Aufarbeitung gegeben, sondern nur Anschuldigungen!

    Der Antisemitismus ist sehr alt in Europa, hat aber auch Ursachen! Die Ursachen sind ebenfalls sehr alt und vielfältig. – dort sollte man ansetzen und sich fragen wieso es Ressentiments gegen Juden gab und immer noch gibt.

    mich würde schon sehr interessieren weshalb es viele Vorurteile gegenüber Juden gab und wie sie entstanden sind.

    Es gibt ja auch Vorurteile gegenüber Muslime od. gegen Zigeuner. Auch das hat ja Gründe und die liegen mitunter an den Erfahrungen, die die Menschen mit diesen Bevölkerungsgruppen macht.

    Es ist halt nur falsch wenn man negative Eigenschaften auf alle bezieht. Es gibt eben auch gute Muslime und auch gute Zigeuner und auch gute Juden. Die Verallgemeinerung ist das Problem…

  17. Lieber Herr leichtzumerken, lesen sie doch bitte alles einschließlich ihrer Kommentare durch und sagen sie mir dann ob nich vielleicht sie einen kleinen Fehler in Bezug auf interpretation gemacht haben.

  18. #12 leichtzumerken (27. Jul 2014 19:31)

    Ich glaube, da hast du etwas missverstanden. Ich schätze Frau Käßmann als Theologin nicht. Ich bin auch nicht in ihrer Kirche.

    Die Protestanten haben bis 1980 gebraucht, um ihre judenfeindlichen Dogmen zu revidieren. Anscheinend nicht erfolgreich. Denn sonst würden Christen nicht weiterhin den Unfug verbreiten, die Juden seien nicht durch Gott errettet und bedürften Jesus.

    Die Juden haben den Vater!

    Und wer den Vater hat, hat nach christlichem Verständnis auch den Sohn. Denn Gott ist einer, unteilbar. So besagt es das christliche Glaubensbekenntnis.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gottesmord#Evangelische_Kirche_in_Deutschland

  19. Na ja, dieser Marr ist sicher kein missing link oder Erklärer und kein Stein der Waisen in der Erklärung, warum es Antisemitismus bei den linken gab und gibt.

    Was nach der Lektüre dieses langen Artikels aber hängen bleibt, ist eher Wasser auf die Mühlen der Antisemiten. Alles nach dem Judentum ist also copy paste – ergo ist der Rassismus dann wohl doch im Judentum angelegt und er wird insbesondere vom NS nur nachgeäfft? Statt jüdisches Volk als „Auserwähltes“ dann das „deutsche“? Wo ist eigentlich der qualitative Unterschied, wenn ein Volk sagt, es sei auserwählt und ein anderes auch?

    Das wiederholte betonen, dass Juden ja nie missioniert haben, passt ebenfalls voll ins Bild des Rassismus – warum andere am eigenen Heil teilhaben lassen, wenn man es dann doch eh nur durch Geburt erlangen kann?

    Fazit: Sehr schwacher Artikel, der eher geeignet ist, antisemitisch quer gelesen zu werden. Und das herum hacken auf Luther ist auch eher peinlich, weil es doch zu offensichtlich ist, dass man damit der links-grünen EKD via Auschwitz-Keule eine rein drücken will.

    Dabei ist der Grund für Antisemitismus relativ klar und auch tatsächlich ein Stück weit im Judentum selber angelegt, was im übrigen den Juden selber klar ist bzw. sich das Faktum, dass dies den Juden selber bekannt ist, aus den Schriften der alttest. Propheten auch belegen lässt. Das Judentum ist eine mehr oder weniger exklusive Religion mir durchaus auch als „Rassereinhaltungsregeln“ auslegbaren Abstammungslehren. Das ist solange kein Problem, so lange man von Nachbarn umgeben ist, die selber ähnliche „Hausgötter“ haben oder auf andere Weise ihr eigenes „Ding“ drehen. Problematisch wird es immer dann, wenn man auf universalistische Anschauungen, trifft, die Weltgeltung beanspruchen und auch durchsetzen wollen, was ja bspw. für das Christentum und den Islam gilt, wobei das Christentum keine Aufforderungen zum Judenmord im neuen Testament kennt, nach allem, was man bei pi so lesen kann, scheint aber der Koran solche Aufforderungen zu enthalten. Die „One-World“ ist ja auch eher universalistisch – von daher werden die Juden auch damit früher oder später Probleme bekommen.

  20. Das Thema „Kreuzigung Jesu- von wem veranlasst?“
    wird interessanter Weise sehr oft von denen geführt, die Jesu Evangelium sowieso ablehnen.

    Warum dann die Aufregung?

    Israel ist nicht verstoßen, aus dem Heilsplan Gottes verbannt. IM GEGENTEIL!

    Wie wir alle sehen konnten und können, wurde das zerstreute und fast vernichtete Volk Israel wieder aus allen vier Himmelsrichtungen gesammelt. Genau wie es nicht nur die Thora, sondern auch das Neue Testament prophezeien.

    Wir erleben zu unseren Lebzeiten etwas Gewaltiges.
    Israel wird von seinen Feinden bedrängt und seine Feinde haben sich sogar auf die Fahnen geschrieben (man beachte die ganzen Jerusalem Embleme auf islamischen Fähnchen)es wieder zu zerstören.
    Sacharia 12, Vers 3
    Und es soll geschehen an jenem Tage, daß ich Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde;
    alle, die ihn heben wollen, werden sich daran wund reißen;
    und alle Nationen der Erde werden sich gegen sie versammeln.

    Man beachte das es heißt: „die Völker der Erde“, nicht einzelne Volksgruppen oder Feinde die Israel schon immer hatte. In dieser Stelle geht es um die sog. „Endzeit“. Also die Zeit die Jesu Wiederkehr vorausgeht.

    Nur werden sie sich am „Laststein“ Jerusalem diesmal die Knochen brechen.

    Die Bibel sagt voraus das ein Friedensplan erstellt wird, der seinen Namen nicht wert ist. Man wird Israel zwingen ihn zu unterschreiben.
    „Komisch“, wie konnte man damals schon wissen das es „Könige und Königreiche“ geben wird, die sich zusammen tun um Israel, ein Land so groß wie Hessen, versuchen in die Knie zu zwingen?

    Gott wird Israel ein Segen sein! Nicht weil Israel so toll wäre sondern weil Gott sein Versprechen hält und es alle sehen sollen.

  21. #20 arminius arndt (27. Jul 2014 20:05)

    Dabei ist der Grund für Antisemitismus relativ klar und auch tatsächlich ein Stück weit im Judentum selber angelegt… Das Judentum ist eine mehr oder weniger exklusive Religion

    Der Hinduismus ist eine absolut exklusive Religion. Eine Geburtsreligion, in die man nicht eintreten kann. Gibt es einen sich hierauf berufenden Anti-Hinduismus? Nein!

    … mit durchaus auch als “Rassereinhaltungsregeln” auslegbaren Abstammungslehren.

    Die da wäre, dass das Judentum über die Mütter vererbt wird. Dadurch wurde beispielsweise meine Großmutter nicht als Jüdin geboren. Mein jüdischer Urgroßvater heiratete nämlich eine Christin. Wo sollen da bitteschön „Rassereinhaltungsregeln“ gegolten haben?

  22. #20 arminius arndt (27. Jul 2014 20:05)

    Wo ist eigentlich der qualitative Unterschied, wenn ein Volk sagt, es sei auserwählt und ein anderes auch?

    Ganz einfach: Bei den Juden gibt es – im Gegensatz zu den Christen-Nazis und den Islam-Nazis keine Doktrin, ein anderes Volk auszulöschen. Ich hoffe, das erklärt hinreichend den „qualitativen Unterschied“.

  23. #4 Ostmark (27. Jul 2014 19:04)
    denn trotz div. Widrigkeiten leben in Europa Juden schon seit Jahrhunderten und sind “voll integriert”. …

    Aber nur soweit es zugelassen wird!

  24. #19 Royal Enfield

    Despensationalismus und Substitutionslehre sind nicht biblisch.

    Substitutionslehre: GOTTES Volk sei verworfen, ist Quatsch, weil Jesu diesbezüglich gefragt wird und er dies deutlich verneint.

    Das heißt aber nicht, das alle Juden auch zur Gemeinde GOTTES gehören. Jesu ist nun mal das Opferlamm – die Tiere die laut Tanach als Opfer geopfert wurden sind ein Hinweis auf Jesu (Yeshua), nach Yeshua sind Tieropfer unnötig, denn Yeshua kann nur die Erlösung bringen.

    Despensationalismus: Abgesehen mal von streitwürdigen Abläufen, kenn ich keine Aussage die besagt das alle Juden zur Endzeit hin sich zu Jesu bekennen, es heißt lediglich „viele“ werden errettet.

  25. @Eoyal Enfield

    Der Hinduismus ist aber nie in Europa oder Weltweit aufgetreten … von daher müßig …

    Rassismus hat nicht immer zwingend damit etwas zu tun, dass man Heiraten oder das Poppen mit anderen verbietet, es ist eher die Frage, wie man dann die Nachkommen aus solchen Beziehungen behandelt. Wenn diese dann nicht mehr so ohne weiteres Juden sein können, dann hätte wir wieder die Unterscheidung, sprich Diskriminierung und den Ausschluss am Heilsgeschehen (Mir ist übrigens durchaus bekannt, dass man nach einigen Auffassungen auch zum Judentum konvertieren können soll – aber so richtig Ernst scheinen die Konvertiten dann doch nicht genommen zu werden …).

    Ich will das aber alles nicht zu sehr vertiefen – schlimm genug, dass man Israel immer mit dem Judentum gleich setzt, nur weil die Mehrheit dort jüdischen Glaubens ist oder zumindest von Juden abstammt (gibt ja auch jede Menge Atheisten in Israel, deren Eltern Juden waren etc.).

    Argumentativ Kritik an der Politik des Staates Israel von Kritik am Judentum sauber zu trennen, um damit Antisemitismus keinen Vorschub zu leisten, dass ist die Herausforderung, die man meistern muss, wenn man heutzutage überhaupt zu „Nahost“-Themen eine Meinung äußern will.

  26. Erstmal muss ich sagen das ich die kleinen Geschichtslektüren Sonntags auf Pi gerne lese.

    Bei der Geschichte merkt man aber die Nähe des Autors zur katholischen Kirche. Was nicht weiter schlimm ist sondern das ganze nur noch interressanter macht.

    Es war ein Römer, der Jesus kreuzigen ließ!

    Nicht ganz richtig. Es waren die Juden die den Verbrecher Barabbas freiliessen und Jesus gekreuzigt haben wollten. Das untermauerten sie mit:

    Sein Blut komme über uns und unsere Kinder

    Kaiser Konstantin war wahrscheinlich nie selber Christ. Er wusste aber wie er das Christentum für seine politischen Zwecke missbrauchen konnte. Ihm ist nur die Religionsfreiheit gut zuzurechnen.

    Die Juden werden nicht errettet (Begründung für die von Luther propagierte Judenmission!).

    Steht sogar in der Bibel das die Juden ihr himmlisches Erbe verloren haben. Das ist aber Grund für Judenhass.

    Jetzt lese ich den restlichen Text noch fertig

  27. Nochmal @ Royal Enfield:

    Ganz einfach: Bei den Juden gibt es – im Gegensatz zu den Christen-Nazis und den Islam-Nazis keine Doktrin, ein anderes Volk auszulöschen. Ich hoffe, das erklärt hinreichend den “qualitativen Unterschied”.

    Das Argument zieht nicht so richtig unter Kennern des alten Testamentes (da gibt es ein paar schöne Beispiele für Dinge, die man heute als „Völkermord“ bezeichnen würde, die auch noch religiös überhöht wurden, in dem man es als Ausführungen göttlichen Auftrages oder eines göttlichen Plans darstelle – die Berechtigung zur Auslöschung eines anderes Volkes, wie ihn die Nazis sahen, hatte durchaus auch biblischen Hintergrund, da der Kampf der Völker untereinander für Hitler Teil des göttlichen Schöpfungsplanes war). Und da wären wir übrigens bei einem der wenigen Punkte, die man Luther ernsthaft vorwerfen kann. Mit der Übersetzung der Bibel ins deutsche hat er jedem Hinz und Kunz es ermöglicht, sich aus diesem Buch das heraus zu suchen, was ihm gerade in sein Weltbild gepasst hat.

  28. #25 Pro West (27. Jul 2014 20:37)

    Das heißt aber nicht, das alle Juden auch zur Gemeinde GOTTES gehören.

    Keine Sorge, sie gehörten schon dazu, als es die Christen noch gar nicht gab. Die Juden brauchen kein Opferlamm. Die Juden haben ihre Entscheidung lange vor den Christen getroffen. Sie müssen ihren Glauben nicht mehr beweisen.

    Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie eine Fläche von Saphir und wie der Himmel, wenn es klar ist. Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Edlen Israels. Und als sie Gott geschaut hatten, aßen und tranken sie.

    Despensationalismus: Abgesehen mal von streitwürdigen Abläufen, kenn ich keine Aussage die besagt das alle Juden zur Endzeit hin sich zu Jesu bekennen, es heißt lediglich “viele” werden errettet.

    Schon mal drüber nachgedacht, dass es ohne Juden gar keine „Endzeit“ gibt?

  29. Was für ein fantastischer Text. (Es steht nur ‚PI‘ drunter. Wer von euch hat denn dieses beeindruckende Faktenwissen?)

    Er ist wert, ausgedruckt zu werden und den nächsten Gesamtschul_Innenlehrer_Innen zwischen der KZ-Klassenfahrt und der „Solidarität-mit-Gaza“-Lügenveranstaltung zur Pflichtlektüre zu machen.

    Nur – da spreche ich aus eigener Erfahrung: selbst wenn man es schafft, so jemanden zum Lesen zu animieren, endet das nach 1-2 Absätzen mit den Worten: ‚So was lese ich nicht‘.

    Für alle diejenigen sind kurze Kernsätze wirkungsvoller, z.B.:

    Der Gaza-Konflikt wäre auf zwei Weisen binnen Stunden vorbei:
    Wenn entweder die Hamas könnte, wie sie wollte – oder Israel wollte, wie es könnte!

    Oder:

    Der Frieden im Nahen Osten scheitert tatsächlich an nichts anderem als an den illegalen israelischen Siedlungen: Haifa, Jaffa, Tel Aviv … .

  30. Jesus war Jude und weil die religiöse Elite seines Landes ihn weg haben wollte, haben sie die Römer vor ihren Karren gespannt. Er starb als Jude, weil Juden ihn hassten. Das Todesurteil konnte aber nur ein Vertreter der römischen Besatzungsmacht sprechen, so kam Pontius Pilatus ins christliche Glaubensbekenntnis und nicht Kaiphas.

    Den späteren Juden den Mord an dem Juden Jesus anzulasten, ist verwerflich. Sie sind keine „Gottesmörder“. Überhaupt ist die Ableitung von Judenhass aus dieser Geschichte abartig und wider Christi Liebesgebot. Martin Luther hat Großes geleistet, sich aber – da auch er ein irrender Mensch war – auf einigen Gebieten, z.B. bei der Judenfrage, Übles geleistet.

    Die meisten evangelikalen Christen, zu denen ich gehöre, lieben und unterstützen Israel. Das Volk der Juden ist Gottes erste Liebeswahl – und das hat eine Bedeutung in alle Ewigkeit.

  31. Zum Thema
    „Warum erfolgte die Kreuzigung durch die Römer“:

    der damalige römische Kaiser hieß Tiberius.
    Er hatte sich aber aus dem stinkenden,
    malariaverseuchten Rom zurückgezogen in
    seine Villa nahe dem heutigen Dubrovnik.
    Das Regierungs-Tagesgeschäft überließ er
    dem Chef der Prätorianergarde Seianus.

    Seianus war beim Volk verhasst und übrigens
    auch ein Judenfeind. Er hatte 32 ein Gesetz
    erlassen, dass es den Juden verbot, ein
    Todesurteil auszusprechen und zu vollstrecken
    (deren Vollstreckungsmethode war damals die
    Steinigung wie später bei Stephanus und anderen).

    Genau deshalb hat Jesus gewartet bis Frühjahr
    33, bis er zum Pesach nach Jerusalem kam.
    (Vorher hatte er nämlich noch gesagt: „Die
    Zeit ist noch nicht reif.“) Ihm war klar,
    dass die saduzäischen und pharisäischen
    Autoritäten ihn töten wollten.

    Bei seinem Auftritt in Jerusalem hat Jesus
    es darum peinlich vermieden, die Römer zu
    kritisieren, sondern seine Aktivität nur
    gegen die sadduzäischen Priester gerichtet.
    Er hoffte damit, von dem Todesstrafenverbot
    zu profitieren.

    Deshalb hat ihn der Hohepriester Ananias
    damals an die Römer übergeben mit dem
    (falschen) Argument, dieser sei ein
    Aufrührer gegen die Römer.

    Seianus wurde Ende 33 vom römischen Volk
    gestürzt. Tiberius kehrte zurück nach Rom
    und übernahm wieder selber die Regierung.
    Mit die ersten Maßnahmen war die Abschaffung
    des Todesstrafenverbots für den jüdischen
    Sanhedrin. Außerdem zitierte Tiberius
    Pilatus nach Rom und gab ihm danach einen
    Provinzposten in der Gegend von Mainz.

  32. #1 Vladimir Schmidt (27. Jul 2014 18:42)

    Und man sollte auch wissen, dass Wilhelm Marr aus einer Familie stammt, deren Vorfahren vom Judentum zum Protestantismus konvertiert sind.

    Was ja die These untermauert, dass Marr seinen Antisemitismus aus dem Protestantentum mitbrachte und ihn dann im weiteren Verlauf rassistisch und linksradikal aufpeppte.

  33. #4 Ostmark (27. Jul 2014 19:04)

    Trotzdem mag ich die Juden nicht. … Auch wenn man sie nicht “liebt”, die Juden gehören zu Deutschland und zu Europa…

    Wie kommst du eigentlich dazu, von dir auf andere zu schließen?

  34. Der Jude Paulus sagt, dass NUR EIN REST der Juden gerettet wird. Ist jetzt die Bibel falsch?
    Und wieso bedeutet diese Aussage denn Judenhass??? Der Hass scheint in anderen Köpfen zu liegen. Und überhaupt: Nach jüdischen Glauben sind wir auch nicht errettet, also warum darf man das nicht sagen? Wenn ich Bayern München Fan bin, bedeutet es nicht, dass ich Schalke hasse.

  35. #28 arminius arndt (27. Jul 2014 20:55)

    Du unterstellst den Juden Völkermorde (an wem genau?), blendest aber aus, dass sie überhaupt nur zeitweise im eigenen Land lebten. Ich erinnere an das 600 Jahre währende babylonische Exil und das durch die Römer verursachte Exil ab 135, das bis tief in die Neuzeit reichte.

    Was haben die Juden denn Schreckliches verbrochen in der kurzen Zeit, in der sie sich im eigenen Land aufhielten? Was immer es gewesen sein mag, ich denke, wenn man das mit anderen Völkern vergleicht, sind das wahrscheinlich peanuts. Außer regionalen Scharmützeln ist mir nichts bekannt. Es gab keine jüdische kriegerische Expansion. Die Ausdehnung zur Zeit der 12 Stämme stimmt in etwa mit der Ausdehnung während des israelischen Königreichs überein. danach war israel weg von der Landkarte und als es dort wieder auftauchte, wesentlich kleiner. Wer also wurde von den Juden ausgelöscht?

    Die meiste Zeit ihres Daseins lebten die Juden in Gefangenschaft oder im Exil und wurden verfolgt!

    Und da wären wir übrigens bei einem der wenigen Punkte, die man Luther ernsthaft vorwerfen kann. Mit der Übersetzung der Bibel ins deutsche hat er jedem Hinz und Kunz es ermöglicht, sich aus diesem Buch das heraus zu suchen, was ihm gerade in sein Weltbild gepasst hat.

    Wie man oben nachlesen kann, war zuerst der Antisemitismus in Europa und erst danach die übersetzte Bibel. Die offizielle Judenknechtschaft begann 300 Jahre vor der Reformation. Also verdreh nicht die Tatsachen.

  36. Der Autor dieses Artikels dürfte höchstwahrscheinlich „Royal Enfield“ sein, da er in seinen Kommentaren mit größtem Eifer die Thesen des Textes verteidigt. Die These vom angeblichen moralischen Verbot einer Bekehrung der Juden zum Christentum halte ich für Schwachsinn. Steht etwa im NT geschrieben, der Neue Bund erstrecke sich auf alle Völker der Gojim, aber die Juden als Volk des Alten Bundes seien davon ausgenommen? Das ist logisch nicht möglich, da die christliche Urgemeinde aus Aposteln und Jüngern komplett jüdischer Herkunft gewesen ist. Erst ab dem Pfingstereignis sind Nichtjuden zum Christentum bekehrt worden.

  37. Für mich (Christ) werden die Juden und Israelis immer meine Brüder und Schwestern sein.
    Die stehen dort und verteidigen sich (auch für unsere Werte), wie es uns auch bald passieren wird.
    Nur haben die noch Politiker, die für ihre Bevölkerung zu kämpfen bereit sind.
    Wir hingegen sind schon jetzt von unseren Eliten verlassen und verraten worden.

  38. @royal Enfield:

    Du unterstellst den Juden Völkermorde (an wem genau?)

    Ich unterstelle den Juden erst einmal gar nichts sondern beziehe mich auf das sog. alte Testament. Also einfach mal das alte Testament lesen. Ob die darin zahlreich geschilderten „Banne“ (also Vernichtungsbefehle) auch tatsächlich geschahen, weis man natürlich nicht, aber sie sind unleugbar Teil des alten Testaments (findet man u.a. im zur Thora gehörenden 4. Buch Mose aber auch im 5. Buch oder an vielen anderen Stellen im AT).

    Aber wie geschrieben, will ich das alles nicht vertiefen, nur eines fällt auf:

    Wenn man einmal die antisemitischen „Klassiker“ liest, wird dort in einem sehr hohen Maße mit dem alten Testament und dem Talmud argumentiert, so dass man schon eine Parallele dazu ziehen könnte, wie heutige Islamkritik vorgeht, wo ja auch in erster Linie mit dem Koran und den Hadithen argumentiert wird. Ich will nun wahrlich nicht das eine mit dem anderen vergleichen oder gegeneinander ausspielen, man muss es aber wissen, wenn man sich auf diese Diskussionen einlässt, denn wenn man Islamkritik betreibt, kommt dieses Argument, dass man wie ein Antisemit argumentiere, früher oder später immer.

    Und um jetzt endlich mal einen Schuss Realpolitik einfließen zu lassen:

    Meiner Meinung nach sollte Israel jetzt sein militärisches Programm voll und ohne Abstriche durchziehen – egal, was von westlicher Seite oder von sonst wem dagegen eingewendet wird – danach sollte Israel aber von einem Punkt der Stärke aus durchaus auch wieder Zugeständnisse an gemäßigtere Kreise bei den Palästinensern machen (die soll es ja angeblich geben), denn sonst findet das Ganze nie ein Ende.

  39. #30 Royal Enfield

    Kein Jude gehört einfach so zur Gemeinde GOTTES.
    Und natürlich haben sich Juden auch vor Christus zu GOTT bekannt, hab ich auch nicht bestritten, es war aber alles auf den zu erwartenden Erlöser ausgerichtet.

    Und das Juden in vielerlei Hinsicht in Bezug zur Endzeit eine wesentliche Rolle spielen, stell ich soweit nicht in Frage.

  40. @ arminius arndt

    Der Unterschied zwischen Judenfeindlichkeit und Islamkritik: Den Juden ist über Jahrhunderte hinweg bis auf den heutigen Tag unterstellt worden, sie seien eine Ethnie der „Verschwörer“, die im Dunkeln die größten Verbrechen wie Brunnenvergiftungen oder Ritualmorde ausheckten. Das ist offenkundig Unsinn. Bei radikalen Mohammedanern sieht man hingegen Gewalt mit direktem Bezug auf deren religiöse Texte. Ähnliches wie „Allahu akbar“ schreiende Mörder oder Selbstmordattentäter sucht man im heutigen Christentum oder Judentum irgendwie sehr, sehr lang.

  41. #40 Bonn (27. Jul 2014 22:10)

    Schön wär’s! Ich muss dich aber leider enttäuschen.

    Genau diese Diskussion von wegen, ob die Juden aus christlicher Sicht ihr Heil verloren haben oder nicht, kenne ich aber zur genüge aus christlichen Foren, wo zum Teil sehr verbissen darüber gestritten wird. Wo man sich die Bibelverse nur so um die Ohren haut. Die Diskussion ist daher aus meiner Sicht ein alter Hut. Für mich ist die Sache abgeklärt. Aus den Diskussionen habe ich mitgenommen, dass es sogar heute noch etliche Christen gibt, die der felsenfesten Meinung sind, dass Gott den Holocaust wollte, um an den Juden ein Exemple zu statuieren, um sie für ihre „Verstocktheit“ zu bestrafen.

    Die These vom angeblichen moralischen Verbot einer Bekehrung der Juden zum Christentum halte ich für Schwachsinn. Steht etwa im NT geschrieben, der Neue Bund erstrecke sich auf alle Völker der Gojim, aber die Juden als Volk des Alten Bundes seien davon ausgenommen?

    Wo hast du die These her? Von mir ist sie nicht, denn meiner Meinung nach setzte Jesus Religionsfreiheit ein, weil er die persönliche Glaubensentscheidung über die familiären Bindungen setzte. D.h. er hob das Prinzip der Geburtsreligion auf und setzte an ihre Stelle das freie Bekenntnis.

  42. #43 Pro West (27. Jul 2014 22:36)

    Kein Jude gehört einfach so zur Gemeinde GOTTES.

    Echt?

    Lukas 1,28:

    Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!

  43. #46 Royal Enfield

    Des weiteren sprach der Engel aber auch zu Maria das sie Gnade beim HERRN gefunden hat,
    also Gnade ist eben nicht einfach so, denn sonst müsste es ja nicht erwähnt werden.

  44. Royal Enfield

    Die Juden haben das Erbe nicht angenommen und deshalb wurden die Heiden mit der christlichen Lehre missioniert, die kein Katalog von Prinzipien und „Werten“ ist, sondern das Sich-Inkorporieren -Lassen in eine Familie, deren Haupt sich selbst als die einzige Neuheit anbietet: „omnem novitatem attulit semetipsum afferens“, Irenaeus von Lyon, adv. haereses 4,34,I = PG 7, 1083. Vgl. Johannes Damascenus PG 94 984.

  45. Heute argumentieren die linksradikalen Antisemiten, Israel (sie vermeiden den Begriff Juden!) sei kapitalistisch, imperialistisch, nationalistisch und eine rassistische Gefahr für “das Volk der Palästinenser”. Dreist deklarieren sie die Israelis zu Nazis.
    —————————————————–

    Was Linke heute am meisten ärgert, ist dass Israel sich zu wehren weiß. Solange Juden meist passive Opfer waren, waren sie bei den Linken willkommene Kumpane, und durften sogar an der politischen Führung teilnehmen.

    Aber dass sie nach 2000 Jahren Opferrolle nun als selbstbewusste, wehrhafte Krieger erscheinen, das nervt! Und dann noch mit diesem „preußischen“ Élan, das ist doch wirklich zuviel!

    Hier wage ich mal eine Hypothese: Hätten die Nazis die Gelegenheit gehabt das heutige Israel zu beobachten, hätten sie bestimmt ihre überkommenes Judenbild modernisiert. Die bewunderten ja bekanntlich jede form von Wehrhaftigkeit, einschließlich der Moslems. Juden UND CHRISTEN waren ihnen ja schon deswegen ein Gräuel, weil es ihnen an vermeintlicher Wehrhaftigkeit fehlte.

  46. „Wir erkennen heute, daß viele Jahrhunderte der Blindheit unsere Augen verhüllt haben, so daß wir die Schönheit Deines auserwählten Volkes nicht mehr sehen und in seinem Gesicht nicht mehr die Züge unseres erstgeborenen Bruders wiedererkennen. Wir erkennen, daß ein Kainsmal auf unserer Stirn steht. Im Laufe der Jahrhunderte hat unser Bruder Abel in dem Blute gelegen, das wir vergossen, und er hat Tränen geweint, die wir verursacht haben, weil wir Deine Liebe vergaßen. Vergib uns den Fluch, den wir zu unrecht an den Namen der Juden hefteten. Vergib uns, daß wir Dich in ihrem Fleische zum zweitenmal ans Kreuz schlugen. Denn wir wußten nicht, was wir taten.“

    Papst Johannes XXIII

  47. #47 Pro West (27. Jul 2014 23:24)

    also Gnade ist eben nicht einfach so, denn sonst müsste es ja nicht erwähnt werden.

    Kein sola gratia?

    Aus welcher Konfession stammst du eigentlich?

  48. Royal Enfield

    Christus ist nicht nur das Antlitz des Vaters, Joh 14,9, sondern auch der Schlußstein aller vernünftigen Konstruktionen, der von den Menschen mißachtete Logos – und darüber hinaus noch der Interpretationsschlüssel für alle Ismen, insbesondere die subtilen Egoismen und Materialismen, d.h. in praxi. der Christ beurteilt alles, ohne selbst von Nichtgläubigen beurteilt werden zu können, 1 Kor 2,15.

  49. #52 Royal Enfield

    Sola gratia ist nur ein Prinzip, allein durch die Schrift, durch Glaube und Chritus die drei anderen.

    Ich selbst gehöre noch offiziel zu den
    Siebenten-Tags-Adventisten, wobei ich mittlerweile gewisse Abspaltungen der Adventisten für bibeltreuer halte, das sind dann winzige Gruppierungen die sehr staatskritisch bis feindlich sind.

  50. In der Linken fällt in dieser Tradition vor allem derjenige ins Gewicht, der in der DDR gepflegt wurde.

    welch ein ungebildeter Unfug!

    In Wahrheit stand von Anbeginn an die antisemitische Gleichung Kapitalismus = Judentum im Zentrum aller linker ‚Kapitalismuskritik‘, inkl. dem ‚Gott‘ Marx. Kein Wunder, dass 1932 Ulbricht und Goebbels und 2014 Linkspartei, Neonazis und Islamfaschisten gemeinsam gegen Israel hetzen.

    Links = Antisemitismus = Rechts!

  51. @ Royal Enfield

    Aus Perspektive der katholischen Dogmatik ist es grober Unfug, zu behaupten, Gott wolle etwas Bösartiges, da er der Quell aller Heiligkeit ist. Gott hat den Holocaust und auch andere Völkermorde in der Menschheitsgeschichte zugelassen, aber ganz sicher nicht aus sich heraus gewollt.

    Die Sache mit der Empörung wegen christlicher Judenmission ist auf den Artikel dieses Fadens bezogen.

    Die sprachliche Gleichsetzung des jüdischen Volkes mit Jesus Christus durch Papst Johannes XXIII. halte ich persönlich für sehr gewagt. U. a. solche Aussagen lassen Katholiken der Tradition das Wirken der „nachpianischen“ Päpste mit gewissen Ausnahmen bei Johannes Paul I. und Benedikt XVI. kritisch betrachten.

    @ ridgleylisp

    Die NS-Ideologie basiert auf martialischer Gewalt. Nur der physisch Stärkere habe ein Recht auf Leben. Da wundert es wenig, daß „Eugenik“ und „Euthanasie“ bei diesen Irrlehrern hoch im Kurs stehen.

  52. #42 arminius arndt (27. Jul 2014 22:23)

    Also einfach mal das alte Testament lesen.

    Hab ich ernsthaft versucht, aber irgendwann bin ich eingeschlafen.

    Wenn man einmal die antisemitischen “Klassiker” liest

    Sorry, sowas hab ich nicht in meiner Bibliothek.

    … wird dort in einem sehr hohen Maße mit dem alten Testament und dem Talmud argumentiert, so dass man schon eine Parallele dazu ziehen könnte, wie heutige Islamkritik vorgeht, wo ja auch in erster Linie mit dem Koran und den Hadithen argumentiert wird. Ich will nun wahrlich nicht das eine mit dem anderen vergleichen oder gegeneinander ausspielen, man muss es aber wissen, wenn man sich auf diese Diskussionen einlässt, denn wenn man Islamkritik betreibt, kommt dieses Argument, dass man wie ein Antisemit argumentiere, früher oder später immer.

    Nach allem, was ich über jüdische Traditionen weiß, sind für sie verpflichtend die 10 Gebote und 671 (?) sonstige Vorschriften. Tötungsbefehle sind keine dabei.

    Außerdem halte ich es ganz gerne mit diesem Vers:

    An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

    Religiöse Lehren/Schriften sind die eine Seite. Entscheidend ist, was dabei raus kommt.

    Meiner Meinung nach sollte Israel jetzt sein militärisches Programm voll und ohne Abstriche durchziehen – egal, was von westlicher Seite oder von sonst wem dagegen eingewendet wird – danach sollte Israel aber von einem Punkt der Stärke aus durchaus auch wieder Zugeständnisse an gemäßigtere Kreise bei den Palästinensern machen (die soll es ja angeblich geben), denn sonst findet das Ganze nie ein Ende.

    Militärisch lässt sich das auf Dauer nicht lösen. Die UNO muss für volle Religionsfreiheit weltweit sorgen. Dann erledigt sich das Islamproblem von selbst.

  53. #56 Bonn (27. Jul 2014 23:58)

    Aus Perspektive der katholischen Dogmatik ist es grober Unfug, zu behaupten, Gott wolle etwas Bösartiges, da er der Quell aller Heiligkeit ist. Gott hat den Holocaust und auch andere Völkermorde in der Menschheitsgeschichte zugelassen, aber ganz sicher nicht aus sich heraus gewollt.

    In einigen Köpfen haust noch die Lehre von der x-fachen Präsdestination und dann zimmern sich die Leute die abenteuerlichsten Konstruktionen zurecht, um Gott den Holocaust anzuhängen. Mir ist das vor allem bei Diskussionen mit Calvinisten aufgefallen, kann aber auch Zufall sein.

    Die sprachliche Gleichsetzung des jüdischen Volkes mit Jesus Christus durch Papst Johannes XXIII. halte ich persönlich für sehr gewagt. U. a. solche Aussagen lassen Katholiken der Tradition das Wirken der “nachpianischen” Päpste mit gewissen Ausnahmen bei Johannes Paul I. und Benedikt XVI. kritisch betrachten.

    Stimmt, wo du es sagst, fällt es mir auch auf. Wobei mit „Deines auserwählten Volkes“ Gott der Vater angesprochen wird und weiter unten mit „Vergib uns, daß wir Dich in ihrem Fleische zum zweitenmal ans Kreuz schlugen“ Gott der Sohn.

    Trinitätsmäßig inkonsequent formuliert 😉

  54. Was haben die Juden denn Schreckliches verbrochen in der kurzen Zeit, in der sie sich im eigenen Land aufhielten? Was immer es gewesen sein mag, ich denke, wenn man das mit anderen Völkern vergleicht, sind das wahrscheinlich peanuts.

    Die Juden mußten laut der Bibel in die babylonische Gefangenschaft, weil sie die eigenen Kinder fremden Göttern opferten. Die Juden heirateten nämlich fremde Frauen, die die Juden verführten (zum Götzendienst). Eigentlich hätten sie die fremden Völker nämlich ausrotten sollen, aber weil sie es nicht taten, verfluchte Gott die Juden und sagte, dass die gottlosen Völker Palästinas (heute Hamas&Co.) sie bis zum Ende der Tage angreifen werden. Das die Juden vom Glauben abfallen hatte übrigens schon Moses phropezeit. Les mal die Bibel, da steht alles drin.

  55. Ich möchte nur mal eine kleine Meldung für die ganzen „Religiösen“ hier machen die sich immer auf die Bibel beziehen. Die Bibel ist ein bearbeitetes und zensiertes Werk. Es gibt noch viel mehr Evangelien. Die Dinge die einem einzigen nicht passten wurden einfach „gelöscht“. Zum anderen ist in diesen auch die Rede davon, dass „Gott“ keine Person ist, die Versprechen macht oder irgendjemanden bestraft. Es handelt sich nur um eine vollkommen neutrale Energie die das Leben an sich ermöglicht. Mehr nicht. Und das gilt für alle, auch Moslems. Wers nicht glaubt kann ja mal ein bisschen selber recherchieren.

  56. #59 leichtzumerken (28. Jul 2014 00:51)

    Von Belegen für solche Behauptungen hältst du anscheinend nicht viel, Herr leichtzudurchschauen!

  57. #60 alfheri

    Ich denk mal du sprichst von den gnostischen Evangelien.

    Diese wurden aber nie von der Urgemeinde gelehrt, weil sie schlicht weg erst lange nach dem ersten Jahrhundert geschrieben worden sind.

    Zum anderen gab es nicht erst bestimmte Kriterien zur Auswahl der zu lehrenden Schriften beim Konzil von Nicäa, sondern wurden auch schon bei der Urgemeinde der Judenchristen aufgestellt, so zum Beispiel das sie von Augenzeugen oder aus dem Kreis der Augenzeugen stammen mussten; oder ob in den Raum geworfene „neue“ Schriften/Lehren in den juden-/ur-/christlichen Gemeinden anerkannt wurden oder ob sie mit der Jesu aus den vier bekannten Evangelien vereinbar waren.

    Doch die gnostischen Schriften erfüllen all diese Kriterien nicht. Sie waren nie in den judenchristlichen Gemeinden anerkannt, stammten nicht von Augenzeugen, widersprechen den anerkannten 4 Evangelien welche man seit Anfang an lehrte.

  58. Im Gegensatz zu heutzutage nicht allzu selten vertretenen Auffassungen war im frühen Christentum und auch in der Zeit, als es bereits Staatsreligion im röm. Reich war, nie das Judentum der Feind der christlichen Kirche. Der Feind war die Gnosis und alle dazu zu zählenden vermeintlich „christlichen“ Häresien, die auf gnostischer Basis das Wirken Jesu versuchten zu deuten.

  59. #24 ich2 (27. Jul 2014 20:36

    #4 Ostmark (27. Jul 2014 19:04)
    denn trotz div. Widrigkeiten leben in Europa Juden schon seit Jahrhunderten und sind “voll integriert”. …

    Aber nur soweit es zugelassen wird!

    Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Man muss sich auch integrieren wollen. Und da verstehe ich nicht, warum man sich als z.B. in Deutschland lebender Jude als Deutscher jüdischer Religion fühlen kann. Man bezeichnet sich doch auch nicht als Katholik, der in Deutschland lebt sondern als Deutscher katholischer Religion.

  60. #35 Royal Enfield (27. Jul 2014 21:16)

    Ich sehe das anders. Wie jeder Konvertit will auch Marr besser als das Original sein. Das kann man auch bei anderen Konvertiten sehen. Und solche Leute wie Luther, Ernst-Moritz Arndt u.a. aus längst vergangener Geschichte nach heutigen Maßstäben als Antisemiten zu verteufeln, halte ich für schwachsinnige Geschichtsklitterei.

  61. @leichtzumerken und co

    SO EIN BULLSHIT! WENN ICH TIEF GENUG GRABE KÖNNTE ICH BEI JEDEM VOLK MASSENMORDE, ODER SONSTWAS AUFDECKEN!

    erstens: ES GAB KEINEN JESUS! UND ES GIBT AUCH KEINE GOTT <- ODER WO WAR GOTT ALS ES NOCH KEINE MENSCHEN AUF DER ERDE GAB UND DIE DINOSAURIER DIE ERDE BEHERRSCHTEN?? HÄ!?

    zweitens: NA UND?? WAS INTERRESSIERT MICH WAS VOR ZICH JAHREN PASSIERT IST, JEDE VERDAMMTE RELIGION HAT DRECK AM STECKEN! DAMALS WAREN ALLE GEWALTTÄTIG UND DUMM!

  62. Hm Pro West, ich bin mir sicher mal gehört zu haben, dass alle Evangelien erst sehr spät verfasst wurden. Evangelien waren wohl einfach Niederschriften um das zu Predigende an die nächste Generation weiterzugeben. An den jetzt geltenden Evangelien kann irgendwas nicht Stimmen und es fehlt sehr viel wichtige Information. Dies sieht man an der Maria Magdalena zum Beispiel.

  63. # 65 armimius arndt

    Was kein Wunder ist, da beide an der Wurzel, den mißinterpretierten Schriften Platons, eins sind. Innerhalb der Familie gibt es bekanntlich die größten Streitigkeiten – siehe auch Rot und Braun.

  64. # 59 leichtzumerken #68 Blade
    In der Zeit der Makkabäer ( Hasmonäer 165 bis 63 v.u.Z., bis die Römer kamen ) zwangen jüdische Führer wie Johannes Hykarnos große Teile der Bevölkerung in den von ihnen eroberten gebieten, sich zum Judentum zu bekehren. Zu Beginn unserer Zeitrechnung waren 10% der Bevölkerung im Mittelmeerraum jüdischen Glaubens. Das zeigt deutlich den Einfluß des jüdischen Proselytismus.

  65. #71 Porphyr

    ach halt doch deine fresse du scheiß islamofaschist! dreckiger nazi geh doch deinem pedo-prophet einen blasen… ich kann über alle völker und religionen alle möglichen gräultaten rausgraben wenn ich tiefgenug bohre, du vollidiot!

    die juden tuen mir echt leid, was machen die juden JETZT?! nenne mir eine einzige jüdische terrororganisation?! nenne mir irgendwelche völkermorde die von juden begangen worden sind in den letzten 100 jahren?! nenne mir irgendwelche bereicherer die juden sind und „isch ficke disch“ reden, mit nazis gegen juden auf den straßen hetzen oder in syrien kehlen aufschneiden??!!

  66. im ernst leute, ich habe echt das gefühl das pi-news von islamofaschisten infiltriert wird! ..zu viele nazis hier!

    oder PI hat von anfang an ein falsches spiel gespielt, dann wäre ich echt enttäuscht..

  67. # 72 Blade
    Eýkolon tèn eis Haídoy hodón. katamýontas goyn katiénai (Bion). Facilis descensus Averno (Vergil, Aen. 6,126 ).

  68. Lieber Blade,

    reagieren Sie doch bitte mal nicht so dünnhäutig. Was meinen Sie, was Sie für ein Brett, welches mit – vermeintlich – fundierten Bibelstellen, Talmudstellen, Aussagen jüdischer Beteiligter an der russ. Revolution, jüdischer Banker etc. versehen wurde, um die Ohren gehauen bekommen, wenn sie das erste mal mit ernsthaft überzeugten Antisemiten diskutieren.

    Da hilft ihnen Gekreische und Diskussionsabbruch auch nicht weiter, das bestärkt diese Leute nur noch. Da dieser ganze Kram, mit dem wir in Deutschland eigentlich in der breiten Mehrheit der Bevölkerung durch waren, jetzt wieder begierig von den Islamisten und ihren linken Helfershelfern recycelt wird (wo findet man wohl die meisten Neuausgaben von bspw. den „Protokollen der Weisen von Zion“ heutzutage? Genau – in den arabischen Ländern und in Russland), sollte man darauf vorbereitet sein.

    Also locker bleiben und mit so was rechnen – man kann sich dem auch nicht einfach durch negieren entziehen.

  69. #69 alfheri

    Die vier Evangelien wurden im ersten Jahrhundert ca. 40-90 nach Christi Geburt niedergeschrieben.

    Das nun keine Lebensläufe von in der Bibel erwähnten Personen auftauchen sollte kein Anlass sein zu denken das man das weggelassen hätte.

    Ich würde es interessant finden über diese Personen mehr zu erfahren, sicherlich, aber in wie fern das für die Heilsgeschichte wichtig wäre, bleibt dabei für mich jedenfalls offen.

  70. @arminius arndt

    ja, ich hätte nicht so reagieren sollen, das stimmt schon… damit habe ich mehr oder weniger nur seine meinung bestätigt. aber man kann auch mich verstehen, das was zurzeit abgeht, da platzt man irgendwann wenn man so manch dumme kommentare liest… ich entschuldige mich dafür.

    @porphyr

    eine sache noch:

    zitat von nicolaus fest: „Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle.

    Mich stören Zwangsheiraten, „Friedensrichter“, „Ehrenmorde“.

    Und antisemitische Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben.“

    ich füge hinzu: terrorismus, massenmorde (an den armeniern, christen usw), steinigung, christenverfolgung, gewaltübergriffe bei demos und und und! <- kann man das gleiche über juden sagen?? ich denke nicht!

    in dem sinne also: an alle antisemiten, verschwindet aus pi-news! faschisten sind hier nicht willkommen…

  71. #77 Blade

    Sie wollen also kein Messer ohne Klinge sein, an dem der Stil fehlt ( Lichtenberg, 1742bis1799)
    Deshalb: drei meiner besten Lehrer waren Juden, einer davon konvertiert.
    Z.Z. zähle ich fünf Juden, männlich wie weiblich, zu meinen besten Freunden. Dann bin ich gut bekannt mit M. Stürzenberger und unterstütze ihn in seiner „Islamophobie“. Wenn ich überhaupt ein Idol hätte, würde es Sokrates sein, aber niemals der größenwahnsinnige, bildungsferne Ziegenhirt Mohammed. Wie gesagt kommt für mich nur der Kosmopolit und Patriot Sokrates als gutes Beispiel in Frage, aber ebendarum gilt: “ wenn ihr mir folget, so kümmert euch um Sokrates ein wenig, viel mehr aber um die Wahrheit“, Platon, Phaidon.

  72. Das Schweigen der Moslems

    Wo sind jene Moslems, die gebetsmühlenartig behaupten der Terror habe nichts mit dem Islam zu tun? Wo sind die friedlichen Islamanhänger, die die Radikalen aussortieren und sie aus ihre Religionsgemeinschaft (Umma) werfen? Ist die Feigheit unter den “moderaten” Moslems tatsächlich so groß, dass sie lieber zusehen wie ihre Religion missbraucht wird, anstatt die “Islamfalschversteher“ zu bekämpfen? Wie soll man Moslems respektieren, die nicht einmal für den angeblichen Frieden im Islam einstehen? Oder ist es so, dass fast alle Moslems den Terror unterstützen, aber uns tagtäglich belügen?

    http://www.aktive-patrioten.de/?p=4984

  73. Ich sag’s doch, alle Religionen/Religiösen haben einen an der Waffel. Jedes Volk, das sich selbst für auserwählt hält, stolpert irgendwann über diese Arroganz. Aber jedem das seine, solange er andere damit in Frieden läßt. Und hierin liegt der Knackpunkt. Das Judentum ist nicht aggressiv, weder um ständige Vergrößerung seines minimalen Heimatlandes noch um Mission Andersgläubiger bemüht. Das Christentum ist es nicht mehr, der Zahn ist gezogen. Der Mohammedanismus hingegen kennt seit Anfang an nichts anderes und zeigt bis heute keinerlei Anzeichen einer Fähigkeit, sich zu ändern. Keine Niederlage hat Moslems bisher zum Nachdenken und Reflektieren gebracht. Die gegenwärtige Welle der Aggressivität, die die Mohammedaner auf der Schwäche ihrer kriegsmüden Gegner nach vorne spült, wird sie in die nächste Katastrophe führen. Ob dann wieder für 300 Jahre Ruhe herrscht oder für immer… wer weiß.

  74. #2 Royal Enfield
    Die Protestanten haben ihren Antisemitismus nie richtig aufgearbeitet. Die Katholiken versuchen krampfhaft, dem Islam „Nostra Aetate“ beizubringen. Die Moslems bezeichnen sich frech in Deutschland als die neuen Juden.

    Die deutsche Politik fällt hinter die Entnazifizierung zurück, indem sie den Moslems ihre Dreistigkeiten ständig durchgehen lässt. Der Bundesgauckler lobte außerdem in seiner Antrittsrede die 68er Linke für ihre angeblichen Verdienste bei der Aufarbeitung des NS-Regimes. Er lobte damit indirekt das linksradikale Milieu, aus dem die pro-palästinensischen Terror-RAF stammt.

    Deutschland ist genau da, wo es 1933 war!

    Die Propaganda besteht heute darin, ständig zu wiederholen, man dürfe zwar nicht antisemitisch sein, aber es sei völlig legitim, Israel bis zum Erbrechen zu kritisieren. Davon machen unsere Mainstreammedien fleißig Gebrauch.

    Und diejenigen, die die Feinde Israels analysieren, werden als Nazis kriminalisiert, im „Kampf gegen Rechts“.

    Was für ein Irrsinn…

    So ist es!! Gut geschrieben!

    Der ganze Artikel hier bei PI ist sehr gut gemacht, faktenreich und ein Bollwerk gegen den Antisemitismus und immer ein Hinweis auf Gott! Vielen Dank dafür!

Comments are closed.