TU München bis 2020 nur in Englisch?

Die TU München (TUM) will bis 2020 die große Mehrzahl ihrer Lehrveranstaltungen in englischer Sprache abhalten. Die Universität will sich so für den internationalen Wettbewerb wappnen, berichten der MERKUR, und gestern auch die JF! Ein Unding, das sich noch Exzellenz-Initiative schimpft und mit Regierungsgeldern gesponsert wird. An der Sprache liegt es sicher nicht, wenn bei uns die Naturwissenschaften darnieder liegen und der Gender-Quatsch blüht! Und dann ist da noch was – manche überschätzen sich!

Wenn ich im Touristen-Englisch eine Limonade bestellen kann, dann ist das nichts. Mit dem technischen Englisch hapert das doch hinten und vorne. Es ist ein primitives Radebrechen, das schlußendlich das Gehirn und das Denken selbst massiv in Mitleidenschaft ziehen und jede Spitzenleistung verhindern wird. Soll doch der TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann (Bildmitte) mal den folgenden Text übersetzen, dann wird er dumm aussehen:

Man kann nämlich aus dem Maxwell’schen Gleichungen leicht den Schluss ziehen, dass eine gleichförmig bewegte Punktladung kein kugelsymmetrisches elektrisches Feld hat, sondern dass die Bewegung deformierend auf das Feld wirkt. Wenn also die die festen Körper zusammenhaltenden Kräfte elektrischer Natur sind, so ist ein deformierender Einfluss der Bewegung auf die bewegten Körper geradezu zu erwarten. Die Existenz der angegebenen „Lorentz-Kontraktion“ lässt sich elektromagnetisch plausibel machen. Trotzdem ist der bisher skizzierte Zustand der Theorie ohne Zweifel ein unbefriedigender. Nach diesem gibt es nämlich ein bevorzugtes Koordinatensystem K, dadurch ausgezeichnet, dass relativ zu dem das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit gilt, inbezug auf (relativ zu K) bewegte Koordinatensysteme soll zwar dies Prinzip ungültig sein; aber infolge eines merkwürdigen Zusammentreffens von Umständen soll es unmöglich sein, bei Versuchen etwas davon zu merken.

Es handelt sich um einen x-beliebigen Ausschnitt aus einer Einstein-Vorlesung, aber DUMM-Präsident Wolfgang A. Herrmann könnte nicht einmal fehlerlos die Gebrauchsanweisung für einen Rasenmäher übersetzen, da sind wir sicher! Aber die Studenten plagen und die Bedeutung der deutschen Sprache schmälern, das kann er!

(Danke für Tipp an Ruediger!)