Wer hat Angst vor dem Islam? Niemand! Und wenn er kommt? Dann laufen wir?

ex_cathedraMachen wir uns nichts vor! Es gab Fanatiker unter den Deutschen im Nationalsozialismus. Gewalttätige geistige Brandstifter, die unter dem Deckmantel der herrschenden Ideologie Hass und Gewalt säten. Nennen wir sie „Gewalt-Nationalsozialisten“, extremistische Großdeutsche oder schlicht: Menschen, die ihre Ideologie missbrauchten, um Frust und Aggression abzubauen. ABER: Es waren nicht alle Menschen mit NSDAP-Parteibuch so. Im Gegenteil. Die überwiegende Mehrheit der Menschen mit NSDAP-Parteibuch lebte friedvoll und zivilisiert und wollten keiner Fliege was tun. Sie hatten die Schrecken des letzten Krieges noch in den Knochen und wollten eigentlich keinen Krieg mehr. Sie wollten, wie wir alle, einfach nur ruhig leben. Sie runzelten insgeheim die Stirn über den Rassewahn, wollten die Judenverfolgung nicht wahrhaben, verdrängten den sichtbaren Zivilisationsbruch oder den Rückfall in die Barbarei. Aber sie gaben sich als Nationalsozialisten – weil es bequemer war.

(Von Selberdenker)

Merken Sie, was ich sagen will, Herr Friedman? Merkt ihr was, ihr mächtigen Prantls, Augsteins, Diekmanns und Co.? Ist die Ideologie mächtig genug, dann folgen ihr die Menschen auch ohne mit dem Verstand wirklich von ihr überzeugt zu sein. Viele NSDAP-Mitglieder haben nie Verbrechen verübt, waren vielleicht sogar im Alltag wirklich nette Leute. Das entbindet sie aber nicht von der Mitverantwortung für die Verbrechen, die unter und wegen der Ideologie verübt wurden, der sie beigetreten sind und der sie die Stange hielten – weil es für sie bequemer war. Sie haben Fähnchen geschwenkt, sind zu Versammlungen gelaufen und hatten „Mein Kampf“ im Regal. Vollständig gelesen haben sie den Schmu nie – aber das war ja auch nicht nötig. „Meine Güte, was schreibt der da für einen Mist! Aber sag es besser nicht so laut!“ Sie waren Nationalsozialisten, weil alle es waren. Sie trugen das Hakenkreuz, weil es alle taten, weil es Vorteile brachte und weil es in ihrer Gesellschaft, ihrer „Community“ so viel bequemer war.

Der Vergleich mit der Ideologie des Islam hinkt natürlich, wie wahrscheinlich jeder Vergleich – er muß aber sein, angesichts der Stürmer-Bilder, die in Deutschland wieder – dieses Mal von Islamanhängern – offen durch die Straßen getragen werden, angesichts des Judenhasses aus Polizeilautsprechern. Es drückt ausserdem aus, was ich sagen will:

Die Ideologie, die Lehre ist das Problem – Menschenmassen werden sich finden.
Und:

Ideologie, Lehre muss zu jeder Zeit hart kritisierbar bleiben!

Es würde Friedman als Medienfigur wohl nicht geben, wenn er nicht seinen „jüdischen Hintergrund“ vorweisen könnte. Meiner Ansicht nach haben seine Meinungen und Aussagen soviel Gewicht, wie die jedes anderen Menschen auf der Straße. Mein Eindruck ist auch, dass kaum ein Mensch auf der Straße eigentlich mehr was von diesem Mann sehen, lesen oder hören möchte. Trotzdem ist da immernoch sein „jüdischer Hintergrund“, der ihn zwar nicht zum Islamexperten macht, ihm aber offenbar eine Art moralische Kompetenz suggeriert, die er eigentlich garnicht besitzt.

Machen wir uns nichts vor! Es gibt Fanatiker unter den Muslimen. Gewalttätige geistige Brandstifter, die unter dem Deckmantel der islamischen Religion Hass und Gewalt säen. Nennen wir sie Islamisten, extremistische Moslems oder schlicht: Menschen, die ihre Religion missbrauchen, um Frust und Aggression abzubauen. ABER: Es sind nicht alle Moslems so. Im Gegenteil. Die überwiegende Mehrheit der Muslime in Deutschland lebt friedvoll und zivilisiert mit uns. Sie sind in der Moderne angekommen. Sie wollen, wie wir alle, in einer aufgeklärten Welt leben. Sie verachten die Unterdrückung von Frauen, die Scharia oder den Rückfall ins Mittelalter.

Dieses Gebet habe ich in fast gleichem Wortlaut schon einige Male gelesen oder übers Staats-TV gehört.

Natürlich schlägt einem die Kopftuchtürkin im Supermarkt in der Regel nicht ihre Tasche ins Gesicht, beißt einem nicht ins Bein und zündet auch nicht den Sprengstoffgürtel. Es gibt viele nette Leute mit islamisch geprägtem Hintergrund. Meiner Erfahrung nach bringt weniger Beziehung zum Islam jedoch nicht selten auch einen Anstieg der ehrlich gemeinten Freundlichkeit mit sich. Trotzdem:

Dass es friedliche Menschen gibt, untermauert nicht die Friedlichkeit des Islam als Lehre!

Sie waren eigentlich keine überzeugten Nazis damals, hatten einen jüdischen Schulfreund, mit dem sie sich weiterhin gut verstanden… aber dieser Druck! Sie hätten mit dem Vater brechen müssen, mit dem Bruder, der Schwester, der lieben Tante. Die Hitlerjugend hat ja auch irgendwie Halt gegeben! Wenn ich sonst nichts war, keinen Erfolg hatte, war ich wenigstens Großdeutscher! Die Kammeraden, die Brüder verraten, die am Lagerfeuer geschworen hatten, füreinander einzustehen? Wenn man als Volksgroßdeutscher geboren wurde, war man der Gemeinschaft verpflichtet! Die Gemeinschaft, die eigenen Leute, hintergehen? Warum seinen eigenen Kopf anstrengen? Wenn alle da mitmachen, wenn respektierte Persönlichkeiten mitmachen, dann wird es schon richtig sein!

Es ist eine Lehre, die Ursache all dieser Ausbrüche war und es ist heute nicht anders!

Wiederholte Gebete, die die Friedlichkeit einer Ideologie beschwören, werden das nicht ändern! Die meisten der Antisemiten auf den Straßen Deutschlands sind heute Moslems. Sie geben vor, wegen getöteten Kindern zu demonstrieren, was legitim wäre. Aber warum demonstrieren diese Moslems nicht gegen das Morden von Kindern durch andere Moslems? Gelegenheit gäbe es mehr als genug! Warum gibt es keine wilden Moslemdemonstrationen gegen Kindersterben durch Hunger und Krankheit in der Welt? Weil sie Heuchler sind! Sie wurden von Islamisten zur Demonstration bewegt, weil Nichtmoslems – dem Islam systemimmanent verhasste Juden – militärisch gegen Moslems vorgehen, weil sie der Hass auf Israel verbindet, einem Symbol für etwas, das einer islamischen Expansion Widerstand bietet.

Wenn Leute wie Friedman mal wieder den Islam vor Kritik schützen möchten, kommt mir immer dieses Bild vor Augen:

Eine Herde fetter Touristen rollt in einem geschlossenen Geländewagen durch die Savanne. Sie nuckeln an ihrem Sekt und im klimatisierten, abgekapselten Inneren ist man sich völlig einig darüber, wie lieb alle Tiere doch miteinander umgehen und dass man unbedingt Gewehre verbieten sollte.

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein.“

Die meinen wirklich auch Sie, Herr Friedmann.

(Karikatur: Wiedenroth)