Buxtehude: Chemie statt Moschee?

Chemie statt MoscheeDas höchstumstrittene Moscheebauprojekt der Amadiyya-Gemeinde in Buxtehude (PI berichtete mehrfach) steht auf der Kippe: Nun droht am gewünschten Standort das Aus von völlig unerwarteter Seite her. Die neue Produktionshalle der Synthopol-Chemie, das in dem Industriegebiet angesiedelt ist, fällt spätestens mit der genehmigten Errichtung und der geplanten schrittweisen Inbetriebnahme in eine höhere Stufe der Störfallverordnung.

Das Tageblatt schreibt:

Mit der höheren Stufe wird sich ein sogenannter Achtungsabstand rund um das Werk ergeben. Und der hat laut EU-Recht Auswirkungen auf öffentliche Gebäude in der Nachbarschaft. Die dürfen innerhalb dieses Achtungsabstandes nicht mehr genehmigt werden. Konkret könnte das für die Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde in Buxtehude das Aus für ihren geplanten Moschee-Bau bedeuten.

So läge denn der „Störfall Moschee“ auch zunächst auf Eis, zur Erleichterung vieler Buxtehuder. Aber aufgeschoben heißt nicht aufgehoben, und so darf man gespannt sein, wo die Amadiyya sich als Nächstes wird ansiedeln wollen.