Deutschlandfunk über den „rechtspopulistischen Missbrauch“ der Weißen Rose

img_4355-2Am 13. Juli führte DIE FREIHEIT eine Erinnerungskundgebung am Münchner Stachus durch, um der Ermordung von Prof. Kurt Huber und Alexander Schmorell von der Weißen Rose zu gedenken. In Sichtweite des Justizpalastes, in dem Nazi-Blutrichter Freisler die beiden zum Tode verurteilte, zogen die Kundgebungsteilnehmer auch einen Vergleich des damaligen Links-Terrors der National-Sozialisten mit der heutigen linksextremen Gewalt, Einschüchterung und Drangsalierung. So ist die Bedeutung der Weißen Rose heute schon fast so wichtig wie damals. Eine Reporterin des Deutschlandfunks war vor Ort und hat über die Kundgebung und die Wiedergründung dieser Widerstandsbewegung eine aufschlussreiche Radioreportage produziert.

(Von Michael Stürzenberger)

Abgesehen von den üblichen linksverdrehten Diffamierungen liefert dieser vierminütige Beitrag einige wissenswerte Informationen:

In der Reportage kommt Hildegard Kronawitter zu Wort. Sie ist Vorsitzende der Weißen Rose Stiftung und war von 1998-2008 SPD-Landtagsabgeordnete in Bayern. Seit 1968 ist sie mit dem früheren SPD-Bürgermeister Georg Kronawitter verheiratet. Marc Doll, Wiedergründungsmitglied der Weißen Rose, hat zu ihren empörenden Aussagen einen Offenen Brief verfasst:


Sehr geehrte Frau Hildegard Kronawitter,

am 18.7.14 wurde im Deutschlandfunk ein Interview mit Ihnen ausgestrahlt, in dem Sie die Gründung der Neuen Weißen Rose als einen „schrecklichen Missbrauch des Namens“ bezeichenn. Als „Begründung“ führen Sie an, es sei ein Missbrauch, „weil heute Weiße Rose in Verbindung gebracht wird mit Rechtsstaatlichkeit, Toleranz, Eintreten für Schwächere, für Demokratie“. Wenn das eine Begründung sein soll, dann implizieren Sie damit natürlich, dass die Gründer der Neuen Weißen Rose eben nichts von den aufgezählten Dingen halten, also den Rechtsstaat ablehnen, intolerant sind, demokratiefeindlich und dass sie nicht für Schwächere eintreten.

Angesichts der Stärke einer solchen Behauptung sollte man von einer promovierten Person annehmen, dass doch zumindest eine stichhaltige Beweisführung mitgeliefert wird, um zu verhindern, dass solch eine Aussage unter „pure Hetze“ oder „Diffamierung Andersdenkender“ abgelegt wird oder gar unter „üble Nachrede“ fällt, wie unser Anwalt noch prüfen wird.

Es ist immer die gleiche hirnlose Masche und langweilt mittlerweile nur noch: Islamaufklärern werden einfach irgendwelche negativ-konnotierten Schlagwörter ganz ohne oder mit fadenscheiniger Begründung um den Hals gehängt. Während wir Aufklärer uns immer an der Sache orientieren und jede unserer Behauptungen mit einer Vielzahl von handfesten Beweisen und felsenfesten Argumenten mit logischem Zusammenhang untermauern, geht die Gegenseite jedem Argument und jeder Diskussion immer (!) aus dem Weg. Wohlwissend, dass das eigene windschiefe Weltbild in zwei Minuten in der Luft zerrissen werden würde.

Angesichts des Mangels an Argumenten wird stattdessen lediglich die dahinter stehende Person in der oben beschriebenen Weise diffamiert. Sie haben sich offenbar entschieden, sich ebenfalls auf dieses unwissenschaftliche, primitive Niveau zu begeben, indem Sie Menschen, die sich FÜR Rechtsstaatlichkeit, FÜR (sogar direkte) Demokratie, FÜR Schwächere und GEGEN Intoleranz einsetzen, ins genaue Gegenteil verkehren.

Das scheint in Ihrer Weißen Rose Stiftung auch kein Einzelfall zu sein, denn auf ihrer Homepage findet sich ein Artikel vom Regisseur Michael Verhoeven (verheiratet mit Senta Berger, die ihre grenzenlose Toleranz gegenüber konträren Meinungen bei Eva Hermans Rauswurf mehr als genug unter Beweis gestellt hat), indem er die Gründer der Neuen Weißen Rose wie folgt beschreibt:

„Was sind das für Leute? Sie halten bei ihrer Kampagne gegen den Bau einer Moschee in München ein großes Bild von Heinrich Himmler hoch, in Uniform mit Hakenkreuz und SS-Totenkopf.“

Jeder, der diese Zeilen liest, muss zwangsläufig und ausnahmslos den Eindruck erhalten, dass es sich bei diesen „Leuten“ um Verehrer von Himmler und Nazisymbolik handelt, also waschechte Neonazis. Es wird nämlich nicht erwähnt, dass dieses Bild von Himmler eine KRITIK (!!) am Nationalsozialismus war und Parallelen zu ähnlichen Strömungen im Islam verdeutlichen sollte, was auch eindeutig auf dem Plakat zu erkennen war. Diese Verdrehung der Tatsachen in das Gegenteil ist nichts weiter als infame Täuschung. Ist dies das Niveau, auf welchem Ihre Weiße Rose Stiftung agiert?

Sie schafften es aber, dieses Niveau noch zu unterbieten, indem Sie einer verstorbenen Heldin der ursprünglichen Weißen Rose mehr oder weniger die geistige Zurechnungsfähigkeit absprachen. So habe sich die „hochbetagte“ Susanne Zeller-Hirzel laut Ihrer Aussage „missbrauchen lassen“, weil „dort junge Leute waren, die sie umgarnt haben, die ihr was erzählt haben und sie vielleicht auch die Dimension nicht mehr richtig einschätzen konnte.“ Eine weitere unglaubliche Unterstellung. Kennen Sie Frau Zeller-Hirzel? Haben Sie mit ihr gesprochen? Können Sie das Geäußerte irgendwie belegen? Merken Sie nicht, dass solche Aussagen nur etwas über Sie und Ihre Stiftung aussagen?

Falls Sie sich nun rausreden wollen, dass dies ja nur eine „Vermutung“ (selbst das wäre unerhört) von Ihnen gewesen ist: das klappt nicht. Es sollte für eine promovierte Wissenschaftlerin, die sich auf ein Interview vorbereitet hat und eine ausgiebige Recherche über Frau Zeller-Hirzel auf der Homepage verlinkt, bekannt sein, dass besagte Frau seit vielen Jahren Mitglied bei Pax Europa war und über den Islam aufklärte, so dass klar ist, dass die geistig völlig fitte Susanne Zeller-Hirzel nicht „missbraucht“ wurde, sondern sich die Einschätzung der Weiße-Rose-Kämpferin bezüglich der heutigen Gefahren für unsere Freiheit absolut mit denen der „jungen Männer“ deckt. Und obwohl Sie das wissen mussten, haben Sie die Geschichte von der geistig umnebelten alten Frau erzählt, die gar nicht mehr wusste, was dort passierte. Tiefer kann man eigentlich nicht mehr sinken.

Aber selbst das wird noch getoppt: Zur Sicherheit wurde vorher nämlich noch Frau Zeller-Hirzel, die beste Freundin von Sophie Scholl, im erwähnten Pamphlet von Verhoeven zur unwichtigen „Nebendarstellerin“ degradiert. Ihre beste Freundin würde sich im Grabe umdrehen, wenn sie sähe, was Ihre Stiftung hier veranstaltet.

Frau Dr.Kronawitter, bei allem Respekt, den man nach diesen Ausfällen noch für Sie und Ihre Stiftung aufbringen kann: Sie haben nicht das Recht, einer Susanne Zeller-Hirzel die Fähigkeit zur Einschätzung einer gefährlichen gesellschaftlichen Entwicklung abzusprechen! Diese Frau hat während einer Zeit, in der ganz Deutschland einer totalitären Ideologie nachlief oder sich wegduckte, die Zeichen der Zeit erkannt und den Mut aufgebracht, dagegen aufzuklären, was sie fast das Leben gekostet hat. Ich spreche dagegen IHNEN die Fähigkeit ab, solche Entwicklungen auch nur im Ansatz einschätzen zu können, was Sie mit Ihren unqualifizierten Äußerungen beweisen.

Ist Ihnen nicht bewusst, dass unsere Rechtsstaatlichkeit hauptsächlich dadurch bedroht wird, dass in den sich ausweitenden Parallelgesellschaften nicht mehr das deutsche Recht, sondern das islamische Recht des Stärkeren herrscht, besonders Frauen und Schwächere die Opfer davon sind und die Rechtsstaatlichkeit NICHT davon bedroht ist, dass fünf Leute in München friedlich darüber aufklären? Ist Ihnen nicht bekannt, dass deutsche Richter Straftäter mit ellenlangem Vorstrafenregister auch nach dem x-ten Gewaltdelikt (an Schwächeren) wieder laufen lassen, oftmals weil sie selbst oder die Angeklagten und Zeugen vom dahinter stehenden (stärkeren) Familienklan mit Morddrohungen versehen werden und dass Sie mit Ihrer Kritik an Kritikern diese antirechtsstaatlichen Zustände zementieren?

Verstehen Sie nicht die eigentlich recht deutlichen Implikationen, wenn Polizeichefs öffentlich mitteilen, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist, also quasi der Schwächere nicht mehr vom Staat beschützt werden kann und die Implikationen, wenn Sie sich schützend vor deren Peiniger stellen? Ist es für Sie zu kompliziert, wenn heimlich immer mehr staatliche Kompetenzen an ungewählte und unkontrollierte Gremien auf EU-Ebene transferiert werden und damit der demokratischen Kontrolle des Bürgers entzogen werden, also vor unseren Augen und offenbar mit Ihrem Segen die Demokratie erodiert wird?

Und weiter: sehen Sie nicht, dass Juden in Deutschland wieder Polizeischutz brauchen und von wildgewordenen islamischen Horden durch deutsche Straßen gejagt werden? Dass der Antisemitismus mit den größten antisemitischen „Demonstrationen“ (durch Linke und Moslems) mittlerweile den höchsten Stand seit 1945 erreicht hat? Dass die deutsche Polizei in jüdische Privatwohnungen eindringt, um die israelische Flagge zu entfernen, weil unten der Mob tobt?

Fällt Ihnen nicht auf, dass deutsche Zeitungen wieder – die Reihen fest geschlossen – in einer beispiellosen Verkehrung der Tatsachen (Ihre Hauptdisziplin) antisemitische Hassaufmärsche kaschieren und stattdessen wieder Juden als den Bösewicht hinstellen? Die Süddeutsche Zeitung ist im Gleichschritt mit vielen anderen Medien immer ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, Israel in ein schlechtes Licht zu rücken und die Hamas-Terroristen zu verharmlosen.

Ist Ihnen die historische Kooperation zwischen Islam und Nationalsozialismus nicht bekannt und sind Ihnen die ideologischen Parallelen zwischen Islam und Nationalsozialismus nicht begreiflich zu machen? Wissen Sei nichts über die Juden-feindlichen Suren des Korans und ist Ihnen die Verfolgung und Massenvernichtung Andersgläubiger in islamischen Ländern nicht zugänglich, obwohl es für jedermann in 30 Sekunden recherchierbar ist?

In den fünf Minuten, die Sie nun schon diesen Artikel lesen, ist bereits ein weiterer Christ wegen seines Glaubens ermordet worden. Ist Ihnen nicht bekannt, dass sich die Hisbollah mit dem Hitlergruß begrüßt, „Mein Kampf“ auf den Bestsellerlisten der arabischen Welt ist, die Hamas in ihrer Charta die Vernichtung der Juden als oberstes Ziel deklariert hat und dafür auch gerne die eigene Bevölkerung opfert? Sind Sie wirklich so blind? Wollen Sie nicht sehen oder wollen Sie nicht, dass andere das sehen, mit dem Ziel, dass diese Verbrechen ungehindert weitergehen können?

Gunnar Schupelius fragte kürzlich in der Berliner Zeitung, wie lange wir dem Hass gegen Juden noch zusehen. Ja, wie lange, Frau Kronawitter? Was muss denn NOCH passieren, damit Sie aufwachen? Das sind Aspekte, die direkt aus dem Nationalsozialismus kommen könnten und sie passieren HEUTE, in der Gegenwart, vor Ihrer Nase. Zu NICHTS davon beziehen Sie kritisch Stellung, aber erdreisten sich, über eine Susanne Zeller-Hirzel abwertend zu urteilen, die die „Dimension nicht einschätzen“ könne. Man fragt sich wirklich, ob Sie noch bei Verstand sind.

Der Gipfel der Tollkühnheit ist aber erreicht, indem Sie nicht etwa nur aktiv wegsehen bei diesem neuen demokratiefeindlichen Faschismus, sondern die KRITIKER DESSEN (!!) angreifen und DENEN vorwerfen, die Fakten zu „pervertieren“. Es wäre wohl verständlich, wenn man hier auf den Gedanken kommt, dass Sie mit all den genannten Entwicklungen heimlich sympathisieren. Ich glaube nämlich nicht, dass Sie hier intellektuell überfordert sind (jeder Grundschüler könnte das verstehen) oder nach 13 Jahren Dauerjihad, Opferzahlen in Millionenstärke und Entdemokratisierung nichts von alledem mitbekommen. Ich habe es auch langsam satt, jeden durch solch geäußerten Blödsinn entstandenen Schaden mit mangelnder Intelligenz oder der fast schon autistischen Unfähigkeit, Eins und Eins zusammen zu zählen, zu entschuldigen.

Was uns zu der Frage führt: wieso schweigen Sie bei all dem und greifen stattdessen diejenigen an, die diese Demokratie-feindliche, Rechtsstaat-erodierende, intolerante und gegen Schwächere gerichtete Entwicklung hin zu einem neuen antisemitischen, totalitären Faschismus friedlich kritisieren? Warum? Wie würden Sie jemanden bewerten, der im Dritten Reich gegen Kritiker des Dritten Reichs vorgegangen wäre? Genau. Und wie bewerten Sie jemanden, der gegen Kritiker des heutigen Faschismus vorgeht?

Und warum sind Sie bzw. saßen sogar im Landtag für eine Partei, die „gemeinsame Werte“ und eine „strategische Partnerschaft“ mit der judenhassenden Terror-Organisation Fatah besitzt und Merkel für Ihre einseitige Schuldzuweisung an die judenhassende Terror-Organisation Hamas angreift? So langsam wird es verdächtig.

In jedem Fall ist eines klar: die Fragen, die hier aufgekommen sind über Ihre dubiosen Positionierungen, Ihr gellendes Schweigen im Angesicht von Quasi-NS-Entwicklungen und ihre Angriffe auf Widerständler dagegen, dürften Sie mehr als disqualifizieren, den edlen Namen der Weißen Rose zu vertreten, so dass nicht WIR es sind, die den Namen missbrauchen, sondern Ihre Stiftung, indem man Leute wie Sie an exponierte Stellen hebt.

Die von Ihrer Stiftung erwähnte „Perversion“ hierbei ist nicht unsere Aufklärungsarbeit, die niemandem weh tut, sondern dass Menschen in Deutschland 70 Jahre nach Ende der NS-Herrschaft im Namen der Weißen Rose (Stiftung) gegen direktdemokratische prosemitische Patrioten hetzen, die solch einen Faschismus 2.0 verhindern wollen.

Tun Sie Sophie Scholl und ihren Mitstreitern einen Gefallen und treten sie mitsamt Ihres unsäglichem Vorstandes aus der Stiftung aus und überlassen Sie die Arbeit dort Leuten, die den gleichen Mut finden wie die damaligen Weiße-Rose-Mitglieder. Und hören Sie vor allem auf, sich in irgendeiner Weise moralisch über uns zu erheben und uns anzugreifen. Sie beweisen damit bloß, wo Sie damals gestanden hätten…


Im Gedenken an eine der mutigsten Frauen Deutschlands: Susanne Zeller-Hirzel.

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Sie wusste, wo sie steht. Auf der Seite der Widerstandskämpfer gegen Sozialismus und Extremismus. Damals wie heute. Hildegard Kronawitter steht hingegen auf der falschen Seite.

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(Videobearbeitung: theAnti 2007)