das_konservative_minimumBei PI wurde zuletzt über die Frage nach der Aktivismus-Eignung konservativ-freiheitlicher Menschen diskutiert. Der Autor hat sehr zutreffende Kritikpunkte angesprochen, denen man noch hinzufügen könnte: Der Konservative ist kein Linker, also kein Weltverbesserer und kein Fan von Utopien. Er ist somit schon mal grundsätzlich kein Eiferer. Politischen Eintagsfliegen und kontraproduktiven Aktionen und Organisationen steht er skeptisch gegenüber.

Der Konservative hält nichts von kollektivistischen Experimenten, egal ob sie National-Sozialismus oder International-Sozialismus heißen. Der wesentliche Bezugspunkt ist im Gegensatz zu den Zwangsbeglückern die verantwortungsvolle Lebensführung als gereifte Persönlichkeit. Das muss jedem klar sein, der über konservativen Aktivismus debattiert. Denn konservativer „Aktivismus“ meint zunächst einmal, das eigene Leben zu führen. Das klingt für manche Vollzeit-Aktive bieder, besitzt aber konstanteren Wert. Der Einzelne und die Familie sind die Grundlagen der Gesellschaft. Und somit baut jeder, der sein Leben ordentlich meistert, mit Familie und Arbeit, Engagement in der Gemeinde und Verwurzelung vor Ort, mit an der Gemeinschaft und ihrer Stabilität.

Wenn man jetzt noch konservative Ideen in sich trägt und sie vorlebt, dann leistet man echten Dienst an der Gesellschaft. Der Göttinger Historiker Karlheinz Weißmann, der in seinem unverzichtbaren Grundlagentext über die Frage nach dem „Konservativen Minimum“ gegen die Entleerung des Begriffs „konservativ“ zu Felde zieht, benennt ebendiese Ideen und grenzt den authentischen Konservativen damit ein für alle Mal von denen ab, die nur beim Essen und beim Konzertbesuch ein bißchen konservativ tun.

das_konservative_prinzipÜber das Führen eines vorbildhaften Lebens hinaus gibt es selbstverständlich auch Möglichkeiten des sinnvollen Aktivismus. Hierfür sollte immer die Maxime gelten: „Erfahrung ist für den Konservativen die Leitlinie des Handelns.“ Wird dies beachtet, kann man sich mutig der „Phalanx gegen den Zeitgeist“ anschließen. So nennt der Germanist Günter Scholdt in seinem ebenso wichtigen Buch „Das konservative Prinzip“ die Kreise, die publizistisch oder aktivistisch gegen den linken Mainstream arbeiten. Scholdt spricht wohl jedem, der politisch unterwegs ist, aus der Seele:

„Denn es gibt sicherlich auch heute erheblich mehr Nonkonformisten, als dies bekannt ist, gewiß viele Tausende. Man stößt allerdings in der Regel erst auf sie, wo man selbst bereit ist, Farbe zu bekennen. Sie sind nicht ganz leicht zu finden, da man ihnen systematisch mediale Plattformen verweigert. Dennoch füllen sie ihre Funktion wie einst die Inneren Emigranten als Leuchttürme in finsterer Nacht. Daß sie existieren, daß man nicht alle eingeschüchtert oder zum Verstummen gebracht hat, ist eine große Ermunterung. Schließlich bedarf ihrer von Zeit zu Zeit auch der robusteste Außenseiter zur Bestätigung, daß sein Kurs nicht gänzlich falsch justiert ist.“

wozu_politkMan könnte natürlich auch den gegenteiligen Weg gehen und nur noch konservativ mit Haus und Hof leben, ohne politische Dimension. Doch das wäre das andere Extrem, also das isolierte Gegenüber des reinen Aktivisten. Denn Weißmann und Scholdt rechnen auch das Übernehmen von Verantwortung zum konservativen Minimum bzw. Prinzip. Erik Lehnert, Philosoph und Geschäftsführer des „Instituts für Staatspolitik“, räumt in seiner Mut spendenden Überlegung „Wozu Politik?“ zudem ein, dass Mut der unverzichtbare Faktor ist, Verantwortung auch im politischen Bereich zu übernehmen.

Man darf an den traurigen Zuständen unserer Gesellschaft nicht verzweifeln. Neben dem Mut braucht man also auch Geduld. Jeder, der konservativ lebt und denkt, leistet seinen aktiven Teil. Wie und wo er sich darüber hinaus einbringt – das ist die Sache eines jeden Einzelnen. Fest steht, dass man etwas wagen sollte. Denn, so schreibt Lehnert: „Wenn wir scheitern, heißt das nicht, daß es vergeblich war.“

Bestellmöglichkeit der Bücher:

» „Das konservativen Minimum“ von Karlheinz Weißmann (8,50 €)
» „Das konservative Prinzip“ von Günter Scholdt (8,50 €)
» „Wozu Politik?“ von Erik Lehnert (8,- €)

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35 KOMMENTARE

  1. Erinnert ihr euch noch daran? /2013/04/kurtagic-warum-konservative-immer-verlieren/

    „Man darf an den traurigen Zuständen unserer Gesellschaft nicht verzweifeln“

    Wirklich? Und wo gibt es denn irgendwelche ermutigende Zeichen, daß es irgendwann besser sein kann?

  2. Ich sehe mich als freiheitlich-konservativ. Meine Leitlinie ist in der Tat Erfahrung. Diese Erfahrung kann selbstverständlich jederzeit wissenschaftlich hinterfragt werden. „Konservativ“ verstehe ich als „erhaltend“, ich betreue ein Biotop, pflanze Obstbäume und bin ein Anhänger der FKK-Bewegung und des Breitensports. Pendeln, Globuli und Schamanimus lehne ich ab, wissenschaftliche Erkenntnisse müssen reproduzierbar sein. Und: einen Propheten habe ich nicht und würde auch keinem trauen.

  3. Bei PI wurde zuletzt über die Frage nach der Aktivismus-Eignung konservativ-freiheitlicher Menschen diskutiert.

    Wozu Demos veranstalten, wenn die dann vom Medienmainstream unter den Teppich gekehrt werden?

    Soll sich keiner einbilden, daß der ultralinke Mainstream auch nur einige wenige Sekunden Sendzeit auf eine ach-so-böse rechte Demo „verschwenden“ würde. Und wenn dann mit Nazikeule.

    Viel wichtiger als Dauerdemos wäre eine starke konservative bzw. rechte Präsenz in den Medien. Einen deutschen Rush Limbaugh, ein deutsches FOX-TV… und die Welt wäre ein Stück besser konservativer.

  4. Der Göttinger Historiker Karlheinz Weißmann

    der Neurechte ist kein Historiker sondern verdient seine Brötchen an der Schule als Lehrer.

  5. @#3 Cendrillon :

    „Wozu Demos veranstalten, wenn die dann vom Medienmainstream unter den Teppich gekehrt werden?“

    Gezielte Flugblatt-Aktionen bringen sicher mehr als jede Demo, die eh von Polizei und Antifa gestört wird.

  6. Eben weil ein Konservativer eher kein Utopist oder Weltverbesserer ist, hat er mehr Bezug zur Realität und ist bedeutend bodenständiger.

  7. Das Konserative ist eben zu „still“.
    Man räuspert sich mit einem „das kann doch so nicht weitergehen“ und sieht sich an sonsten nicht zuständig.
    Unter dem Begriff ist ja auch immer der materielle Aspekt zu sehen. Konseratives Leben muß man sich im gewissen Grad auch LEISTEN können. Und wer´s sich leisten kann, delegiert halt gern. „Dafür ist die Polizei doch zuständig“ hört man dann.
    Nur, welche denn ? Der fragmentale Rest we der von der Bundeswehr ?
    Konseratives Denken ist da sicher breiter gestreut (identifikation mit dem Unternehmen und somit auch den Werten „des“ Chefs).

    Arme Menschen hingegen sind aus diesem Denken hinauskatapultiert worden (die Globalisierung traf millionen davon, die heut als „Sozialschmarotzer“ denunziert werden) und sind sagen wir mal „eher sozialistisch ausgerichtet“. Schon aus der Not heraus wird SPD gewählt. Man kennt sie ja schließlich als „Partei des kleinen Mannes“ und weicht davon einfach nicht mehr ab.

    Man muß teilen und gibt ja auch selbst dabei oft genug das letzte Hemd, wenn´s einen beim Strom fehlt oder sonstwas im Viertel. (sofern noch genügend Deutsche da sind)
    Sonst ÜBERLEBT man oft genug den Monat ncht. Das ist hunderttausendfache REALITÄT.

    Die konserative „arbeitgebende“ Szene entzieht sich also ihre Unterstützer selbst, wenn sie den Polen anruft und den Deutschen in Hartz4 beläßt. Aus „Kostengründen“ natürlich.
    Das scheint ja bei (realistisch betrachtet) 6 Mio Arbeitslosen oft genug der Fall zu sein.

  8. Nichts gegen theoretische Reflexionen.
    Aber mich bewegt seit einiger Zeit die Frage, warum die Anzeige „Besucher heute:“, links oben auf dieser Seite, scheinbar bei 80.000 wie festgenagelt stehenbleibt, deutlich mehr.
    Aufgrund der dramatischen Ereignisse in Herford und Syrien/Irak müsste der alte Rekord von 119.256 längst überschritten sein.
    Dröhnen sich die Youngster nur noch mit „Bachelor“ und anderen Mist zu?
    Warum ist das so, wo ist die Zugkraft von PI geblieben?

  9. @ #11 NineEleven (14. Aug 2014 18:59)

    Seitdem ich hier auf PI (ca. 3 Jahre) lese, sind es 30 000 Leser/täglich mehr geworden, aber gerade sind auch Sommerferien.

  10. Das Schlimme ist die Jugend ist so desinteressiert und gehirngewaschen, damit meine ich die Anfang 20ig-jährigen.

    Außer es handelt sich um die SA-ntifa.

  11. #11 NineEleven (14. Aug 2014 18:59)
    Nichts gegen theoretische Reflexionen.
    Aber mich bewegt seit einiger Zeit die Frage, warum die Anzeige “Besucher heute:”, links oben auf dieser Seite, scheinbar bei 80.000 wie festgenagelt stehenbleibt, deutlich mehr.
    Aufgrund der dramatischen Ereignisse in Herford und Syrien/Irak müsste der alte Rekord von 119.256 längst überschritten sein.
    Dröhnen sich die Youngster nur noch mit “Bachelor” und anderen Mist zu?
    Warum ist das so, wo ist die Zugkraft von PI geblieben?
    ———————————————————

    Geduld! Noch vor ein paar jahren waren es nur 20-30.000 hier!

    PI wirkt – wir sind in den einschlägigen Kreisen bekannt. Wetten dass sich die linke Kanaillen-Journaille bei SZ, TZ, BILD, SPIEGEL , ARD, ZDF usw., jeden Morgen schön bei PI informiert?

    Dass die Deutschen sich in Friedenszeiten politisch nur schwer regen, ist ja bekannt. Da sind die Franzosen z.B. viel schneller als wir! Das linke Sozialdesaster das wir jetzt durchleben begann 1968, und es ist jetzt auf seinem absolutem Höhepunkt.

    Aber jede hohe Welle ebbt mal ab – nur eben nicht über Nacht! Es braucht Zeit – hoffentlich nicht wieder ganze 50 Jahre. Denn bis dahin wäre DE leider komplett islamisiert!

  12. Echte konservative treten fuer die Bewahrung von bewaehrten ein, sind gegen Experimente.

    Wenn man ihnen gefolgt waere,
    wuerde D anders aussehen.

    Es gebe weder eine Transfer EU, wo Schuldenmachen belohnt wird,
    der Euro waere eine Hartwaehrung wo jedes Land, seine Gesellschaft voll fuer seine Bilanz verantwortlich ist, Ueberschuldung, Leben auf Pump muesste die jeweilige Gesellschaft selbst ausbaden ohne einen Cent Steuergelder von soliden Laendern, genau wie es die urspruenglichen Vertraege festschrieben.

    Es gebe keine Massenzuwanderung von Sozialtouristen aus den Bodensatz der Gesellschaft aus Europa, Asien, Afrika, wobei die integrationsresistenden Muslime den Hauptanteil stellen und sich in Gegengesellschaften organisieren um aus Europa Eurabia zu machen.
    Dank Unterstuetzung aller Bundestagsparteien bes. den linksparteien und gruen, sind sie weit damit gekommen, nicht zuletzt durch extremen Kindermangel der D Gesellschaft.

  13. Eins ist doch klar: wem es einigermaßen gut geht, oder sogar sehr gut, der geht eben nicht auf die Straße und krakelt da rum. Und wenn ihm das Haus ausgeräumt wird, gründet er eine Bürgerwehr oder bezahlt einen Wachdienst. Wenn auf der Schule der Kinder zu viele Ausländer sind, wird eben gewechselt, zur Not auf eine Privatschule.

  14. Karlheinz Weißmann mag ein schlauer Kerl sein, aber sein Prosa ist unverständlich. Ich habe längst aufgegeben, seine Artikel in der Jungen Freiheit und der Sezession zu lesen.

  15. Die Umsetzung konservativer Ideen geht nur
    über die Medien, das web mag zwar las low
    budget Lösung ideal sein, aber die Präsenz
    auf den TV Schirmen entscheidet.

    Die Misere in Deutschland ist halt das Fehlen
    eines konservativen Senders!

  16. Die einzige Lösung wäre eine nicht-egoistische Lebensweise: Kinder zeugen (so wie auch Lucke empiehlt) und zwar Notfalls auf Sozialhilfe. Aber viele Leute sind Islamkritiker, weil sie einfach nur ihren Schnaps und die Bordelle behalten wollen. Das wird Deutschland nicht retten. Die echten Helden sind kinderreiche, deutsche, christliche Familien.

  17. Was ist denn in München los?

    12. August 2014 17:14
    Überfüllte Bayernkaserne

    Stadt München will jetzt handeln 😆

    Seit Wochen ist die Stimmung in Freimann aufgeladen. Nun handelt die Stadt endlich – und will mit Streetworkern, besseren Freizeitmöglichkeiten und einer Anwohnerversammlung die angespannte Lage rund um die Bayernkaserne entschärfen.

    Streetworker vor der Kasernenmauer, bessere Aufenthaltsmöglichkeiten in der Unterkunft, eine Anwohnerversammlung und Infoblätter für die Nachbarn: Die Stadt will die angespannte Lage in der Bayernkaserne und ihrer Umgebung mit verschiedenen Maßnahmen entschärfen. Dort leben derzeit rund 1900 erwachsene Kriminelle sowie 140 unbegleitete minderjährige Kriminelle Flüchtlinge, die Erstaufnahmeeinrichtung ist seit Monaten überfüllt.

    Bis Jahresende sollen in der Stadt drei weitere Gemeinschaftsunterkünfte mit jeweils 250 Plätzen öffnen, um die Kaserne zu entlasten. Die neuen Standorte sind noch nicht öffentlich, da die Stadt erst die Bezirksausschüsse informieren und frühzeitige Nachbarschaftsproteste verhindern will.

    Seit Wochen ist die Stimmung in Freimann aufgeladen. Anwohner beschweren sich über das Benehmen mancher Flüchtlinge, Rechtsextreme heizen mit Hassparolen die negative Stimmung weiter an. Bei einem Runden Tisch haben sich Bürgermeisterin Christine Strobl und Sozialreferentin Brigitte Meier (beide SPD) mit Vertretern aus der Stadtverwaltung, dem Sozialministerium, der Regierung von Oberbayern, der Bezirksausschüsse und der Polizei auf einige Schritte verständigt, um das Miteinander zu verbessern.

    *************************

    Flüchtlinge in der Bayernkaserne

    Wie Gerüchte Angst machen

    Tuberkulose, Ebola! Und ein Handy für 500 Euro. Für jeden Flüchtling, geschenkt, vom Staat. Angstmachende Geschichten gehen um über die Flüchtlinge in der Bayernkaserne in München Freimann, es entsteht eine gefährliche Gemengelage.

    **************************************

    Bayernkaserne in München

    Rechte Hetze gegen Flüchtlinge

    Rechtsextremisten verbreiten via Facebook Hassparolen gegen die Münchner Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Bayernkaserne. Die Polizei hat ihre Präsenz erhöht – und die Betreuer bemühen sich, den Müll zu reduzieren, damit die Nachbarn sich beruhigen. (Ob Müll wegräumen reicht?)

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ueberfuellte-bayernkaserne-stadt-muenchen-will-jetzt-handeln-1.2086964

  18. “ Der Konservative hält nichts von kollektivistischen Experimenten, egal ob sie National-Sozialismus oder International-Sozialismus heißen. Der wesentliche Bezugspunkt ist im Gegensatz zu den Zwangsbeglückern die verantwortungsvolle Lebensführung als gereifte Persönlichkeit „.etc.

    Ich kann mir partout nicht vorstellen,was ich mir unter einer “ verantwortungsvollen Lebensführung als gereifte Persönlichkeit“ vorzustellen habe.

    Sind zum Beispiel alte Sozialdemokraten, wie Fritz Erler oder Willy Brandt, die eine verantwortungsvolle Lebensführung als eine gereifte Persönlichkeit vorweisen können, nach dieser Definition Konservative ?.
    Würde man diesen Maßstab hernehmen, wären auch einige Linke Konsevative.

    M.E. eignet sich eine moralische Kategorie, verantwortungsvolle Lebensführung, und eine psychologische Kategorie, gereifte Persönlichkeit, kaum aus, um einen Konservativen von Anderen zu unterscheiden.

    Entscheidend ist doch m.E die Art des Denkens
    über politische Themen und Werte.
    Wie ein Konservativer politisch denkt, kann man viel besser bei Hermann Lübbe, auch wenn er sehr umstritten ist, nachlesen.

    Diese Aussagen sind doch nichts als theoretische Magerkost. So können wir den Linken und Grünen, die da besser theoretisch und rethorisch ausgebildet sind, wenn auch nur mit Halb-und Unwahrheiten, nicht Paroli bieten.

    Da müssen schon konservative Schwergewichte wie Hermann Lübbe oder Bernard Willms in die Waagschale geworfen werden.
    Man könnte auch noch Carl Schmitt und Arno Gehlen anführen, wobei Carl Schmitt durchaus verbünftige Gedanken zu Demokratie und Rechtsstaat vorgelegt hat, die diskussionswürdig wären.

  19. Hallo PI! Der oben eingefügte Link für “Das konservative Minimum” stimmt nicht ganz. Ich habe noch ein gutes Zitat verknüpft:

    (…) Noch wirksamer als die offensichtliche ist aber die verborgene Macht, alle dem eigenen Denkstil entgegenstehenden Fakten so umzuinterpretieren, daß sie in das gewünschte Schema passen. Als Beispiel sei hier die von den Linken focierte Bildungsreform genannt, die zur Zerstörung des Schul- und Hochschulsystems führte, aber nicht angetastet werden darf, obwohl die Menge derjenigen immer weiter zunimmt, die keine sinnvolle Ausbildung erhalten hat oder schlicht analphabetisch ist; ähnliches gilt für den Multikulturalismus, der jahrelang als Gewinn gepriesen wurde und trotz der offensichtlich fehlgeschlagenen Eingliederung von [bestimmten, großen Gruppen von] Zuwanderern als Modellvorstellung aufrechterhalten wird, während man die Autochthonen einer massiven Indoktrination und Repressalien aussetzt, um die Nennung der negativen Begleiterscheinungen zu unterdrücken.


    [] – eingenmächtige Einfügung durch mich 🙂
    Man müsste auch noch den „demographischen Wandel“, die Zerschlagung der klassischen Familie, die Abwertung der Mutter- und Vaterrolle hervorheben, deren einschneidende negative Konsequenzen erst von den zu wenigen heute geborenen Kindern einmal ausgebadet werden muß. Auch diese demographische Degeneration der Gesellschaft wird immernoch positiv umgedeutelt oder als schicksalhaft und ursachenlos verbrämt – von allen Parteien und Massenmedien. Noch nie habe ich etwas Gegenteiliges gehört.

  20. Mit der Führung eines vernünftigen und rechtschaffenen Lebens in der Gesellschaft zur Stabilität, stimme ich überein. Man könnte auch sagen: Würden alle Menschen normal, anständig, gesetzestreu und positiv leben, dann gäbe es gar nicht diese Probleme, an denen herumgedoktert werden muss. Also weitgehend nicht. Ich bin kein Aktivist, vertrete aber meine Meinung. Ich muss nicht auf der Straße schreien, obwohl ich manchmal Lust dazu hätte. Die Links(radikalen) sind Aktivisten im negativen Sinne. Und gegen die schreiende Dummheit kommt die Vernunft auch selten an. Man sollte immer versuchen, an die Vernunft zu appellieren. Da wo Unrecht geschieht, sollte man sein Wort erheben. Und wer in der Lage dazu ist, sollte auch politisch aktiv sein, das Wort der Konservativen, der Erhaltenden, sollte gehört werden.

  21. Während der neo konservative politische „Adel“ alternativ versucht sich an seinen inneren Aussengrenzen zu positionieren (siehe 1)

    Während die links liberalen alternativlosen neo Akrobaten sich nach aussen und innen hin distanzieren (siehe 2)

    Lebt das rechts konservative Bürgertum im traumatisierten, Bücher druckenden, politischen Vakuum

    1)
    „Die AfD ist nach wie vor auch eine Partei für Wertkonservative wie sie eine Partei für Liberale, Christsoziale und unorthodoxe Linke ist…“

    http://www.alternativefuer.de/brief-konservative-parteifreunde/

    2)
    Liberalismuskrise: Liberale sind nicht konservativ

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/liberalismuskrise_liberale_sind_nicht_konservativ

  22. #29 Zeitgenosse
    #21 leichtzumerken

    Lucke’s Vorbildfunktion mag stimmen, aber in der Massenrealität neige ich Zeitgenosse zu.

    Das ist ziemlich exakt die Gemütslage der deutschen, überhöhte Girlies ohne Qualität und auf der anderen Seite „schikanierte“ Jungen und Männer.

    Das kann nicht funktionieren.

    Hier ein seriöser Blog zum Thema:

    http://www.manndat.de

  23. #25 sakarthw14 (14. Aug 2014 23:18)

    So können wir den Linken und Grünen, die da besser theoretisch und rethorisch ausgebildet sind, wenn auch nur mit Halb-und Unwahrheiten, nicht Paroli bieten.

    Ist längst nicht mehr der Fall, das war in den späten 60ern und 70ern so.

    Heute ist der linke „Normalo“ maulfaul, rhetorisch zum Kotzen schlecht und hat außer einer Handvoll stumpfer, ideologischer Phrasen inhaltlich nichts auf der Pfanne. Zudem artikuliert er sich miserabel und bekommt beim Reden die Zähne kaum auseinander.

    Die, die den Zeitgeist hinter sich wissen und an den Schalthebeln einer Gesellschsft sitzen, arbeiten zumeist nicht an sich und verkommen, auch in ihrer Außendarstellung.

    Gut sind nur die, die etwas verändern/umgestalten wollen – und das sind eben in unseren Tagen meist Konservative, die die Zustände in unserer linken Multikulti-Bananen-Republik unerträglich finden. Auch wenn für Konservative aus diversen Gründen die Hemmschwelle, sich zu exponieren und selbst Hand anzulegen, größer ist als für Linke. Gerade deshalb ist übrigens auch die AfD ein ermutigendes Projekt.

    Der Geist steht heute definitiv rechts von der vielbeschworenen Mitte!

  24. #32 Tiefseetaucher

    Bezüglich AfD gebe ich Dir recht.Da sehe ich auch so.

    Was die Linken und die Grünen angeht, so meine ich nicht die Stoß-und Schlägertruppen auf den Straßen, sondern die die Linke und Grünen auf öffentlichen Veranstaltungen. Da sieht es schon etwas anders aus. Da brauchen wir uns nichts vorzumachen.

    Mit schlechten Phrasen müssen wir uns nicht unbedingt das bleiche Bild der Konservativen
    unnötig verschönern.

    Das größte Manko bei vielen, nicht bei allen Konservativen liegt eindeutig in der Angst sich exponieren zu müssen.
    Sicherlich hast Du recht mit Deiner Behauptung, dass der Konservative politisch etwas umgestalten will.Ich ziele jetzt auf die Parteiungebundenen ab.Die bei der AfD wissen ziemlich genau, was sie wollen. Da bin ich mir ziemlich sicher.Aber die Anderen ?.
    Ich denke aber, dass dies in Zukunft eine überlebensnotwendige Fähigkeit sein wird.

    Wie hat Karl Valentin so schön gesagt: Wollen hätt ich mich schon getraut, aber dürfen habe ich mich nicht gewollt.

    In der Kosequenz bedeutet das für mich: ein Großteil der Konservativen müssen zuerst ihre Angst überwinden, damit es in diesem Land wieder aufwärts gehen kann.

  25. #14 Freya

    Von „der Jugend“, wie du es hier machst, kann man nicht reden, weil es einige junge Leute gibt, darunter selbstverständlich auch die, die sich in der JUNGEN ALTERNATIVE (JA) zusammen getan haben, die durchaus interessiert sind, den Durchblick haben, nicht gehirngewaschen sind und eine andere Politik wollen statt die der Altparteien. Ich mit meinen 26 Jahren bin, auch wenn ich nirgendwo Mitglied bin, auch nicht in der JA, einer davon!

    Vielleicht bewegst du dich- sorry, nicht böse gemeint- was junge Leute betrifft in den falschen Kreisen und kommst deswegen zu diesem Ergebnis.

    Wenn die jungen Leute aus der Unterschicht meinst, die fast ausschließlich nur mit dem neuesten Handy, Party, usw. beschäftigt sind, hast du Recht, aber es gibt ja noch genug andere außerhalb dieses Milieus.

    Es sind übrigens gerade die jungen Leute und nicht die älteren, die überdurchschnittlich Parteien wie hierzulande die AfD wählen, in Österreich die FPÖ, in Frankreich den FN usw.!

  26. Warum es so ist, wie es ist hat doch einfache Gründe, die hausgemacht sind:

    Viele Konservative sind, darunter auch viele, die hier regelmäßig schreiben- was als konstruktive Kritik zu verstehen ist- viel zu träge, jammern und kritisieren lieber rum und wollen überwiegend, wenn man sich denn doch einbringen will, am liebsten abgeholt werden von einer Partei, die von Anfang an zu 100% maßgeschneidert für einem selbst ist.

    Und da fängt das Problem schon an, weil es keine Partei geben kann, die für jeden zu 100% maßgeschneidert ist.

    Von denen die dennoch am Anfang Kompromisse machen wollen und deshalb in die AfD eingetreten sind, es also auch akzeptieren können, dass nicht alles von Anfang an rund läuft und die Partei z.B. statt 100% nur 85 bis 90% der eigenen Wünsche und Ziele vertritt, treten manche, wie etwa diese Tanja Krienen, zumeist mit viel Getöse aus statt in der Partei zu bleiben und zu versuchen sich letztlich durchzusetzen.

    Wobei genannte Person ja ein besonders krasses Beispiel ist, denn deren Rachefeldzug gegen die AfD hält auch jetzt noch an, obwohl ihr Abgang bereits ewig zurückliegt.

    Und dann gibt es zudem noch die, die in der CDU bleiben wollen bzw. ihr weiter nahestehen als Sympatisant, wie Herr Nickel oder Herr Kelle- Ehemann von Frau Kelle- und gar nicht merken, dass dieses Ausharren völlig sinnlos und nutzlos ist, wie auch die dazugehörigen Aktionen „Aktion Linkstrend stoppen“ und „Berliner Kreis.“ Statt mitzuhelfen, dass sich was bewegt- und das geht nur über die AfD- bleiben diese Leute lieber in der CDU und kleben an ihr auf Gedeih und Verderb.

    Die Linken- und da sind wir wieder beim Thema lernen von unseren Gegnern- wären mit dieser Uneinigkeit- Stichwort Grabenkämpfe, die ja auch noch erschwerend hinzukommen- dieser Trägheit, diesem Tastaturheldentum und der Einstellung „lassen wir es doch die anderen richten“ NIEMALS so weit gekommen.

    Die Linken, von denen wir in der Hinsicht was lernen können, sind deshalb stark, weil sie überwiegend einig sind, einen langen Atem haben, sich unbedingt durchsetzen wollen, sehr aktiv sind, nicht kneifen, immer am Ball bleiben und sich zudem nicht oder nur selten in Grabenkämpfen untereinander verzetteln.

  27. #freiheitlich1

    Habe Deine beiden Beitrage mit Vergnügen
    gelesen.

    Die Uneingikeit der Konservativen wurde weder in der Vergangenheit noch heute ausdiskutiert.
    Wir sind uns einig in der Uneinigkeit.
    Ich habe oft meine Zweifel, ob es wirklich soviele politisch denkende Konservative gibt. Auf jeden Fall meine ich nicht Leute, die absolut nichts ändern wollen. Denn diese
    haben den politischen Konsrvatismus mißverstanden.Denn diesr bedeutet: Das Gute bewahren ( konservieren ), das Alte/Schlechte abwerfen und gleichzeitig neue Wege gehen.

    Ansonsten stimme ich Dir in den anderen Punkten zu.

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