München: BILD hofiert Imam Idriz – Seniorenunion der CSU übt Kritik

bild idriz katarGestern brachte BILD München einen ganzseitigen Artikel über Imam Idriz und seine geplante Islam-Kaserne in München, in dem kein einziges kritisches Wort über den Skandal-Imam vorkam. Zu Katar wurde nur bemerkt, dass die „schillernde, aber auch umstrittene Figur“ des Emirs den „radikalen Islam“ in anderen Ländern unterstütze. Ebenfalls kein Wort über die massive Finanzierung von islamischen Terrorbanden. Aber nicht alle in München sind gleichgeschaltet: Die Seniorenunion der Münchner CSU kritisiert den Pro-Islam-Kurs des Zweiten Bürgermeisters Josef Schmid. Die Senioren müssen eben nicht mehr alle auf ihre Karriere schielen und können (noch) ihren gesunden Menschenverstand benutzen.

(Von Michael Stürzenberger)

Im Münchner Merkur wurde vor wenigen Tagen der Artikel „Islam-Zentrum: Kritik aus der Senioren-Union“ veröffentlicht. Darin ist zu lesen, dass die Äußerungen des CSU-Bürgermeisters Josef Schmid, die 100.000 Muslime Münchens gehörten „ganz elementar“ zu München und seien „ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft“, seine kritiklose Unterstützung des geplanten Islam-Zentrums und seine Einschätzung, es werde „die Integration und das gegenseitige Verständnis fördern“, nicht mehr widerspruchslos hingenommen werden:

In einem offenen Brief widerspricht ihm jetzt Peter Ofer, der Vorsitzende des Kreisverbands IV der Münchner Senioren-Union. Er verweist auf die vielen verschiedenen Gruppen unter den Muslimen. ,,Glauben Sie wirklich, dass Sie ein Zentrum für alle Moslems in München schaffen können?“, schreibt er. ,,Wenn Sie für die Sunniten ein Zentrum – wohin alle anderen Gruppen nicht gehen werden – befürworten, werden doch die anderen ebenfalls mit der Forderung nach einem eigenen Zentrum kommen!“ Ofer kritisiert den Umgang mit Schmids Kritikern in dem Punkt. ,,Es wäre wohl angebracht, dass Sie vor weiteren Entscheidungen die Diskussion mit ihren Parteifreunden suchen“, schreibt er. ,,Die meisten von uns waren sehr überrascht, dass die CSU-Stadtratsfraktion unter Ihrer Führung einstimmig einer Resolution zugestimmt hat, in der Bedenken gegenüber dem Islam mit Fremden- und Ausländerhass gleichgestellt wurden.“

Auch der Chef der Senioren-Union, Reinhold Babor, äußerte sich gestern kritisch zum Islam-Zentrum. ,,Idriz hat schon schöne Ideen“, sagte er unserer Zeitung. ,,Aber wenn ich raus in die Welt schaue, dann sieht vieles schon ganz anders aus.“

Hier der ganze Artikel aus dem Merkur. In dem Kommentar „Islam gehört zu München – Riskante Aussagen“ schreibt Merkur-Redakteur Felix Müller, Schmid wandle mit seinen Aussagen „auf einem schmalen Grat“. Das Risiko seines vielgelobten Großstadt-Kurses sei es, dass er sich zu weit vom eigentlichen Kern seiner Stammwähler und seiner Partei entferne. Aber die „neue Stadt-CSU“ präsentiere sich geschlossen, keiner aus der ersten oder zweiten Reihe der Partei würde sich in die Offensive wagen und Schmid und seinen Islam-Thesen widersprechen. Obwohl einiges dafür spräche:

Dabei gibt es durchaus ein spürbares Unbehagen in München, und es ist keineswegs so, dass allen Bürgem einleuchten würde, warum es eine repräsentative Moschee in der bayerischen Hauptstadt braucht – womöglich noch lizenziert aus Katar. Wenn es der CSU vor lauter liberaler Großstadt-Euphorie nicht mehr gelingt, auch solche Meinungen abzubilden, kann das eines Tages auch für Schmid zum Problem werden.

Hier der ganze Kommentar im Merkur. Lediglich zarte Ansätze zu kritischen Tönen über das geplante Islamzentrum in der BILD:

Warum macht er das? München hat schon 40 Moscheen und Gebetshöuser. Der Imam erklärt: ,,Das, was wir wollen, gibt es nicht.“ Praktisch alle Moscheen seien nur für Türken, für Bosnier, für Syrer oder Afghanen. ,,Der Islam in Deutschlond ist sehr ethnisch geprägt.“

Idriz will ein Gebetshaus für Muslime, die sich als Münchner fühlen. ,,Die Predigten sollen auf Deutsch sein, auf Türkisch und auf Bosnisch.“ 1000 Betenden soll die Moschee Platz geben. Betrieb? ,,Sieben Tage. Zu jedem der fünf islamischen Gebete am Tag steht dos Haus offen.“ 30 bis 40 Millionen Euro wird das kosten. ‚Einzige Finanzierungsmöglichkeit: Spenden. Eine halbe Million hat ldriz schon eingeworben.

Da fehlen dann ja noch ein paar Milliönchen. Ob die aus Katar kommen, ist laut BILD noch offen:

Ein Parlament wählen ließ der Emir nie. Das erregt Zweifel bei der Münchner Politik. Der Scheich wünscht einen Besuch der Stadtspitze, die lehnt ab. Deshalb hält Al Thani sein Geld zurück. Idriz verspricht: „Unsere Grundvoraussetzung ist: Spender haben keinen Einfluss auf den Betrieb.“

Es wird einen heißen Herbst in der Endphase des Kampfes um das Islamzentrum in München geben. Heute war SZ-Redakteur Bernd Kastner an unserem Infostand in München-Freimann. In der knappen Stunde, in der er sich bei uns aufhielt, konnte er sich mit einem Afghanen, einem Franzosen und einer Türkin unterhalten, die unser Bürgerbegehren unterschrieben. Ein wahrhaft internationales Projekt.

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Gebt 930.000 Münchnern die Möglichkeit abzustimmen!

(Kamera: Vladimir Markovic)

Kontakt:

» muenchen@csu-bayern.de