Rüsselsheim: Katholiken beten mit türkischen Faschisten

Im Rahmen der „Interkulturellen Wochen“ wird für den 21. September im hessischen Rüsselsheim ein „Interreligiöses Friedensgebet“ angekündigt. Zu den Veranstaltern gehört neben den christlichen Dekanaten und einigen muslimischen Vereinen erneut die „Islamische Gemeinschaft Milli Görüs“ (IGMG). Gerhard Trunk, katholischer Dekanatsreferent und Organisator des „Friedensgebetes“, verteidigt die Beteiligung der verfassungsfeindlichen und antisemitischen Organisation vehement: „Jesus Christus würde auch niemanden ausschließen.“

(Von Verena B., Bonn)

Die Main-Spitze berichtet über das „Interreligiöse Friedensgebet“:

Vor einigen Wochen hatte […] auf Anfrage der „Main-Spitze“ der Organisator des „Friedensgebetes“, Gerhard Trunk, die Beteiligung von „Milli Görüs“ verteidigt. Gefragt, ob man auch mit deutschen Faschisten bete, hatte der katholische Dekanatsreferent bekannt, gegen diese selbst schon demonstriert zu haben, aber zugleich die Auffassung vertreten, Jesus Christus würde auch niemanden ausschließen. Der Groß-Gerauer Dekan, Pfarrer Norbert Kissel, erklärte nun, er stehe „100-prozentig“ hinter den Einlassungen Trunks.

„Pfarrer Tölg hatte 1991 das Friedensgebet mitbegründet. Es gewann einen festen Platz im kulturellen Leben Rüsselsheims.“ Von Anfang an sei „Milli Görüs“ mit im Boot gewesen. „Und das wurde in mehr als 20 Jahren niemals hinterfragt.“ Er stelle fest, dass man trotz der Vorwürfe gegen diese Vereinigung „insgesamt mit ihren Anhängern beten kann“. Es sei „erstmal sehr deutlich nachzuweisen, ob das wirklich Faschisten sind“. Kissel weiter: „Unser Begriff der Nächstenliebe reicht ja bis in die Feindesliebe hinein. Und ich sehe hier nicht einmal die Notwendigkeit, diesen Begriff anzuwenden.“ Überhaupt sehe er „im Moment keinen Grund“, eine weitere Beteiligung der Gruppierung in Frage zu stellen.

Öffnung statt Fronten

Auch Rüsselsheims evangelischer Dekan, Kurt Hohmann, hält an der Zusammenarbeit mit „Milli Görüs“ fest. Man sei „verbunden durch den Umstand, für den Frieden zu beten“. Jeder tue das „in seinem eigenen Gottesbezug und teils in seiner eigenen Sprache“. In unterschiedlicher Stärke hätten sich im Laufe der vergangenen 23 Jahre Moschee-Gemeinden beteiligt. Gemeinsames Ziel sei es, für Frieden zu beten. „Auch aus islamischen Reihen gab es keinen Aufschrei angesichts der Beteiligung von ,Milli Görüs‘.“

Ebenfalls gefragt, ob man auch mit deutschen Faschisten bete, ging Hohmann noch weiter als Trunk, der von einzelnen rechtsextremen Mitbetern gesprochen hatte, die er akzeptieren würde. Hohmann: „Wenn es eine deutsche Neonazi-Gruppe gäbe, die mit uns für Frieden beten wollte, hätte ich nichts dagegen, sie anzunehmen.“ Es gehe beim „Interreligiösen Friedensgebet“ um Kontakt, um Öffnung, nicht darum, Fronten zu errichten.

„Ordentliche Jugendarbeit“

Vor etlichen Jahren habe die damalige Oberbürgermeisterin Otti Geschka (CDU) abgesagt, nach einigem Zögern dann aber doch an einem Fastenbrechen bei „Milli Görüs“ teilgenommen. Dekan Kurt Hohmann fügt an, die Organisation mache übrigens „eine ordentliche Jugendarbeit“. Und weiter: „Ich weiß, dass sie eine fundamentalistische Sichtweise haben und auch gewissen antizionistischen Überzeugungen anhängen.“ Aber „Milli Görüs“ sei hier bei dem Friedensgebet in eine Gemeinschaft eingebunden. „Wir sagen nichts zum Verhalten der Spitzen von Organisationen. Wir beten hier um Frieden. Was andere machen, werden auch sie letztlich vor ihrem Gott zu verantworten haben.“

Zu Beginn der Friedensgebete habe es ein vorsichtiges Herantasten unter den Teilnehmern gegeben. Inzwischen sei eine gute Gesprächsbasis gefunden. „Natürlich haben wir hier noch Aufgaben. Und wir können auch darüber sprechen, wie jemand dieses oder jenes Verhalten mit dem zusammenbringt, was wir beim Gebet von ihm erleben.“

In Rüsselsheim solidarisiert sich also die katholische Kirche „integrativ“ mit den türkischen Faschisten. Die Korangläubigen lachen sich indes ins Fäustchen angesichts so viel Dummheit und Ignoranz. „Der Islam wird siegen! Der Islam wird in dein Haus kommen, ob du willst oder nicht!“, sagte bekanntlich der Wahabit Pierre Vogel. In Rüsselsheim ist er schon im Haus der ahnungslosen Ungläubigen und wird auch noch herzlich empfangen. Was will die Umma mehr?

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