700.000 Asylsuchende bis Jahresende

asylantenwelleGemäß eines Berichts des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) wird die Zahl der Asylsuchenden, besonders in den Industrienationen, weiter zunehmen. Es werden Rekordzahlen prognostiziert und Deutschland gehört zu den beliebtesten Zielen der „Flüchtlinge“. Im ersten Halbjahr 2014 registrierte das UNHCR eine Zunahme von satten 24 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2013.

(Von L.S.Gabriel)

Vor allem aus dem Irak und aus Syrien drängen weiter mehr Asylfordernde in die Industrienationen. 330.700 Personen wollten in den ersten sechs Monaten diesen Jahres als „Flüchtlinge“ anerkannt werden. Solche Zahlen gab es zuletzt in den 90er-Jahren während des Balkankrieges, stellt das UNHCR in seinem Bericht fest und fährt fort:

Der Grund für den Anstieg sind die anhaltenden Krisen in Syrien, im Irak sowie die Instabilität in Afghanistan, Eritrea und anderswo.

Der Bericht Asylum Trends in Industrialized Countries basiert auf den Daten, die UNHCR von 44 Regierungen in Europa, Nordamerika und Teilen Asiens erhalten hat.

„Wir leben in einer Zeit wachsender Konflikte“, sagte UN-Flüchtlingskommissar António Guterres. „Das weltweite humanitäre System befindet sich bereits in großen Schwierigkeiten. Die internationale Gemeinschaft muss die Menschen darauf vorbereiten, dass fehlende Konfliktlösungen zur Folge haben, dass in den kommenden Monaten und Jahren mehr Menschen Zuflucht und Schutz suchen werden. Leider ist unklar, ob die Ressourcen dafür zur Verfügung stehen.“

Zwei Drittel dieser Wahnsinnszahlen verteilen sich auf nur sechs Länder, allen voran Deutschland, gefolgt von den USA, Frankreich, Schweden, der Türkei und Italien. Australien verzeichnete hingegen einen Rückgang von 20 Prozent. Kein Wunder, die Australier schippern ja auch nicht freiwillig alle aufs eigene Festland, sondern schicken die Eindringlinge per „Push-back-Aktionen“ auf See wieder zurück. Diese grenz- und bevölkerungsschützende Maßnahme hat die EU aber für Europa untersagt. Also dürfen wir uns über weiterhin stetig wachsende Bereicherung freuen. Insgesamt waren Ende 2013 51,2 Millionen Menschen auf der Flucht.

Wenn man bedenkt, was der noch vergleichsweise geringe bei uns angekommene Teil schon für immense Kosten verursacht. Allein Baden-Württemberg kosteten seine „Gäste“ 2013 115,8 Millionen Euro, Niedersachsen war mit 143 Millionen dabei. Diese Zahlen errechnen sich aber nur aus den laufenden, alltäglichen Erhaltungskosten. Der beinahe schon tägliche Wir-fordern-Aufstand mit diversen Besetzungs- und Bedrohungsaktionen verursacht nicht nur ziemlichen Ärger bei vielen Bürgern, sondern auch enorme zusätzliche Kosten für die Wiederherstellung von Ordnung und Sicherheit. Und auch die steigenden Ausgaben für das Gesundheitswesen und die Behandlung von mitgebrachten, sich hier dann ausbreitenden Krankheiten sind darin nicht enthalten.

Wie sich diese Situation nicht nur in monetärer Hinsicht bei den prognostizierten weiter ansteigenden Asylforderströmen verschärfen wird, ist noch gar nicht abzusehen. Aber den Großteil der Deutschen stört das ja angeblich nicht – einer Umfrage zufolge sprechen sich 48 Prozent der befragten Bundesbürger dafür aus, noch mehr „Flüchtlinge“ aufzunehmen. Bei den Wählern der Grünen, der Linken und der SPD war die Mehrheit dafür, dass Deutschland einen größeren Anteil an Flüchtlingen aufnehmen sollte. Hingegen sprachen sich 77 Prozent der AfD-Anhänger gegen eine weitere Aufnahme aus.