Leipzig: Kulturell bedingter Familienstreit

polizei_symbolStreit gibt es in jeder Familie. Zur Beilegung von Zwistigkeiten gibt es verschiedene Möglichkeiten: Aussprache, Versöhnung oder schlimmstenfalls Scheidung. In anderen Kulturkreisen greift der Familienvater bekanntlich auch gerne mal zum Messer, wie erst kürzlich wieder ein Leipzig. Dort wollte ein 41 Jahre alter gebürtiger Iraker am Sonntag in einer Wohnung in der Lützner Straße in Alt-Lindenau offenbar seine 40 Jahre alte Frau und seine 15 Jahre alte Tochter umbringen. Beide wurden erheblich verletzt und in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Unbestätigten Informationen zufolge waren sie mit einem Messer angegriffen worden und dabei erheblich verletzt worden.

Die Leipziger Volkszeitung berichtet:

Mehrere Anwohner hatten das Führungs- und Lagezentrum der Polizei laut Sprecher Uwe Voigt kurz vor 13.30 Uhr über 110 darüber informiert, dass ein Mädchen vom Balkon der betreffenden Wohnung aus laut um Hilfe rufe. „Außerdem befanden sich in der Wohnung noch weitere Kinder im Alter von einem, drei, fünf und sieben Jahren. In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt wurden sie in eine Einrichtung gebracht und dort betreut“, so der Polizeisprecher.

Nach ersten Ermittlungen sind Familienstreitigkeiten das Motiv der Tat. Der Iraker wurde wegen eines versuchten Tötungsdelikts vorläufig festgenommen. Die Kriminaltechniker sicherten Spuren in der Wohnung. Die Kripo ermittelt auf Hochtouren.

Laut Koran Sure 4 Vers 34 dürfen Frauen zwar geschlagen werden, vom Erstechen steht aber nichts drin. Dennoch wird das Urteil sicher kultursensibel gesprochen werden. (VB)