Calais: Tränengas gegen illegale Afrikaner

calais1Schon seit Jahren belagern hunderte von Illegalen die nordfranzösische Hafenstadt Calais. PI berichtete bereits 2009 über die unhaltbaren Zustände rund um den Hafen am Ärmelkanal. Mittlerweile kommt es dort schon zu regelrechten Landnahmekämpfen und immer wieder zu Ausschreitungen mit der Polizei, die die illegalen Afrikaner daran zu hindern versucht, Lastkraftwagen vor der Überfahrt nach Großbritannien zu entern. Am Montagnachmittag eskalierte die Situation erneut.

(Von L.S.Gabriel)

Die etwa 300 Afrikaner hatten eine Schlange von Lastkraftwagen, die zur Auffahrt auf die Fähre Richtung Dover anstand, gestürmt. Die Polizei musste mit Tränengas anrücken, um sich durchzusetzen. Dennoch hatten es wohl wieder einige geschafft, wie AFP mitteilt.

Derzeit belagern etwa 1500 hauptsächlich aus dem Sudan und aus Eritrea stammende Illegale Calais. Sie wollen jedoch kein Asyl in Frankreich, sondern weiter nach England. Die britische Innenministerin Theresa May und ihr französischer Amtskollege Bernard Cazeneuve hatten sich erst vor kurzem über einen 15 Millionen Euro starken Fond zur besseren Sicherung Calais geeinigt. Auch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden beider Länder wurde vereinbart, nachdem Philippe Mignonet, der stellvertretender Bürgermeister von Calais, im Sommer damit gedroht hatte, den Hafen zu schließen, wenn er keine Unterstützung aus dem Vereinigten Königreich bekäme.

Nicht nur die Übergriffe auf die Transportfahrzeuge, sondern auch Kämpfe unter rivalisierenden Migrantengruppen bereiten den Sicherheitskräften Probleme. Jetzt soll die Polizeitruppe in Calais um insgesamt 25 Beamte zusätzlich verstärkt werden, weiß der Dover Express. Die neue Einheit wird 24 Stunden täglich zur Verfügung stehen und mit Gummigeschoßen und Elektroschockern ausgestattet sein.

All diese Bestrebungen werden aber in letzter Konsequenz nichts bewirken, wenn man die Wurzel des Problems nicht endlich bekämpft und Personen, die illegal europäischen Boden betreten, postwendend dahin zurück gebracht werden woher sie gekommen sind. Die Kosten dieser völlig verfehlten Asylpolitik sind jetzt schon für viele Kommunen und mittlerweile auch ganzer Staaten kaum noch zu tragen.

Hier Videos von LKW-Fahrern über die Zustände in Calais: