Hatnichtsmitzutunpreis 2014

preisJPG - Kopie (2)Vor einigen Wochen hat PI den „Hatnichtmitzutunpreis“ ins Leben gerufen, um junge Forscher dazu zu ermutigen, was alles nichts miteinander zu tun hat. Die Formel „XXX hat nichts mit dem Islam zu tun“ hat in der öffentlichen Diskussion ja bereits Kultstatus erreicht und ist auf praktisch alles anwendbar außer auf Friede. Was hat alles noch nichts miteinander zu tun? Wochenlang hat die mehrköpfige Jury die eingehenden Beiträge sorgfältig gesichtet und nach drei Kriterien bewertet: Originalität, Treffsicherheit und Form. Rechtzeitig zum Reformationstag 2014 kann PI nun die besten Beiträge küren:

1. Preis: STS Lobo: „1. Preisträger: Aiman Mazyek.“ Begründung der Jury: Der Beitrag bricht auf kreative Weise die vorgegebene Form „XXX hat nichts mit YYY zu tun“ auf und stellt sich damit außerhalb des Wettbewerbs. Indem er aber lakonisch verkündet, daß der von PI ausgerufene Wettbewerb ohnehin völlig sinnlos ist, weil als 1. Preisträger von vornherein Aiman Mazyek, der Erfinder des Klassikers „XXX hat nichts mit dem Islam zu tun“, feststeht, zeigt STS Lobo ein tiefgehendes Verständnis der ablaufenden politischen Leugnungs-, Verdrängungs- und Fälschungsprozesse, das ihn aus Sicht der Jury unmittelbar auf Platz 1 katapultiert hat.

2. Preis: Diedeldi: „Deutschland hat nichts mit Deutschen zu tun.“ Begründung der Jury: Daß unser Land in der Vorstellung unserer Regierenden nichts mit uns zu tun hat, sondern daß wir aus ihrer Sicht nur eine austauschbare Bevölkerung, aber kein Volk sind, ist eine Einsicht, zu der sich viele obrigkeitsgläubige Menschen ihr ganzes verzweifeltes Leben lang durchringen müssen. Der zweite Preisträger Diedeldi hat in unüberbietbarer Weise auf den Punkt gebracht, wie unsere politische Elite denkt und was sie antreibt.

3. Preis: Melchior66: „Schwangerschaft hat nichts mit Geschlechtsverkehr zu tun.“ Begründung der Jury: Der dritte Preis geht an Melchior 66, weil er ins Herz einer postmodernen Gesellschaft zielt, die den Bezug zu den biologischen, anthropologischen, natürlichsten Grundlagen ihrer eigenen Existenz verloren hat, und in der große Konzerne Eizellen ihrer Mitarbeiterinnen für Jahrzehnte einfrieren, um ihnen eine spätere Schwangerschaft zu ermöglichen. Die Ungleichzeitigkeit der eingefrorenen Eizellen (die nicht altern) und der Frauen (die altern und den Belastungen einer Schwangerschaft vielleicht überhaupt nicht mehr gewachsen sein werden) kommt in der nur scheinbar banalen Formel von Melchior66 treffsicher zum Ausdruck.

4. Preis: Babieca: „Bäume haben nichts mit Wurzeln zu tun.“ Begründung der Jury: Tiefsinnig wird hier in einer treffsicheren Metapher beschrieben, wie der Selbsthass der Deutschen zu ihrem Absterben führt – ein Baum ohne Wurzeln kann nicht leben.

5. Preis: DAF: „Kopfeintreten und Messerstechen haben nichts mit Südland zu tun.“ Begründung der Jury: In der Presselandschaft erhalten Gewaltkriminelle immer neue Namen (* Name geändert). Diese systematische Verschleierung ethnischer und nationaler Tätergruppen verdient es, immer wieder kritisiert zu werden.

6. Preis: B. Mayer: „Die Zuneigung meiner Katze hat nichts mit dem guten Futter zu tun.“ Begründung der Jury: Nur vordergründig wirkt der Beitrag banal. Setzt man an die Stelle der Zuneigung der Katze alle erdenklichen anderen Lebewesen, die uns wegen des guten Futters lieben, das es bei uns umsonst gibt, bekommt der Satz eine politische Dimension. Darüber hinaus macht er bei weiterem Nachdenken Abgründe sichtbar: Die gut gefütterte Katze ist dankbar und schnurrt glücklich, der gut gefütterte XXX ist undankbar und grölt seine weiteren Forderungen in die Welt, besetzt Schulen und andere öffentliche Gebäude und randaliert praktisch täglich. Da drängt sich dann die Frage auf, ob wir vom Durchfüttern von XXX wieder auf Katzen als Haustiere umsteigen sollten. Das alles ist in dem scheinbar banalen Satz anspielungsreich enthalten.

7. Preis: Wiborg: „Meine gezahlten Steuern haben nichts mit Asylantenkosten zu tun.“ Begründung der Jury: Dieser Beitrag bringt einige Facetten des unter Nr. 6 prämierten Beitrages etwas direkter und kunstloser zum Ausdruck. Dennoch erschien auch er – sozusagen als sprachliche „gerade Rechte“ wie im Boxsport – preiswürdig.

8. Preis: Vorpommernlandwirt: „DDR hat nichts mit Unrecht zu tun.“ Begründung der Jury: Das krude Weltbild, das wie ein entgleister Geisterbahnwagen durch die verkorksten Köpfe der Linken rast und poltert, wird hier zielsicher in einer Momentaufnahme eingefangen.

9. Preis: Aktiver Patriot: „Mekka hat mit Ausgrenzung nichts zu tun.“ Begründung der Jury: In dem pars pro toto „Mekka“ wird die Wirkungsweise von Islam literarisch anspruchsvoll und anschaulich dargestellt.

10. Preis: Aktiver Patriot: „Zwangsehen haben mit Vergewaltigung nichts zu tun.“ Begründung der Jury: Den zehnten Preis erhält ebenfalls Aktiver Patriot. Zwar hat er sehr viele Beiträge eingereicht, obwohl jeder Leser nur einen – seinen besten – Beitrag an PI schicken oder ihn posten sollte, das Phänomen der Rechtsblindheit des Establishment, das einerseits die Vergewaltigung in der Ehe (zurecht) unter Strafe gestellt hat, andererseits beim Zwangsehen (von Importbräuten und anderen muslimischen Frauen) wegschaut und nicht von Vergewaltigung zu sprechen mag, sowie die darin enthaltene ungesunde Portion Bewusstseinsspaltung, werden hier auf eine Formel gebracht, die uns preiswürdig erschien.

Fazit: Unsere Leser sind originelle Köpfe. Treffsicher machen die Preisträger unter ihnen maligne Wucherungen der öffentlichen und veröffentlichten Meinung namhaft und bringen sie in eine teilweise literarisch sehr ansprechende Form. Weiter so! Wir sehen uns beim Hatnichtsmitzutunpreis 2015.