ORF-Interview mit Hamed Abdel-Samad: „Der Islam ist eine tickende Zeitbombe“

Der ORF befragte gestern den Politologen, Schriftsteller und momentan wohl bedeutendsten Islamkritiker im deutschsprachigen Raum, Hamed Abdel-Samad, zum in Österreich verabschiedeten Islamgesetz. Er nahm erneut kein Blatt vor den Mund und warnte eindringlich vor den existentiellen Gefahren, die vom Islam ausgehen.

(Von Michael Stürzenberger)

Die Lawine der faktischen Aufklärung über den Islam rollt und ist nicht mehr aufzuhalten. Hamed Abdel-Samad spricht auch in einem höchst aufschlussreichen Interview mit der Wiener Zeitung Klartext:

Der Islam hat einen Geburtsfehler. Er ist sehr früh in seiner Geschichte politisch erfolgreich geworden und hat bereits zu Lebzeiten des Propheten einen Staat gegründet. Das hat keine andere Religion geschaffen. Der Islam ist von Anfang an politisch geworden. Und dabei vermischt sich Politik, Wirtschaft, Kriege und Gewalt mit der Religion. So wurde alles sakralisiert. Das ist das Ur-Problem. Nicht einzelne Passagen. (..)

Sie müssen sich von der juristisch-politischen Seite des Islams lösen, denn diese Seite trägt faschistoide Züge. Solange der Islam davon ausgeht, dass Gott der Gesetzgeber ist und seine Gesetze nicht verhandelbar und veränderbar sind, muss ich – wenn ich Demokrat bin – ablehnen, dass Gott der Gesetzgeber ist. (..)

Die moralische Niederlage ist nur möglich, wenn man sagt, dass die Idee des politischen Islams, der Scharia und des Kalifats an sich, falsch sind und nicht die Umsetzung von Leuten wie IS und Boko Haram, die den Islam nur falsch umsetzen. Das ist eine gefährliche Formulierung. (..)

Es braucht einen Bruch mit dieser Vorstellung, dass man aus dem Islam heraus Anweisungen für politisches Handeln beziehen kann. Die Geschichte lehrt uns, dass das unmöglich ist. Wann immer sich die Religion in die Politik einmischt, mündet das in politischen und wirtschaftlichen Katastrophen. (..)

Die Kernbotschaft ist, dass die Menschen Gott dienen und seine Gesetze auf Erden vollenden sollen. Natürlich gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen einem Menschen im Irak oder in Syrien, der Ungläubigen den Kopf abschneidet, und einem Vater in Wien oder Berlin, der seine Tochter zwingt, ein Kopftuch zu tragen. Aber beide handeln aus dem Motiv heraus, sich Gottes Willen zu beugen, und ich habe als Mensch keine andere Wahl als Gottes Willen zu vollstrecken und da liegt das Problem. (..)

Der Islam hat den Anspruch das Leben eines Muslims zu regulieren, von dem Moment an, wo er aufwacht, bis hin zum Moment, wo er zu Bett geht. Wenn man sagt, es gibt einen moderaten Islam, der auf den Dschihad, auf die Scharia, auf Geschlechterapartheid und die Durchregulierung des Alltags verzichtet, was bleibt dann vom Islam übrig? Es gibt moderate Muslime, aber keinen moderaten Islam. Sie sind dann nicht wegen des Islams, sondern trotz des Islams moderat.

Hier das gesamte Interview in der Wiener Zeitung. Es kommt immer mehr Bewegung in die Sache. Leider stellen sich die verantwortlichen Politiker immer noch taubstumm. Weil sie die Hosen gestrichen voll haben, Geschäfte mit arabisch-islamischen Staaten machen (ganz aktuell: Panzer für Katar!) und scharf auf moslemische Wählerstimmen sind. Wohlwissend, dass jene einen stetig wachsenden Anteil an der Gesamtbevölkerung stellen..

(Videobearbeitung: theAnti 2007)