Auch in Berlin bewegt sich was: Dritte Montagsdemo gegen Asylmissbrauch

marzahndemo1Am Montag kamen zum bereits dritten Mal Bürgerinnen und Bürger zusammen, um gegen das Bauvorhaben des Berliner Senats in der Schönagelstraße auf die Straße zu gehen. Beim Start der Versammlung konnte man eine gute Mischung aus Jung und Alt und Männern und Frauen feststellen. Die Stimmung war gut bis fröhlich, aber auch bei vielen war Wut im Bauch. Verständlich, denn die Presse hat sich nach den letzten Demos gegen Asylunterkünfte in Berlin nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Anwohnerinnen und Anwohner, die Ängste, Sorgen und Nöte sowie Unverständnis für den geplanten Bau des Containerdorfes äußerten, wurden als Nazis und Ratten beschimpft. Dies werden die Anwohner sicher auch wieder in den Gazetten der gleichgeschaltenen Medien lesen müssen, jedoch lassen wir uns nicht mehr in irgendeine Ecke drängen. Wir stehen zusammen. Komme was da wolle!

Dies machte sich dann auch bei den meisten zu Beginn bemerkbar, als zum ersten Mal durch die Nacht von Marzahn „WIR WOLLEN KEINE, ASYLANTENHEIME!“ schallte. Die Medien versuchen bereits die Zahl der Teilnehmer runter zu spielen, jedoch erwähnt wenigstens die Berliner Zeitung in einem fast untergehenden Satz, dass wir wohl so gut und gerne 1000 Menschen waren. Menschen, denen die Zukunft ihrer Kinder noch am Herzen liegt!

1000 Menschen auf der Straße! Und das an einem Montag! Und das mehrere Stunden! Jeder kann sich hier selber auf die Schulter klopfen! Wir sind stolz auf Euch! Auf jeden Einzelnen!

Nachdem wir die ersten Hundert Meter geschafft hatten, zogen wir in den Plattenbaukiez. Hier schlossen sich immer mehr Menschen dem Demozug an. Lief man in der Mitte, konnte man weder Anfang noch Ende sehen. Ein Augenschmaus war die riesige Deutschlandfahne! Ganz großes Kino! Es wurde aus den Fenstern applaudiert und jede Menge Zustimmung signalisiert. Immer wieder erschallte es zwischen den dichten Plattenbauten „BÜRGER LASST DAS GLOTZEN SEIN, AUF DIE STRAßE REIHT EUCH EIN!“.

Dies zog sich dann über eine große Marschstrecke hin, bis wir später gegen 22 Uhr am Freizeitforum Marzahn ankamen. Hier wurden noch die ein oder andere Rede gehalten und eine musikalische Zugabe von „A3STUS“ geliefert. Anschließend wurde die Versammlung aufgelöst und aus unserer Sicht vollkommen friedlich und erfolgreich abgeschlossen.

Teil der Abschlussrede.

Gestern wurde zudem bekannt, dass in Bayern eine geplante Unterkunft für Asylanten durch den Widerstand des Volkes verhindert werden konnte. Nun wird es Zeit, dass im Brennpunkt Marzahn-Hellersdorf eine ähnliche Entscheidung getroffen wird!

Livemusik gab es auch, wenn auch mit sehr ernstem Text:

Wir hoffen, wir sehen uns alle am 22.11.14 erneut, wenn wieder Bürgerinnen und Bürger auf die Straße gehen!

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(Quelle: Facebookseite der Bürgerbewegung Hellerdorf)

(Videos: Olaf Reihmund)