Ein paar Worte zur und über die AfD

zerlegtHat die AfD Probleme? Ja, warum aber nicht? Die Grünen waren bei ihrer Gründung die reinste Chaostruppe. Jedes Mitglied sagte damals etwas anderes, eine gemeinsame Linie gab es nicht, viele Zeitungen meinten, es müsse Abspaltungen geben, der kluge Kommentator Johannes Gross meinte dazu weise, das Chaos sei nicht mehr teilbar. Jede neue Partei hat Geburtswehen. Aber vom damaligen Tohowabohu der Grünen ist die AfD derzeit meilenweit entfernt. Zunächst muß nämlich einmal mehr klargestellt werden, daß man unserer gleichgeschalteten Presse kein einziges Wort über die AfD glauben darf. Alle Mainstream-Blätter sind gegen die AfD und wollen sie schnellstens weghaben. Dementsprechend wird billig dahergelogen, was das Zeug hält. Da gibt es dann aus einem langen Interview nur einen aus dem Zusammenhang gerissenen Satz, und der wird von der ganzen „Qualitätspresse“ wiederholt und dramatisiert. Ein Beispiel hier! Bitte also immer erst den Originaltext ganz lesen und die AfD-Seite anklicken, bevor sich manche auch hier aufregen! Trotzdem…

… liegen die Differenzen zutage. Lucke, Henkel und Starbatty sind Transatlantiker, Gauland steht mehr auf Seiten Russlands. Es gibt einen Flügel, der für TTIP ist und ein anderer ist dagegen. Vor allem aber scheint die nationalkonservative Richtung manchen AfD-Spitzen nicht zu passen! Dazu ein paar Worte:

1. Die AfD sollte nicht immer über die politkorrekten Stöckchen springen, die ihr die Presse vor die Nase hält. Stattdessen ist Gegenangriff gefragt. In den Reihen der prominenten rotgrünen Politiker waren massenhaft Kommunisten, Maoisten und Anbeter des Massenmörders Pol Pot. Kretschmann zum Beispiel! Die Presse hat sich nie darüber aufgeregt. Haltet ihr das unter die Nase!

2. Die AfD sollte auf jeden Fall wirtschaftsfreundlich bleiben. Wir brauchen nicht noch eine Partei der „sozialen Gerechtigkeit“. Politik mit „Chlorhühnchen“ ist unterirdisch. Freier Handel ist prinzipiell gut. Trotzdem kann TTIP doch verbessert werden, da kann man verhandeln und eigene AfD-Ziele dazu nennen. Wo ist das Problem? Auch die ostdeutschen AfD-Anhänger mögen sich doch bitte an den Untergang von Sozialismus und Kommunismus erinnern, der aufgrund des bolschewistischen  wirtschaflichen Quatsches passierte. Die sozialistische Planwirtschaft hat den Ostblock zerschmettert und nicht die Bürgerdemos. Die hätte es gar nicht gegeben, wenn jeder eine Banane und einen Trabi gekriegt hätte!

3. Die AfD-Spitze sollte dringend von ihrem Anti-Putin-Kurs abkommen. Das heißt doch noch lange nicht, daß man Heil Putin schreien muß, aber jeder denkende Mensch sollte sehen, daß der Westen erhebliche Schuld an der Ukraine-Krise trägt, ja, das richtig Kriegshetze betrieben wird. Auch Lucke und Henkel könnten wissen, daß die Krim primär russischstämmig ist.  Gerade aber, wenn ich einen wirtschaftsfreundlichen Kurs fahren will, dann muß ich total gegen den kontraproduktiven Russland-Boykott der EU und USA sein! Er bewirkt nur Schaden bei uns. Das kann man als Anhänger des Freihandels doch nicht unterstützen.

4. Die USA-Freundlichkeit kann nicht soweit gehen, daß man jede amerikanische Aktion gutheißt. Im Rahmen der Steuerschnüffelei rauben die USA-Behörden zum Beispiel europäische und Schweizer Banken regelrecht mit Strafzahlungen aus. Solche und vergleichbare Praktiken muß auch die AfD kritisieren, wenn sie glaubwürdig sein will.

5. Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn die AfD gegensätzliche Meinungen zuläßt. Warum sollen auf irgendwelchen Partei-Kongressen und Versammlungen nicht auch Personen von außerhalb das Rederecht kriegen und abweichende Meinungen äußern dürfen. Elsässer hat doch völlig recht, wenn er unsere gleichgeschaltete Presse kritisiert. Auch im Denken muß es Alternativen für Deutschland geben.

6. Und das führt zum wichtigsten Punkt. An erster Stelle hat Deutschland zu stehen. Die sukzessive Abgabe von Souveränität an Brüssel muß sofort gestoppt werden. Die Eurokrise muß wieder einen stärkeren Stellenwert kriegen. Und selbstverständlich darf man nach kontrollierter Einwanderung rufen und die de facto Abschaffung der Grenzen heftig kritisieren. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, und das will die Mehrheit der AfD-Wähler. Wir brauchen keine FDP 2.0 oder eine neue Windfahnen-Partei! Das gerade nicht! Eine neue Partei darf sich nicht in Rekordgeschwindigkeit anpassen, in den Brüsseler Gremien verschwinden und aalglatt werden. Eine neue Partei muß widerborstig bleiben und laut Opposition betreiben! Und es geht nicht, daß in AfD-feindlichen Mainstream-Medien über die eigene Partei hergezogen wird.

Fazit: PI ist also eher auf Gauland-Linie. Das darf aber nicht dazu führen, daß wir und enttäuschte Wähler die AfD grundsätzlich kritisieren oder gar bestimmte führende Mitglieder weghaben wollen. Die AfD ist die einzige Chance, die wir haben, daß sich noch ein paar Dinge im Land zu unseren Gunsten ändern. Wenn die AfD kaputtgeht, ist für viele Jahre buchstäblich alles aus hier und Merkel und Konsorten regieren dann „alternativlos“ weiter Richtung Untergang Deutschlands. Keine neue Oppositionspartei wird es mehr so schnell in Landtage oder den Bundestag schaffen. Wir müssen die AfD bei allen Querelen prinzipiell unterstützen! Alles andere wäre verheerend.

(Foto oben: BILD-Screenshot von heute)