imageDer Totensonntag ist in protestantischer Tradition der Tag des Gedenkens der Toten; in der katholischen Kirche ist dies das Fest „Allerseelen“. Ein Tag, der dazu aufruft, an das Vergängliche, eben den Tod, zu denken und auch innezuhalten, um über den Sinn des Lebens nachzudenken. Leben und Tod sind eine Einheit: Der Tod ist der ständige Schatten unseres Lebens und sein notwendiger Gegenpol.

(Von Peter Helmes, conservo.wordpress.com)

Verunsicherte Gesellschaft

Der Suizid, das freiwillige Ausscheiden aus dem Leben, scheint zunehmend vielen Menschen der einzige Weg zu sein, einem vermeintlich „würdelosen“ Altern oder einem würdelosen Dahinsiechen auszuweichen. Oft aber – und das gehört zur Ehrlichkeit in der Debatte – entsprechen Suizidwünsche nicht nur einer privaten Motivation einzelner Menschen, sondern sind (auch) Resultat eines sozialen Defizits bzw. eines Defizits an sozialer Verantwortung. Viele Schwerkranke – oder auch solche, die sich vor einem solchen Schicksalsschlag fürchten – wollen lieber vorher aus dem Leben scheiden, als am Ende ihres Lebens vermeintlich vollkommen entwertet, ja unwürdig, dazustehen. Das aber – reden wir doch Klartext! – ist auch Ausdruck einer entsolidarisierten Gesellschaft, die den Menschen einredet, es sei doch eigentlich ganz vernünftig, sich vorher zu verabschieden.

(Zu) große Zustimmung zur „Sterbehilfe“

Vier Fünftel der Deutschen stehen der Sterbehilfe einer Umfrage zufolge aufgeschlossen gegenüber. Das ermittelte die ARD im neuen „Deutschlandtrend“. Das hochsensible Thema wird den Bundestag auch im kommenden Jahr beschäftigen: Für das zweite Halbjahr 2015 ist ein Gesetz geplant. Bis dahin bleiben viele Fragen offen.

Knapp die Hälfte der Bevölkerung (46 Prozent) sei der Ansicht, die Beihilfe zur Selbsttötung sollte erlaubt sein, so das Ergebnis der Umfrage. 37 Prozent würden darüber hinaus auch eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe begrüßen. Dagegen lehnten in der Umfrage des Instituts Infratest dimap nur 12 Prozent die Sterbehilfe grundsätzlich ab. Etwas höher ist dieser Anteil mit 18 Prozent bei den Bürgern über 60 Jahren. Der Bundestag will die heikle Frage der Sterbehilfe im kommenden Jahr neu regeln.

„Volkes Stimme“ ist zuweilen emotional bestimmt. Wenn noch entsprechende mediale Unterstützung hinzukommt, wird oftmals die reine Vernunft an den Rand gedrängt. Der Drang zu „würdevollem Sterben“ wird umso größer, je mehr wir die Beihilfe zur Selbsttötung liberalisieren, sie also fast zu einem gesetzlich geschützten „Recht“ erklären. Mit Respekt habe ich demnach die jüngste Debatte im Deutschen Bundestag dazu verfolgt, die von hoher sozialer Verantwortung getragen war und einem „Geschäft mit dem Selbstmord“ eine über alle Parteigrenzen hinweg eindeutige Absage erteilt hat.

Die menschliche Würde

Ein Begriff steht im Zentrum der Diskussionen über Sterbehilfe, den alle Deutschen wohl sofort mit dem Grundgesetz verbinden: die Würde des Menschen. Ist es sinnvoll, Menschen, die geistig noch gesund sind, aber an körperlichen Krankheiten leiden, den Weg zu erleichtern, indem man die Beihilfe zur Sterbehilfe in Deutschland rechtlich eindeutig regelt und gestattet? Würdigt man dadurch Menschen mit geistiger Behinderung herab? Würdigt man kranke Menschen dadurch generell herab? Oder wird man so endlich überhaupt nur der Würde des Menschen gerecht?

„Menschliches Leben hat Würde, weil es menschliches Leben ist“, stellt der evangelische Theologe Schneider klar, der in der Beihilfe zur Sterbehilfe eine Verletzung der Menschenwürde sieht. Ärzte, die in Deutschland aktuell noch durch ihre Standesrechte und Standesethik daran gehindert werden, Sterbehilfe zu leisten, seien per Berufsbild dazu verpflichtet, sich am „Leben“ ihrer Patienten zu orientieren.

Doch ist das wirklich so? Ist es nicht auch Kernaufgabe eines Arztes, nicht nur zu heilen, sondern Schmerzen zu lindern, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist? Und ist die ultimative Schmerzlinderung nicht unter Umständen der Tod als letzter Ausweg? Menschen wollen vielleicht nicht unbedingt nur wegen des Nicht-mehr-Aushaltens des körperlichen Schmerzes sterben, sondern vielleicht auch wegen der Angst vor Kontrollverlust, Autonomieverlust und Verlust des Lebenssinns. Wer kann das beantworten?

Wie verfahren ohne Patientenverfügung?

Wie soll aber mit Menschen ohne Patientenverfügung umgegangen werden? Diese Frage ist noch völlig offen. Für mich darf es nur eine Antwort geben: Ein Mensch, der keine Patientenverfügung besitzt, darf sicherlich nicht durch Dritte, „durch Sterbehilfe“, sein Leben beenden. Ein solcher Mensch liegt z. B. auf einer Intensivpflegestation und fällt den Angehörigen finanziell und emotional zur Last. Wenn einer der Angehörigen die Pflegschaft (Vormundschaft) hat, liegt die Versuchung nahe, dem „Elend“ durch Sterbehilfe ein Ende zu bereiten. Das aber wäre für mich Totschlag, vielleicht sogar kalkulierter Mord. Dritte dürfen nicht darüber entscheiden, ob ein Leben lebenswert ist oder nicht!

Zu Ende gedacht, darf man durchaus polemisch festhalten: Wer „Sterbehilfe!“ ruft und das mit der „Entlastung“ der Gesellschaft begründet, ist nicht weit von Euthanasie und Totschlag. Die solches fordern, müßten auch Abtreibung und das Ende jedes menschlichen Daseins fordern: „Wenn ich lebe, muß ich sterben. Dann will ich doch lieber erst gar nicht leben!“ Welch´ eine abstruse Moral! Und sie wird auch nicht dadurch besser, daß ein protestantischer Pastor ausgerechnet aus den Reihen der CDU (Peter Hintze) sich für eine Verbesserung der Sterbehilfe einsetzt – für mich gänzlich unerträglich!

Tod, wo ist dein Schrecken?

Ist es nicht vielmehr so, daß der Wunsch nach erlaubter Tötung und seine Begründung mit „menschenwürdigem Sterben“ eher Tarnung einer Angst ist, der man auszuweichen trachtet? Auch der Tod hat eine Würde! Ich finde es menschenunwürdig, das Sterben aus unserem gesellschaftlichen Leben zu verdrängen bzw. auf dem Niveau von Talk- und Boulevard-Politik zu diskutieren.

Unsere Gesellschaft als Ganzes ist auf diese Debatte offensichtlich nicht vorbereitet – letztlich auch ein Ergebnis zunehmender Entchristlichung. Hinzu kommt, daß findige „Sterbehelfer“ uns die Argumente für eine Selbsttötung (das Wort „Selbstmord“ will ich ausdrücklich vermeiden, weil es keine Tat aus niederen Beweggründen ist) einprägsam vorbeten und von einem „Sterben in Würde“ reden und davon, daß man im Falle des Falles der Familie, dem Partner und/oder der Gesellschaft nicht zur Last fallen soll. So erreichen die Sterbehilfevereine einen nicht geahnten Zuspruch.

Wer sich aus dem Diesseits verabschieden will, soll das tun (können), lautet die gängige Parole. Niemand scheint danach zu fragen, ob dies nicht einer Kapitulation vor dem Leben (und dem Tod) gleichkommt und auch Ausdruck einer tiefen Resignation ist: Der Mensch verabschiedet sich lieber, als weiter unter uns zu leben. Und damit dreht sich die Spirale: Der Ruf nach gesetzlich erlaubter Beihilfe zum Suizid wird immer lauter.

Suizid als einfacher Ausweg?

Die Enzyklika „Evangelium vitae“ aus dem Jahr 1995, die die traditionelle Auffassung der katholischen Kirche zusammenfaßt, findet klare Worte:

Unter Euthanasie/Sterbehilfe versteht man eine Handlung oder Unterlassung, die ihrer Natur nach und aus bewußter Absicht den Tod herbeiführt, um auf diese Weise jeden Schmerz zu beenden.

Weiter heißt es in der Enzyklika:

Abtreibung und Euthanasie sind Verbrechen, die für rechtmäßig zu erklären sich kein menschliches Gesetz anmaßen kann. Gesetze dieser Art rufen nicht nur keine Verpflichtung für das Gewissen hervor, sondern erheben vielmehr die schwere und klare Verpflichtung, sich ihnen mit Hilfe des Einspruchs aus Gewissensgründen zu widersetzen.

Auch Papst Pius XII. hob die besondere Bedeutung des Naturrechts hervor und verkündete: „Keine Indikation, kein Notstand kann ein in sich sittenwidriges Tun in ein sittengemäßes und erlaubtes verwandeln.“ Wer hier das Totschlagsargument bei der Hand hat, die Kirche sei ja eine ewiggestrige, dem sei nachgeschoben – ebenfalls aus „Evangelium vitae“: „Der Verzicht auf außergewöhnliche oder unverhältnismäßige Heilmittel ist nicht gleichzusetzen mit Selbstmord oder Euthanasie/Sterbehilfe; er ist vielmehr Ausdruck dafür, daß die menschliche Situation angesichts des Todes akzeptiert wird.“ So lebensfremd scheint die katholische Kirche denn doch nicht zu sein, wie manche glauben (machen) wollen. Dies bedeutet aber nicht, daß fundamentale, lebenserhaltende Maßnahmen, wie Nahrung, Flüssigkeitszufuhr, Lagerung und Körperpflege, eingestellt werden dürfen.

Primat des Naturrechts

Auch Atheisten können eine Weisheit nicht umgehen – und kluge Agnostiker bestätigen dies:

Es gibt ein Recht, das über das vom Menschen gemachte Recht hinausgeht und an das sich alle menschlichen Gesetze halten müssen, um nicht ungerecht und sittenwidrig zu werden. Dies ist das Naturrecht, das sich aus der Natur, dem Wesen des Menschen als vernunftbegabtes Sinneswesen, ergibt. Deshalb kann sich „kein menschliches Gesetz anmaßen“, dieses Gesetz zu ignorieren.

Wir, die Gesellschaft, sind also im Zugzwang: eine Gesellschaft zu schaffen oder sie so zu beeinflussen, daß niemand auf die Idee kommen sollte, sich lieber zu verabschieden, als weiter unter uns zu leben. Grundvoraussetzung dazu ist nicht nur das Bejahen des Lebens – auch mit seinen Grausamkeiten –, sondern auch die notwendige Vorsorge für ein würdevolles Altern und Sterben: durch Ausbau der Pflege- und der Hospiz- bzw. Palliativeinrichtungen. Die Ausgangsfrage sollte lauten: Wie können wir in der Gesellschaft eine neue Kultur des Sterbens ermöglichen, die den Menschen eben die Angst vor dem Sterben nimmt? Und wie weit sollte die bisher straffreie Beihilfe zur Selbsttötung verhindert werden?

Nein zu Sterbehilfevereinen

Vor allem geht es um ein Verbot von Sterbehilfevereinen oder insgesamt von organisierter, regelmäßiger, geschäftsmäßiger Hilfe zum Suizid. Es geht auch um die Sorge, Menschen könnten aus Unkenntnis über Linderungsmöglichkeiten, aus Angst, anderen zu Last zu fallen, nicht ausreichend aufgeklärt und ihrer sicher, den Schritt zum „begleiteten Sterben“ gehen – ein scheinbar einfacher Ausweg, der ihnen da geboten wird.

Der Journalist Jakob Augstein, Erbe des SPIEGEL-Gründers Rudolf Augstein, sondert gemeinhin viel sozialistischen Unsinn ab. Deshalb war ich doch sehr verwundert, von ihm in dieser Debatte im SPIEGEL ein so klares Wort zu lesen (PI-Autor Kewil wies bereits darauf hin), für das ich ihm meine Hochachtung zolle:

„In Wahrheit ist der Tod auf Bestellung kein Gewinn an Freiheit. Sondern eine Kapitulation – vor dem Leben und vor dem Geist des Zwecks. Ärzte und Konzerne helfen uns mit chirurgischen und kosmetischen Mitteln dabei, das Altern zu verlernen. Nun sollen wir uns von Schmerz und Leid abwenden.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Nachtrag: Der Autor hat sowohl seine krebskranken Eltern und erst kürzlich seine ebenfalls krebskranken Geschwister bis in den Tod begleitet, weiß also, wovon er spricht.

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27 KOMMENTARE

  1. Der Wunsch vorzeitig Schluss zu machen ist in einigen Extremsituationen legitim, etwa einem Krebskranken im Endstadium der sich die letzten Wochen unter heftigen Schmerzen ersparen möchte. Das Problem ist aber, dass wenn dieses Tabu einmal aufgestoßen ist, es nicht mehr nur bei solchen Fällen bleiben wird. Dann kommt der wirtschaftliche Druck dahinter. Lohnt sich eine teure Behandlung noch? Oder man denkt man an Sterbehilfe um den schlimmen Zuständen in der Altenpflege zu entgehen, den Angehörigen oder dem Staat nicht mehr länger auf der Tasche zu liegen. Dann kommt irgend ein Sozialversicherungsmanager auf die Idee das man durch bewusste Verknappung der Pflegeleistungen die Bereitschaft zum vorzeitigen Sterben erhöhen könnte und so noch mehr Kosten einsparen kann. Schließlich brauchen neu angekommene Migranten die keine Zahnbürste kennen erstmal eine Zahnkomplettsanierung zu 100% auf Kassenkosten da „Härtefall“,

  2. Die Forderung nach „Sterbehilfe“ ist nur die konsequente Fortsetzung der Jugendvergötzung seit den 60ern.

    „Live fast, die young!“, war damals schon die Forderung.

    Interessanterweise wird diese Vergötzung je intensiver betrieben, je weniger real existierende Jugendliche es gibt. Und nein, Zuwanderer gelten nicht.

  3. Der Tod ist der ständige Schatten unseres Lebens und sein notwendiger Gegenpol.
    ++++

    Ohne den Tod wäre die Weiterentwicklung des Lebens (Evolution) überhaupt nicht möglich gewesen!

    Diese Tatsache haben allerdings z. B. die vielen Suizid-Bomber der Islamisten offensichtlich falsch verstanden.

    Oder gilt „try and error“ auch für den Islam?
    Das wäre natürlich eine hoffnungsvolle Angelegenheit! 🙂

  4. #1 EasyChris (23. Nov 2014 07:52)
    Das Problem ist aber, dass wenn dieses Tabu einmal aufgestoßen ist, es nicht mehr nur bei solchen Fällen bleiben wird. Dann kommt der wirtschaftliche Druck dahinter. Lohnt sich eine teure Behandlung noch?
    ++++

    Das nennt man auch „sozialverträgliches Ableben“ zum Wohle von Rentenversicherungsanstalten!

  5. als jahrzehntelange pflegeperson, wo ich erfahren habe, ich weiss nicht,wie das in deutschland gehandhabt wird, weiss ich, dass bei hoffnungslosen fällen in der krankengeschichte ein DNA, sprich do not animate eingetragen worden ist.

    ob ich für mich selbst als bekennende christin den ausweg vor schmerzen, die es z.b. durch verabreichung schmerzstillender medikamente in ausreichender form, aber man weiss ja nicht, was die zukunft bringt, der suizid als lösung bietet, ich gestehe, ich weiss es einfach nicht.

  6. Würde überhaupt in Deutschland über die Legalisierung zum aktiven Selbstmord diskutiert, wenn die deutsche Gesellschaft mehrheitlich nicht das kollektive Gefühl schon hätte, sowieso unterzugehen?

    Ist bei vielen die Zustimmung zum aktiven Selbstmord auch an sich selbst, nicht auch zunehmend dem Umstand geschuldet, im Alter als familienloser und heimatloser Kranker im ehemeiligen eigenen Land, fremden Mächten ausgeliefert zu sein, die einen eh für unwürdig als Mensch erachten?

  7. #6 wien1529 (23. Nov 2014 08:52)
    entschuligung: do not reanimate
    ++++

    Dann müsste das Kürzel entsprechend DNR lauten.
    Wird in Deutschland übrigens mit einer „Patientenverfügung“ gehandhabt.

  8. Freiwilliges sterben ist ganz im Sinne der Krankenversicherer. Es wird bei der Risikobemessung in der Zukunft Optionen geben. 500€ monatlich (männlich) normal mit Intensivpflege. 250€ ohne Intensivpflege und garantiert humanes Ableben, bei freier Auswahl des Sterbearztes.

  9. Zur Sterbehilfe fällt mir immer diese Geschichte ein:

    Meine Kindheit verlief erzkatholisch.
    Der sonntägliche Kirchgang war Pflicht.
    Anschließend roch es im ganzen Dorf nach Braten.
    Vor dem Essen und nach dem Essen hatte ich das Tischgebet zu sprechen.
    Vergaß ich es so hieß es stets:“ Wer ohn Gebet zu Tische geht und ohn Gebet vom Tisch aufsteht, der ist dem Ochs und Esel gleich und kommt nicht in das Himmelreich !“
    Am Nachmittag saß die ganze Familie zusammen bei Kaffee, Kakao und Kuchen und ich freute mich über den Nougatring, den meine Tante mitbrachte.
    Das ist jetzt etwa vierzig Jahre her und es gibt die Kirche nicht mehr an jedem Sonntag. Es riecht nicht mehr nach Braten im Dorf, sondern nach den Schnellimbissfressalien von Pizzeria oder Dönerbude und das Tischgebet ist für immer verklungen. Wer will heute auch noch beten: Komm Herr Jesus, sei unser Gast und segne was Du uns bescheret hast. Bei dem Dönerfrass und Pizzadreck würde unser armer Heiland sicherlich Reißaus nehmen !

    Damals gab es viel Gerede über die Abtreibung und meine Tante sagte damals mit erhobenem Zeigefinger, dass der Teufel die Welt betreten habe, wenn sich die Frucht eines Kindes im Leibe ihrer Mutter nicht mehr sicher fühlen könne.
    Das sei Mord ! Und mein Großonkel sagte, dass man in 40 ! ! ! Jahren dazu schleichend übergehen werde, alte Menschen zu ermorden um die Rente stabil halten zu können, weil die zukünftigen Beitragszahler aus dem Schoße der Mutter weggemordet würden.

    In letzter Zeit denke ich sehr oft an meine Lieben zurück, wie recht sie hatten.

  10. #7 WahrerSozialDemokrat (23. Nov 2014 08:57)

    Jein. Greift nämlich zu kurz. Es ist die Konsequenz einer Lebensphilosophie, die das Leben in die folgenden Abschnitte einteilt: Kind – (Berufs-)Jugendlicher – Tod.

    Der Begriff „Pflegefall“ definiert eine Art Unfall zwischen Phase 2 und 3.

    Bei Licht betrachtet hat eine Gesellschaft, deren Durchschnittsalter sich bei 47 bewegt, die aber dennoch Jugendvergötzung betreibt, schlicht einen an der Waffel.

  11. Auch ich habe Erfahrungen als Pflegekraft im Altenheim gesammelt.Und bin für Sterbehilfe!! Das was ich gesehen habe war unter aller Menschenwürde…

  12. Das Fernsehen – als Schule der Nation – kommt seinem ‚Bildungsauftrag‘ voll nach. Vor der Toleranzwoche kam die – wie ich es nenne – Euthanasiewoche. In der Toleranzwoche wurde uns eingebläut, gefälligst zu erdulden, was man uns zumutet. Und in der Sterbehilfewoche wurde den Leuten ein schlechtes Gewissen eingeredet, falls sie als ältere Menschen noch lebten, und beigebracht, wie sie das ändern können bzw. müssen. Das Recht, mit hoher Pension alt zu werden, besteht anscheinend nur für Politiker und Fernsehschaffende.
    Macht endlich Platz; denn eben hörte ich im Radio, daß wieder ein paar 100 Geburten-Dschihadisten an Land gebracht wurden.

  13. #10 Stefan Cel Mare

    Kommt darauf an was man unter Jugendwahn versteht.
    Mit 50 habe ich einen Body der die meisten 20jährigen alt aussehen lässt.
    Die Degeneration ist bei deren Prozentsatz an unübersehbarer Fettleibigkeit ja nicht zu übersehen.
    Knallharter und disziplinierter Sport neben einer eiweisshaltigen (VIEL FLEISCH) Ernährung mit viel Gemüse, wenig Kohlenhydraten und keinem Zucker und Industriefett ist die BESTE ALTERS- UND GESUNDHEITSVORSORGE..
    Die Chance dann später lachend an den Gräbern derer vorbei zu gehen, die einen im Alter gezielt ins Jenseits befördern wollen, ist dann relativ hoch.

  14. Hallo #13 Sklave,
    das ist Umerziehung total!

    Verunsicherte Gesellschaft

    Das ist das Ergebnis einer gigantischen Umerziehung!

    Die politische Umerziehung, dass wir alle Bestien sind, ist insofern durch die Sieger beendet, da unsere eigenen Deutschhasser das Geschäft geifernd und mit Milliardenzuschüssen übernommen haben.

    Nun hat man alle anderen Bereiche der Umerziehung unterworfen. Das Ziel ist die eigenen Abschaffung, ob durch Massenzustrom von Negern, Zigeunern und Orientalen, durch Sexualisierung von kleinauf, durch Massenabtreibung und nun durch Massenselbstmord als „Sterbehilfe“.

    Die (Zu) große Zustimmung zur „Sterbehilfe“ ist wahrscheinlich noch nicht erreicht, aber es wird so kommen. Allein der Gruppen- und Familiendruck treibt viele Alte dorthin.
    Das schlimmste Argument ist: „Ich will keinem zur Last fallen.“ Und danach lassen sie sich statt in einem Grab zu bestatten in einem Wald entsorgen.

    Merkt das denn keiner?

  15. Okay, dass ist halt eine sehr katholisch-konservative Sichtweise auf die Welt. Das Naturrecht wird aber sehr wohl schon lange in Frage gestellt: https://de.wikipedia.org/wiki/Naturrecht#Kritik

    Mich überzeugt die Argumentation zur Sterbehilfe nicht, es geht darum Menschen die Leiden zu ermöglichen erlöst zu werden. Solange man für sich selbst entscheiden kann, sollte dies relativ einfach möglich sein. Freilich nur unter der Voraussetzung das man über schmerzlindernde Alternativen aufgeklärt wurde.
    Spätestens wenn das Hirn geschädigt ist, und es auch sonst dem Ende zu geht, sollte im Einzelfall vielleicht auch Sterbehilfe ohne Patientenverfügung möglich sein.

    Der Artikel hat mich daran erinnert das ich noch keine Patientenverfügung habe. Steht nun in meinem Terminplaner, danke dafür.

    Das Altern allerdings, ist der Feind des Menschen, wir sollten den Tod nicht als Normalität akzeptieren: https://de.wikipedia.org/wiki/Aubrey_de_Grey#Strategies_for_Engineered_Negligible_Senescence_.E2.80.93_SENS – Solche Ansätze werden von der Politik und von Spendern auch viel zu wenig gefördert.

  16. #14 sportjunkie (23. Nov 2014 09:44)

    #10 Stefan Cel Mare

    Kommt darauf an was man unter Jugendwahn versteht.

    Eben. Ich rede von „Berufsjugendlichen“.

  17. Die Sterbehilffe hat vor allem den Sinn, die hohen Kosten für die Altenpflege zu reduzieren, also die alten Deutschen im alternden Deutschland kostengünstig zu entsorgen. Denn für die zunehmende Zahl an Rentnern, Demenzerkrankten und Pflegebedürftigen steht eine immer geringere Zahl junger Menschen, die Steuern und Plegegeld erwirtschaften, gegenüber.

    Es folgt der Doktrin von Daniel Cohn-Bendit, dass die entstehende multikulturelle Gesellschaft hart, schnell, grausam und wenig solidarisch sein wird.
    http://de.wikiquote.org/wiki/Daniel_Cohn-Bendit

    Das es auch anders, also besser geht, zeigt diese Frau:
    Der Krebs hat meinen Vater nicht verändert
    Dank guter palliativmedizinischer Versorgung ist mein Vater friedlich und würdevoll gestorben. Solche Angebote sollten ausgebaut werden, statt auf Sterbehilfe zu setzen. Ein Leserartikel von Susanne Günther
    http://www.zeit.de/community/2014-11/sterben-hospiz-palliativmedizin-sterbehilfe

  18. Die BRD(-Gesellschaft) ist das deutschfeindlichste Land der Welt!

    Die linksliberale BRD-Gesellschaft rettet die ganze Welt mit Milliarden deutscher Steuergelder, aber die alten Deutschen (95% der Alten sind nämlich Deutsche, daher rührt anscheinend auch der Hass auf diese Generation) sollen kostengünstig über Sterbehilfe entsorgt werden.

    Mich kotzen die ganzen deutschen Gutmenschen in den NGOs nur noch an, die durch die Talkshows tingeln und den Staat und uns deutsche Steuerzahler nötigen immer mehr Milliarden für die Rettung aller möglichen Völker locker zu machen, während sie kaltschnäuzig das eigene Volk vor die Hunde gehen lassen, weil eben genau die Kohle fehlt.

    Man schaue sich doch nur die durchgeknallten BRD-Flüchtlings Schleuserhelfer-NGOs an. Da fordern deren Funktionäre eiskalt, das ich indigene Völker retten soll, während sie gleichzeitig von uns Deutschen fordern die Grenzen aufzumachen und Millionen Kulturfremde ins Land zu lassen, was zum Untergang(!) unseres Volkes führen wird. Bald sind wir Deutsche ein indigenes Volk, aber diese Lumpen-NGOs werden uns nicht retten. Und dann fordern diese NGOs wir müssen Wohnungen für die „Flüchtlinge“ bauen. Diese Idioten haben anscheinend nie ausgerechnet was das kostet.

    150000 Sozial-Flüchtlingswohnungen kosten mal eben schlappe 15 Milliarden Euro, und diese Kosten kommen jetzt jedes Jahr auf uns zu! Und es wird in Zukunft eher noch viel mehr als weniger.

  19. #18 Rohkost

    Wir hätten für unsere Alten genug Geld, aber unsere Volksverträter stehlen uns unser Geld um die ganze Welt damit zu beglücken.

  20. Der Zweck dieser Debatte ist die Ausrichtung eines ganzen Volkes auf das Sterben, auf das Verschwinden.

    Bei aller Ernsthaftigkeit dieses Themas:
    Patrioten, also Menschen mit Dankbarkeit für Vater und Mutter, Vaterland und Muttersprache, reden darüber, wie wir mehr Kinder bekommen können und weniger auf den Müll werfen – nicht darüber, wie wir am besten sterben.

  21. #21 Schmied von Kochel

    Ja, das deutsche Volk wird von den linken Deutschenhassern regelrecht in den kollektiven Selbstmord getrieben. Das deutsche Volk wird regelrecht abgerichtet sich selbst auszulöschen, wegzusterben um für Fremde Platz zu machen. Ich sage nur, 6-8 Millionen abgetriebene deutsche Kinder.

  22. Die Diskussion über Sterbehilfe, die jetzt tobt, ist eine Erscheinung der Wohlstandsgesellschaft.
    Die Wohlstandsgesellschaft ist aber akut gefährdet.

    Im drohenden pan-europäischen Slum wird „Sterbehilfe“ durch Hunger, Kriege, Scharia Gerichte und marodierende Banden geleistet und zwar unfreiwillig und nicht nur für Kranke.

    Wir haben jetzt wahrlich andere Sorgen als über Sterbehilfe zu diskutieren.

  23. #20 BePe (23. Nov 2014 14:12)

    Richtig, das Geld soll für die „neuen Deutschen“ aus aller Welt verwendet werden, Stichwort Asylindustrie.

  24. Leute hört doch endlich mal auf!

    Diese zwanghafte Lebensverlängern unter allen Umständen ist das auch abnormal
    Mal an die Christen.

    Welcher König war es der Hilfe bei den Ärzten suchte und somit bei Gott in Ungnade viel?????

    Ich hoffe ich kennt eure Bibel!!!!

    Dreht es doch nicht immer wie ihr es gerade braucht!

  25. Die Möglichkeit, mich im Fall des Falles für ein selbstbestimmtes Lebensende entscheiden zu können, ist für für mich ein bedeutendes Merkmal persönlicher Freiheit. Im Gegensatz zu den freien Bürgern der Antike, war es den jeweiligen Sklaven untersagt, Hand an sich selbst zu legen. Obwohl die heutigen Sklaven nicht mehr Sklaven heißen, ist es derzeit kaum anders.

    Von überteuerten Sterbehilfevereinen halte ich wenig – von religiös verbrämten Labertaschen noch viel weniger.

    Allein Menschen, welche für das Wohl (eigener oder adoptierter) minderjähriger Kinder verantwortlich sind, spreche ich das moralische Recht auf Suizid ab. Bis diese Kinder auf eigenen wirtschaftlichen Füßen stehen, vorher nicht.

    Ich habe schon seit Jahr und Tag eine volle Stickstoffflasche, Druckregler sowie eine Sauerstoffmaske bei mir zu Hause. Dieses Equipment garantiert mir ein friedliches, würdevolles und schmerzloses Einschlafen innerhalb weniger Minuten, auf meinem Lieblingssessel und meiner Lieblingsmusik in den Kopfhörern auf meinen Ohren.

    Alles wurde klar gemacht, alle Rechnungen sind bezahlt. Alles wurde abgemeldet. Polizei, Bestatter, Hausverwaltung erfahren brieflich mit zwei Tagen Verzögerung von meinem Ableben.

    Falls ich auch so eines Tages friedlich einschlafe – um so besser. Aber wer weiß das schon …

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