genderWas passiert, wenn doch einmal Volkes Stimme abgedruckt wird, zeigt der vorliegende Fall mehr als eindrücklich. Norbert Wallet, Redakteur aus Berlin, schrieb im überregional erscheinenden Mantel der „Stuttgarter Nachrichten“ (SN) zum Thema Gender ganzseitig am 19. November 2014.  Unter der Überschrift, „Eine Ideologie macht Karriere“, ging es politisch inkorrekt zur Sache: „Keiner weiß, wie viele Millionen unter dem Deckmantel politischer Korrektheit in Frauenförderung und -Forschung fließt. Wer daran Kritik übt wird ausgegrenzt. Auf Dauer kann das nicht gutgehen. Erste Leidtragende sind Jungs im Bildungssystem.“

Wallet führt Auswüchse des Genderwahns auf. Die Unisextoiletten in Berlin-Kreuzberg, „für die große Zahl von Menschen, die sich beim drängenden Bedürfnis nicht zwischen den bisher üblichen Angeboten (immerhin zwei) entscheiden konnten“, eine Professorin, die sich künftig mir „Professx“ ansprechen lassen will, weil sie sich keinem Geschlecht zuordnen lassen will und die Frauenquote.

Den nicht wegzuinterpretierenden biologischen Unterschied zwischen Mann und Frau greift Wallet auf, nicht ohne die irrige Annahme der Genderideologen zu demaskieren, die Geschlechtsunterschiede nur als „sozial konstruierbar, anerzogen, antrainiert und veränderbar“ propagieren.

Gender-Mainstreaming – von der Politik verordnet

Im Artikel 8 des Lissaboner Vertrages wird europarechtlich festgelegt, dass Gender-Mainstreaming  ein „durchgängiges Leitprinzip von Regierungshandeln“ ist. Im Artikel erfährt der Leser wie durchsetzt die Hochschulen bereits von dieser Ideologie sind. 189 Lehrstühle an Universitäten und Fachhochschulen und 66 akademischen Zentren widmen sich den Gender-Fragen.

Auch wird ein Gender-Vordenker (Uwe Sielert) zitiert, der dafür eintritt, dass die traditionelle Vater-Mutter-Kind-Familie „entnormalisiert“ werden müsse. Positiv erwähnt Wallet in diesem Zusammenhang die Demonstrationen Tausender gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg.

Dass Jungs die Verlierer dieser Entwicklung sind erklärt der Schulpsychologe Clemens Schlegel von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Gender-Forscher glauben, dass Jungs auffallen, weil sie eine Männerrolle nachahmen, kann man sie umerziehen.

Schlegel stellt dazu fest:

„Das Dogma, dass Jungs falsche Rollenbilder nachahmen, schadet ihnen erheblich. Wissenschaftlich ist das längst nicht mehr haltbar. Nur sagen darf man es nicht laut.“

Als er in seinem Fachbereich einen Arbeitskreis über die Benachteiligung von Jungs einrichten wollte, stieß er auf Widerstand. Clemens: „Das wurde abgebogen. Das Thema sollte erweitert, der Aspekt von den Jungs weggelenkt werden.“

Am Ende des Artikels wird die Frage nach den Kosten von Gender-Mainstreaming gestellt. Das Familienministerium gab zur Antwort:

Gender-Mainstreaming sei eine Querschnittsaufgabe. Keine Ministerium und keine Bundesbehörde kann daher Gelder ausgeben, ohne diese Verpflichtungen zu beachten. Aus diesem Grunde ist es praktisch unmöglich, den Anteil am nationalen Haushalt, der für diese Zwecke verwendet wird, zu berechnen.

Den ganzen Artikel kann man hier nachlesen: „Gender – Eine Ideologie macht Karriere„.

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Das solch deutliche Worte in den „Massenmedien“ formuliert wurden, ist an und für sich schon ungewöhnlich, dass aber die Reaktion auf diesen Artikel so überwältigend war, dass über Tage hinweg die Redaktion mit „Positiv-Mails“ und das in der Mehrzahl von Frauen, geradezu geflutet wurde, ist die eigentliche Sensation. Oder zeigt die Reaktion der Leser nicht vielmehr, dass die öffentliche Meinung zum Thema Gender in der Vergangenheit nur nicht die veröffentlichte Meinung war?!

gender_nervende_korrektheit

Die Reaktionen reichen von Danksagungen wie „Differenzierter Bericht“ bis zu der Ermutigung „Bleiben Sie dabei„! Es wurde sich in den Leserbriefen auch dafür bedankt, über „die wahren Hintergründe“ gelesen zu haben. In einem Leserbrief wurde auf die Zahl der Organisationen, Behörden, Ministerien und Kirchen eingegangen, die dieser Ideologie hinterherlaufen. In diesem Zusammenhang wurde das Studienzentrum der EKD für Genderfragen als Beispiel angeführt. Gefordert wurde aber auch weiter zu diskutieren und, dass die Mehrheit sich durchsetzen solle. Ein Leserbriefschreiber bedankte sich für den erfrischenden, völlig „politisch inkorrekten“ Artikel. Mir hat es sehr gut getan, das Sie schreiben durften, was sie sagen wollten [..] Leider verspürt die bodenständige Mehrheit inzwischen ein gefühltes Redeverbot zu gewissen Themen und eben den Zwang zur permanenten politischen Korrektheit. Deswegen ist Ihr Artikel ein Lichtblick für mich.

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57 KOMMENTARE

  1. Gut so. Herzerfrischend, zu lesen, dass noch andere Menschen denken wie wir im Familienkreis.
    Im Übrigen wollen wir -daheim- unsere stinknormale Familie. Die finden wir gut. Vater, Mutter, Kinder. Die klassische Rollenverteilung ist zugegebenermaßen aufgeweicht, aber das Wichtige ist:Wir halten zusammen.Die ganzen zwei Sippen.Familie ist für uns das, wo man bedingungslos geliebt wird, Vertrauen zueinander hat, sich gegenseitig hilft, wo man sich ausprobieren darf, wo gestritten wird und wo man verzeiht.
    Ich verzeihe es in meinem ganzen Leben den Ideologen nicht, dass sie dieses Erfolgsmodell gesellschaftlich âchten und der Beliebigkeit opfern möchten.Ich hoffe inständig, dass es für meine Kinder Partner geben wird, die auch noch so denken.

  2. Was soll eigentlich dieses nervende „Jungs“?
    Heisst das nicht Jungen? Oder sind wir hier ein Schwulenblog? Warum dann nicht gleich „boys“?

  3. Alle linksgrünen Idiotologien scheinen auf dem langsam Prüfstein zu stehen:

    Gender, Klimalüge, Multikulturalismus, Energiewende:

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article134757851/Waermedaemmung-ruiniert-das-Bild-unserer-Staedte.html

    ENERGIEWENDE 26.11.14

    Wärmedämmung ruiniert das Bild unserer Städte

    Durch die energetische Sanierung von Fassaden wird architektonische Schönheit zerstört, während sich die Energiebilanz mager ausnimmt. Der erste „Baukulturbericht“ kritisiert die gängige Praxis.

  4. Auch wird ein Gender-Vordenker (Uwe Sielert) zitiert, der dafür eintritt, dass die traditionelle Vater-Mutter-Kind-Familie “entnormalisiert” werden müsse.
    ______________________________________________

    In halbwegs vernunftorientierten Gesellschaften würde sowas mit affenartiger Geschwindigkeit
    in einer geschlossenen Anstalt landen.

    Ich sag’s jetzt in vollem Bewußtsein: diese Gedankengänge sind definitiv entartet. Hier liegt keine hominide Hirntätigkeit vor!

    Wie krank muß das öffentliche Leben schon sein, sich mit diesen perversen Absonderungen ernsthaft zu beschäftigen?

  5. Diese Land ist nicht mehr zu retten mit den Parteien und Institutionen. Es zieht sich wie eine destruktive Seuche über alle Bereiche, Millionen fließen in die Umstruktuierungsapparate, wie ein Virus kriecht es in die Gehirne und macht schlapp, orientierungslos, ängstlich und denkfaul. In Berlin wird ab der 5/6. Klasse der Geschichtsunterricht abgeschafft, dafür Gendermainstreaming in Hochdosierung verabreicht, die jungen Männer werden entweder zu ständig ausrastenden Ungeheuern oder zu impotenten Schlaffis erzogen, die Mädels triumphieren über ihre Herrschaft und verlustieren sich mit den Türken und Arabern. Verlierer sind die deutschen Männer.Ebenbild dessen ist die gewellneste Bundeswehr! Von Wehr kann keine Rede mehr sein, das ist das linke Totenbegräbnis laut der Aussage: „alle Soldaten sind Mörder!“ Und so verfault der Staat zusehends und wird nur noch durch Repression, Politicall Correctnes und Duckmäusertum aufrecht erhalten. Ein Sturm muß her, kein Windchen wie die AfD!

  6. Um auf Edathy zurückzukommen.
    Der wartet meiner Meinung nach so lange bis die gegenderte Frühsexualisierung mit empfohlener „Babymassage“ zum Lustgewinn schon auf dem Wickeltisch und danach in Kita und Schule bis zur Vollendung gegriffen hat, denn dann werden seine Taten als sogenannte „Peanuts“ keine Beachtung mehr finden.

  7. Ich könnte annehmen, daß es in unserer Zeit keine wichtigeren Probleme gäbe als diesen entarteten =von verwöhnten degenerierten/dekadenten Politclowns verordneten= Gender-Blödsinn.

  8. ..Positiv erwähnt Wallet in diesem Zusammenhang die Demonstrationen Tausender gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg..

    danke an die Leute, die sich auf die Strasse getraut haben ! !

    Kinderschutz statt Genderschmutz!!!

    klasse @ kolat

  9. Es ist noch gar nicht lange her, da standen homosexuelle Kontakte unter Strafe. Heute ist das „normal“, schwule, bärtige Jungs verkleiden sich als Mädchen und irre Kampflesben erklären uns, dass das Geschlecht lediglich ein soziales Konstrukt sei.
    Als Familienvater muss man sich fast schämen, als deutscher noch dazu – und es fehlt nicht mehr viel und man wird angespuckt, wenn man das Herren WC benutzt. Politisch korrekt wird Personx der nahen Zukunft durch die Toilettentür mit dem X gehen, um politkorrekt im Sitzen zu pinkeln und sich danach – geschlechtsunabhängig – den obligatorischen Liedschatten aufzulegen.

    Das wäre ja alles noch einigermaßen lustig, wenn es eine deutlich vernehmbare Stimme der Venunft – vorzugsweise aus dem Lager der Regierenden – gäbe, die diesem Treiben ein Ende setzen und die Vorantreiber solchen Irrsins hinter Anstaltsmauern bringen würde. Leider passiert nichts dergleichen und der schrille Spuk der Durchgeknallten geht weiter.

    Umso mehr bin ich jedem Journalisten mit Rückgrad dankbar, wenn er mutige und entlarvende Worte findet und darauf verweist, dass nicht ein paar persönlichkeitsgestörte, schrille Sexualaliens eine Genderdiktatur errichten können.

    Ich halte es auch für die Pflicht aller Eltern, in den Schulen ihrer Kinder „NEIN“ zu sagen zu sexualisierten Lehrplänen.

  10. Dem Netzwerk
    aus Emanzen und
    Idiologen, die den Leuten
    nicht allein eine andere Sprache und
    Begrifflichkeit andressieren wollen,
    gehört so schnell wie möglich
    endlich der Geldhahn
    zugedreht.

  11. LautDuden bedeutet Gender-Mainstreaming:

    Verwirklichung der Gleichstellung von Mann und Frau unter Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Lebensbedingungen und Interessen.

    Das liest sich gut.

    Frauen und Männer gehören gleichberechtigt.
    Frauenquote finde ich insoweit okay.
    Wenn sich ein Gleichgewicht in Vorständen nicht auf natürliche Weise entwickelt(Qualifikation nat. vorausgesetzt), dann eben mit Druck oder Zwang.
    Ebenso muss gelten:gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit und keine Benachteiligung bei der Rente.

    Krank wird s bei der Gleichmachung.
    Und die Sprache…meine Güte…Profx.
    Was ein Schwachsinn. Wenn irgendwann mal Roboter Professoren sind, dann kann man drüber reden, sie so zu nennen.

    Was mich ganz persönlich allerdings wirklich nervt, ist unsere Anrede.
    Herr XY
    Frau XY
    Das verweigere ich, wo immer es geht.

    Gibt es das in einem anderen Land ausser Deutschland?

  12. Lob der SN für diesen Artikel. Leider wird man aber arg enttäuscht, wenn man da etwas herumstöbert: Zum Tod der Tugce A. ist dort auch völlig politkorrekt von einem „18 jährigen Täter“ die Rede – kein Hinweis zum MiHiGru. Na immerhin, ein kleiner Lichtblick.

  13. Ich habe ja im laufe meines Lebens schon vieles erlebt, aber dieser Genderblödsinn schlägt dem Faß den Boden aus. Nicht nur weil es völlig wiedernatürlich ist und Charles Darwin deswegen im Grab rotiert, sondern vor allen aber, das sich sogenannte ,,intelligente“ Menschen vehement für diesen geistigen Dünnschiss einsetzen, ihn propagieren und allen ernstes zur Pseudoreligion erheben.

    ,,Herr schmeiss Hirn vom Himmel, oder Steine, Hauptsache Du triffst!“

  14. #4 what be must must be (26. Nov 2014 21:11)

    Was soll eigentlich dieses nervende “Jungs”?

    Ich kenne das aus der Sportlersprache. „Jungs, jetzt geht ihr auf den Platz und zeigt denen mal, wo der Hammer hängt!“

  15. Mein Video vor Jahren reicht absolut zur Erklärung und zum Verstehen:

    WSD-Film: Die 6 Säulen des Genderismus
    https://www.youtube.com/watch?v=v7AxwrmfQ6s

    Ich mache nur deswegen keine neuen Videos mehr, weil einfach alles gesagt ist…

    Gegen Dummheit ankämpfen ist mir zu blöd.

    Schon vor vier Jahren (und früher hätte es sein müssen) habe ich Nein gesagt! Was soll ich denn noch machen? Selbst auf PI wurde ich damals als Spinner bezeichnet und jetzt?

  16. #16 Diedeldie (26. Nov 2014 22:19)

    Was mich ganz persönlich allerdings wirklich nervt, ist unsere Anrede.
    Herr XY
    Frau XY
    Das verweigere ich, wo immer es geht.

    Gibt es das in einem anderen Land ausser Deutschland?

    In jedem, das mir bekannt ist.

    Monsieur Dupont, Mrs. Jones – um nur mal zwei Beispiele zu nennen.

    Im übrigen – wer eine Quote benötigt, zeigt damit nur, dass es mit „normalen“ Mitteln wohl nicht zu schaffen ist.

    Aber ich erwarte mit grosser Spannung die Frauenquote in der Müllabfuhr.

  17. Das Gegenstück zu Frau ist nicht Herr, sondern Mann.
    Das Gegenstück zu Herr wäre für mich Herrin.

    Mr/Mrs
    Monsieur/Madame

    Nur in D gibt es für den Mann die Anrede “Herr“ und für die Frau ihr Geschlecht.

    Dann organisiere doch ne Demo für die Frauenquote in der Müllabfuhr.
    Ich hätte dann gern ne Männerquote auf m Straßenstrich.

  18. #26 Runkels Pferd (26. Nov 2014 23:05)

    Eben.
    Du verstehst aber schon, worum es mir geht?
    Um die Anrede:

    Herr Müller
    Frau Schmidt.

    Mann Müller
    Frau Müller
    oder
    Herr Müller
    Herrin Müller

    So wäre es gleichgestellt.

    Es geht mir um die Anrede

    (Na Stefan, recherchierst nun ein Land, wo es ähnlich abgeht wie in D)
    🙂

  19. #28 nairobi2020 (26. Nov 2014 23:09)

    Frauen können körperlich nicht so schwer arbeiten, wie Männer.

    Seid deshalb froh, dass ihr überhaupt so einfache Tätigkeiten, wie Vorstandsvorsitze ausführen dürft.
    Männlich ist das nicht gerade.
    Voll gegendert.

  20. Die „Frauenquote“ ist genauso ein Unsinn wie die „Affirmative Action“ in den USA:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Affirmative_Action

    Juden haben z.B. in Deutschland und Polen haben in den 1920er und frühen 1930er Jahren trotz Diskriminierung durch den Antisemitismus überdurchschnittlich viele Juristen, Ärzte und Wissenschaftler gestellt, d.h. obwohl sie durch den Antisemitismus diskriminiert wurden, hatten Juden sicher keine „Quote“ nötig.

    Warum wohl?

  21. Sehr geehrte Weib Diedeldie,
    Das wäre die eigentliche geschlechtsspezifische Anrede für eine weibliche Person. Der Ausdruck Frau wurde eigentlich nur für höhere „Weiber“ verwendet wie Adlige usw. Die Anrede Frau hat deswegen eigentlich den selben Wert wie Herr. Leider weis man sowas nicht, da einem die Entwicklung der eigenen Sprache nicht mehr beigebracht wird. Über Englisch kennen sich die meisten besser aus.

  22. An Diedeldie:
    Das Gegenüber zu Herr ist in der Tat Frau. Frau ist von althochdeutsch „Fron“ = Herr abgeleitet. (Vergleiche „Fronleichnam“, der Leichnam des Herren, Frondienst= Herrendienst)
    Frau ist also sprachlich die Herrin.
    Das Gegenüber von Mann ist Weib, was freilich heute nicht mehr üblich ist, da man das Weib zur Frau erhöht hat.
    Herr und Frau waren einst allein die Adligen und Mann und Weib die einfachen Leute. Die heute verwendete „Dame“ kommt aus der Franzosenmode des 18. Jhds.

  23. Herr, Herrin, Mann, Männin…so ein Unsinn.

    Wer wegen solcher geisteskranken Vorstellungen künstliche Veränderungen der gewachsenen deutschen Sprache fordert, leidet unter fehlendem Selbstvertrauen. Mein ganzes berufliches und privates Umfeld, Männer und auch Frauen, lehnt die Genderideologie klar ab.

  24. Inwiefern ist das mehr “Volkes Stimme“ als die Gegenseite? Die “Stumme Mehrheit“ wieder?

  25. Zum Thema Anrede noch ein Denkanstoß: Warum ist für ledige Frauen noch immer eine andere Anrede nötig als für verheiratete? Das kommt noch immer viel häufiger vor als man denkt und wird von vielen Gender-Gegnern verteidigt. Oder anders gefragt, wieso gibt es keine ledigen Männlein oder Herrlein?

  26. #24 Runkels Pferd   (26. Nov 2014 22:53)  

    Jungs ist Mundart, also keine Aufregung auf den Nebenkriegsschauspielplätzen! 

    Wenn es Mundart sein soll, müsste in den Stuttgarter Nachrichten aber wohl eher von „Buben“ die Rede sein.

  27. Für die, die den Vortrag noch nicht kennen: 💡

    „Von der biologischen Revolution zur Gefahr des Genderismus“
    Der Begriff „Gender“ (auf deutsch Geschlecht) beinhaltet ein neues Menschenbild und unterstellt, dass jede sexuelle Orientierung – heterosexuell, schwul, lesbisch, bisexuell und transsexuell – unabhängig vom biologischen Geschlecht gleichwertig ist und sowohl von der Gesellschaft als auch in der Politik akzeptiert werden muß. Wer sich diesem, dem gesunden Menschenverstand widersprechenden Weltbild widersetzt, muß mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen.

    AZK Genderismus (Inge Thurkauf) (2008)

    https://archive.org/details/AZK_080927_Inge_Thurkauf

  28. #38 fliegendeszauberpony (27. Nov 2014 03:19)

    Inwiefern ist das mehr “Volkes Stimme“ als die Gegenseite? Die “Stumme Mehrheit“ wieder?

    Der Genderquatsch ist überhaupt keine „Volkesstimme“, sondern ein Popanz, der von Meinungsmachern in Politik und Medien hochgehalten wird. Und natürlich haben wir bereits wieder einen ganzen Industriezweig, der davon lebt und an Selbsterhalt und Expansion interessiert ist. Das ist keine Graswurzelbewegung.

  29. Starost schrieb heut in der Früh um 6.35 Uhr:

    „Wenn es Mundart sein soll, müsste in den Stuttgarter Nachrichten aber wohl eher von “Buben” die Rede sein.“

    Dies gibt mir das Stichwort zu folgender Feststellung:

    In der deutschen Sprache existiert – soweit ich es von hier aus überblicke – kein griffiger Ausdruck für die männliche sexuelle Unberührtheit. „Jungmännlichkeit“ als maskulines Pendant zur Jungfräulichkeit – mir ist ein solcher Ausdruck bislang nicht über den Weg gelaufen.

    Ich bin der Meinung, dass wir es hier mit einem eklatanten Fall von Benachteiligung des männlichen Geschlechts zu tun haben. Dabei böte sich doch ein treffender und gleichzeitig eingängiger Terminus an:

    Bübchenschaft!

    Ich finde, diese Vokabel verdient es, im Wortschatz der deutschen Sprache einen festen Platz einzunehmen. Was wäre zur Erreichung dieses Ziels besser geeignet als ein Liedchen mit einer Melodie, die zum Mitsingen geeignet ist? Wir alle erinnern uns an Mike Krügers „Nippel“: bevor dieser Ohrwurm vor mehr als vierzig Jahren das Neonlicht der Welt erblicke, wussten lediglich einige hartgesottene Experten, was unter einem Nippel zu verstehen ist. Heute ist dies Wort in aller Munde.

    Hier mein (noch unvollendeter) Textvorschlag – Melodie: „Harry Rag“ von den Kinks:

    BÜBCHENSCHAFT

    Aaaah, Tom ist jung und Tom ist stark,
    Tom hat einen Donnerbass, der zieht durch Bein und Mark;
    er sieht blendend aus und er strotzt vor Kraft,
    und das schärfste ist: er besitzt die Bübchenschaft!!

    Bübchenschaft, Bübchenschaft
    niemand hat sie ihm bislang hinweggerafft.
    Darauf ist er mächtig stolz, strahlt bis über beide Ohr’n,
    und dann haut er sich ins Bett und verdrückt ’ne Buddel Korn…

    Ooooh – Toms alte Mutter ist fast neunzig schon,
    sie macht sich ganz zu Unrecht schwere Sorgen um den Sohn.
    Sobald sie ihn zu sehn kriegt, jault sie rum und blafft:
    „Segg mol, hest du jümmers noch dien Bübchenschaft??“

    Bübchenschaft, Bübchenschaft
    er hat sie bis heut bewahrt – ist das nicht fabelhaft??
    Darauf ist er mächtig stolz, strahlt bis über beide Ohr’n,
    und dann haut er sich ins Bett und vertilgt ’ne Pulle Korn…

    Aaaah – die süßen Damen hierzuland’
    nehmen gerne mal ein Bübchen in die Hand.
    Und sie schütteln’s kräftig durch und sind ganz verliebt
    und hastdunichtgeseh’n ist unser braver Freund entbübt….

  30. In den USA hat in Houston die lesbische Bürgermeisterin angeordnet, dass Frauen Herren- und Männer Damentoiletten verwenden dürfen. Dagegen hat das Volk aufbegehrt, weil es fürchtet, dass Männer, die Frauen nachstellen, so die Damentoiletten missbrauchen. Nach Meinungsumfragen sind dort 80% entschieden dagegen, 18% nicht entschieden, 2% dafür. So gab es ein Volksbegehren mit 56.000 Unterschriften, vom Justiziar der Stadtverwaltung wurden mit fadenscheinigen Begründungen die meisten dieser Unterschriften für ungültig erklärt.
    Die Bürgermeisterin, in ihrem Verfolgungswahn, ortete einige Pastoren hinter dem Erfolg des Bürgerbegehrens. Diese Pastoren waren jedoch so weise, sich nicht daran zu beteiligen. Dennoch verlangte die Bürgermeisterin, dass alle Kirchen vor den Predigten und Gebeten diese ihr zur Genehmigung vorlegen müssen. Diese sollten gegen das städtische Hate-Crime-Gesetz gegengeprüft werden. Bei Zuwiderhandeln oder festgestellten gender- und schwulenfeindlichen Inhalten wurde den Pfarrern eine Haftstrafe von fünf (5!!!) Jahren angedroht. Daraufhin solidarisierten sich US-weit viele Kirchengemeinden und schickten der Bürgermeisterin alle ihre Predigten und Texte zu. Da dies alles vor der Wahl im November stattfand und durch dieses Geschehen ein Debakel für die Demokraten (die Partei dieser Bürgermeisterin) drohte, zog sie die Strafandrohung (vorübergehend) zurück.
    Dennoch solidarisierten sich US-weit viele Kirchen und Bürger und veranstalteten dann http://www.istandsunday.com
    Dort kann alles noch bis heute nachverfolgt werden.

  31. #44 Regreb

    „Diese sollten gegen das städtische Hate-Crime-Gesetz gegengeprüft werden. Bei Zuwiderhandeln oder festgestellten gender- und schwulenfeindlichen Inhalten wurde den Pfarrern eine Haftstrafe von fünf (5!!!) Jahren angedroht.“

    Ist das tatsächlich nach amerikanischen Recht möglich?

  32. #36 Langenberg (27. Nov 2014 01:02)

    Fron bedeutete Herrschaft.
    Weiblich und männlich. Die “Besitzer“der Bauern.

    Das war dann den Männern nicht mehr geheuer und es entwickelte sich der “Herr“ von erhabener, ehrwürdiger, älter.

    Typisch…immer diese Extrawürste.

    Und jetzt motzen.
    🙂

  33. #42 Religion_ist_ein_Gendefekt (27. Nov 2014 07:22)

    Tut mir leid, ich hatte für einen kurzen Moment vergessen, dass andere Meinungen ja immer das Ergebnis von dunklen Machenschaften und Gehirnwäsche sind. Wird nicht wieder vorkommen.

  34. #47 fliegendeszauberpony (27. Nov 2014 14:29)

    Ich spreche nicht von Meinungen, sondern Fakten. Gras bleibt weiterhin grün und Schwerkraft zieht immer noch nach unten, auch wenn Sie anderer Meinung sind. Die Herkunft und der Aufstieg des „Genderismus“ oder wie immer man es nennen will ist eine künstlich geschaffene und keine aus dem Volkswillen heraus entstandene. Wenn Sie außer Ihrem eigenen Glauben Beweise oder mindestens Hinweise haben, daß es nicht so ist, bitte immer her mit der Aufklärung.

  35. Ein Lob an die mutige Redaktionsleitung und den mutigen Autor. Weiter so! Ihr seid auf dem richtigen Weg.

  36. Und wer sich zu dem Thema mal richtig gruseln möchte, der sollte diesen Artikel lesen, in dem eine vollkommen gehirngewaschene 15-jährige (!) Feministin aus Schweden über ihren jüngsten Genderfeldzug spricht. Das totalitaristische und völlig emotionslose Vokabular ist schlichtweg schockierend und man kann sich gut vorstellen, daß hier eine zukünftige EU-Kommissarin heranwächst: http://m.spiegel.de/schulspiegel/ausland/a-1003894.html

  37. @ 45: Houston (und Austin) haben eigene Verfassungen, die manchmal linksextrem sind. Die beiden Bürgermeisterinnen versuchen es halt. Wie weit diese Strafen halten würden, würden letztendlich die Berufungsgerichte klären, mit momentaner ungewissen Resultat.

  38. #48 Religion_ist_ein_Gendefekt (27. Nov 2014 14:41)

    Äh, Frauenrechtsbewegungen, LGBT-Aktivisten kämpfen schon seit Jahrzehnten für die Implementierung von Gesetzen zur Gleichbehandlung und für Akzeptanz in der Gesellschaft und immer mehr Menschen stehen hinter ihnen. Eine breite Mehrheit der Deutschen befürwortet Dinge wie Homoehe oder Frauenquote.
    Das ist nicht alles über Nacht entstanden und wird nicht von ein paar wenigen Menschen gelenkt.

  39. #52 fliegendeszauberpony (27. Nov 2014 16:18)

    Was haben denn Frauenrechte und Minderheitenpolitik mit der zehennägelkräuselnden Sprachverhunzung zu tun? Letztere wollte niemand außer einigen extremen TheoretikerInnen. Und die Homoehe wird mitnichten von einer „breiten Mehrheit“ gefordert, sondern von bestimmten Lobbies. Die breite Mehrheit wird nicht gefragt. Gäbe es darüber eine Volksabstimmung würde es abgelehnt. Ich habe auch nicht behauptet, alles würde von wenigen Menschen gelenkt, sondern daß diese Dinge künstlich auf die politische Agenda kommen und nicht „aus dem Volk gewachsen“ sind. Daraufhin setzt sich ein Zug in Gang, der schwer zu stoppen ist wenn man das wollte, weil auf einmal immer mehr und mehr Menschen auf dem neuen Betätigunsfeld ihren Lebensunterhalt bestreiten. Auf Kosten der Vernunft und der Produktivität, aber Hauptsache raus aus der Statistik.

  40. Sprachverhunzung bin ich auch gegen, kenne Frage.
    Was die Homoehe angeht, liegt die Zahl der Befürworter bei allen Umfragen bei 70% und höher. Ähnliches Bild beim Adoptionsrecht für Schwule und der Frauenquote in Aufsichtsräten. Natürlich alle gefälscht, denn es kann ja nicht sein, was nicht sein darf.

    Und natürlich wachsen diese Dinge aus dem Volk heraus. Haben Sie die letzten Jahre auf dem Mond verbracht? Die Gesellschaft wird immer liberaler, die Kirchen haben mit ihrer verklemmten Sexualmoral immer weniger Zugriff auf die Bevölkerung und bisher unterdrückte Bevölkerungsgruppen haben immer mehr zu sagen. Das ist nicht künstlich herbeigeführt, das ist gesellschaftliche Entwicklung.

  41. #54 fliegendeszauberpony (27. Nov 2014 20:02)

    Ich wünsche mir nichts mehr als es endlich darauf ankommen zu lassen und Volksabstimmungen durchzuführen, damit wir endlich wissen, wer hier die ganze Zeit auf dem Mond lebt.

  42. #55 Religion_ist_ein_Gendefekt (27. Nov 2014 21:02)

    Wegen mir gerne. Ich bin schon lange ein Befürworter der Volksabstimmung. Aber seien Sie hinterher nicht zu enttäuscht, wenn das Volk anderer Meinung ist. Trotzdem danke für die Diskussion und einen schönen Abend!

  43. @fliegendeszauberpony

    Äh, Frauenrechtsbewegungen, LGBT-Aktivisten kämpfen schon seit Jahrzehnten für die Implementierung von Gesetzen zur Gleichbehandlung und für Akzeptanz in der Gesellschaft und immer mehr Menschen stehen hinter ihnen. Eine breite Mehrheit der Deutschen befürwortet Dinge wie Homoehe oder Frauenquote. Das ist nicht alles über Nacht entstanden und wird nicht von ein paar wenigen Menschen gelenkt.

    Wirklich? Eine „breite Mehrheit“ (unten schreiben Sie „70 Prozent“) befürwortet die Homoehe? Dann muß Ihnen doch vor einer demokratischen Abstimmung nicht bange sein! 😉

    Was die Homoehe angeht, liegt die Zahl der Befürworter bei allen Umfragen bei 70% und höher. Ähnliches Bild beim Adoptionsrecht für Schwule und der Frauenquote in Aufsichtsräten. Natürlich alle gefälscht, denn es kann ja nicht sein, was nicht sein darf.Und natürlich wachsen diese Dinge aus dem Volk heraus. Haben Sie die letzten Jahre auf dem Mond verbracht? Die Gesellschaft wird immer liberaler, die Kirchen haben mit ihrer verklemmten Sexualmoral immer weniger Zugriff auf die Bevölkerung und bisher unterdrückte Bevölkerungsgruppen haben immer mehr zu sagen. Das ist nicht künstlich herbeigeführt, das ist gesellschaftliche Entwicklung.

    Dafür haben die Moscheen immer mehr Zugriff…das haben Sie vergessen. 😉

    Übrigens, gesellschaftliche Entwicklungen kann man durchaus künstlich beeinflussen! Wäre das nicht so, gäbe es weder Politiker noch Parteien.

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