Bedform-Strohm ist traurig, wenn ein IS-Kämpfer von einer Granate zerfetzt wird

bedfordEs war schon schlimm genug, dass Heinrich Bedford-Strohm (Foto in trauter Zweisamkeit mit Imam Idriz) früher bayerischer Landesbischof war und in dieser Zeit jede Menge verharmlosenden Blödsinn über den Islam von sich gegeben hat. Aber seit sechs Wochen ist der 54-jährige Appeaser auch noch Ratsvorsitzender der gesamten Evangelischen Kirche in Deutschland. In einem Interview mit der Rheinischen Post hat er unfassbar gutmenschlich verseuchten Stuss wie „Wir müssen auch die IS-Kämpfer lieben“ von sich gegeben. Wäre der Typ Militärpfarrer, müsste man ihn wegen Wehrkraftzersetzung vor Gericht stellen. Auch zu PEGIDA hat Bedford-Strohm seinen kirchlichen Senf dazugegeben.

(Von Michael Stürzenberger)

In dem Interview fragte die Rheinische Post, ob Christen eigentlich auch die Kämpfer des Islamischen Staats lieben müssten. Der evangelische Oberhirte bejahte dies allen Ernstes:

„Jeder Mensch hat eine Würde. Jeder Mensch ist von Gott geschaffen nach seinem Bild. Deswegen gilt das Gebot der Feindesliebe tatsächlich kategorisch. Wenn ein IS-Kämpfer von einer Granate zerfetzt wird, dann ist das Anlass zur Trauer, weil ein Mensch gestorben ist.“

Man sollte dem Frömmling ein Flugticket in den islamischen Staat spendieren, damit er dort seiner christlichen Nächstenliebe ungehemmt freien Lauf lassen und dort jedes bedauernswerte Opfer unter den liebenswerten Moslems betrauern kann. Seinen Rückflug kann man dann allerdings kostengünstig im Frachtraum für den Torso nebst abgetrenntem Kopf buchen. Die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre, beantwortet er etwas verschnörkelt, aber dennoch in geradezu suizidärer Selbstaufgabe mit „Ja“:

„Millionen Muslime haben hier ihre Heimat gefunden und leben in Frieden mit ihren Nachbarn. Ich kann mir nicht vorstellen zu sagen: Die Muslime gehören zu Deutschland, aber ihre Religion nicht.“

Anzeichen für beginnendes Stockholm-Syndrom beim Kirchenmann. Die nächste daraus folgende Konsequenz ist, dass der Islam eine Körperschaft des öffentlichen Rechts wie die christlichen Kirchen wird. Als totaler Gutmensch, totaler als jemals zuvor, unterstützt Bedford-Strohm dieses Vorhaben natürlich:

„Wenn der Islam eine Organisationsform dafür findet, kann ich mir das gut vorstellen. Islamischer Religionsunterricht zum Beispiel kann helfen, dass Muslime eine Form ihrer Religion leben können, die sich der Prüfung anhand von wissenschaftlichen Standards ausgesetzt hat. Überhaupt müssen wir diejenigen Muslime stärken, die ihre eigene Religion im Kontext von Demokratie und Pluralität weiterentwickeln wollen, statt immer nur ihre Defizite zu sehen. Viele arbeiten ja schon daran und grenzen sich von den extremen Strömungen ihrer Religion ab. Wir müssen das aber auch intensiver zur Kenntnis nehmen. Dass wir in den Nachrichten nur die Fundamentalisten sehen, ist ja kein repräsentatives Bild des Islam.“

Bedford-Strohms Kopf steckt so tief im Sand, dass er nichts von der Realität wahrnimmt – oder nicht wahrnehmen will. Nichts beschreibt den Islam repräsentativer als der Islamische Staat und die Fundamentalisten. Zur Frage, wer für PEGIDA auf die Straße gehe, „dumpfe Neonazis“ oder „verunsicherte Bürger“, fabuliert er:

„Was Pegida genau ist, darüber habe ich noch kein exaktes Bild. Wenn aber Neonazis versuchen, Menschen vor ihren Karren zu spannen und dumpfe Fremdenfeindlichkeit und die Diskriminierung einer ganzen Religion propagieren, müssen wir dagegen klar Flagge zeigen. Manche der Teilnehmer treiben aber offensichtlich andere Sorgen um, zum Beispiel die Angst vor Armut, die sie dann gegen noch Schwächere wenden. Wenn solche Probleme im Hintergrund stehen, müssen sie benannt und diskutiert werden, anstatt andere Menschengruppen abzuwerten. Die Demonstranten müssen sich dazu aber in den Diskurs einmischen. Wir müssen ins Gespräch kommen.“

Eine absolute Unverschämtheit dieses weltfremden Religionsmenschen. Bei PEGIDA hat niemand Angst vor Armut oder wendet sich deswegen gegen „Schwächere“. So faselt einer, der von den Abgaben des Kirchenvolkes unbesorgt lebt und auch kein Asylantenlager voller junger kräftiger nordafrikanischer Männer mitsamt ihrer kulturellen Eigenheiten neben seinem feudalen Bischofssitz hat. Die Bürger auf den Straßen Dresdens und andernorts haben im Gegensatz zu diesem Kirchenheini erkannt, was für eine existentielle Gefahr auf Deutschland und Europa zurollt.

Aber die Evangelische Kirche war bekanntermaßen ja schon immer ein Meister im „Fähnchen-in-den-Wind-hängen“. Auch bei den National-Sozialisten verhielt sich der fromme Tross ähnlich windschnittig. Bloß nicht anecken, immer schön mitsegeln und den Machthabern nach dem Mund reden. Aber die mutigen Bürger verunglimpfen, die noch Mumm in den Knochen haben und sich nicht rückgratlos dem Mainstream beugen, das fällt dem Bückling leicht. Hier das komplette Interview in der Rheinischen Post. Wer dem scheinheiligen Ratsvorsitzenden faktenmäßig auf die Sprünge helfen möchte, kann dies hier tun:

» info@ekd.de