Ralph GiordanoAm 10. Dezember verstarb Ralph Giordano im Alter von 91 Jahren an den Folgen eines Sturzes. Viel wurde dieser Tage schon gesagt und geschrieben über den großen Publizisten. Seine Arbeit wurde dabei aber meist sehr unvollständig skizziert. Vor allem seine überaus scharfe Kritik am Islam in den letzten Jahren seines Schaffens blieb in den Medien gänzlich unerwähnt. Dabei hatte er dazu sehr viel zu sagen. Er ließ sich nicht in eine Schublade stecken, wollte sich nichts und niemandem anpassen und nahm kein Blatt vor den Mund. Er war das Gewissen der Gewissenlosen. Deshalb werden wir ihn in einer kleinen PI-Serie in den kommenden Wochen noch einmal selbst zu Wort kommen lassen und Texte und Gedanken eines großen Mannes wiederveröffentlichen. Heute Teil 2: Giordanos zehn Thesen zur Integrationsdebatte.

1. Solange gebildete, berufsintegrierte und akzentfreies Deutsch sprechende Muslima in Talkshows mit wirklichkeitsfernen Sätzen wie „die Frage der Integration stellt sich gar nicht“ so tun, als sei ihr Typ exemplarisch für die muslimische Minderheit in Deutschland und die Gleichstellung muslimischer Frauen eben um die Ecke – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

2. Solange diese Vorzeige-Muslima sich lieber die Zunge abbeißen würden als einzugehen auf das, was kritische Muslima so authentisch wie erschütternd berichtet haben über den Alltag der Unterdrückung, Abschottung und Ausbeutung, der Zwangsehe und Gefangenschaft muslimischer Frauen und Mädchen bis hin zu der unsäglichen Perversion der „Ehrenmorde“ – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

3. Solange widerstandslos hingenommen wird, dass Moscheen in Deutschland nach Eroberern der türkisch-osmanischen Geschichte benannt werden, nach Sultan Selim I. oder, wie im Fall der sogenannten Fatih-Moscheen, nach Mehmet II., dem Eroberer von Konstantinopel – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

4. Solange höchste türkische Verbandsfunktionäre, wie der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mayzek, vor laufender Kamera und Millionen Zuschauern erklären können, Scharia und Grundgesetz seien miteinander vereinbar, ohne sofort des Landes verwiesen zu werden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

5. Solange rosenkranzartig behauptet wird, der Islam sei eine friedliche Religion, und flapsig hinweggesehen wird über die zahlreichen Aufrufe des Koran, Ungläubige zu töten, besonders aber Juden, Juden, Juden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

6. Solange die weitverbreitete Furcht vor schleichender Islamisierung in der Bevölkerung als bloßes Luftgebilde abgetan wird und nicht als demoskopische Realität ernst genommen – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

7. Solange von hiesigen Verbandsfunktionären und türkischen Politikern penetrant auf Religionsfreiheit gepocht wird, ohne jede parallele Bemühung um Religionsfreiheit in der Türkei – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

8. Solange nicht offen gesprochen wird über islamische Sitten, Gebräuche und Traditionen, die mit Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Gleichstellung der Geschlechter und Pluralismus nicht vereinbar sind – so lange hat Thilo Sarrazin Recht.

9. Solange die großen Themen der Parallelgesellschaften wie Gewaltkultur, überbordender Nationalismus, offener Fundamentalismus, ausgeprägter Antisemitismus und öffentliches Siegergebaren mit demografischer Drohung nicht zentrale Punkte des nationalen Diskurses sind – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

10. Solange Deutschlands Sozialromantiker, Gutmenschen vom Dienst, Pauschal-Umarmer und Beschwichtigungsapostel weiterhin so tun, als sei das Problem Migration/Integration eine multikulturelle Idylle mit kleinen Schönheitsfehlern, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden können – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

Postskriptum.

Ein integrationsfördernder Vorschlag: Wenn denn das offene Haar der Frau die männliche Begierde weckt, wäre es da nicht besser, den Männern Handschellen anzulegen, als den Frauen das Kopftuch zu verordnen?


» Teil 1: Nicht die Migration – der Islam ist das Problem

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16 KOMMENTARE

  1. Solange nicht über die muslimische organisierte Kriminalität gesprochen wird und die kriminellen Muslime nicht umgehend des Landes verwiesen werden; solange hat PEGIDA recht.
    Ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelang dieser Woche der Staatsanwaltschaft Lörrach und dem Kriminalkommissariat Lörrach. Dabei wurden zwei führende Mitglieder der rockerähnlichen Gruppierung „United Tribunes“ festgenommen und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Der Großaktion, zu der auch Spezialkräfte und Diensthunde eingesetzt wurden, gingen monatelange Ermittlungen der Kripo voraus. In der Hauptsache ging es um Schutzgelderpressungen aus dem Kreis der „United Tribunes“ zum Nachteil hiesiger Barbetreiber. Besonders in den Focus der Ermittler gerieten vier Männer im Alter zwischen 19 und 34 Jahren. Nachdem sich der Verdacht gegen die Personen erhärtet hatte, beantragte die Staatsanwaltschaft Lörrach beim Amtsgericht Durchsuchungsbefehle. Dem wurde stattgegeben, worauf die Polizei am 15.12.14 mit einem Großaufgebot sieben Objekte durchsuchte. Hierbei wurden zwei Beschuldigte festgenommen und umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt, darunter auch gefährliche Gegenstände. Zwei Beschuldigte wurden dem Haftrichter vorgeführt, der gegen beide Haftbefehle erließ. Die Ermittlungen dauern an.

    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/110970/2909753/pol-fr-gemeinsame-pressemitteilung-der-staatsanwaltschaft-loerrach-und-des-polizeipraesidiums

  2. Ralph und Ralf

    Der eine scharfsinnig, der andere naja.
    Der eine weiß wovon er redet, der andere nicht.
    Der eine nennt Fakten, der andere hat uns erzählt, dass er Fakten nennen will.
    Der eine ist Ralph Giordano, bis zu seinem letzten Atemzug ein scharfer Analytiker und klaren Verstandes.
    Der andere ist immerhin Innenminister von NRW, mehr braucht man zum Thema Islam eigentlich nicht von ihm zu wissen.

    In einer seiner Schulen geht es so zu:

    https://www.youtube.com/watch?v=5vjJSC970V0

    Das ist seine Verantwortung.
    Was macht er? Nichts!
    Welche Fakten nennt er? Nichts gehört.
    Welche Lösungen hat er? Bisher nichts gemacht.

    Was will er? Noch mehr Muslime (nicht) integrieren.

    Noch mehr Unfähigkeit geht nicht.

    Aber arrogant wie Stulle.

  3. Ein wirklich toller Mann mit klarem Verstand.
    WARUM hört(e) man ihm NICHT zu?
    Ruhe er in Frieden.

  4. Etwas OT: Heute (oder gestern) wurde in den NN behauptet, dass Sarrazin ganz einfach widerlegt werden konnte. Weiss irgendjemand was davon. Meines Wissens wurde da nie auch nur der Versuch gemacht.

  5. #1 Pedo Muhammad (19. Dez 2014 21:13)
    +++ hat Sarrazin recht

    Der alte Fuchs Sarrazin (ist ganz lieb gemeint) hat sogar Belege für die Kommas und die 5.te Stelle hinter dem Komma für seine Zahlenkolonnen, garantiert, deswegen konnte er auch die unbändige und maßlose Pressehetze überstehen – jetzt ist er so etwas wie ein Stachel im Fleisch der S.P.D. 🙂 🙂 😉

    »Wenn etwas über 25 Jahre besprochen wird, ohne dass sich wirklich etwas geändert hat, dann stehen die Aussichten für eine Lösung schlecht – ich spreche von der Integration der muslimischen Minderheit in die deutsche Mehrheitsgesellschaft. … Ermutigend sind die Aussichten dafür allerdings nicht. Wofür keineswegs nur die ‚bösen Deutschen‘ verantwortlich sind.«
    R. Giordano

  6. Ich möchte auf einen Text Giordanos verweisen, der mir sehr gut gefällt, der aber im Lärm der Debatte um die Ditib-Großmoschee in Köln-Ehrenfeld untergegangen ist. Bekanntlich war Giordano erklärter Gegner des Projekts. Im August 2007 versuchte Ditib, Giordanos Islamkritik lächerlich zu machen, indem die Vereinigung eine „Demonstration“ eines Häufleins überangepasster Vorzeige-Muslime organisierte. Motto: „Meinen Sie uns, Herr Giordano?“ Was diese Leute Giordano vorwarfen, ist dort nachzulesen: http://www.ksta.de/koeln/-meinen-sie-uns–herr-giordano–,15187530,13379666.html
    Giordanos Antwort ließ nur 48 Stunden auf sich warten. Darin nahm er die Vorhaltungen der Demonstranten auseinander, indem er sowohl faktenorientiert als auch differenziert argumentierte (beides keine Stärken von Ditib-Funktionären). Den Text kann man jedem genüsslich unter die Nase reiben, der Giordano als Muslim-Fresser diffamiert.

    Sehr geehrte Frau Ilgin Kille, sehr geehrte Herren Ertun Tekbas und Taner Gündüz, (stellvertretend für die anderen Teilnehmer der Anti-Giordano-Demonstration auf dem Gelände der Ditib in Köln am 17. August)

    Sie fragen: „Meinen Sie uns, Herr Giordano? Ich antworte: Solange Sie wahrheitswidrig so tun, als sei Ihre gelungene Einordnung in die Gesellschaft exemplarisch für den Status quo der muslimischen Minderheit in Deutschland, und dabei wirklichkeitsferne Sätze fallen wie „die Frage nach Integration stelle sich gar nicht – solange meine ich Sie.

    Sollten Sie aber ebenso erschüttert sein wie ich über das, was türkische Kritikerinnen berichtet haben aus dem Alltag von Unterdrückung, Abschottung, Ausbeutung, Zwangsehe und Gefangenschaft muslimischer Frauen und Mädchen als Norm – dann meine ich Sie nicht.

    Solange Sie es widerspruchslos hinnehmen, daß islamische Gebetsstätten in Deutschland nach Eroberern der türkisch-osmanischen Geschichte benannt werden (wie Sultan Selim I. und Mehmet II., Erstürmer von Konstantinopel), sogenannte Fatih-Moscheen – solange meine ich Sie.

    Sollten Sie jedoch etwas dagegen haben, daß der Ditib-Vorsitzende Bekir Alboga türkische Faschisten wie die „Grauen Wölfe“ und vom Verfassungsschutz beobachtete türkische Radikalislamisten der „Milli Görus“ in Wahlbündnisse einbezieht (wie in Mannheim unter dem Namen „Union 2000″, Listenplatz 1) – dann meine ich Sie nicht.

    Solange Sie darauf beharren, der Islam sei eine undifferenziert friedliche Religion (obwohl sie es so wenig war und ist wie die christliche) und sich dabei blind stellen gegenüber den unzähligen Aufrufen des Koran, Ungläubige zu töten, vor allem aber Juden – solange meine ich Sie.

    Sollten Sie aber aufhören, die nachweisbar weit verbreitete Furcht vor einer schleichenden Islamisierung für ein bloßes Luftgebilde zu halten, nicht aber für ein ernstzunehmendes demoskopisches Signal – dann meine ich Sie nicht.

    Solange Sie auf Religionsfreiheit in Deutschland pochen, ohne daß die Forderung auch nur von der kleinsten parallelen Bemühung um Religionsfreiheit in der Türkei begleitet wird – solange meine ich Sie.

    Sollte aber von Ihrer Seite eine klare, unmißverständliche Abkehr von der Scharia kommt, dem islamischen „Rechtssystem“, das mit Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Gleichstellung der Geschlechter und Pluralismus unvereinbar ist – dann meine ich Sie nicht.

    Solange Sie bestreiten, daß es in den Parallelgesellschaften türkische Gewaltkultur gibt, überbordenden Nationalismus, offenen Fundamentalismus, ausgeprägten Antisemitismus und öffentliches Siegergebahren mit demographischer Drohung – solange meine ich Sie. Wie ich Sie auch meine, solange Sie darauf beharren, der Bau einer zentralen Großmoschee mit dem Namen eines osmanischen Eroberers und Minaretten von über 50 m Höhe sei ein Zeichen von Integrationsbereitschaft und nicht von Identitätsbewahrung. Vor allem aber meine ich: Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!

    Postscriptum. Ich sehe auf dem Foto in Ihre jungen Gesichter, empfinde dabei große Sympathien und möchte mich mit Ihnen eigentlich gar nicht streiten, sondern viel lieber mit Ihnen sprechen – außerhalb der Ditib. Das ist ein Angebot. Mit freundlichen Grüßen

    Ralph Giordano

    http://www.ksta.de/koeln/dokumentation–giordanos-brief-im-wortlaut,15187530,13380692.html

  7. OT ??
    Auch dem Zentralrat der Juden ist keine Körperöffnung unserer Politiker zu warm um nicht dort Schutz vor PEGIDA zu suchen.

    tagesschau

    Eine beklagenswerte geistige Verirrung des organisierten Judentums.

  8. Giordanos Thesen sind von geradezu sensationeller Klarheit und Schärfe, großartig! Es ist natürlich jedes Wort richtig.

    Schade, daß dieser Strang so wenig beachtet wird, wie an den leider nur sehr wenigen Kommentaren abzulesen ist. Wahrscheinlich liegt es auch daran, daß sich Giordano mit seinen maßlosen und völlig überzogenen Angriffen auf PRO in Teilen des „rechten Lagers“ verhaßt gemacht hat.

    Giordano, 84, hatte Pro Köln als „lokale Variante des zeitgenössischen Nationalsozialismus“ bezeichnet, deren Mitglieder, „wenn sie könnten, wie sie wollten, mich in eine Gaskammer stecken würden.“ Aufgrund dieser Äußerung erstattete die rechtsextreme Partei Strafanzeige gegen Giordano …

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gaskammer-streit-giordano-und-pro-koeln-gehen-vor-gericht-a-485894.html

  9. Ich warte auf den Tag, an dem ein AfD-Abgeordneter im Deutschen Bundestag diese Zehn Thesen vorträgt. Aber da kann ich wahrscheinlich lange warten. Würde jemand diese selbstverständlichen Wahrheiten aussprechen, gäbe es sicher bereits Unruhen im Land, die Moslems würden „auf die Straße gehen“.

    Das heißt: Der point of no return ist schon überschritten. Eine friedliche Lösung des Problems ist nicht mehr zu sehen.

  10. #7 uli12us

    Sarrazin wurde noch nie in nur einem einzigen Punkt widerlegt. Man kann ihn auch gar nicht widerlegen, weil er recht hat mit allem, was er schreibt.

    Die allumfassende Kritikermeute ist ja auch nie inhaltlich im Detail auf sein Buch eingestiegen. Es wurde ihm nur angekreidet, DASS er diese Wahrheiten ausgesprochen hat. Entsprechend lauteten die Vorwürfe dann ja auch „Spalter“, „Brandstifter“, „Zündler“, „Rechtspopulist“, usw., das ganze Programm an linksgrünem Kampfvokabular eben.

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