Medienreaktionen zu PEGIDA Dresden

pegida-2bFast 11.000 Demonstranten hinterlassen ihre Wirkung auf die Medien: Gestern berichtete beispielsweise das ZDF Heute Journal ausführlich in den Hauptnachrichten um 19 und 21:45 Uhr. WELT online hat ein Video produziert, in dem auch Bürger zu Wort kommen, die ihre Gründe zur Teilnahme bei PEGIDA darlegen. In der Süddeutschen Zeitung zierte den Artikel bis heute Mittag das PI-Banner „Gegen die Islamisierung Europas“, bevor das Foto dann vermutlich auf Druck der verprantelten Chefredaktion ausgetauscht wurde – für PI will man wohl keine Werbung machen. Das Banner war auch Blickfang für die diversen TV-Reportagen, beispielsweise läuft es heute schon den ganzen Tag bei ntv. Unser Titelbild zeigt übrigens nicht die Gegendemonstration, denn bei PEGIDA sind selbstverständlich auch viele gut integrierte Ausländer dabei, die die Unterwanderung ihres neuen Heimatlandes durch hunderttausende Asylmissbraucher sowie die fortschreitende Islamisierung der Gesellschaft ebenfalls ablehnen.

(Von Michael Stürzenberger)

In der ZDF Mediathek kann man sich die TV-Reportage des Heute Journals ansehen. Auch auf Livingscoop ist das Video bereits aufgetaucht:

WELT online hat ebenfalls eine Video-Reportage zu bieten. Auf dem Titelbild des Artikels sieht man die mutige Münchner Aktivistin Maria Frank, seit Jahren bei PI München und der FREIHEIT Bayern engagiert, die sich noch nie den Mund verbieten ließ. Sie kam auch im ZDF ausführlich zu Wort.

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In Dresden trat als Redner auch ein Holländer auf, wie die WELT berichtet:

Dann ist „Edwin“ an der Reihe, ein Holländer, der schon bei den vergangenen Demos zu Wort gekommen ist. Er stigmatisiert sein Heimatland zum Negativbeispiel gescheiterter Integration. Edwin verdreifacht die offiziellen Flüchtlingszahlen, was für die Zuschauermenge noch dramatischer klingt. So ähnlich funktioniert auch Propaganda unter Rechten. „Wer als Zuwanderer keine Lust hat, hier mitzuhelfen, der soll wieder nach Hause gehen“, sagt Edwin. „Jawoll!“ tönt es unter tosendem Beifall.

Außerdem geht die WELT auch ausführlich auf die Düsseldorfer DÜGIDA-Veranstaltung ein:

Der Hauptredner Alexander Heumann ist noch nicht da. Der Düsseldorfer Rechtsanwalt, der sich als Wortführer der „Dügida“ geriert und Mitglied der „Alternative für Deutschland“ (AfD) ist, kommt erst später, nachdem die „Dügida“ ans Rheinufer marschiert und zum Landtag zurückgekehrt sind. Heumann versucht, zu differenzieren und nicht fremdenfeindlich zu wirken, bemüht aber immer wieder rechte Klischees der Überfremdung.

Er sagt, „gegen Islamisierung des Abendlandes zu sein, bedeutet keineswegs Bürger muslimischen Glaubens pauschal abzulehnen oder sie gar als Feinde zu betrachten.“ Jeder Patriot sei willkommen, egal welcher Hautfarbe und welchen Glaubens: „Hauptsache er steht hier gemeinsam mit uns für Deutschland“, brüllt Heumann.

ZEIT online meldet, dass die bundesweiten PEGIDA-Demonstrationen nun auch die Innenminister beschäftigen:

Mittlerweile forschen Politiker nach den Ursachen des Zulaufs. Laut derzeitiger Analyse lassen sich Bürger von den Veranstaltern für ihre Ziele benutzen. „Die Initiatoren schüren mit ausländerfeindlicher Hetze und islamfeindlicher Agitation Vorurteile und Ängste“, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Ralf Jäger (SPD), der Neuen Osnabrücker Zeitung. Mit Blick auf die ebenfalls antiislamisch auftretende Gruppe Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) kündigte der nordrhein-westfälische Ressortchef eine Untersuchung zur Zusammensetzung und Motivation der Protestierer an.

Das Thema steht auch auf der Tagesordnung der Innenministerkonferenz in dieser Woche. Auch Neonazis und andere radikale Kräfte mischten sich in den vergangenen Wochen unter die Demonstranten. Am Montagabend waren sie in Dresden aber nicht gesondert auszumachen.

Erbärmlich, wer alles gegen PEGIDA gegendemonstriert hat:

Organisator des Sternlaufs der Gegendemonstranten in Dresden war ein breites Bündnis – daran beteiligt unter anderem die Kirchen, das Islamische Zentrum, die Jüdische Gemeinde, der Ausländerrat, das Bündnis Dresden Nazifrei, die Studierendenschaften und die Technische Universität. Zum Protest gegen Pegida aufgerufen hatten auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und sein sozialdemokratischer Stellvertreter, Martin Dulig.

Ein Gruselkabinett des Hochverrats. Jeder Einzelne von diesen rückgratlosen Bücklingen, der feige sein Fähnchen in den Wind hält und auf der vermeintlich „toleranten“ Mainstreamwelle mitsegelt, ist gut im Gedächtnis zu behalten. Wer gegen die mutigen Bürger demonstriert, die vor der brandgefährlichen Islamisierung warnen, schützt eine in weiten Teilen gefährliche verfassungsfeindliche Ideologie. Bei ntv beantwortet AfD-Pressesprecher Konrad Adam die Frage, welcher der beiden Demos in Dresden er sich näher verbunden fühle, erfreulich positiv:

Der Pegida-Demonstration. Die kulturell-historische Dimension ist mir wichtig. Ich bin ein Liebhaber der europäischen Kultur und schätze besonders die Literatur. Ich bin stolz drauf, was für einen Beitrag Europa zur Menschen- und Grundrechtsdebatte geleistet hat. Dieses Erbe möchte ich verteidigen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung registriert eine „neue Wut aus dem Osten„:

Zu hören sind vor allem Themen wie: „kriminelle Asylanten“, „die etablierten Parteien“, „die gleichgeschalteten Medien“, „der Euro“, „die USA“, „die Frühsexualisierung von Kindern“.

Kleinster gemeinsamer Nenner war bisher die Ablehnung von Islamisten, wobei nicht wenige darunter den Islam als Ganzes verstehen, der für sie nicht zu Deutschland gehört. Spätestens seit vergangenem Montag geht es auch offen gegen die zunehmende Zahl an Asylbewerbern.

Nächsten Montag geht es weiter. Es bleibt zu hoffen, dass es in Dresden dann auch wieder einen Marsch durch die Innenstadt geben wird. Man darf sich von den linksverdrehten Gegnern weder einschüchtern noch von seinen Zielen abbringen lassen.

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