Duisburg: Mutiger Pfarrer nach Auftritt bei PEGIDA NRW vom Bistum Münster abgestraft

Pfarrer Spätling (Bildmitte) mit den PEGIDA NRW-Organisatoren Marco Carta (l.) und Sebastian NobileNachdem am Montag eine sehr erfolgreiche Veranstaltung von PEGIDA NRW ihr Debut in Duisburg hatte, gab es wieder die üblichen Bösartigkeiten aus dem Spektrum des „breiten Bündnisses“, das gegen PEGIDA aufmarschierte. So wurden Teilnehmer der PEGIDA-Kundgebung auf dem Weg zur Veranstaltung verprügelt, vier Polizisten durch Linksextremisten im Namen der Toleranz und des Antifaschismus verletzt und zu allem Überfluss wurde im Nachhall der Demonstration einem katholischen Pfarrer, der für PEGIDA gesprochen hat, die Predigterlaubnis entzogen.

(Von Sebastian Nobile)

Mit ca. 600 Teilnehmern war dieser erste Spaziergang in Duisburg ein gelungener Auftakt für das, was noch kommen soll, denn die Veranstaltung des offiziellen PEGIDA-Ablegers in NRW wird in Duisburg bleiben und jeden Montag stattfinden.

In Duisburg gab es einige gute Reden und auch ermutigende Beiträge beim „offenen Mikrofon“, wo Bürger spontan sprechen konnten und eine junge Frau davon berichtete, wie sie wegen eines „Gefällt mir“-Klicks für PEGIDA auf Facebook beruflich benachteiligt wurde. Ebenso spontan entschied sich Pfarrer Paul Spätling aus der katholischen Gemeinde Emmerich dazu, zu sprechen. Er kritisierte die Licht-Aus-Aktion beim Kölner Dom zur PEGIDA-Veranstaltung am 5. Januar in Köln und erinnerte an  einen vergangenen Versuch der Islamisierung Europas bei der Seeschlacht von Lepanto.

Hier die Rede:

Wie nicht anders zu erwarten, wurde der Mann nun von seiner Kirche abgestraft, die ja bekanntlich regelmäßig führend im „breiten Bündnis“ ist. Ein Bündnis, das auch sehr häufig jene Prügelknaben von linksaußen beinhaltet, von denen sich Duisburgs OB Sören Link (SPD) scheinbar nicht so endgültig distanzieren möchte, sondern stattdessen lieber rechtswidrig zur Teilnahme an der Gegendemonstration aufruft. Die Predigterlaubnis wurde Pfarrer Spätling von Bischof Dr. Felix Genn mit folgender Rechtfertigung entzogen:

Herr Pfarrer Paul Spätling, Emmerich, hat am 19. Januar 2015 an der Pegida-Demonstration in Duisburg teilgenommen. Auf der Bühne hat er sich kritisch über das Ausschalten der Lichter am Kölner Dom bei der jüngsten Pegida-Demonstration dort geäußert.

Zudem ist er auf das Verhältnis von Christentum und Islam in der europäischen Geschichte eingegangen und hat die Bundeskanzlerin wegen ihrer Aussage kritisiert, der Islam gehöre zu Deutschland.

Wir weisen die Aussagen von Herrn Pfarrer Spätling entschieden zurück. Wir distanzieren uns mit Nachdruck von seinem völlig verzerrten Bild von Geschichte und Gegenwart. Herr Pfarrer Spätling bedient mit seinen Äußerungen undifferenzierte Klischees gegenüber dem Islam. Er schürt mit seinen Aussagen eine Feindlichkeit gegen „den Islam“, die wir für gefährlich erachten. Mit solchen Äußerungen – für die Herr Pfarrer Spätling, indem er äußerlich sichtbar als katholischer Priester auftritt, auch noch seine Autorität als Pfarrer und Priester missbraucht – legt er die Grundlagen für rechte Ideologien, für Fremdenfeindlichkeit und für ein Gegeneinander der Religionen, die in der katholischen Kirche keinen Platz haben.

Die christliche Botschaft ist keine der Ausgrenzung, des Hasses und der Gewalt, sondern eine der Liebe und der Menschenfreundlichkeit. Wir sind dankbar dafür, wie viele Menschen in diesen Tagen auf die Straßen gehen und genau in diesem Sinne ein Zeichen setzen – darunter sind auch ganz viele Christinnen und Christen. Uns droht in Deutschland ganz sicher keine Islamisierung. Als Christen steht es uns gut an, den Menschen, die Zuflucht bei uns suchen, zu helfen und für sie da zu sein. Das geschieht auf ganz vielfältige Art und Weise. Zudem sind wir auf unterschiedliche Weise und auf vielen Ebenen mit muslimischen Vertretern im Gespräch und werden dies auch bleiben.

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, hat Herrn Pfarrer Spätling, der im Bistum Münster ohnehin schon nahezu keine priesterlichen Dienste mehr wahrnimmt, am 20. Januar 2015 mitgeteilt, dass er solche Reden wie die gestrige nicht „dulden kann und will“. In Bezug auf Canon 764 des Kirchenrechtes hat Bischof Genn Herrn Pfarrer Spätling heute die Predigtbefugnis entzogen und ihm damit verboten, innerhalb und außerhalb von Kirchen öffentlich im Namen der Kirche zu sprechen.

Solche Äußerungen sind ein weiterer Schlag ins Gesicht der verfolgten Christen in der Welt, die vor den tatsächlichen Auswirkungen des gelebten Islam fliehen und die darunter leiden. Man geht hier von 100.000 Christen jährlich aus, die dieser Verfolgung zum Opfer fallen. Im jährlichen Verfolgungsindex, den die Vereinigung „Open Doors“ veröffentlicht, sind islamische Länder die absoluten Spitzenreiter in der Verfolgung der Christen. Ebenso sind solche Aussagen und Handlungen gegen Abweichler in der katholischen Kirche natürlich auch aus politischen Gründen bedenklich, da man hier freie Meinungsäußerung mit einer schweren Strafe ahndet. Mit derartigen totalitären Anwandlungen dürfte eine Kirche mit massivem Mitgliederschwund sich selbst keinen Gefallen tun.

Die Spaziergänge in Duisburg werden trotz all diesen Widerständen und Ungerechtigkeiten weitergehen. Auf Facebook wird schon zur nächsten Veranstaltung am 26.01.2015 um 18:30 Uhr am selben Ort, dem Portsmouth-Platz am Bahnhof, geladen. Glück auf!

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Kontakt zu Bischof Felix Genn:

» sekr.bischof@bistum-muenster.de