Martin Lichtmesz: Pegida, die „Lügenpresse“, der Historiker und der Asylant

Es gäbe kein besseres Wort als „Lügenpresse“, um „die aktuelle Praxis und Verfaßtheit der Medien auf den Punkt zu bringen“, schreibt Thorsten Hinz in der Jungen Freiheit. Wie sehr es sich bei dem Schlagwort weniger um Polemik, als um eine präzise Feststellung handelt, kann man am täglichen Gejaule und Gekläffe der getroffenen Hunde gut ablesen.

Das kann man durchaus als Eskalationsstufe betrachten. Das Spiel hat inzwischen die Dynamik eines Teufelskreises angenommen: um jene zu bekämpfen, die ihnen vowerfen, zu lügen, greift die Presse zu noch mehr Lügen, angereichert mit Beschimpfungen, Unterstellungen, Pauschalisierungen, Diffamierungen. Und all dies bestärkt die Demonstranten und deren Sympathisanten natürlich wieder in ihrem Zorn und ihren Ansichten über die Medien.

Gerichtet sind die Ausfälle der Presse weniger an die Demonstranten selbst, als an den Teil der Öffentlichkeit, der noch unentschieden ist, was er von Pegida & Co halten soll. Es ist, als wollte man sagen: Hört nicht auf die, natürlich sagen wir die Wahrheit, das sind alles Schweine, schlechte Menschen, die nicht ganz richtig im Kopf sind. Damit will man den Zulauf nicht nur zur Pegida, sondern zu den Medienskeptischen und -verdrossenen verhindern, weshalb wie wild die üblichen Hitlerknöpfe gedrückt werden.

Alles läuft darauf hinaus, den Teil auf der anderen Seite der Kulisse zu isolieren, aber das wird kaum gelingen. Mit jedem Versuch, das Publikum davon zu überzeugen, daß die Schweine nicht in den Pressebüros sitzen, sondern auf der Straße demonstrieren, weil keine andere Artikulationsmöglichkeit mehr bleibt, werden diejenigen, die zu Schweinen erklärt wurden, nur noch weiter radikalisiert werden.

(Den kompletten Text von Martin Lichtmesz gibt es bei der Sezession zu lesen)