Unser Gesinnungsstaat lässt die Hosen runter

Kölns OB Jürgen Roters, SPD, mit Frau beim 'Aufstand der Anständigen' am 5.1. in der DomstadtAch was waren das für Zeiten die letzten Jahre als PI-Leser. Der Kessel von Köln, kurz nach der Gründung von pro Köln. Wie man die ersten Youtube-Videos von Pro NRW gesehen hat, und sich dachte, wow, mutig, aber auch ein weinig verrückt. Dann entstand die FREIHEIT und „dieser“ Herr Stürzenberger zeigte uns was Mut ist, oder eher Zivilcourage, hätte man mit dem Wort nicht soviel Schindluder getrieben. Und last but not least die vielen mutigen Bücher der letzten Jahre.

(Von GroKo Haram)

Aber warum Mut?

Weil jeder, der sich öffentlich zu diesen Themen geäussert hat, mit der vollen Breitseite rechnen musste. Von der Karriere bis zur körperlichen Unversehrtheit, alles wurde angegriffen.

Der Gegner war so mächtig, „Journalisten“ fingen an zu graben, die Politik posaunte dann das, was die „Antifa“ als Signal zum Angriff verstand, als ob sie ein Solches bräuchte. Der Gegner war einfach nur übermächtig.

Bis gestern!

Es ist fast egal, ob in Dresden 18.000 oder 20.000 auf der Straße waren, auch um die Zahlen in Berlin, Köln, Würzburg und Co. kann man feilschen. Das wichtigste offenbart sich erst auf den zweiten Blick. Wie schaut der als übermächtig empfundene Gegner aus? Ein paar Tausend in ein paar Städten. Und das, obwohl eine mächtige Mobilisierungs-Infrastruktur bereit stand. Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, „NGOs“, sie alle haben angeboten, jeden der will, zum „Aufstand der Anständigen 2.0“ zu karren. Nicht zu vergessen die Medien, die eifrig für die Pegida-Gegner warben.

Stell Dir vor, es ist political correctness und niemand geht hin.

So, oder so ähnlich möchte ich gern mein Fazit ziehen, mit der Erkenntnis, dass sie wohl doch nicht so zahlreich sind wie ich, und vielleicht auch einige andere vermutet hatten.

Sie waren halt einfach immer besser organisiert, aber nie mehr als das Häuflein Lumpen und naiver Gutmenschen, das all die Jahre für sich in Anspruch nahm, die Mehrheit zu stellen und wir sind leider drauf reingefallen.

Aber was solls, die Hosen wurden runtergelassen, ich bin mir sicher: Dresden wird noch in ganz Europa Thema werden. Es kommt der Punkt, da reicht es nicht, eine Mehrheit herbeizuschreiben. Ich hoffe, dass es – nach all den Jahren ohne Perspektive – endlich soweit ist.

(Foto oben: Kölns OB Jürgen Roters, SPD, mit Frau beim „Aufstand der Anständigen“ am 5.1.15 in der Domstadt)