Warum kennt eigentlich jeder Khaled Bahray, aber niemand Dirk Wölke?

khaled_memoryEs war der unumstößliche Beweis. Da demonstrierten am Montag scheinbar harmlose Bürger in Dresden gegen Asylbewerber. Und am nächsten Tag lag in eben dieser Stadt ein Asylbewerber tot auf der Straße. Die blonde Bestie, sie wurde beim Morden ertappt. Wieder einmal. Rassismus tötet. Immer wieder. Tag für Tag. Und so weiter. Wen interessierten da schon die tatsächlichen Todesumstände des zwanzigjährigen Khaled I. aus Eritrea. Man hatte seinen Blutzeugen. Das reichte.

Kurz nach der Tat gab es in Dresden, Leipzig, Potsdam und Berlin Gedenkveranstaltungen. „Gegen den rassistischen Normalzustand“ – denn selbstverständlich war das „fremdenfeindliche Klima“ in Deutschland schuld. Jeder wußte neue Schauermärchen zu erzählen. „Rache für Khaled“, skandierte der linksextreme Mob, der am Mittwoch in Leipzig um sich schlug. Einen Popanz hatte man sich da längst aufgebaut, der einfach alles rechtfertigte. Und die Medien machten fleißig mit.

Von angeblichen Ängsten der Asylbewerber wußte man zu berichten, vor Pegida, vor dem Extremismus aus der Mitte der Gesellschaft. Normale Ermittlungsschritte der Polizei wurden skandalisiert. Am weitesten lehnte sich der Grünen-Politiker Volker Beck aus dem Fenster, der Strafanzeige gegen die Ermittlungsbehörden stellte – und dafür eine Verleumdungsklage kassierte.

Opfer der eigenen Ideologie

Nein, die Medien haben aus der Vergangenheit nichts gelernt. Nicht aus dem angeblichen Mord in Sebnitz, nicht aus der angeblichen Ausländerhatz in Mügeln, nicht aus den vielen judenfeindlichen Überfällen, hinter denen stets Neonazis vermutet wurden, bis man die für gewöhnlich arabischen Täter faßte. Aus alledem hat man nichts gelernt. Und auch aus dem Mord in Dresden, der nun doch nicht ideologisch ausgebeutet werden kann, wird man nichts lernen.

So ist es eben, wenn Journalisten regelmäßig Opfer der eigenen Ideologie werden. Die Anwohner der Asylbewerberunterkunft schätzten die Lage realistischer ein. Es sei nur eine Frage der Zeit, „bis die sich gegenseitig aus dem Fenster stoßen“, sagte einer der Tagesschau. Nun ist klar. Ein Mitbewohner hat den jungen Mann ermordet. Kein Pegida-Demonstrant. Jemand aus Eritrea. Jemand, der wie er als Asylbewerber nach Deutschland kam.

(Auszug aus einem Artikel der „Jungen Freiheit“)


Wir stellen noch eine weitere Frage. Warum kennt jeder Khaled Bahray, aber niemand Dirk Wölke (Foto oben r.)?

Der 43-jährige Hörder Dirk Wölke war am ersten Weihnachtstag von Angehörigen tot in seiner Wohnung im Clarenberg gefunden worden. Nach der Obduktion seiner Leiche ging die Staatsanwaltschaft von einem gewaltsamen Tod Wölkes aus. Sie setzte eine Mordkommission ein. Dringend tatverdächtig ist ein 18-jährigen Asylbewerber, der erst im November 2014 in die Bundesrepublik Deutschland eingereist ist, um einen Asylantrag zu stellen.

Warum schafft es der Fall des ermordeten Deutschen Dirk Wölke lediglich auf eine hintere Seite in der lokalen Presse?