Aggressive Drogendealer – machtlose Polizei

dealerOb in Frankfurt, Berlin, Leipzig oder Hamburg, in vielen deutschen Städten sind Drogendealer ein nicht mehr zu übersehendes Problem. Bei Bahnhöfen, U-Bahnstationen, in Parks aber auch vor Schulen bieten meist afrikanische Männer Drogen jeder Art an. Von Cannabis über Ecstasy, Kokain bis Crystal Meth und Heroin reicht die Palette. Früher war der Handel ein Geschäft möglichst im Verborgenen, man scheute die Öffentlichkeit und die Polizei. Nun scheinen aber alle Schranken gefallen. Den Dealern ist es nicht nur egal, bei ihrem illegalen Handel gesehen zu werden, im Gegenteil – sie scheinen die Konfrontation geradezu zu suchen.

(Von L.S.Gabriel)

Geschäfts- und Lokalinhabern, die sich durch die Kriminellen belästigt fühlen, werden von diesen nahe gelegt, doch umzuziehen. „Lass uns hier arbeiten und wenn es dir nicht passt, dann zieh doch mit deinem Laden um“, heißt es dann, wie Oskar Mahler, Präsident des Gewerbeverbandes berichtet. Passanten werden offen am helllichten Tag auf der Straße angesprochen und wenn sie höflich ablehnen, sehen sie sich wüsten Pöbeleien ausgesetzt und müssen froh sein, nicht auch noch körperlich attackiert zu werden.

Die landesweit monetär und personell ausgehungerte Polizei ist machtlos. Im Berliner Görlitzer Park verbucht es die Exekutive als Erfolg, dass sie die Suchtgifthändler des Platzes verwiesen und durch stete Anwesenheit vertrieben habe. Steve Feldmann, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft der Polizei Berlin, sagt, dass das „Vertreiben“ der Dealer das Problem eben nur verlagere. „Die verschwinden ja nicht einfach im Nirvana, sondern die gehen natürlich an andere Orte, wo mit Drogen gedealt wird“, so Feldmann.

Nach mehr Geld oder Personal für die Polizei sieht es nicht aus, dafür aber nach noch mehr Kriminalität und in manchen Städten absolut gesetzlosen Zonen, wo die Bürger bald die Wahl haben werden, zwischen sich selbst zu schützen oder eben wegzuziehen.