Dschihad in Kopenhagen – MP Thorning: „Das ist kein Kampf zwischen Islam und Westen“

kopenhagen_dschihadistDie Sozialdemokratin und Staatsministerin von Dänemark hat das gesagt, was ihre Kollegen vor ihr in Paris und bei jedem islamischen Terrorakt gesagt haben: „Das hier ist kein Kampf zwischen dem Islam und dem Westen. Es ist kein Kampf zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen.“ Das war wohl die gebriefte EU-Version, nachdem die Staatsministerin ihre Kollegen, u.a. Außenminister Steinmeier, SPD, sogar in Peru kontaktiert hatte; und es heißt wie gehabt: Das hat nichts mit dem Islam zu tun. Noch genauer: Der Islam ist missbraucht worden, und der Islam hat mit dem Islam nichts zu tun.

(Von Alster)

Der 22-jährige Dschihadist Omar Abdel Hamid (kl.Foto) wohnte gleich neben dem Gemüsehändler (Onkel Ali) im muslimisch dicht bewohnten Stadtteil Nørrebro Kopenhagen (Foto).

Hier der genaue Ablauf des Tathergangs:

Der erste Angriff erfolgte am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr beim Kultur-Cafe Krudttønden 2-3 km vom Wohnort des Dschihadisten in Østerbro. Hier fand eine Veranstaltung des Lars Vilks-Komitees statt. Es ging um die Freiheit der Meinungsäußerung und wodurch sie heute bedroht ist.

Neben Lars Vilk, dem wohl der Anschlag galt, nahmen unter anderem der französische Botschafter und ein Mitglied der feministischen Femengruppe als Redner teil. Die Veranstaltung wurde bewacht, denn der Künstler Lars Vilks war schon oft bedroht worden und ist wie Salman Rushdie einer Fatwa wegen Beleidigung Mohammeds (Rondell Hund) ausgesetzt. Hier tötete der Dschihadist einen Zivilisten, einen Filmemacher und verletzte drei Polizisten, die sein Eindringen in das Cafe verhinderten. Der Täter entkam, indem er ein Auto kaperte. Den Polo ließ er wenig später stehen und rief sich ein Taxi, mit dem er sich zu seiner Wohnung bringen ließ.

Um 16.30 Uhr, verließ er mit anderer Jacke seine Wohnung und ging später zur Synagoge in der Krystalgade in der Kopenhagener Innenstadt. Inzwischen war die Wohnung des Dschihadisten durch die Taxifahrt und Video-Aufnahmen geortet worden. Sie wurde umstellt. In der Synagoge fand eine jüdische Konfirmationsfeier, die Bat Mitzvah-Feier mit ca. 80 Teilnehmern statt. Seit geraumer Zeit werden alle Synagogen bewacht. Zusätzlich zur Polizeibewachung ging ein jüdischer Wachmann seine Wachrunde. Dabei wurde er gegen 1.00 Uhr in den Kopf geschossen. Er verstarb kurze Zeit später (PI berichtete). Bei der folgenden zweiten Schießerei wurden zwei Polizisten verletzt. Auch hier gelang es dem Anhänger Mohammeds nicht, in die Synagoge einzudringen (nicht auszudenken…). Der Dschihadist flüchtete und wurde gegen 5.30 Uhr in der Nähe der Station Nørrebro, nicht weit von seiner Wohnung von der Polizei gestellt und während der dann dritten Schießerei getötet.

Somit war der Zusammenhang des islamischen Angriffs mit der Veranstaltung zur Meinungsfreiheit und der Synagoge klar. Zunächst geht man von einem Täter aus (der der Polizei übrigens bekannt ist), untersucht aber weiter das Umfeld.

Um 10.30 Uhr am Sonntag fand die Pressekonferenz der Staatsministerin Thorning-Schmidt statt. Dazu hier wesentliche Ausschnitte:

„Wir haben als Nation einige Stunden durchlebt, die wir nie vergessen werden. Wir haben den häßlichen Geschmack von Angst und Ohnmacht geschmeckt, den uns die Terroristen gerne als Kostprobe zukommen ließen. Aber wir haben auch die Antwort.

Es ist Zeit für Zusammenhalt in Dänemark. Die kommenden Tage werden hart, wir müssen verstehen, was uns geschehen ist … Wir wollen denken und sprechen, wie wir wollen. Aber es gibt eine Antwort, die wir bereits heute geben können. Wir werden unsere Demokratie verteidigen. Und wir werden zu jeder Zeit Dänemark verteidigen. Wenn man gnadenlos Kugeln gegen eine Diskussionsveranstaltung und gegen die jüdische Gemeinde in Dänemark feuert, dann greift man unsere gesamte Demokratie an. Ganz Dänemark und alle Dänen.

Wir wissen, es gibt Menschen, die Ländern wie Dänemark Böses wollen. Sie wollen unsere Redefreiheit knechten, unsere Liberalität und unsere religiöse Gleichwertigkeit. Das hier ist kein Kampf zwischen Islam und dem Westen. Es ist kein Kampf zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen. Es ist der Kampf zwischen der Freiheit des Einzelnen und einer dunklen Ideologie“.

Auf Fragen der Presse betonte sie, dass man das Motiv des Täters nicht kenne, und dass man verstehen müsse, was angegriffen wurde. „Wir müssen zusammenstehen, an unsere Werte glauben und auf uns aufpassen“, meinte sie und wiederholte: „Wir sind nicht im Kampf mit dem Islam im Westen!“

Sie weiß also nichts, aber sie schließt den Islam als Ursache aus. Genauso wie uns das ins Hirn gehämmert werden soll.

(Übersetzung aus dem Dänischen von Alster)

Hier ein kurzer interessanter Hintergrundbericht zur Situation in Dänemark: