imageSeit Jahresbeginn findet in Deutschland ein Übergriff auf das Wirtschaftsleben statt, den selbst skeptische Geister kaum für möglich gehalten hätten. Mit dem Start des gesetzlichen Mindestlohns ist die Pflicht eingeführt worden, jede einzelne in diesem Lande geleistete Arbeitsstunde schriftlich zu dokumentieren und auf Verlangen einem amtlichen Betriebsprüfer vorzulegen. Das bedeutet einen wahrhaft höllischen Aufwand, denn es müssen Tag für Tag jene unzähligen Fluktuationen des Arbeitsgangs protokolliert werden, die in der heutigen Arbeitswelt normal sind. Für die kleinen Betriebe in Handwerk, Einzelhandel, Gastronomie oder digitalen Kreativbranchen bedeutet das, dass der Inhaber mehr Zeit beim Verwaltungskram und weniger Zeit beim Arbeitsprozess zubringt.

In den größeren Betrieben entsteht eine ganze Stufenleiter von Berichten und Berichtskontrollen. Überall wird der durchbürokratisierte Arbeitnehmer Realität. Dabei gibt dieser ganze Aufwand nicht die geringste Auskunft darüber, ob die Zeit tatsächlich produktiv eingesetzt wurde. Es geht nur um eine Lohn-Feststellungs-Bürokratie, nicht um eine Bewertung der geleisteten Arbeit…

(Fortsetzung hier! Die CDU besteht aus der gleichen arbeitsfernen sozialistischen Mixtur wie die SPD! Von Arbeitsplatz und Arbeiten, von Firmen und Arbeitsabläufen haben die keine Ahnung mehr! Wichtig ist nur, anderen Leuten das Geld zu stehlen und Sozialklimbim zu veranstalten.)

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146 KOMMENTARE

  1. Ein Mindestlohn bringt nur etwas, wenn er in ganz Europa eingeführt wird und dazu regional entsprechend der Kostenstruktur festgelegt wird.

    Man benötigt in München einen ganz anderen Lohn zum Überleben, als z.B. in der Niederlausitz.

    Daher würde die festlegung zu einem bürokratischen Monster verkommen. In Deutschland ist zudem der Mindestlohn bereits indirekt durch die Höhe der Sozialversicherung festgelegt.

  2. blödes gejammer der arbeitgeber – klar muss der mindestlohn kontrolliert werden, und zwar durch stundenzettel. was bitte ist daran schlimm? dann hat der arbeitnehmer wenigsten ein wenig schutz davor, dass der chef sagt: du kriegst den mindestlohn, arbeitest aber bitteschön eben länger!

  3. Viel Lärm um Nichts

    Bevor ich Rentner wurde hatte ich zeitgleich 3 Firmen, hatte Angestellte.
    Eine meiner Firmen war eine Unternehmensberatung, eine zweite Firma ein Einzelhandelsunternehmen.

    Für die Angestellten musste ich sowieso jede Arbeitsstunde dokumentieren – die mussten doch abgerechnet werden!

    Also, worüber reden wir?!
    Wer die Arbeitsstunden seiner Mitarbeiter nicht dokumentieren möchte – möchte derjenige seine Mitarbeiter um den Lohn betrügen oder warum keine Dokumentation?

    Sind die anderen Firmenchefs Überflieger oder bin ich nur eine Mega-Null, dass die anderen sich jede Arbeitsstunde jedes Mitarbeiters merken können?
    Also – ich hätte mir das nicht merken können: deswegen hatte ich alles dokumentiert!

    Hätte jeder jederzeit sehen können, so gab es keine Intransparenz.

    Viel schlimmer:
    Die rammdösigen Formulare des Landesamtes für Statistik mit dem Hinweis auf einen Bußgeldbescheid bei Nichtbeachtung.

    Nochmal zur Dokumentation:
    Dokumentation ist ein wichtiger Teil jedes Geschäftes: Selbst der Bezahlvorgang an der Kasse wird dokumentiert – wofür wohl?!

  4. Und wer hat sich diesen Mist widerstandslos aufs Auge drücken lassen? Der prinzipien- und charakterlose Hosenanzug, obwohl er und sein lächerliches Schoßhündchen namens CDU jahrelang strikt gegen diesen Unfug waren.

    Außerdem ist er mit 8,50 € viel zu hoch. An alle Mindestlohn-Träumer hier: Es gäbe sicher etliche Jobs, die sich, sagen wir mal mit 6 oder 7 € pro rechnen würden. Die fallen jetzt eben weg. Mindestlohn kostet Arbeitsplätze, immer.

    Natürlich ist es schlecht, wenn Löhne so niedrig sind, daß die Leute nicht davon leben können. Daran ist aber das durch schrankenlose Zuwanderung ständig steigende Arbeitskräfteangebot schuld. Da muß man ansetzen.

    Das fing schon mit den „Gastarbeitern“ an. Die Gewerkschaften haben nie ernsthaft Widerstand dagegen geleistet: Verrat am deutschen Arbeiter.

  5. Das ist doch alles ok, denn wenn dann mal die ganzen FACHKRÄFTE ihre eigenen hochqualifizierten Betriebe leiten, dann ist das erforderliche Abrechnungs- und Kontrollsystem schon vorhanden.
    Wenn ich Dr. Proebstl zitieren darf:
    „Ja so schaugt’s aus!“

  6. Es kann doch nicht so schwer sein, Beginn und Ende der Arbeitszeit zu erfassen. Dafür gibt es vollautomatische Zeiterfassungssysteme, das „stechen“ mit einer Code-Karte ist doch weit verbreitet.

    Dass der Mindestlohn aber notwendig ist, wird hoffentlich keiner bestreiten wollen. Es kann nicht sein, dass der Steuerzahler über SGB II – Billiglohn-Ausbeutung subventionieren muss.

    Und es ist ja nicht die welt, 8,50 Euro mach bei einer 40-Stunden-Woche 1.500 Euro Monatslohn brutto. Das ist kaum mehr als Harz IV (je nachdem wie viel die Unterkunft kostet) obwohl man vollzeit arbeitet.
    Arbeit sollte fair entlohnt werden und wer arbeitet, sollte davon leben können.

  7. Das Dokumentationsargument ist mir echt zu doof.
    #4 loherian hat vollkommen recht.
    Ich möchte nämlich auch für die Zeit bezahlt werden, die ich tatsächlich arbeite.

  8. Ein Mindestlohn bringt genau nichts (USA – „Igitt“ „Kapitalistenschweine!“ haben den übrigens seit 1938). Es ist ein weiterer Sargnagel im komplettsozialistischen Träumerlesrelikt („Der Staat zahlt alles!“), das während und nach dem Zusammenbruch des Sozialismus nichts als staatsfinanziertes Elend auf Pump geschaffen hat.

    Nicht nur Deutschlands Problem: Die komplette „Sozialpolitik“, also Utopia – nicht mit Bismarcks Ansatz verwechseln – orientiert sich ideologisch inzwischen komplett kritiklos (mangels Staats- und Systemvergleich, die sind nämlich durch Staatsbankrott gescheitert) am mehrfach und immer wieder in die Binsen gegangenem, unausrottbaren Sozialismusmodell: Wir drucken Geld für alle. Und wenn wir genug umverteilen, sind alle „reich“.

    Marktwirtschaft (nicht mit dem aktuellen EU-sozialistischen Staatsmodell verwechseln):

    Generell gehobener Lebensstandard für alle.

    Das Paradies, also das Schlaraffenland, war mal das arbeitslose Futtern durch den süßen Brei. Unübertroffen von Bruegel 1567 gemalt. Hängt in der Alten Pinakothek in München.

    Über den der Utopie – aus Langeweile, Sattheit, Wohlsein, Esel-auf-Eis – folgenden üblichen Systemzusammenbruch gibt es leider wenig…

    Kreis schließen: Auch in den USA hat der staatlich-sozialistische Mindestlohn genau nix gebracht außer mehr statt weniger Elend.

  9. # 5 Biloxi

    Sie reden von einem Stundenlohn von 6 Euro, den Sie für bestimmte Arbeiten für angemessen halten würden.

    Entscheiden Sie bitte selber, wie sinnfrei Ihr Vortrag war:

    6 Euro mal 160 Arbeitsstunden macht brutto genau 960 Euro Monatslohn BEI VOLLBESCHÄFTIGUNG!
    Ergibt ein Netto von ziemlich genau 760 Euro.

    Bliebe unser Arbeiter zuhause und würde trotz Arbeitslosigkeit fleißig lernen, dann:
    Erhielte er 400 Euro ALG II und Wohnkostenzuschuß, käme er auf etwa denselben Betrag.

    Hatten Sie nicht genau nachgerechnet oder leben wir in verschiedenen Vorstellungswelten?

  10. Der Mindestlohn ist ein Ausdruck einer sozialromantischen Vorstellung, die darauf beruht, das man sich sein Leben per Zwang verschönern könnte – ähnlich wie Leute meinen sich Wohlstand per Druckmaschine herbeiführen zu können.

    Die Preisbildung der eigenen Arbeitskraft resultiert aus der Höhe der Notwendigkeit des Gutes oder Dienstleistung die nachgefragt wird, aus meiner Leistung und Qualität usw.

    Statt nach mehr Lohn per Gesetz zu rufen, sollte man jenes System anprangern das es möglich macht die Kaufkraft meines Geldes zu schmälern,… sollte man das System anprangern das mich in Form von Steuern und anderen Zwangsabgaben enteignet.


    Mindestlöhne führen immer zur Preissteigerungen was logisch ist, wenn meine Arbeitskraft künstlich über den des Marktpreises liegt. Dies hat natürlich nur Nachteile für die Ärmeren.

    Noch dazu ist der Mindestlohn eine Waffe für größere Unternehmen um kleine „lästige“ Konkurrenten künstlich aus dem Markt zu drängen.

    Der Mindestlohn ist also noch dazu eine weitere vom Staat geschaffene Hürde um am Markt teilnehmen zu können.

  11. Entschuldigung, aber dieser Artikel ist hochgradiger Schwachsinn, der PI nicht würdig ist.

    Dort, wo nach Arbeitsstunden bezahlt wird, müssen zwangsläufig Arbeitsstunden erfasst werden.
    UND DAS WAR IMMER SO.
    DIE ERFASSUNGS- UND KONTROLLSYSTEME EXISTIEREN SCHON LÄNGST und haben nichts mit Mindestlohn zu tun.

    Das Geheul der Arbeitgeber hat aber sehr wohl mit Mindestlohn zu tun.
    Die wollen nämlich, dass der Steuerzahler weiter für sie einen Teil des Lohns zahlt (= Sozialismus für Arbeitgeber).

    Und sie werden sich leider weitgehend durchsetzen.
    Weil der Arbeitsmarkt, den sie gezielt mit Masseneinwanderung ruiniert haben, es zulässt.
    Sie werden Arbeitsstunden manipulieren und dadurch Mindestlohn umgehen.
    Und der Arbeitnehmer wird es mitmachen müssen, weil 100 Billigstarbeiter vor der Tür stehen.
    Der Notleidende wird der Arbeitnehmer sein, der weder Mindestlohn noch Sozialleistungen vom Staat bekommt.

    DAS IST DER RAUBKAPITALISMUS IN VOLLER PRACHT.
    Die Situation ist wie vor Hundert Jahren.
    Was dann passiert – siehe Geschichtsbuch.

  12. Ich kann nicht sagen, ob ich den Mindestlohn gut finde.
    Weil: Meine nette Frisöse habe ich befragt, ob sie einen Unterscheid merkt. „JA!“ vorher hatte sie ca. 5 Euro/Std. – Ich war platt, klar. Ich freue mich für sie, rein menschlich. Ihre Ergänzung: So hoch hätte sie gar nicht gefordert, ließ mich allerdings aufhorchen.
    Nun denn.

  13. Wer glaubt, Mindestlohn sei so sozialistisch und marktverzerrend, soll sich mal die Praxis ansehen: Da gehen ganze Belegschaften von Kleinbetrieben gemeinsam ins Jobcenter und beantragen aufstockend ALG II. Denn es ist klar, bei Mini-Stundenlöhnen und einer vernünftigen Wohnung hat man als sog. „Aufstocker“ immer noch einen Anspruch auf einen Teil der Leistungen.
    D.h. letztendlich kommt der Steuerzahler dafür auf, dass der Unternehmer nicht das zahlen will, was Arbeit eigentlich wert ist.

    Doch das ist dann nicht das einzige Problem, der Unternehmer kann aufgrund dieser Niedriglöhne seine Waren/Dienstleistungen billiger am Markt anbieten, als sein Konkurrent, welcher den eigenen Beschäftigten einen Lohn zahlt, von dem diese leben können.
    Der faire und ehrliche Utnernehmer wird plattgemacht, es kommt zu erheblichen Marktverzerrungen in bestimmten Gebieten, alles zu Lasten der Allgemeinheit. Das ist wohl kaum im Sinne der freien Marktwirtschaft.

  14. #11 Digitaaal (20. Feb 2015 14:45)

    Trotzdem sitzen die Reflexe. Denn die USA – ein Kontinent mit 50 Staaten – sind bööööse Kapitalistenschweine. Mindestlohn und Regionalergebnisse auf diesem Kontinent (positiv und negativ) hin- oder her. Ist Wurst

    Hauptsache in Hinterfuzzistan D (sorry, Deutschland!) per Brechstange was „Soziales“ per Regierung aufgedrückt.

  15. Peinliche Anbiederung an die Profiteure, dieser Bericht ist ein Tritt gegen die Patrioten, die sich für alle1 Landsleute einsetzen. Hat Herr Henkel diesen arbeitnehmerfeindlichen Schwachsinn geschrieben? PI verliert durch so einen Bonzenmüll zu recht an Zustimmung, schade.

  16. Lieber Kewil,
    hör bitte mit diesem neo-liberalen Schwachsinn auf!
    Wir haben jetzt wahrlich andere Sorgen, als sich um die gewissenlose Wirtschaft zu kümmern, die den Untergang durch Masseneinwanderung ja organisiert hat.

    Deine FDP ähnliche Ausführungen sind nicht nur grotesk (Wirtschaft ist nicht dein Thema!), sie schrecken aber auch die Leute ab, und wir brauchen jetzt jeden Mann.

  17. #11 Digitaaal

    War ja klar, dass wieder einer dieses alte (und längst widerlegte) Märchen auspackt. Zahlen die Arbeitgeberverbände eigentlich gut für diese Märchen?

    Hier eine Studie aus den USA, die den Mindestlohne seit über 70 Jahren (!!!) haben.

    Es ist bittere Wahrheit das der Mindestlohn nicht nur Arbeitsplätze vernichtet, sondern auch Menschen durch diesen planwirtschaftlichen Quatsch vom Arbeitsleben fernhält.

    Und zu den USA:
    Geil wieder jemand der die U.S.-Wirtschaft ernsthaft als kapitalistisch bezeichnet… ihr habt echt Mut 🙂
    Nein, was sie anscheinend vollkommen ignorieren ist der Umstand das mehr als die Hälfte der Amerikaner vom Staat leben (das ist übrigens keine Erkenntnis die erst Mitt Romney hatte),… scheint also nicht gerade dafür zu sprechen das der Mindestlohn Arbeitsplätze sichert oder gar schafft.

  18. Sie reden von einem Stundenlohn von 6 Euro, den Sie für bestimmte Arbeiten für angemessen halten würden.
    #9 loherian

    Es geht nicht darum, was „angemessen“ ist, sondern darum, was eine Arbeitskraft erwirtschaftet. Wenn sie keine 8,50 € erwirtschaftet, fällt der Job eben weg. Oder das Produkt bzw. die Dienstleistung wird teurer. Dann sinkt aber auch die Nachfrage danach. Es gibt übrigens auch etliche Leute, die sich gern „etwas dazuverdienen“ möchten und die durchaus bereit sind, für weniger als 8,50 € zu arbeiten.

    Sie haben ja recht: Man kann von 6 € nicht leben. Aber, wie gesagt, das eigentliche Problem liegt in der schrankenlosen Zuwanderung von Arbeitskräften.

    Da hier von Amerika (#8 Babieca) und indirekt vom „New Deal“ („1938“) die Rede war: Selbst die Staatssozialisten unter F. D. Roosevelt haben das begriffen. Sie haben nämlich zugleich die Einwanderung drastisch gedrosselt.

  19. #5 Biloxi

    Natürlich ist es schlecht, wenn Löhne so niedrig sind, daß die Leute nicht davon leben können. Daran ist aber das durch schrankenlose Zuwanderung ständig steigende Arbeitskräfteangebot schuld.

    Richtig, allerdings macht die Strategie, durch Massenzuwanderung die Löhne drücken zu wollen, nur ohne Mindestlohhn wirklich Sinn, weil das größere Arbeitskräfteangebot dann voll auf den Preis der Arbeit durchschlagen kann.

    Ohne Mindestlohn sind ausländische Arbeitskräfte, die im Zweifel auch zu sehr niedrigen Einkommen bereit sind zu arbeiten, gegenüber einheimischen Arbeitssuchenden im Vorteil. Mit Mindestlohn kommen wieder andere Faktoren zum Tragen, z.B. die Sprachkenntnisse.

  20. Angesichts der äußerst Besorgnis erregenden Flutung des deutschen Arbeitsmarktes mit Neusiedlern, Lohndumpern und Billiglöhnern aus aller Welt ist der Mindestlohn vielleicht die letzte Rettung, bevor wir Einheimischen gänzlich vom Arbeitsmarkt verdrängt werden.

  21. #14 Voldemort

    Der Preis entsteht im Markt und nicht im Politbüro. Preise die im Markt entstehen, Arbeitskraft die durch Notwendigkeit bewertet wird, sind Ausdruck der Realität.

    Und was die Subventionierung betrifft – dies ist Problem des Sozialstaats – nicht des Marktes.

    Es kommt auf die Kaufkraft des Geldes an, die wird durch das staatliche Geldmonopol geschmälert, also lieber das anprangern 😉

  22. @Digitaaal: Der Unterschied zwischen den USA und Deutschland ist, dass dort Betriebe jederzeit und ganz einfach Leute entlassen können, wenn es erforderlich ist. Deswegen klappt das auch mit dem Mindestlohn. Und die Arbeitnehmer dort sind außerdem nicht ständig im Urlaub. Und was meinst Du mit „Lobbyverband der Arbeitgeber“? Das ist doch ein ziemlich dummer Satz. Muss man denn sofort in einem Verband sein udn für irgendeine finstere Macht Lobbyarbeit beetreiben, wenn man was kluges sagt? Anstatt dass man auf das Geschriebene eingeht, werden Diffamierungsnebelkerzen in linksgrüner Manier gezündet. Albern! Und zwar sehr.

  23. #17 Pro West (20. Feb 2015 15:05)

    Es ist wirklich interessant: Je zentralistischer und planwirtschaftlicher ein Staat agiert, desto wütender wird er – und wütete selber – mit „kapitalistisch!“ geprügelt. Steigerung: „Raubtierkapitalismus“; ausgerechnet für ein durch und durch staatlich-planwirtschaftlich organisiertes System.

    Wahrlich, in seltsamen Zeiten wir leben/Yoda

  24. Deutschland – Land der Bürokratie !
    Ich dachte mal, in Deutschland gäbe es Marktwirtschaft. Klar soziale aber doch Marktwirtschaft. Und was ist das ? Von oben herab bestimmter Lohn für die Mitarbeiter. Dabei bestimmt doch in der Marktwirtschaft, die Firma wieviel Lohn es gibt. Klar soll jeder anständig bezahlt werden, aber gewisse geringfügige Arbeiten, erbringen gar nicht soviel Geld, das man dann Mindestlohn zahlen kann. Eine Firma hat Gewinn zu machen und zwar zurecht. Was Planwirtschaft gebracht hat, haben wir in der DDR gesehen: Mangelwirtschaft und fehlende Leistungsbereitschaft !
    Die Taxiunternehmen z.b. stehen ganz dumm da – viele machen schon dicht. Frau Nahles – das war nichts !

  25. #16 Schüfeli

    Lieber Kewil,
    hör bitte mit diesem neo-liberalen Schwachsinn auf!…

    Schüfeli ist wieder aus seiner
    Hammer-und-Sichel-Höhle rausgekrochen um als Wanderprediger wieder tiefroten Etatismus zu predigen.

  26. Mindestlohn war längst überfällig.

    Was der Mindestlohn allerdings mit einem höheren Verwaltungsaufwand zu tun haben soll erstellt sich mir nicht. Natürlich muss JEDE Arbeitsstunde dokumentiert werden, welcher Betrieb hat dieses vorher nicht gemacht? Wie wurde ansonsten abgerechnet?
    Pauschal?
    Nach gut dünken oder wie?

    Hätte ich mir auch nicht träumen lassen das ich dieses jemals sagen würde: Danke SPD.

    Und das sage ich obwohl ich ein Vielfaches des nun gesetzlich geregelten Mindestlohns verdiene.

  27. #22 Pro West (20. Feb 2015 15:19)

    #14 Voldemort

    Der Preis entsteht im Markt und nicht im Politbüro. Preise die im Markt entstehen, Arbeitskraft die durch Notwendigkeit bewertet wird, sind Ausdruck der Realität.

    Und was die Subventionierung betrifft – dies ist Problem des Sozialstaats – nicht des Marktes.

    Es kommt auf die Kaufkraft des Geldes an, die wird durch das staatliche Geldmonopol geschmälert, also lieber das anprangern 😉

    Das ist vom Grundmodell her richtig, aber der Markt ist nun mal in einen Sozialstaat eingebettet, soziale Leistungen sind eine feste Rechengröße. Ginge es nur nach dem Markt, würde z.B. jemand auch nicht dauerhaft für 6 Euro pro Stunde vollzeit arbeiten, weil es schlicht nicht zum Leben reichen würde. Dh. er würde entweder weggehen oder (falls sich keine kostentragende Beschäftigung finden lässt) versterben. Sterben genügend Arbeitnehmer, verknappt sich die Ressource Arbeit und der Preis steigt wieer. Dass man solche Marktmechanismen in einer sozialen Gesellschaft nicht gelten lassen will, dürfte hoffentlich nicht auf Kritik stoßen.

    Soblad man aber durch Sozialleistungen Menschen als „Aufstocker“ auffängt, bedeutet es, dass der Staat unrentable Arbeit finanziert – und schon hat man einen Einfluss auf den Markt, auch wenn man keinen Mindestlohn festschreibt. Durch den Mindestlohn soll der Steuerzahler eher entlastet werden und die Menschen ein Stück Würde zurückgewinnen, anstatt auch bei Vollzeitbeschäftigung noch als Bittsteller gegenüber der Gesellschaft auftreten zu müssen, während andere für’s Nichtstun genausoviel oder sogar mehr bekommen.

    Als Fazit kann man feststellen, dass die freien Marktkräfte hier nicht gelten und dass man nicht ein bisschen freie Marktwirtschaft parallel zu einem Sozialsystem fahren kann. Es kommt dann zu den o.g. Verzerrungen und Subventionen von Arbeitgebern durch den Steuerzahler.

  28. #25 Jackson (20. Feb 2015 15:13)
    #26 Midsummer (20. Feb 2015 15:14)

    Ja, beides interessante und ich meine: richtige Gedanken.
    Das Ganze – Mindestlohn und Problem Zuwanderung – ist ein komplexes Thema mit vielen Aspekten.

    Zum Beispiel: Worunter leiden die „Billiglöhner“ meistens ganz besonders? Richtig: unter den hohen Mieten. Und warum sind die Mieten in den Ballungsgebieten so hoch? Unter anderem wegen des Zuwanderungsdrucks!

    Kleiner Exkurs:
    Wenn man die Diskussion hier verfolgt, könnte man denken: Hier wird ja ganz schön rumschwadroniert, und vor allem „unwissenschaftlich“. Macht nichts. Die „Wissenschaft“ diskutiert das alles genau so kontrovers, und auch da sind die Aussagen letztlich keine anderen. Es wird nur sehr eindrucksvoll mit allen möglichen „Studien“ und „Untersuchungen“ untermauert.

    In ganz jungen Jahren wunderte ich mich über solche Kontroversen. Ich dachte: Die haben das doch jahrelang studiert, die müßten sich doch eigentlich auf „die Wahrheit“ einigen können. Damals hielt ich Ökonomie noch für eine „objektive Wissenschaft“, haha.

  29. #33 Westgermane (20. Feb 2015 15:34)

    Wie wurde ansonsten abgerechnet? Pauschal?

    Ja. Ganz einfach. Mein Beispiel: Mittelprächtiger Verlag. Klar zu kalkulierende (und davon lebbare) Löhne: Empfangsdame 1000/Monat bis Chefredakteur 12.000/Monat (alles Brutto, alles versteuert, alles Sozialabgaben & Pipapo. Zum „auf’s Klo gehen“ muß auch nicht ausgestempelt werden). Bonus: Festanstellung bei Firma. Also für das Individuum keine Lohnsteuererklärung.

    „Mindestlohn“? Ein weiterer Sargnagel…

  30. # 31 Pro West

    Welchen Sinn, Pro West, macht es denn sich ein monkey-business schönzureden?

    Wenn der Wert einer Arbeit keinem ausreichenden Lohn mehr entspricht – sagt das mehr über den Lohn oder mehr über die Arbeit aus?!

    Deswegen nennen wir es monkey-business! – ist was für Affen und Idioten (vor allem unter den angeblichen „Arbeitgebern“ (Arbeitgeber sind es eben nicht, da sie keine Arbeit anbieten, sondern, wie Biloxi es umschrieb, eine arbeitsähnliche Freizeitbeschäftigung, auch Lebenszeitverschwendung genannt; wäre es Arbeit, könnte man ja davon leben!)).

  31. Wie alles, was von den Sozen kommt, ist der Mindestlohn auch ein Eingriff in die freie Marktwirtschaft und deshalb planwirtschaftlicher Mist!

    Der Mindestlohn kostet durch den Verwaltungsaufwand der Wirtschaft in Wirklichkeit nicht 8,50 €/h sondern ca. 10,50 €/h.
    Nur dass zusätzlichen die 2 €/h nicht bei den Arbeitnehmern ankommen, sondern als Bürokratieaufwand verpuffen!

    Aber an verpuffter Effizienz sind die Sozen halt Weltmeister!

    Das beste aktuelle Beispiel hierfür ist Griechenland!

  32. Wer ist denn Anwärter auf Mindestlohn?
    Wer mußte denn bisher aufstocken?

    Das sind überwiegend Leute ohne Schulabschluß
    und/oder ohne Berufsausbildung.

    Wie soll es bei denen funzen, daß sie „von ihrer Hände Arbeit leben können“??
    Frei von jeglicher Qualifikation, läßt sich im bösen Raubtierkapitalismus schlecht leben.

    Der wahre Skandal ist, daß so viele junge Leute ohne erlernten Beruf sind.

    Und was die Frisösen angeht- wie kann man nur so bescheuert sein, einen
    Beruf zu erlernen, mit dem man unter der Armutsgrenze verdient.

  33. Interessant wie bei manchen die sonst immer klar und deutlich und vor allem sachlich diskutieren plötzlich Beißreflexe einsetzen und nur die Überschrift gelesen wird. Das war diesem Thema neulich schon genauso. Egal, war mir nur aufgefallen.

    Also: Es geht in dem Artikel nicht um die Frage Mindestlohn Ja/Nein.
    Sondern um den damit eingeführten Bürokratie- und Kontrollaufwand.

    Das ist in etwa so als würde man das Abhören aller Telefongespräche damit rechtfertigen daß man so schneller Leitungsstörungen feststellen kann.

    Oder mit der Terr0rgefahr begründet, die Grundrechte aller harmlosen Bürger einszuschränken, andererseits intensiv den Import von Terr0risten betreibt, gegen die diese Maßnahmen genau garnichts bringen. Es ist in all diesen Fällen nur ein Vorwand für etwas ganz anderes.

    Der zusätzliche Bürokratieaufwand ist dort nicht so groß wo ohnehin mit Stechuhr oder ähnlichem die Zeiten zentral erfaßt wurden. Aber es gibt doch auch ganz andere Konstellationen. Zum Beispiel Außendienstler, Heimarbeiter usw., die in vielen Fällen deutlich über dem Mindestlohn liegen. Aber für die die praxisfernen neuen Bestimmungen nicht oder nur mit erheblichen Aufwand einhaltbar sind. Weil es weitgehend selbstbestimmte verantwortungsvolle Tätigkeiten sind die auf einer Vertrauensbasis abgerechnet werden. Das ist in dem „alles ist gleich“-Gesetz nicht erfaßt.

    Die nächste und viel gefährlichere Sache ist die, daß mittels der Kontrollmechanismen im Prinzip jederzeit die Möglichkeit besteht, jeden beliebigen Betrieb unangekündigt zu stürmen und zu durchsuchen. Das war bisher nur bei sehr schwerwiegenden Anlässen möglich. Und jetzt geht das anlaßunabhängig als „Stundenzettelkontrolle“ getarnt.
    In dem Trojanischen Pferd „Mindestlohn“ sind also ganz andere Schweinereien verpackt die nichts mit der Lohnhöhe zu tun haben.

  34. @ #40 Koranthenkicker
    #In dem Trojanischen Pferd “Mindestlohn” sind also ganz andere Schweinereien verpackt die nichts mit der Lohnhöhe zu tun haben.#

    Genau, denn die Zettelkontrolle reicht bis 3000,-€ brutto und hat mit Mindestlohn also nix zu tun.

  35. Zur Dauerkontroverse zum Thema Mindestlohn hier noch etwas Material und ein beachtliches Argument:

    Ein Mindestlohn wirkt wie eine Steuer auf den Einsatz von geringer qualifizierten Arbeitnehmern. Sie benachteiligt daher den Einsatz geringqualifizierter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ist tendenziell mit negativen Beschäftigungswirkungen im Bereich von Geringqualifizierten verbunden.

    http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2014/04/schweizer-mindestlohn-initiative-hehre-ziele-falsches-instrument/?print

  36. Die Bayern und die Schwaben könnten sich ja eigentlich der Schweiz anschließen,
    wenn,
    … also wenn sie sich nicht schon den Wahabiten von der arabischen Halbinsel angeschlossen hätten.

  37. Wird PI von linken Trollen unterwandert oder behaupten da Leute wirklich, gegen die Meinung von linken und konservativen Wirtschaftswissenschaftlern, dass Mindestlohn für „den Arbeiter“ mehr Vor,- als Nachteile hätte?

    Der Mindestlohn ist nichts anderes als ein Machtinstrument von Parteien – er appelliert an den niedrigsten Instinkt und schädigt die Menschen zum politischen Vorteil.

    Der Mindestlohn hat in den USA dazu geführt, dass Schwarze drei mal häufiger Arbeitslos sind – Mindestlohn ist ein Berufsverbot für Minder-Qualifizierte.

  38. #40 Koranthenkicker (20. Feb 2015 15:55)

    😆 Nett formuliert.

    Also: Es geht in dem Artikel nicht um die Frage Mindestlohn Ja/Nein. Sondern um den damit eingeführten Bürokratie- und Kontrollaufwand.

    Das eine kommt zum anderen. Der Mensch hat sein Leben gerne einfach bis übersichtlich. Und wenn er den Bürokratie- und Kontrollaufwand durch Umgehung von Mitarbeitern ersetzen kann, wird er Mitarbeiter umgehen. Alte Regel, schon bei ISO-Zertifizierung: Bürokram ist Kaka…

  39. Es ist doch besser, jemand stockt auf, anstatt das er ganz arbeitslos ist, weil durch den Mindestlohn sein Job wegfällt ! Es gibt einfach Bereiche, in denen kann im Normalfall kein Mindestlohn gezahlt werden, weil die Tätigkeit zu wenig einbringt. Aber wenn man nun sagt: Mindestlohn für alle, dann haben einige Firmen Probleme. Es ist einfach zu pauschal. Es hat etwas von Sozialismus und wenig von Freiheit. Ich bin für Freiheit.

  40. Die Mehrheit der EU-Länder haben den Mindestlohn und der ist meist höher als 8,50.
    Das Gejammer der Industrie über das angebliche Bürokratiemonster ist die übliche Reflex-Schnappatmung:
    Das erfassen der Arbeitszeit ist schon seit 3 Jahren Pflicht nach der Arbeitstättenverordnung und wohl selbstverständlich für eine korrekte Lohnabrechnung.
    Natürlich jammern die Betriebe, die sich bisher auf Kosten der Mindestlöhner die Taschen vollgestopft haben.

  41. Wenn sich die Gewerkschaften um ihre eigentliche Aufgabe kümmern würden (anstatt gegen Pegida zu demonstrieren), bräuchte es auch keinen Mindestlohn.

  42. #31 Pro West (20. Feb 2015 15:25)
    #16 Schüfeli
    Lieber Kewil,
    hör bitte mit diesem neo-liberalen Schwachsinn auf!…
    Schüfeli ist wieder aus seiner
    Hammer-und-Sichel-Höhle rausgekrochen um als Wanderprediger wieder tiefroten Etatismus zu predigen.

    Hast vielleicht noch etwas zur Sache zu sagen?

    Oder das war’s schon?

  43. Zugegeben, mit diesem Thema habe ich mich noch nie detailliert auseinander gesetzt. Eines weiß ich allerdings. In früheren Zeiten konnten auch weniger Qualifizierte von ihrer Hände Arbeit leben. Es hat auch etwas mit der Würde des Menschen zu tun. Eben diese Würde hatte man und es war gut so. Man akzeptierte, vielleicht auch bissel zähneknirschend, dass es Besserverdienende gab. Man lebte nur dann vom Staat, wenn man tatsächlich arbeitslos war, oder durch andere Umstände dazu gezwungen wurde.

    Die Moral geht auf allen Gebieten den Bach runter. In einer derart verkommenen Gesellschaft hat sie keinen Platz mehr. Dieses Verhalten lässt sich von ganz oben bis tief nach unten runterbrechen.

  44. #46 HendriK.

    Es ist doch besser, jemand stockt auf, anstatt das er ganz arbeitslos ist, weil durch den Mindestlohn sein Job wegfällt! Es gibt einfach Bereiche, in denen kann im Normalfall kein Mindestlohn gezahlt werden, weil die Tätigkeit zu wenig einbringt.

    Nein, das ist nicht besser, weil der Staat dadurch Geschäftsmodelle subventioniert, die auf Niedriglöhnen basieren – und das auf Kosten solcher Unternehmen, die ihre Mitarbeiter anständig bezahlen. Ein Beispiel ist die Postzustellerbranche.

    Es stimmt eben nicht, daß Niedriglöhne nur deshalb bezahlt werden, weil man für den von einem Beschäftigten erwirtschafteten Output keinen höheren Preis am Markt erzielen kann. Häufig geht es dem Unternehmen schlicht darum, Wettbewerber zu unterbieten bzw. den Profit zu maximieren.

  45. #49 Schüfeli

    Die Gegner des Mindestlohns, einschließlich mir, haben hier, als auch beim
    „Schäffler-Beitrag“ wunderbar dargelegt, warum der Mindestlohn nun mal nicht zu dem führt, was sich die Genossen gerne so vorstellen, insofern muss ich auch nichts mehr hinzufügen – erst beim nächsten Beitrag wieder 🙂

  46. Mal ganz jenseits der Haarspalterei: Merkt hier noch jemand, daß hier mit dem politbeschlossenen „Mindestlohn“ absurde, Job-Abwärts-Pirouetten zu absurden Jobs gedreht und beschleunigt werden?

    1. Die Dritte Welt strömt nach Deutschland. Deren Qualifikation: Schauerleute (im HH-Hafen schon lange nicht mehr üblich) und Steinesammler (in der Landwirtschaft auch schon lange nicht mehr üblich). Aber für die gibt es jetzt „Mindestlohn“.

    2. „Friseusen“: Warum muß in Deutschland mit seiner Überfriseusendichte jede aus Islamien eingewanderte Frau als Traumjob „Friseuse“ werden?

    3. Nachmittags-Inventur bei xyz an der Tiefkühltruhe: Als Student hätte ich mich über den Mindestlohn gefreut. Als Angestellter, der mich anstellt, auch – höhö -: „Wenn der die Flossen abfrieren, zahle ich der doch nicht drei Stunden!“

    Ich hatte übrigens abgefrorene Flossen und einen Hunni 😉 . Pauschale (100 DM für Inventur) statt „Mindestlohn“ (8,50 Öcken pro Stunde) war schon damals motivierend!

  47. Mir kommen die Tränen. Der Lohn, muss zum leben reichen und fertig. Die Arbeitgeber, legen den Lohn, schon lange auf die Steuerzahler um, weil viele Arbeitnehmer, „aufstocken“, d.h. Hartz4 beziehen, weil der Lohn nicht für das Existenzminimum reicht.

    Und jetzt kommt dieser Arbeitnehmer daher und will ordentlich bezahlt werden. Unzumutbar!

  48. #14 Pro West

    „Mindestlöhne führen immer zur Preissteigerungen was logisch ist, wenn meine Arbeitskraft künstlich über den des Marktpreises liegt. Dies hat natürlich nur Nachteile für die Ärmeren.“

    Klar völlig Logisch ?!

    Wenn jemand für 6 EUR/h arbeitet, dann kann er sich bestimmte Dinge nicht leisten, wenn er für 8,50/h arbeitet, schlägt das Schicksal noch grausamer zu, da er sich ja die Dinge weiterhin nicht leisten kann.

    Also Arbeitnehmer auf zur nächsten Demo und gegen den Mindestlohn demonstrieren, denn ihr habt ja durch den Midnestlohn nur Nachteile.

    Und wo ist denn der Quark her, dass die Arbeitskraft künstlich über den Marktpreis liegt ?

    Wer von den Mindestlohngegner outet sich denn hier mal und bestätigt, dass er für 8,50 EUR arbeitet.

  49. #55 derberliner

    Na schön doch noch mal.
    Denken ist nicht deine Stärke . Oder ?

    Wenn der politisch aufgezwungene Mindestlohn nicht über den des Marktpreises liegt müsste er ja nicht eingeführt werden, denn darunter macht er keinen Sinn aus Sicht von Subventionsbedürftigen.

  50. #14 Pro West (20. Feb 2015 14:41)
    Der Mindestlohn ist ein Ausdruck einer sozialromantischen Vorstellung, die darauf beruht, das man sich sein Leben per Zwang verschönern könnte – ähnlich wie Leute meinen sich Wohlstand per Druckmaschine herbeiführen zu können.
    Die Preisbildung der eigenen Arbeitskraft resultiert aus der Höhe der Notwendigkeit des Gutes oder Dienstleistung die nachgefragt wird, aus meiner Leistung und Qualität usw.

    Über die Preisbildung – korrekt.

    Der Mindestlohn ist keine sozialromantische Vorstellung, sondern eine Rahmenbedingung, die verhindert, dass der Staat einen Teil des Lohnes zahlen muss (um Hungeraufstände zu vermeiden und dadurch das System zu sichern).
    Also, überhaupt keine Romantik, sondern rein fiskalische Maßnahme (und keine Wohltat für Arbeitnehmer, die sowieso vom Mindestlohn nicht leben können).

    Wer solche elementare Rahmenbedingungen nicht erfüllen kann, soll kein Unternehmen gründen, sondern ein Bettelorden.
    Die Unternehmen, die sogar den Mindestlohn nicht zahlen können, haben keine Existenzberechtigung – da stimmt es mit Geschäftsmodel einfach nicht.

    Wird durch Schließung solcher Unternehmen eine Ware / Dienstleistung knapp, dann steigt der Marktpreis und dadurch wird der Mindestlohn (oder sogar mehr) möglich.

    Voraussetzung dafür sind natürlich die funktionierenden Märkte. Wenn aber der Arbeitmarkt durch Masseneinwanderung konsequent ruiniert wird, dann funktioniert nichts mehr.

    Und was die Subventionierung betrifft – dies ist Problem des Sozialstaats – nicht des Marktes.

    Der Grundwiderspruch der Wirtschaftslobbyisten:
    die sind für Freiheit / Liberalismus usw. NUR WENN ES IHNEN NUTZT.
    Wenn aber ihnen staatliche Eingriffe nutzen (Subventionen für Wirtschaft, Subventionierung der Löhne usw.), dann sind sie plötzlich alle Sozialisten.

    Das ist im Prinzip gar keine Ideologie, sondern nur der Ausdruck der Gier, die den Verstand ersetzt hat.

  51. #57 Schüfeli

    Dir stimme ich voll zu. Klare nachvollziehbare Argumentation.

    #56 Pro West

    Denken kann ich schon, habe auch BWL studiert.

    Nur glaub ich nicht den Schwachsinn, den einige hier schreiben und dann irgendwelche hirnrissigen Argumente heranziehen.

    Denk Du mal darüber nach, warum in den letzten 10 Jahren die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer geworden sind. Ist daran der Sozialstaat schuld ?

    Wieviel Arbeitsplätze sind denn durch die Einführung des Mindestlohne flöten gegangen ?

    Bringe hier mal Fakten und nicht nur blabla.

  52. #57 Schüfeli

    Ihr Grundtenor:

    -Alles was mir nicht gefällt hat keine Existenzberechtigung –

    auch das lässt tief blicken

    -Einwanderer sind Schuld-

    Und zu guter Schluss wissen sie auch nicht Korporatismus von Marktwirtschaft zu unterscheiden!

  53. #58 derberliner

    Und ja, der Wohlfahrtsstaat, seine Sozialindustrie, Steuern, Geldmonopol, Interventionen, Regulierungen und seine Prediger sind maßgeblich an der Schere schuld.

  54. Na ja, Hauptsache Sie wissen, was Marktwirtschaft ist.

    Mit wissenschaftlichen Begriffen um sich schmeißen, heißt auch nicht, dass man diese begriffen hat.

    „-Alles was mir nicht gefällt hat keine Existenzberechtigung – “

    Es geht hier nicht um Existensberechtigung, sondern um den Austauch von Argumenten.

    Sie haben vieles genannt, aber nicht durch Fakten belegt.

    Ich freue mich auf die Zahlen, die belegen, dass sie mit Ihrer Meinung Recht haben

  55. #61 Pro West

    „Und ja, der Wohlfahrtsstaat, seine Sozialindustrie, Steuern, Geldmonopol, Interventionen, Regulierungen und seine Prediger sind maßgeblich an der Schere schuld.“

    Also der Staat ist schuld, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden.

  56. Wie sieht es denn in den andreren (ca. 15) EU-Ländern aus, die den (nicht hohen)Mindestlohn haben?

    Ist Deutschland das ERSTE Land, das den Mindestlohn einführt?

    Warum wird nicht dann der Wucherzins(=KEIN Vertrag!) Paragraph abgeschafft?

    Unter 6-7 Euro ist für mich Sklaverei (bis auf Ausnahmen) — hat mit Arbeit nichts mehr zu tun.

    Den Mindestlohn braucht man nicht — wenn die Einwanderung gerecht/funktionieren würde[ tut sie aber nicht — Lohn = Kurs bei der Börse] & KEINE (meist) Wirtschaftsflüchtlichen, die den Lohn stark drücken.

  57. #62 derberliner

    “-Alles was mir nicht gefällt hat keine Existenzberechtigung – ”
    Es geht hier nicht um Existensberechtigung, sondern um den Austauch von Argumenten.

    Das wurde von #57 Schüfeli ins Spiel gebracht.
    Und richtig es geht um Argumente.

    Und die Definitionen von Begrifflichkeiten die ich verwende, sind mir sehr wohl bekannt, sonst würde ich sie ja nicht verwenden.

  58. #64 derberliner

    Also der Staat ist schuld, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden.

    Richtig ! Besonders alle Nettostaatsprofiteure werden reicher, statt der einfache Arbeiter oder jene Unternehmer die sich eben halt nicht mit dem Staat einlassen.

  59. #23 Babieca (20. Feb 2015 15:09)

    Wenn ich was kriege; wenn mir was geboten wird, hole ich es mir. Stefan Del Mare schrieb mal: “Was dem Menschen Hartz 4, ist dem Tier die Mülltonne.” Das heckt es zügig und ganz alleine ohne Anleitung/Training.

    Und ich setze noch einen drauf: „Was dem Menschen die Tafel, ist dem Tier die fütternde Oma.“

    Nachdem ich täglich seit geraumer Zeit frühmorgens von kreisenden und kreischenden Wasservögeln (Möwen und seit einiger Zeit auch Graureiher) geweckt werde, habe ich es mir nicht nehmen lassen, mal zu prüfen, was die da eigentlich so treiben.

    Sie klappern bestimmte Fenster ab (die sie natürlich genau kennen), auf denen ihnen regelmässig Futter geboten wird. Danach ziehen sie weiter.

    Ich hatte daraufhin auch einmal versucht, zumindest die Graureiher zu füttern. Aber mein Fensterbrett erscheint ihnen offenbar als zu klein, obwohl sie durchaus interessiert und im Zweifel hungrig das Angebot überprüften. Bevor sie sich jedoch zu einem Manver entschliessen konnten, kam unsere fette Möwe, setzte sich ganz selbstverständlich auf das Fensterbrett und frass in kürzester Zeit alle Brotstückchen auf.

    Wird Zeit, dass die Lachmöwen aus Afrika wiederkommen.

  60. #60 Pro West (20. Feb 2015 17:16)
    #57 Schüfeli
    Ihr Grundtenor:
    -Alles was mir nicht gefällt hat keine Existenzberechtigung –

    Wo habe ich das geschrieben, bitte Zitat.
    Ich habe geschrieben:
    „Die Unternehmen, die sogar den Mindestlohn nicht zahlen können, haben keine Existenzberechtigung – da stimmt es mit Geschäftsmodel einfach nicht.“

    auch das lässt tief blicken
    -Einwanderer sind Schuld-

    Wo habe ich das geschrieben, bitte Zitat.
    Ich habe nicht Einwanderer, sondern MASSENEINWANDERUNG geschrieben.

    Fazit:
    Verdrehung der Tatsachen, aber sehr ungeschickte, da sofort nachvollziehbar.

    Und zu guter Schluss wissen sie auch nicht Korporatismus von Marktwirtschaft zu unterscheiden!

    Dann erbarmen Sie sich über uns und erklären Sie es uns gnädig, was Sie damit meinen.

  61. #37 Babieca (20. Feb 2015 15:50)

    Ja. Ganz einfach. Mein Beispiel:…

    Empfangsdame 1000/Monat bis Chefredakteur 12.000/Monat…

    “Mindestlohn”? Ein weiterer Sargnagel…

    Ich sehe da die Möglichkeit, das Gehalt der Empfangsdame aus dem Gehalt des Chefredakteurs aufzustocken.
    Wäre auch für Betrieb sinnvoll, damit die Empfangsdame nicht wie eine Bettlerin aussieht.

    Solche Möglichkeit gibt es übrigens in den meisten Unternehmen, denn die Gehälter des Managements sind in den letzten Jahren überproportional gewachsen und zwar ohne irgendwelchen sachlichen Grund.

  62. #38 loherian (20. Feb 2015 15:51)
    # 31 Pro West
    Deswegen nennen wir es monkey-business! – ist was für Affen und Idioten (vor allem unter den angeblichen “Arbeitgebern” (Arbeitgeber sind es eben nicht, da sie keine Arbeit anbieten, sondern, wie Biloxi es umschrieb, eine arbeitsähnliche Freizeitbeschäftigung, auch Lebenszeitverschwendung genannt; wäre es Arbeit, könnte man ja davon leben!)).

    Korrekt.
    So war es auch beim Sozialismus:
    „Die spielen, als ob sie uns bezahlen, und wir spielen, als ob wir arbeiten.“
    Daran ist Sozialismus letztendlich gescheitert.

    Mit Niedriglöhnen ist keine Hochtechnologie-Gesellschaft zu machen.
    Das ist der Weg in die 3.Welt.

  63. #68 Schüfeli

    Ohh, sie relativieren ihre eigenen Aussagen eher sehr ungeschickt.

    Etwas oder jemanden seine Existenzberechtigung, sei es ein Unternehmen, was auch immer in Frage zu stellen, muss ein auch dazu veranlassen, annehmen zu müssen das sie auch in anderen Bereichen sich anmaßen was seiner Existenz berechtigt und was nicht berechtigt ist.

    Und ob Einwanderung oder Masseneinwanderung spielt keine Rolle. Weder das eine noch das andere ruiniert den Arbeitsmarkt. Chance werden nur durch dümmliche Regulierungen für deutsche Arbeiter vermasselt, daran ist nicht der Ausländer schuld.

    Und Korporatismus ist die Verbindung von Wirtschaft und Staat, die ich als ebenfalls schädlich erachte. Eine freie Marktwirtschaft kennt solche Verbindungen nicht, da entweder kein Zentralstaat vorhanden oder ein Minimalstaat der überhaupt keine Möglichkeiten hat in die Wirtschaft weder negativ noch „positiv“ einzugreifen.
    —-
    Niedriglöhne sind relativ und jeder muss für sich selbst entscheiden ab für wie viel er eine Arbeit annimmt oder nicht. Leute die das für andere entscheiden wollen, sind nun mal Sozialisten.

    Und nochmal… auf die Kaufkraft kommt es an !

  64. Diesen positiven Aspekt des Mindestlohens möchte ich besonders hervorheben:
    wenn ein Arbeitgeber schon 8,50 Euro / Stunde zahlen muss, dann nimmt er lieber jemanden, der ihm für dieses Geld etwas leistet als eine „Fachkraft“ mit Lampedusa-Diplom.

    Ich habe überhaupt keine Illusionen und weiß, dass man den Mindestlohn häufig umgehen wird.
    Aber vielleicht wird dieser Effekt die Masseneinwanderung doch etwas bremsen.

    Schon deswegen lohnt sich der Mindestlohn.

  65. #73 Schüfeli

    Ich denke ein Unternehmer kann ganz gut selbst einschätzen wer für sein Betrieb gut oder nicht gut ist, dafür braucht er nicht sie und ihren Mindestlohn.

    Haben sie Angst das ein
    Lampedusa-Pigmentierter etwa besser ist als sie, weshalb sie diese künstliche Hürde wollen ?

  66. #71 Pro West

    Und ob Einwanderung oder Masseneinwanderung spielt keine Rolle. Weder das eine noch das andere ruiniert den Arbeitsmarkt.

    Selbstverständlich wirkt sich die Einwanderung auf den heimischen Arbeitsmarkt aus, denn sie erhöht das Personalangebot, was Druck auf den Preis der Arbeit und damit die Löhne ausübt. Je höher die Zuwanderung, desto größer der Druck. Genau aus diesem Grund wollen Neoliberale und Arbeitgeber ja auch ein Einwanderungsgesetz und ein Arbeitsrecht für Asylbewerber – und sind gegen den Mindestlohn!

    Eine freie Marktwirtschaft kennt solche Verbindungen nicht, da entweder kein Zentralstaat vorhanden oder ein Minimalstaat der überhaupt keine Möglichkeiten hat in die Wirtschaft weder negativ noch “positiv” einzugreifen.

    Der völlig freie Markt, wie sie ihn hier propagieren, funktioniert nicht, denn er zerstört sich im Ergebnis selbst, weil er auf kurz oder lang in marktbeherrschende Monopole und Oligopole mündet. Um das zu verhindern und damit die Marktwirtschaft zu erhalten, bedarf es einer angemessenen Regulierung durch den Staat.

  67. #76 Jackson

    Der völlig freie Markt, wie sie ihn hier propagieren, funktioniert nicht, denn er zerstört sich im Ergebnis selbst, weil er auf kurz oder lang in marktbeherrschende Monopole und Oligopole mündet. Um das zu verhindern und damit die Marktwirtschaft zu erhalten, bedarf es einer angemessenen Regulierung durch den Staat.

    Nicht richtig. Selbst wenn Monopole entstehen würden, wäre das nicht tragisch, da sie nicht staatlich privilegiert sind, sondern durch gute Qualität und niedrige Preise überzeugen würden – tun sie das nicht mehr kommen halt neue Wettbewerber auf den Markt, was in dem Fall leicht ist da es keine künstlichen Markthürden geben würde.

    Zumal auch ein Monopol seine Preise deshalb nicht ins Unermessliche treiben kann , weil es sonst schlicht auf seine Kosten sitzen bleibt die es bis dahin schon verursacht hat – Investitionen etc.

    Und das Einwanderung keinen Einfluss hätte, hab ich auch nicht behauptet, sondern schlicht das es keine negativen Folgen hat, sondern zum intensiven Wettbewerb führt, wovon ich als Konsument auch was habe.

  68. #71 Pro West (20. Feb 2015 18:20)
    Etwas oder jemanden seine Existenzberechtigung, sei es ein Unternehmen, was auch immer in Frage zu stellen, muss ein auch dazu veranlassen, annehmen zu müssen das sie auch in anderen Bereichen sich anmaßen was seiner Existenz berechtigt und was nicht berechtigt ist.

    Sie können natürlich annehmen, was Sie wollen.
    Ein normaler Mensch fühlt sich dazu aber nicht veranlasst.

    Wenn z.B. jemand einer Räuber-Bande ihre Existenzberechtigung abspricht, heißt noch lange nicht, dass er es auch in anderen Bereichen tut.

    Und ob Einwanderung oder Masseneinwanderung spielt keine Rolle. Weder das eine noch das andere ruiniert den Arbeitsmarkt. Chance werden nur durch dümmliche Regulierungen für deutsche Arbeiter vermasselt, daran ist nicht der Ausländer schuld.

    Ich bezweifle inzwischen, dass Sie normal sind.
    Versuche es trotzdem, damit sogar Sie es verstehen.

    Wenn es 10 Arbeitsplätze gibt, aber 1000 Arbeiter importiert werden, dann ist der Arbeitsmarkt kaputt, egal ob mit Regulierungen oder ohne.

    Einwanderung kann nützlich sein (vorausgesetzt sie ist gering, es gibt genug Wohnraum / Arbeit und die Einwanderer können assimiliert werden).
    Masseneinwanderung ist aber tödlich, da sie nicht nur Arbeitsmarkt, sondern auch die Gesellschaft zerstört.

    Und Korporatismus ist die Verbindung von Wirtschaft und Staat, die ich als ebenfalls schädlich erachte. Eine freie Marktwirtschaft kennt solche Verbindungen nicht, da entweder kein Zentralstaat vorhanden oder ein Minimalstaat der überhaupt keine Möglichkeiten hat in die Wirtschaft weder negativ noch “positiv” einzugreifen.

    Da gab es schon einen (hieß „Pentau“), der so etwas behauptete.
    Nach dem er gefragt wurde, warum es z.B. in Somalia mit Minimalstaat kein Wirtschaftswunder zu beobachten ist, verschwand er von hier.

    Kennen Sie ihn vielleicht (Zimmer-Genosse?)

    Niedriglöhne sind relativ und jeder muss für sich selbst entscheiden ab für wie viel er eine Arbeit annimmt oder nicht. Leute die das für andere entscheiden wollen, sind nun mal Sozialisten.

    Der „Pentau“ hat es seinerzeit etwas kürzer formuliert:
    Jeder ist seines Lohnes wert. Und wer nicht zufrieden ist, soll sich den Strick nehmen.

    Nun, wenn der Staat nach solchen klugen Ratschlägen gehandelt hätte, hätten wir schon längst einen Aufstand.

    Ich hoffe, dass es „Pentau“ in seiner geschlossenen Anstalt gut geht.
    Grüßen Sie ihn.

  69. #77 Pro West Nachtrag

    In einer voluntaristischen Gesellschaft würde es ebenso einen intensiveren Wettbewerb um einen qualifizierten Mitarbeiter geben, was wiederum gut für den Lohn/Gehalt des potentiellen Angestellten ist.

  70. #75 Pro West (20. Feb 2015 18:45)
    #73 Schüfeli
    Ich denke ein Unternehmer kann ganz gut selbst einschätzen wer für sein Betrieb gut oder nicht gut ist, dafür braucht er nicht sie und ihren Mindestlohn.
    Haben sie Angst das ein
    Lampedusa-Pigmentierter etwa besser ist als sie, weshalb sie diese künstliche Hürde wollen ?

    ES GEHT UM DIE STEUERUNG DER MOTIVATION.

    Solange ein Unternehmer den Lohn gegen Null drücken kann, ist das für ihn das Hauptargument. Dann nimmt er gerne einen Zigeuner vom Arbeitsstrich.
    So haben wir, was wir haben:
    niedrige Qualität (selbst Markenwaren sind häufig Scheiße), Inkompetenz und Null-Service überall.

    Wenn der Lohn aber eine Untergrenze hat, dann kommt schon Qualität / Service in Betracht.
    Und das ist gut so.

    Mit Niedriglöhnen ist keine Hochtechnologie-Gesellschaft zu machen.
    Das ist der Weg in die 3.Welt (bzw. 3.Welt kommt zu uns).

  71. #79 Pro West (20. Feb 2015 19:18)

    „……In einer voluntaristischen Gesellschaft“

    Können Sie Ihren Blödsinn vielleicht mal allgemein verständlich unters Volks bringen? Wer solche hirnlosen Fremdwörter benutzt ist meist nur ein Klugschwätzer.

  72. #77 Pro West

    Selbst wenn Monopole entstehen würden, wäre das nicht tragisch, da sie nicht staatlich privilegiert sind, sondern durch gute Qualität und niedrige Preise überzeugen würden – tun sie das nicht mehr kommen halt neue Wettbewerber auf den Markt, was in dem Fall leicht ist da es keine künstlichen Markthürden geben würde.

    Die Markthürden würden in diesem Fall nicht vom Staat, sondern den Monopolisten/Oligopolisten selbst aufgestellt. Die könnten dank ihrer Marktmacht neue Wettbewerber rasch verdrängen (z.B. durch eine Niedrigpreisstrategie oder verstärkten Werbedruck). Auf kurz oder lang wären die marktbeherrschenden Unternehmen für den Konsumenten „alternativlos“, und könnten Qualitätsstandards und Preise diktieren.

    Und das Einwanderung keinen Einfluss hätte, hab ich auch nicht behauptet, sondern schlicht das es keine negativen Folgen hat, sondern zum intensiven Wettbewerb führt, wovon ich als Konsument auch was habe.

    Der Wettbewerb würde sich vorrangig auf dem Arbeitsmarkt abspielen und hier zu sinkenden Löhnen bzw. einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen führen. Der Konsument hätte nur dann etwas von den fallenden Arbeitskosten, wenn die von den Unternehmen in Form niedrigerer Waren- und Dienstleistungspreise weitergegeben werden, was aber keineswegs sicher ist, schon gar nicht in einem Monopol- oder Oligopolmarkt. Da jeder Konsument im Regelfall zumindest indirekt auch Bezieher von Arbeitseinkommen ist, wäre er aber jedenfalls vom Absinken des Lohnniveaus infolge steigender Zuwanderung betroffen. Unter dem Strich wären die Folgen der Immigration für den Durchschnittskonsumenten also eher negativ.

  73. #78 Schüfeli

    Existenzberechtigung:
    Ihr Vergleich mit der Räuberbande hingt und ist naturrechtlich schon gesehen eine Vereinigung die darauf beruht gegen andere zu intervenieren. Eine freiwillige Vereinbarung die keinen Dritten betrifft ist was vollkommen anderes und sie wissen das ganz genau – hier zeigt sich ihre Argumentationsschwäche.

    Einwanderung: In einer freien Marktwirtschaft interessiert es nicht wie viel kommen.
    Einwanderer würden nicht auf Kosten anderer leben (da kein Sozialstaat), sondern müssten sich schon vorher darum kümmern wo sie wohnen, wo sie arbeiten – ist nichts vorhanden kommen sie auch nicht hierher – oder sie müssten sich mit schon eigenen vorhandenen Mitteln selbst ihr Wohneigentum schaffen etc.

    Und „Pentau“ kenne ich nicht, ich bin seit 2007 als „Pro West“ angemeldet und habe immer wieder mal auf die Nachteile des Korporatismus für den Wettbewerb hingewiesen.

  74. #82 Jackson

    Sie verkennen die Tatsache das es sowas wie Marktmacht nicht gibt, da kein Instrument vorhanden ist – also auch kein Preisdiktat oder der gleichen.

    Nicht hohe Preise, sondern hohe Absätze führen zu hohen Gewinnen.

    Wieso, weshalb hab ich auch dargelegt.

    Und zum Thema Lohn habe ich einen Nachtrag geschrieben.

  75. #81 Zwiedenk

    „Voluntaristische Gesellschaften“ bedeutet Gesellschaften beruhen auf freiwillige Zusammenschlüsse und folgen dem
    Nicht-Aggressions-Prinzip.

  76. #79 Pro West

    Inwieweit sich dieser Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter tatsächlich positiv auf die Gehälter der Angestellten auswirkt, hängt wiederum vom Angebot ab. Wenn dieses Angebot etwa durch die umfangreiche Zuwanderung von qualifizierten Erwerbspersonen erhöht wird, dann sinkt unter der Annahme gleichbleibender Nachfrage auch in diesem Beschäftigungssegment der Preis für die menschliche Arbeitskraft und damit die Vergütung für den einzelnen. Das kann auch in der von Ihnen als Ideal beschriebenen freien Marktwirtschaft ohne Sozialstaat theoretisch so weit gehen, bis die Löhne nur noch das Existenzminimum abdecken.

  77. Niederlanden, Mindestlohn bruto pro Stunde, ausgegangen von 40 Stunden Woche. Es gibt auch Wochen von 36, 37, 38 Stunden und da ist der Stundensatz dementsprechend niedriger und abhängig vom Alter

    (Leider bekomme ich die Tabelle hier nicht richtig rein kopiert, denn mal so).
    Für 40 Stunden Woche:

    15 Jahr – 2,59
    16 Jahr – 2,98
    17 Jahr – 3,41
    18 Jahr – 3,93
    19 Jahr – 4,53
    20 Jahr – 5,31
    21 Jahr – 6,25
    22 Jahr – 7,33
    23 Jahr – 8,63
    oder älter

    Mindestlohn besteht in den Niederlanden schon ganz lange.

  78. #77 Pro West (20. Feb 2015 18:59)

    Diese extreme Marktgläubigkeit mag ja einen gewissen intellektuellen Charme haben, mir ist das aber zu charmant. Ich denke, wir können uns darauf einigen, daß es mit Ludwig Erhards „Sozialer Marktwirtschaft“ ganz gut gelaufen ist. Die fußte bekanntlich teils auf Müller-Armack, teils auf der „Freiburger Schule“. Und von deren führendem Kopf, Walter Eucken, stammt der bis heute gültige, schöne Satz:

    „Es sind also nicht die sogenannten Mißbräuche wirtschaftlicher Macht zu bekämpfen, sondern wirtschaftliche Macht selbst.“

    Primat der Politik also. Oder auch: Ordoliberalismus.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ordoliberalismus

    Gerade bei der Frage der Zuwanderung wird deutlich, wie notwendig das wäre. „Die Wirtschaft“ schreit natürlich immer nach Ausweitung des Arbeitskräfteangebots. Und dann müßte „die Politik“ eben sagen: „Unbegrenzte Zuwanderung wollen wir nicht. Seht zu, wie ihr mit den Beschränkungen fertig werdet.“

    Das geschieht aber nicht. Warum nicht? Weil die wirtschaftliche Macht zu groß ist und die Politik nur Erfüllungsgehilfin ist. Woran die Petitesse nichts ändert, daß die Politik der Wirtschaft eine populistische Fragwürdigkeit wie den Mindestlohn aufs Auge drückt. In Wahrheit sind Wirtschaft und Politik längst aufs Engste verschränkt.

  79. Eine ihrem eigenen Volk offen aggressiv/ablehnend gegenüberstehende sog. „Regierung“ trifft eine politische(!) Entscheidung namens „Mindestlohn“. Glaubt irgendjemand hier auf PI, dass es dabei wirklich darum ging, irgendetwas für „Arbeitnehmer“ zu verbessern? Da, wo wirklich effektiv etwas hätte verbessert werden können – die kalte Progression z.B.- wird das Thema doch ganz offensichtlich bis zum Sankt Nimmerleinstag verschleppt, seit Jahren?!

    Wahrscheinlich ist die unersättliche Steuergier der GmbH besser zu befriedigen, wenn man Steuern, die man den Unternehmen nur schwer und unter immensen (Verwaltungs-)Kosten abtrotzen kann, in Form des Mindestlohns an die Beschäftigten auszahlen lässt, der einzelne „Arbeitnehmer“ lässt sich ja auch viel eleganter, unproblematischer und lückenloser auspressen, als ein Unternehmen. Zwangsweise Mitgliedschaft in allen Steuerverzeichnissen, relativ gute Nachverfolgbarkeit der Einkünfte, keine lästigen Stiftungsmodelle… .

    Landen die „Mindestlöhner“ jetzt nicht oftmals in der nächsthöheren Steuerklasse? Bei zusammengestrichenen Freibeträgen? Zudem kennen doch alle hier das Spiel- einer (vermeintlichen) Wohltat lässt dieser Nanny-Staat ganz sicher die nächste Belastung folgen. Höhere Kita-Gebühren, Maut, Infra-Struktur-Zwangssteuer?

    Und der Kleinunternehmer? Mittelstand ? Wie oft haben wir hier auf PI schon über die Austrocknung, die wie systematisch scheinende Zerstörung des dt. Mittelstandes diskutiert? Wenn von DENEN welche infolge des Mindestlohnes zugrunde gehen? Glaubt hier irgendwer, dass interessiert CDUSPDLINKSGRÜNEAFD?? Ist nur evtl. kostbares Know-How, Wirtschaftgut, das man nebenbei noch an die neuen Invasoren/Investoren verschachern kann.

  80. #86 Jackson

    Können tut immer alles. Das ist schon richtig.

    Aber eher besteht Anreiz sich weiterzubilden, zu spezialisieren um mir gerade einen Vorteil zu verschaffen und sich weiterzubilden sollte man aber auch jetzt schon, gibt ja genug Konkurrenz unter Deutschen.

    Der Punkt ist doch das ich freie Märkte weltweit für gut heiße, gerade um eine Konzentration zu verhindern, was aber wie gesagt nicht wirklich schlecht ist, auch wenn man sich tatsächlich mehr behaupten müsste.

  81. #83 Pro West (20. Feb 2015 19:31)

    Einwanderung: In einer freien Marktwirtschaft interessiert es nicht wie viel kommen.
    Einwanderer würden nicht auf Kosten anderer leben (da kein Sozialstaat), sondern müssten sich schon vorher darum kümmern wo sie wohnen, wo sie arbeiten…

    Und wenn sie nichts finden bzw. zu wenig verdienen (da Überangebot an Arbeitskräften), dann beginnen sie zu rauben, zu stehlen, mit Drogen zu handeln usw.
    Siehe z.B. USA.

    In allen Staaten (auch mit freien Marktwirtschaft) dieser Erde existiert so etwas wie Aufenthalts- / Arbeitserlaubnis.
    Sind sie alle Idioten?
    Oder gibt es dafür gute Gründe?

    Sind Sie noch von dieser Welt?

  82. #89 Biloxi (20. Feb 2015 19:46)
    #77 Pro West (20. Feb 2015 18:59)
    Diese extreme Marktgläubigkeit mag ja einen gewissen intellektuellen Charme haben, mir ist das aber zu charmant.

    Ob es charmant ist, ist Geschmacksache.
    Tatsache ist, dass die reine Marktwirtschaft nicht funktioniert.

    Der reine Kapitalismus ist noch früher gescheitert als der Sozialismus.
    Seit der großen Krise der 30-er gibt es überall in der kapitalistischen Welt nur Mischformen aus Markt und staatlicher Regulierung / Einmischung / Sozialstaat.

    Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus hat die Regulierung nachgelassen (man fürchtete keine systemische Konkurrenz mehr) und sofort bekam man eine schwere System-Krise (2008), die immer noch nicht überwunden ist.

  83. Da Eucken es für unmöglich hielt, eine Wettbewerbsordnung zu verwirklichen, ohne dass der Geldwert ausreichend stabil ist, ordnete er der Währungspolitik das Primat zu.

    Vom stabilen Geldwert kann ja nun keine Rede mehr sein.

    Eine auf die Verwirklichung der Wettbewerbsordnung ausgerichtete Politik müsse die Zusammengehörigkeit der konstituierenden Prinzipien einer solchen Wettbewerbsordnung beachten, ebenso die Interdependenz der Wirtschaftsordnung mit den anderen Lebensbereichen. Die einzelnen Wirtschaftssubjekte sollen für ihr Handeln auch die volle Verantwortung tragen bzw. haften (Haftungsprinzip – nach Walter Eucken „Wer den Nutzen hat, muss auch den Schaden tragen.

    Die Unternehmen betreiben Gewinnmaximierung und möchten gerne von der Verantwortung entbunden werden. Wer haftet am Ende? Klar, der Arbeitnehmer/Steuerzahler.

    Die EU hat uns im Prinzip nur eines eingebracht: Den Verfall einer freien Marktwirtschaft, die gut funktionierte und eine stabile und sichere Währung hatte.

  84. #92 Schüfeli

    Wir haben ganz offensichtlich unterschiedliche Auffassungen was freie Marktwirtschaft bedeutet.

    Für mich sind es Privatrechtsgesellschaften mit unterschiedlichen Rechtssystemen, privaten Schiedsgerichten, Vertragsfreiheit, Eigentumsrechte, freier Handel etc. alles im Sinne der Naturrechtsphilosophie von John Locke und den ökonomischen Erkenntnissen der Österreichischen Schule der Nationalökonomie.

    Da es in diesem Sinne keine freie Marktwirtschaft irgendwo auf der Welt gibt, kann ich ihnen auch nicht beipflichten das irgendwo Staaten mit freier Marktwirtschaft vorhanden sind. Ich spreche von einem möglichen und vor allem besseren Szenario, jenseits aller Staatsgläubigkeit.

    Marktwirtschaft existiert bestenfalls noch immer nur in einzelnen Bereichen in verschieden Ländern, aber nie allumfassend.

  85. Noch zu # 89

    Wohin es führt, wenn „die Wirtschaft“ bestimmt, wo es langgehen soll:

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte die Politik auf, die Beitrittsgespräche mit der Türkei „zügig“ fortzusetzen. Anlässlich des Besuchs von Erdogan in Berlin sprach sich BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf für einen „fairen und offenen Dialog“ mit Ankara aus. Die Türkei sei für die deutsche Wirtschaft „ein stabiler Partner“, erklärte Schnappauf. „Das Land bleibt absehbar ein Wachstumsmarkt in strategisch bedeutender Lage.“

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/600956/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

  86. #96 Biloxi

    Genau das ist ja was ich meine. Für freien Handel brauch ich keine Politiker, ich würde mit den handeln mit dem ich will. Dieser Handelspartner muss anderen nicht gefallen, ich schränke aber auch nicht die Grundrechte Dritter ein.

  87. Wenn ein Zwang zur Arbeit besteht, und der besteht, dann muss es auch einen Zwang zur ANGEMESSENEN Bezahlung geben!

    Es kann nicht sein, dass jemand meint, ein Produkt auf den Markt werfen zu wollen,hergestellt von Menschen, die dazu gezwungen werden und abstruser Weise die Steuerzahler einen Teil der Arbeitslöhne zahlen.
    Und gleichzeitig dieser Arbeitgeber noch dafür sorgt, dass evtl bereits bestehende Konkurrenz, die fair bezahlt, gezwungen wird, die Löhne zu mindern!

    Entweder…..oder.

    Hat Arbeitgeber einen Arbeitsplatz zu vergeben, dann soll er gefälligst, wenn er sich staatlicherseits drauf verlassen kann, dass ihm das Produkt erarbeitet wird, angemessen bezahlen und da finde ich 8,50 noch viel zu wenig.

    Und die Dokumentation…
    Haben Arbeitgeber vorm Mindestlohn gewürfelt, wie lang gearbeitet wurde?

  88. #93 Schüfeli

    Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus hat die Regulierung nachgelassen (man fürchtete keine systemische Konkurrenz mehr) und sofort bekam man eine schwere System-Krise (2008), die immer noch nicht überwunden ist.

    Die Finanzkrise hat was mit dem staatlichen FIAT-Geld-Kreditsystem und dem
    TeilreserveBankensystem zu tun.

  89. „Kleintierklinik der LMU
    Angehende Tierärzte mit zehn Euro Monatslohn“

    „Junge Tierärzte in München klagen über die Arbeitsbedingungen für Doktoranden an der Kleintierklinik der LMU.
    Nun liegt eine anonyme Anzeige vor – die Tierklinik könnte womöglich gegen das Mindestlohngesetz verstoßen.
    Die Rechtslage ist undurchsichtig – denn es ist unklar, welchen Status die Mitarbeiter haben.“

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/kleintierklinik-der-lmu-angehende-tieraerzte-mit-zehn-euro-monatslohn-1.2359557

    Dieses Land bringt einen um den Verstand!

  90. #100 Zensus
    Aus dem Artikel ist ebenso zu entnehmen…

    Er sagt aber auch: Die Bedingungen seien jedem Doktoranden von Anfang an bekannt, in den Vorstellungsgesprächen werde die Gehaltsfrage deutlich thematisiert…

    Man sollte also vorher überlegen, was man unterschreibt, und nicht erst hinterher das beklagen, dem man selbst zugestimmt hat.

  91. Klar, dass die Arbeitgeber jammern. Der böse Mindestlohn… das Pfui-Wort 2015. Die wollten den Mindestlohn auch nie – erschwert die Ausbeutung der Arbeitnehmer. Seit Jahrzehnten gibt es etwas, was Stechuhr genannt wird. Früher hatte man eine Karte, die man zu Arbeitsbeginn und zu Arbeitsende stempelte, heute kann sowas sogar digital mit Kartenleser erledigt werden. Mit so einem hochtechnischen Ding hat man die notwendigen Daten vorliegen, ohne dass der Chef dafür arbeiten muss – kostet zwar etwas Geld, so ein modernes Dingens, aber für Unternehmer sind das Betriebsausgaben und absetzbar; also kein Grund zu jammern…

  92. …weitaus sinnvoller wäre der Beschluss einer MINDESTRENTE gewesen.
    Es ist eine Schande für unser Land, dass Menschen, die jahrelang FÜR dieses Land gearbeitet haben, zum Aufbau beigetragen haben oder heute steuerzahlende Kinder grossgezogen haben, teilweise Renten erhalten, die knapp die Mietkosten decken, wenn überhaupt!
    Bei unseren Nachbarn in den Niederlanden gibt es die Mindestrente in Höhe von ca 850 Euro, AUCH für Menschen ,die keine 45 Jahre gearbeitet haben, oder arbeiten konnten.
    Kann PI nicht einmal darüber berichten, wie hoch in Deutschland die „Durchschnittsrenten“ liegen?
    Die Zahl der „pfandflaschensammelnden“ Rentner steigt nämlich stetig!

  93. #84 Pro West

    “ Hohe Absätze “ soll wohl heißen hoher Absatz, was sich aber auf die Stückzahl bezieht und noch keinen hohen Gewinn garantiert.
    Auch ein hoher Umsatz, die wertmäßige Menge, garantiert auch noch keinen hohen Gewinn.

    Ich möchte mich aber jeder Bewertung über Ihr betriebswirtschaftliches Wissen enthalten., weil es ja offensichtlich ist und der Mühe nicht wert ist.

  94. 7 Biloxi (20. Feb 2015 14:26)

    Außerdem ist er mit 8,50 € viel zu hoch. An alle Mindestlohn-Träumer hier: Es gäbe sicher etliche Jobs, die sich, sagen wir mal mit 6 oder 7 € pro rechnen würden. Die fallen jetzt eben weg. Mindestlohn kostet Arbeitsplätze, immer.

    ———————————-
    für wie viel arbeitest du Dummchen denn ?

  95. #104 sakarthw14

    ” Hohe Absätze ” soll wohl heißen hoher Absatz, was sich aber auf die Stückzahl bezieht und noch keinen hohen Gewinn garantiert.
    Auch ein hoher Umsatz, die wertmäßige Menge, garantiert auch noch keinen hohen Gewinn.

    Doch das eine führt zum anderen – und natürlich unter der Prämisse dass das Gut gewinnbringend an den Mann gebracht wird, was sonst ?

  96. 74 Schüfeli (20. Feb 2015 18:38)

    Diesen positiven Aspekt des Mindestlohens möchte ich besonders hervorheben:
    wenn ein Arbeitgeber schon 8,50 Euro / Stunde zahlen muss, dann nimmt er lieber jemanden, der ihm für dieses Geld etwas leistet als eine „Fachkraft“ mit Lampedusa-Diplom.

    Ich habe überhaupt keine Illusionen und weiß, dass man den Mindestlohn häufig umgehen wird.
    Aber vielleicht wird dieser Effekt die Masseneinwanderung doch etwas bremsen.

    Schon deswegen lohnt sich der Mindestlohn.
    ———————————-
    kann man nur beipflichten, man muss auch von seiner Arbeit leben können, die Wirtschaft hat jahrelang die Löhne gedrückt, fast alle EU-Länder haben die Mindestlöhne entsprechend der Lebenshaltungskosten in diesen Ländern, nur in Deutschland gibt es Probleme. Einige die sich hier gegen den Mindestlohn aussprechen würden wahrscheinlich für 8,50 Euronen früh den Arsch nicht aus dem Bett kriegen. Wer 40 Stunden die Woche arbeitet soll auch davon leben können.

  97. #107 chalko

    Wer 40 Stunden die Woche arbeitet soll auch davon leben können.

    Was für ein Blödsinn, als wenn es ein Grundrecht gibt durch irgend eine Arbeit, gleich welche, sein Lebensunterhalt damit finanzieren zu können.

    Und eine Frage. Warum fordert ihr nicht ein Mindestlohn von 10€, 100€, 1000 €….

    Euer Konzept funktioniert nicht, es ist vollkommen willkürlich und geht zu Lasten all jener die diesen Quatsch finanzieren müssen, egal ob man will oder nicht !

  98. Die exakte Erfassung der Arbeitszeiten ist die Basis jeder Lohnbuchhaltung, schon immer. Dafür gibt es heutzutage moderne Technik, Stempeluhren, die die Zeiten direkt in die EDV eingeben, die entsprechende Software, usw.

    Wo ist das Unternehmen, das das nicht tut? Dort fange ich an, komme eine Stunde später und gehe eine Stunde früher.

    Wieso sollte der komplett durchbürokratisierte Bürger kein komplett durchbürokratisierter Arbeitnehmer sein? Und wie produktiv die Zeit am Ende ist, war auch früher schon bisweilen sehr fragwürdig.

  99. #95 Pro West (20. Feb 2015 20:15)
    Da es in diesem Sinne keine freie Marktwirtschaft irgendwo auf der Welt gibt, kann ich ihnen auch nicht beipflichten das irgendwo Staaten mit freier Marktwirtschaft vorhanden sind. Ich spreche von einem möglichen und vor allem besseren Szenario, jenseits aller Staatsgläubigkeit.

    Es gibt nirgends freie Marktwirtschaft, weil sie in der Praxis nicht funktioniert.
    (Bei Kapitalisten ist Gier leider fast immer stärker als Verstand und sie können nicht sich selbst überlassen werden.)

    Freie Marktwirtschaft ist eine Utopie wie Kommunismus. Diese Utopien mögen auf dem Papier schön sein, die Implementierungsversuche enden jedoch mit Katastrophen.
    Also, man soll es lieber lassen.

    Marktwirtschaft existiert bestenfalls noch immer nur in einzelnen Bereichen in verschieden Ländern, aber nie allumfassend.

    Korrekt.
    Weil es anders gar nicht geht.

    Dauerhaft funktionieren nur Mischformen aus Markt und staatlicher Regulierung / Einmischung und Sozialstaat.
    Die Kunst ist, das Optimum bei der Mischung zu finden.

    Das Optimum wurde in Deutschland mit Sozialer Marktwirtschaft gefunden als Antwort auf den real existierenden Sozialismus.
    Sie wurde jedoch nach dem Zerfall des Sozialismus aufgegeben und die „Eliten“ kehren zum Raubkapitalismus zurück. Was dann geschieht – siehe Geschichtsbuch.

    Die Finanzkrise hat was mit dem staatlichen FIAT-Geld-Kreditsystem und dem
    TeilreserveBankensystem zu tun.

    Die Finanzkrise hat was mit Spekulation zu tun.

    Die durch Ausbeutung erzielten Gewinne sind so groß, dass sie weder konsumiert noch sinnvoll investiert werden können. Deshalb wird in Finanzprodukte investiert, die durch Spekulation Rendite erzielen sollen. Das geht natürlich volkswirtschaftlich gesehen schief, weil dadurch keine realen Werte entstehen.
    Aber wie gesagt: Gier ist stärker als Verstand.

  100. #109 Schüfeli

    Wieder FALSCH. Bereiche werden verstaatlicht, weil der Staat neue Einnahmequellen für sich selbst entdeckt und sich selbst zum privilegierten Monopolisten erklärt.

    Es gibt keinen Mittelweg, es gibt nur das eine oder das andere.

    Hayek fragte mal Erhard was er denn mit „sozialer Marktwirtschaft meine – Erhard sagte daraufhin das er nicht damit meine das der Markt sozial gemacht werden müsse, sondern das der Markt selbst sozial ist“.

    Du hast Recht, der Kommunismus ist Utopie, weil keine Wirtschaftsrechnung im Gegensatz zur Marktwirtschaft möglich ist.

    Die weltweite Ausbreitung der Planwirtschaft, also das intervenieren des Staates zeigt mehr und mehr die beschriebenen negativen Folgen.

    Und zur Finanzkrise: Ja auch hier liegen sie wieder mal falsch und wiederholen nur sozialdemokratische Parolen. Fakt ist aber das jeder Mensch spekuliert, siehe Praxeologie (die Lehre des menschlichen Handelns) – es ist ganz natürlich.

    Nein die Finanzkrisen die sich immer wieder zeigen, sind Probleme der von mir benannten durch den Staat installierten Systeme.

  101. #107 chalko (21. Feb 2015 01:21)
    Einige die sich hier gegen den Mindestlohn aussprechen würden wahrscheinlich für 8,50 Euronen früh den Arsch nicht aus dem Bett kriegen.

    Korrekt.
    Gegen Mindestlohn sprechen nur diejenigen, die selbst nicht betroffen sind.
    Sonst wäre es ja krankhafter Masochismus.

    Meistens sind es professionelle Lobbyisten oder unfähige Unternehmer, die nicht einmal in der Lage sind, den Mindestlohn für ihre Arbeiter zu erwirtschaften.

    Die fähigen und klugen Unternehmer handeln nach dem Prinzip von Henry Ford:
    „Ich zahle meinen Arbeitern so viel, dass sie meine Autos kaufen können.“
    Solche Unternehmer sind leider rar geworden.

    #108 Pro West (21. Feb 2015 01:41)
    #107 chalko
    Wer 40 Stunden die Woche arbeitet soll auch davon leben können.
    Was für ein Blödsinn, als wenn es ein Grundrecht gibt durch irgend eine Arbeit, gleich welche, sein Lebensunterhalt damit finanzieren zu können.

    Ein solches Grundrecht existiert zwar nicht, das könnte in Deutschland jedoch problemlos erreicht werden (dank hoher Produktivität), wenn der Arbeitsmarkt durch Masseneinwanderung nicht ruiniert würde.

  102. #110 Pro West (21. Feb 2015 02:05)
    Es gibt keinen Mittelweg, es gibt nur das eine oder das andere.

    Aber klar: Endsieg oder Niedergang.

    Es ist zwar sehr amüsant, mit solchen Leuten wie Sie zu streiten, es ist aber sehr zeitraubend und vor allem bringt nichts, weil ihre Argumente absolut realitätsfern sind.

    Also, bleiben Sie bei Ihren Überzeugungen, versuchen Sie aber bitte niemals, sie in die Praxis umzusetzen. Das hat bisher noch niemanden gelungen.

    Fakt ist aber das jeder Mensch spekuliert, siehe Praxeologie (die Lehre des menschlichen Handelns) – es ist ganz natürlich.

    Es ist eine Sache, wenn ein Arbeitslose in die Spielhalle geht, und eine ganz andere, wenn Geldmengen bewegt werden, die reale Werte ums Mehrfache übersteigen.

    Der Arbeitslose ruiniert nur seine Familie, die Finanzspekulanten – die ganze Welt.

  103. #11 BubbaGump
    #21 Schüfeli

    hör bitte mit diesem neo-liberalen Schwachsinn auf!
    Wir haben jetzt wahrlich andere Sorgen, als sich um die gewissenlose Wirtschaft zu kümmern, die den Untergang durch Masseneinwanderung ja organisiert hat.

    Genau daher weht der Wind. Mit Masseneinwanderung sollen die Löhne nach unten geknüppelt werden. Die Großkonzerne zahlen oft kaum Steuern und die Folgen der Masseneinwanderung müssen dann von Arbeitern und Angestellten bezahlt werden.
    Hier gibt es eine ganze Reihe Neoliberaler deren gewissenloser Freunde im Geist mit den Sauds wie nicht mehr ganz dicht im Bett rumhuren.

    Die Neoliberalen sägen wie nicht mehr ganz dicht auf dem Ast auf dem WIR sitzen.

  104. Man muss als ArbeitNEHMER die täglich geleisteten Arbeitsstunden fein säuberlich auf einem Extra-Formular eintragen. Dazu ist noch auf dem Formular einzutragen, wann man Urlaub hatte (bezahlt/unbezahlt), man krank war, die Feiertage und die arbeitsfreien Tage (WE z.B.). So bekommen die Kontrolleure einen Überblick über jeden Tag des Monats durch ein Formular, welches es bisher so nicht gab. Am Monatsende muss das dann auch der Arbeitgeber gegenzeichnen. Ausgefüllt werden muss es auch von Arbeitnehmern, die MEHR als den Mindeslohn erhalten- absurd! Die normale Lohnabrechnung reicht nicht als Nachweis. Diese Formulare muss ja dann auch wiederrum jemand kontrollieren. Eine unnötige Bürokratie, wie ich finde, vor allem bei Arbeitnehmern, die mehr als den Mindestlohn erhalten. Man misstraut so pauschal allen Arbeitgebern und das verurteile ich! Übrigens kann ich mir gut vorstellen, dass Arbeitgeber, die bisher keinen Mindestlohn zahlen oder von ihren Mitarbeitern unbezahlte Mehrarbeit verlangen, diese Formulare eben einfach nicht unterschreiben oder die Mitarbeiter unter Drohungen (z.B. Kündigung) zwingen könnten, das Formular nicht korrekt auszufüllen. Also würde es in dem Falle gar nichts bringen. Wer ausbeuten will, der machts es und wer fair bezahlen will, der zahlt fair. Diese Formulare sind ergo zusätzliche Dokumentationen von Arbeitszeiten.

  105. Das ist doch ne Lachnummer. In jeder normalen Firma werden die Arbeitszeiten festgehalten. Wie sollte sonst eine Lohnabrechung oder eine Kalkulation erfolgen? Und dieses seit Jahrzehnten praktizierte System ist plötzlich ein Bürokratiemonster? Der Aufwand für einen Wochenbericht dürfte pro Tag allenfalls ein paar Minuten betragen. Die Ursache für das Geschrei liegt offenkundig woanderst. Viele Dreckfirmen weigern sich weiterhin die Arbeitsstunden zu bezahlen und haben daher kein Interesse an irgendwelchen Dokumentationen. Dazu müssten sie Berichte fälschen, was natürlich zeitaufwendig ist. Zudem, was geschrieben ist kann kontrolliert werden. Klar dass die Hinterhofwi….. jede Kontrolle wie der Teufel das Weihwasser fürchten.
    Und zynische FDP-Kommentare „auf dem Land lebt es sich günstiger, also kann man da die Löhne noch weiter drücken“ sind lächerlich. Die haben dort hohe Fahrtkosten und beim Einkauf zahlt jeder den gleichen Preis. Wo bekommt man einen „Landbonus“?
    Alles nur leeres Geschrei um die Lohnabwärtsspirale weiter laufen zu lassen. Zuletzt war man bei ca. 2 Euro angekommen. Scheinbar war das immer noch zu viel?

  106. Für Ungleiche wird das Gleiche, wenn es das Maß nicht trifft zum Ungleichen, leges 757 A.
    Aber das Wesen der wahren Gleichheit vermag nicht mehr mit Leichtigkeit jeder zuerkennen, leges 757 B.

    Ausgenommen die Sozialisten.

  107. Kein Arbeitnehmer kann von der Verantwortung befreit werden, sein „Angebot“ gegenüber dem Arbeitgeber zu qualifizieren. Auch das ist Markt. Der ist nämlich überall, sogar in der „Liebe“ gibt es Angebot und Nachfrage. Bringt der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber mit seiner Leistung keinen Gewinn, wird ihm gekündigt, andere werden gar nicht erst eingestellt. So einfach ist das: wer nix kann,verdient 4, 5 oder 6€/h. Dafür muss er halt öfter oder länger arbeiten. Die Versuche, dieses Gesetz zu unterlaufen, sind so alt wie die Menschheit selbst und regelmässig zum Scheitern verurteilt.

  108. #119 what be must must be

    „Kein Arbeitnehmer kann von der Verantwortung befreit werden, sein “Angebot” gegenüber dem Arbeitgeber zu qualifizieren. …

    Bringt der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber mit seiner Leistung keinen Gewinn, wird ihm gekündigt….

    So einfach ist das: wer nix kann,verdient 4, 5 oder 6€/h.“

    Na ja, nur hier kann man solche abstrusen Aussagen treffen.

    1. Nicht jeder hat reiche Eltern, die einem ein sorgenloses Studium finanzieren können.

    2. Richtig ist, wenn der Unternehmer keinen Gewinn erwirtschaftet, dann wird dem Mitarbeiter gekündigt. Hier muss aber die Frage gestellt werden, warum er keinen Gewinn erwirtschaftet.
    Ist sein Produkt/Dienstleistung nicht gefragt, oder will er mit Gewalt über die Niedriglohnschiene bzw. Lohnsubventionierung durch den Staat Gewinn machen ?

    3. Wer nix kann, muss für 4 € oder mehr arbeiten, Dies ist eine Aussage, durch die der Autor sich in die Reihe der Nixkönner einordnet.

  109. #108 Pro West (21. Feb 2015 01:41)
    #107 chalko

    Wer 40 Stunden die Woche arbeitet soll auch davon leben können.

    Was für ein Blödsinn, als wenn es ein Grundrecht gibt durch irgend eine Arbeit, gleich welche, sein Lebensunterhalt damit finanzieren zu können.

    #######################

    Ein Grundrecht zur Ausbeutung besteht auch nicht.

    Und warum wohl sollte jemand seine Arbeitskraft zur Verfügung stellen, wenn nicht deshalb weil er seinen Lebensunterhalt dadurch bestreiten will.

    Sollen wir zurück zum Tauschhandel?

    Biete Kartoffeln gegen Seife?

    IS lässt grüßen.

  110. 119 what be must must be (21. Feb 2015 11:57)

    ……….. So einfach ist das: wer nix kann,verdient 4, 5 oder 6€/h. Dafür muss er halt öfter oder länger arbeiten. Die Versuche, dieses Gesetz zu unterlaufen, sind so alt wie die Menschheit selbst und regelmässig zum Scheitern verurteilt.

    #####################

    Die Arbeitnehmer, die sich 8und mehr Std in Fabriken den Buckel krumm arbeiten und wichtige Dinge des täglichen Gebrauchs herstellen, sind das die Nixkönner von denen die Rede ist?

    Was ist mit Friseuren, Lehrberuf. Bisher zt ca. 6€ Stdlohn.

    Die Niedriglöhne in der Lebensmittelbranche.
    Gerade dort, wo hohe Standards für Verbraucher so wichtig sein müssen.

    Widerlich!

    Wie gesagt, solang der Staat zur Arbeit zwingt, muss angemessen gezahlt werden.
    Ansonsten plädiere ich für BGE ,dann kann nebenher zwanglos jeder seine Geschäftsidee umsetzen und Arbeitsplätze bieten für den Lohn, der ihm vorschwebt und wird dafür ebenso zwanglos Nixkönner oder Alleskönner finden…..oder auch nicht!

  111. „Was für ein Blödsinn, als wenn es ein Grundrecht gibt durch irgend eine Arbeit, gleich welche, sein Lebensunterhalt damit finanzieren zu können.“

    Es gibt aber ein Grundrecht auf Menschenwürde.

    Und hierzu zählt, dass durch Arbeit der Lebensunterhalt verdient werden kann.

    Sind Friseure Verkäuferinnen usw. Nixkönner ?

    Aber einige Schreiber hier haben nur Dollarzeichen in den Augen.

    Das allein seligmachende ist die Marktwirtschaft. Wohin das führt, sieht man an den Krisen der letzten Jahrzente (Ölkrise, Finanzkrise usw.). Aber es werden sich sicherlich wieder Experten finden, die den Staat dafür verantwortlich machen.

    Es ist gut so in Westeuropa, dass den geldgierigen Raffkes, die über Leichen gehen, hier Fesseln angelegt werden.

    Das dies in anderen Ländern nicht so ist, sieht man ja am Beispiel Indien, Bangladesh usw.

    Viele großen Firmen lassen dort Waren unter menschenunwürdigen Bedingungen herstellen, hier zählt nur der Profit.

  112. ##106 Pro West

    Hoher Absatz bedeutet erst einmal für das Unternehmen hohe Auslastung/hohe Beschäftigung seiner Produktionsanlagen und wenn es moderne Anlagen sind, zur Senkung der Produktionskosten pro Einheit.

    Da jedes Unternehmen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in Wettbewerb zu anderen Anbietern steht, die auch das Ziel eines hohen Absatzes
    verfolgen, führt das bei gesättigten Märkten
    in aller zu Preiskämpfen, d.h. Zugeständnisse aller Art.

    Hohe Gewinne sind nur durch Rationalisierung in der Produktion, Verwaltung und Vetrtrieb zu erreichen.D.h Steigerung der Produktivität.

    Die These, dass das Eine zwangsläufig zum Anderen führt, kann weder betriebs-noch volkswirtschaftlich begründet werden.
    Diese “ Tonnenideologie “ kennt man doch aus den Wirtschaftssystem kommunistischer Länder und hat sich als falsch erwiesen.

  113. #124 sakarthw14 KORREKTUR

    1.Absatz, vierte Zeile

    ,Senkung der….

    2.Absatz, fünfte Zeile

    in aller Regel….

  114. #124 sakarthw14

    Wir reden am Thema vorbei.
    Den Schritt wie ich die Differenz zwischen dem was Kunden bereit sind zu zahlen und das was ich an Kosten habe, zu vergrößern, in dem Kosten oder Ressourcen verringere bzw. senken, sind schon geschehen und können auch noch verbessert werden, keine Frage.

    Ich schrieb aber dass das ohnehin die Prämisse ist, das ich das Gut gewinnbringend an den Mann bringe – das dieser Gewinn mal geringer ist mal größer – das kommt auf die Nachfrage an – nichts desto trotz führt unter dieser Prämisse ein hoher Absatz (subjektiv) zu hohen – höheren Gewinn.

  115. #124 sakarthw14

    Diese ” Tonnenideologie ” kennt man doch aus den Wirtschaftssystem kommunistischer Länder und hat sich als falsch erwiesen.

    Volle Zustimmung !
    Der Grund dafür ist bloß das im Kommunismus eben keine Wirtschaftsrechnung möglich ist – es gibt keine Preisbildung, woher auch.

    Man hat nie wissen können ob ein Gut das z.B. in den Westen verkauft wurde nun auch wirklich Gewinn abgeworfen hat oder nicht.

    In einer Marktwirtschaft kann ich aber durch vorhandene Preisbildung eben wissen, ab wann ich Gewinne mache und wann nicht.

  116. #122 Diedeldie

    Nochmal, der Konsument ist derjenige der entscheidet wie viel er letzten Endes für eine Leistung bereit ist zu zahlen.

    Nimmt die Bereitschaft ab, ist es nun mal auch logisch das irgendwann eine Arbeit nicht mehr das abwirft, als die Kaufbereitschaft eben noch höher war.

    Und zum Punkt BGE: Noch so ein hirnrissiger Schmarrn – bedeutet es nichts anderes das die die arbeiten gehen in einem viel größeren Umfang andere finanzieren müssen.

    Kaufkraft schwindet noch mehr, Preise steigen !

  117. #126 Pro West

    Das hängt auch von der Gewinnerwartung des Unternehmens und dem Zeithorizont ab, den das Unternehmen gewillt ist, einmzuräumen, Gewinn einzufahren.

    Im ersten Schritt, in der Differenz zwischen
    der Kundenbereitschaft, den Angebotspreis zu reduzieren und den Unternehmenswunsch den Angebotspreis durchzusetzen, entsteht ein Kompromiss zwischen beiden Marktpartner, der als Orientierungsmarke für andere Wettbewerbspartner dienen kann.Der Angebotspreis enthält einmal alle anteiligen Kosten plus der Gewinnprämie.

    Der Schritt zur Reduzierung der Ressourcen erfolgt erst im zweiten Schritt, weil der Unternehmer erstmals Erfahrung sammeln muß ( sogenannte Erfahrungskurve, die zur Senkung der Produktionskosten führt ).
    Das ist notwendig, um im Wettbewerb zu anderen
    das Gewinnniveaeu halten zu können.

    Können die Produktionskosten nicht gesenkt werden, z.B. durch technischen Fortschritt, Erhöhung der Produktivität, führt diese zu Gewinnabnahmen und im schlimmsten Fall zur Insolvenz eines Unternehmens.

    Daher ist die momenatane Strategie einiger Wirtschfatsführer sehr verhängnisvoll, wenn versucht wird, durch preisgünstige Arbeitskräfte am Markt zu bleiben.Für einige Jahre kann es sein, dass noch hohe Gewinne eingefahren werden, aber die Produktivität des Unternehmens nimmt schließlich ab und damit gleichzeitig auch die Wettbewerbsfähigkeit.

  118. #128 Pro West

    der Grund für das Versagen der “ Tonnenideologie “ war nicht die Abwesenheit einer Wirtschaftsrechnung. Die gab es ja. Nirgends waren so viele Mathematiker und Statistiker beschäftigt, wie in einem kommunistischen Unternehmen.Speziell in der SU.

    Was gefehlt hat in Theorie und Praxis war das fehlende Veständnis für den Preisbildungsmechnismus oder anders ausgedrückt: das Unverständnis marxistischer Wirtschaftstheoretiker für dieses Phänomen.

  119. Hier reden wirklich alle aneinander vorbei, es ging darum, dass eine ZUSÄTZLICHE DOKUMENTATION/ERFASSUNG der Arbeitsstunden erfolgt, auf einem neuen Formular, welches der ArbeitNEHMER ausfüllt und der ArbeitGEBER gegenzeichnet- wie gesagt -zusätzlich- zu den schon üblichen Erfassungen der Arbeitszeiten. Jetzt muss es noch Personen geben, die diese ZUSÄTZLICHEN Dokumentationen prüfen und auswerten und dafür ist neue Bürokratie notwendig. Mit allem Drum und Dran…..

  120. PS.: Dies gilt auch für Firmen, die ÜBER Mindestlohn zahlen! Auch da wird alles erfasst! Warum?

  121. #131 sakarthw14: Auch hier kann ich zustimmen, zumal billige aber Arbeitskräfte anfälliger sind zur Konkurrenz zu gehen die mehr Lohn zahlen könne, weil eben in den anderen Bereichen eingespart werden kann.

    #132 sakarthw14

    Nun das die Wirtschaftsrechnung die so in der Planwirtschaft nicht vorhanden ist, liegt vor allem daran das es ja eben nicht zu Angebot und Nachfrage kommen kann, da der Staat ja alleiniger Eigentümer aller Produktionsmittel ist – dementsprechend können keine Preise festgelegt werden – es kann nicht abgewogen werden welches Vorhaben günstiger ist und was nicht – die Folge daraus ist auch eine miserable Ressourcenallokation .

  122. #130 Pro West (21. Feb 2015 15:42)

    130 Pro West (21. Feb 2015 15:42)
    #122 Diedeldie

    Und zum Punkt BGE: Noch so ein hirnrissiger Schmarrn – bedeutet es nichts anderes das die die arbeiten gehen in einem viel größeren Umfang andere finanzieren müssen.
    ################################

    Gleichzeitig muss mit diesem “Schmarrn“ viel weniger finanziert werden.
    Zum Beispiel aufgeblähte Verwaltungen.

    Der Zwang zur Arbeit würde mit BGE wegfallen. Das würde auch insofern den Markt regulieren, alsdass dubiose “Geschäftsmodelle“ mit Unbezahlung keine Chance mehr hätten.

    Da diese “Unternehmen“ durchs BGE weniger würden, würden Preise fürs Endprodukt am Markt steigen, und gleichzeitig stiegen auch die Löhne logischerweise, denn der müsste schon recht hoch sein, damit überhaupt jemand bereit wäre, dafür zu schuften.
    Auch der “Unternehmer“ und der Unternehmer und jeder Arbeitnehmer bekämen ja das BGE.
    Von daher weiß ich nicht, was daran schlimmer sein sollte, als der jetzige Zustand, wo
    die, die arbeiten MÜSSEN, zt für Niedriglöhne, jetzt schon Andere mitfinanzieren, nämlich die “Unternehmer“, die Niedriglöhne zahlen und die, die nicht arbeiten können/wollen.

    Klar weiß niemand im voraus, ob ein BGE funktionieren täte, aber das auszuprobieren wäre wenigstens mal innovativ.
    Der Mist, der jetzt läuft, ist wohl kaum der Weisheit letzter Schluss.

  123. #136 Diedeldie

    Das erinnert alles an „Wenn ich ein Recht auf eine Wohnung hab und das Recht hab satt zu werden, wozu brauche ich dann noch das Recht auf Arbeit“.

    Dein BGE-Projekt kannst auch jetzt schon ausprobieren – such dir Leute – schließt euch zusammen und versucht untereinander das nach euren Vorstellungen zu finanzieren.

    Man wird schnell merken das es nicht klappt und wieder mit dem Mittel des Zwangs anrücken und Leute verhaften lassen, die sich diesem System nicht anschließen möchten.

    — Nettes Beispiel — Quelle unten

    „…Es funktioniert nicht, weil es keinen Anreiz zu PRODUKTIVER, also FREIWILLIG ABGERUFENER, also WOHLSTANDSMEHRENDER Arbeit gibt. Beispiel:

    Stundenlohn 7,50 Euro. BGE 1000 Euro.

    Wenn jetzt jemand 1200 Euro verdienen will, muss er 160 Stunden pro Monat arbeiten, also für weniger als 2 Euro die Stunde. So dumm ist NIEMAND. Ergo müsste man ihm ein Vielfaches des 7,50 Euro-Lohnes zahlen. Dann kosten aber auch alle Leistungen ein Vielfaches. Dann reicht das BGE nicht mehr, um zu leben. Es müsste erhöht werden und gleichzeitig wiederum die Löhne, weil es sich sonst bei wiederum höherem BGE nicht lohnt, wegen ein, zwei Euro pro Stunde plötzlich Vollzeit zu arbeiten. Aus diesem Teufelskreis kommt man nicht heraus….“

    Quelle: http://www.oliverjanich.de/warum-das-bedingungslose-grundeinkommen-nicht-funktionieren-kann/

  124. #135 Pro West

    Selbstverständlich gab es in den kommunistischen Planwirtschaften Wirtschaftsrechnungen, die aber nicht mit denen in den kapitalistischen Wirtschaftssystem vergleichbar sind.

    Die Preise wurden z.B in der SU von der GOSPLAN festgelegt, das waren keine realen Preise, d.h. keine Preise, die sich aufgrund von Angebot und Nachfrage gebildet haben.
    Z.B. war der Brotpreis ein rein politischer Preis, der mit der wirtschaftlichen Realität überhaupt nichts zu tun hatte.

  125. #133 Nachdenklich Berlin

    Richtig!
    Das gestellte Thema wird bei bei bestimmten Kommentaren nicht direkt erfasst.Aber niemand kann mich daran hindern, von der Oberfläche einer Theamitk zum Kern vorzustossen.

    Und der Kern der Thematik lautet m.E: Gehört staatliche Lohnpolitik noch zu einer sozialen Marktwirtschaft ?.Das ist einfach als Vertiefung zu verstehen, denn es hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass staatliche Eingriffe, so gut sie gemeint waren, nicht den gewünschten Erfolg erbracht haben und zu einer Ressourcenverschwendung geführt haben.Damit meine ich, dass dadurch Ressourcen falsch eingesetzt werden.

    Der Staat kann doch nicht dort, wo ein Überangebot besteht, einen Mindespreis bzw. einen Mindestlohn festsetzen, denn dann sind wir gleich am Beginn einer kapitalistischen Staatswirtschaft.

  126. #140 Pro West

    Objektiv gesehen hat dies nicht mit einer Bauchgefühlspolitik zu tun, denn marxistische Wirtschaftstheoretiker und kommunistischte Planwirtschaftler gingen nicht nach dem Bauchgefühl, dass ist eine rein westliche Phrase, sondern ausschließlich nach Zahlen und Prioritäten.

    Nur bestimmte Kosten wurden für einen staatlichen Betrieb als wichtig angesehen, alle andere Kosten wie Energiekosten oder andere Verbrauchskosten z.B. konnte man auf den Staat abwälzen bzw. wurden z.T. von diesem übernommen.

  127. #138 Pro West (21. Feb 2015 21:16)
    #136 Diedeldie

    #####################

    Recht auf Arbeit habe ich noch nie verstanden.
    Das ist ne Blödmannsverblödung.
    Es implementiert, dass der Mensch arbeiten will, der Arbeit wegen.
    Der Mensch will aber bloß l e b e n !, das bezahlt sein will.
    Da nicht alle reich erben, muss eine Lösung her und die lautet -Arbeit- .
    Leistung/Gegenleistung.
    Ist ja ok…solang es funktioniert.
    Tuts aber offensichtlich nicht 100%ig, wie man sieht.

    Den Anspruch hätte ich auch gar nicht.
    Aber gerecht soll es schon zugehen.

    Und wer was für gerecht hält, kommt wohl drauf an, auf welcher Seite man steht.
    Wir stehen nicht auf derselben.
    Macht ja nix.
    Aber…

    Wenn es angeblich keinen Anreiz zur Arbeitsaufnahme gibt, bei Vollversorgung…..

    Dann erkläre bitte, warum Politikern ihre Versorgung nicht auszureichen scheint?

    Die wollen mehr.
    Alle wollen mehr, wenn möglich.

    DAS ist der Anreiz.

    Deine Rechnung check ich, ehrlich gesagt, nicht.
    Wie du auf 2€kommst…?????

    Und so lapidar dein Vorschlag:
    Probier es aus.
    Such dir Leute.
    DAS ist unrealistisch.
    Das BGE fliegt dann vom Himmel?

    Du spielst gern Monopoly,gell?

  128. #143 sakarthw14

    Nun wie gesagt, was das Thema Wirtschaftsrechnung in der Planwirtschaft betrifft hab ich `ne leicht andere Sicht.

    Ansonsten schließe ich mich ihren Worten an, insbesondere diesen

    #142 sakarthw14 …denn es hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass staatliche Eingriffe, so gut sie gemeint waren, nicht den gewünschten Erfolg erbracht haben und zu einer Ressourcenverschwendung geführt haben. …

  129. #144 Diedeldie

    Wohlgemerkt BGE + 200€ die tatsächlich erarbeitet werden durch 160 Stunden = gleich 1,25 (weniger als 2€) (160h * 7,50 = 1200€)

    Das ist nur ein Bespiel von Oliver Janich (ehem. Focus Money) der dann eben darauf aufbauend seine Argumentation weiterführt, siehe Link.

    —–

    Dann erkläre bitte, warum Politikern ihre Versorgung nicht auszureichen scheint?

    Die wollen mehr.
    Alle wollen mehr, wenn möglich.

    Nun der Wunsch nach mehr, der ist sogar gerechtfertigt, den habe ich natürlich auch, aber eben nicht auf Teufel komm raus.

    Bei Politikern ist es aber eben doch was anderes – die leben unmittelbar auf Kosten ihrer, meiner und jeder anderen Person die nicht vom Staat lebt. Und solange wie sie sich selbst das Privileg verschaffen können werden auch ihre Forderung nach noch mehr Mitteln steigen.

    Ich denke daher rührt auch das man leider immer mehr nach Staat schreit um selbst was vom Kuchen abzubekommen – das geht aber nicht bis in die Unendlichkeit – hat man ja schon oft auch auf extrem tragische Weise immer wieder gesehen.

    Daher bin ich auch für eine fundamentale Änderung – nicht durch scheiß Krieg oder Revolution – sondern durch Ablehnung der Fremdbestimmung.

    Schluss mit staatlichen Interventionsspiralen, mit Geld-/Rechts- und Gewaltmonopol, aufzwingen von Dienstleistungen etc.

    Stattdessen:
    Eigenverantwortung, natürliche positive Anreize sich wieder frei entfalten lassen, Unternehmertum, freier Handel, Free Banking, keine Fremdhaftung, Vertragsfreiheit bzw. private Rechtsgesellschaften, natürliche Sozialsysteme.

    Man mag mir wieder Realitätsferne vorwerfen, doch die Frage bleibt offen, warum der Staat, wenn er doch so wichtig ist nicht die Alternativen zu lässt, wenn man doch davon ausgehen könnte das man sich dann doch ohnehin zur staatlichen Struktur bekennt wenn sie doch so positiv ist.

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