Joseph Schumpeter nannte sie die „schöpferische Kraft der Zerstörung“, die hinter der ständigen Innovationskraft des Neuen und Besseren steckt. Er sah in der Schöpfungskraft des Unternehmers die eigentliche Triebfeder unserer Wirtschaftsordnung. Das Neue verdrängt das Alte, zerstört überkommene und überholte Strukturen, sorgt für mehr Effizienz und größeren Wohlstand. Der Prozess läuft nicht geradlinig, sondern in Schüben. Und dieser fortwährende Ausleseprozess produziert selbstverständlich nicht nur Sieger, sondern immer wieder auch Verlierer. Nur wer das Risiko des Scheiterns eingeht, eignet sich zum Unternehmer. Nur Gesellschaften, in denen möglichst viele Menschen den Mut zur Gründung haben, sich für eine Idee mit Herzblut und hohem finanziellen Einsatz buchstäblich zerreißen, gewährleisten langfristigen Wohlstand. Denn wo es keine Unternehmer gibt, da gibt es auch keine Arbeitsplätze.

Dieser schlichte Zusammenhang wird in der gesellschaftspolitischen Debatte immer stärker negiert. Wer als Unternehmer scheitert, erntet in Deutschland Spott und Häme. Oft genug erhält er keine zweite Chance, weil das Scheitern als Stigma gilt – nicht nur bei den Banken, sondern auch im sozialen Umfeld… (Fortsetzung bei der Achse!)

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25 KOMMENTARE

  1. Das haben wir davon, dass jeder Unternehmer werden kann: Ein Liter Milch für läppische 59 Cent. Eine große Dose Linsensuppe für nur 69 Cent. Und diese Riesenauswahl im Supermarkt, da wird einem ja schwindelig. Und dann immer diese blöden Erfindungen. Was man heute alles mit einem Handy anstellen kann.

    Da lob ich mir die staatliche Planwirtschaft. Meine Altersvorsorge kostet mich monatlich ca. ein Drittel meines Lohnes – da muss ich mir nicht groß Gedanken machen, was ich mit dem vielen Geld machen soll. Und die Auswahl ist auch nicht so verwirrend. Beim Honni gabs nur zwei Modelle, den Trabbi und den Wartburg. (Naja, und dann noch die Wagen für die Funktionäre, aber die habens ja auch verdient.) -Ironie off-

  2. -Jeder Schultyp wird nach Abschluss ein Jahr drangehängt,Thema:“Wie mache ich mich selbständig“.
    -Bei schwachen Schülern und Schüler aus unteren Schultypen sollen den LKW/Bus Führerschein erwerben.Gute Schüler aus allen Schultypen Vorbildung für Pilotenausbildung.(Raumfahrtfähigkeit des deuschen Volkes stärken).
    -Lernwerkstättenintegration ab Kindergartenniveau integrieren(Haptisches lernen,lernen von Vokabeln,lernen von zusammensetzen von Bauteilen),zugleich in den Quartieren in Zusammenarbeit mit Bibliotheken.
    ->Hinführung zu Gewerbegründung/Fraunhofer Institute in Gründersiedlungen oder -Gebäuden.
    ———————–
    Durchmischung der Gewerbesiedlungen mit Wohnungen(für nicht gefährliche oder laute Produktionen/Produktionsentwicklung).Gewerbesieldungen unter den Boden verlegen u.a..
    ————————-
    Ein Unternehmer soll zwei oder gar drei Chancen erhalten.Hier müssen aber die Regularien umjustiert werden.(zum Teil eben auch verschärft)Banken in die Pflicht nehmen.Konto für jederman obligatorisch,aber eben auch für Banken müssen ein Gratiskonto für Bürger anbieten(Das gilt für Islamkritiker wie für Unternehmensgründer).Geldverbilligungen müssen weitergegeben werden.
    —————————–
    Vorgehen gegen Spekulation, Förderung von Produktion.Amerikanisches System(Alexander Hamilton) und Friedrich List.

    -Das Problem ist also nicht eine Überregulierung,das Problem ist eine Fehlregulierung und das man die Regulierung nicht schneller anpassen kann an veränderte Bedingungen.

  3. Für Linke und Co. ist eben die Welt planbar, es gibt keine Veränderung, und es geht nur darum, die Arbeit und die Ergebnisse zu verteilen. Auch kommt es nicht darauf an, ob ein Mensch Ideen hat, ob er Biss hat, ob er sich einsetzt. Es geht nur darum, dass er die Stelle besetzt und dann wartet, bis der Zahltag kommt.
    Ich meine das gar nicht ironisch.

  4. @#2 Pro West Hand aufs Herz.Die rot-grünen Reformen haben nicht nur den Rentenkassen und anderen Sozialkassen massiv geschadet, sondern eben auch dem Ansehen der Unternehmer.Da haben Hartz und Konsorten zu kurz gedacht im Puff.

    Streicht dem Islam die Sozialhilfe,ALG und Co und ihr habe da keine Probleme mehr.

  5. Ich konnte 2009 mein kleines mittelständisches Unternehmen in der Dienstleistungsbranche,nach 15 Jahren Selbständigkeit,an einen damals jüngeren und auch(noch)mutigen Unternehmer verkaufen.
    Heute,sechs Jahre später ist er gescheitert,
    aus den Gründen,die ich damals vorher sah.
    DIE POLITIK HAT DEN MITTELSTAND SYSTEMATISCH RUINIERT!!!

  6. #5 vonPaul (10. Feb 2015 14:16)

    DIE POLITIK HAT DEN MITTELSTAND SYSTEMATISCH RUINIERT!!!

    Ich kenne ähnliche Fälle. Aus dieser bitteren Wahrheit wächst bei mir die Erkenntnis, dass Politik reiner Selbstzweck ist, allein dazu da die Bürger auszunehmen bis sie kurz vorm verhungern sind, um sich und seine Klasse ein auskömmliches Leben zu gönnen. Politiker und Bürokraten leben nicht für, sondern von Steuerzahlern. Und wir bekommen für unser Geld Repression und Hohn, dass wir so dumm sind, für sie zu arbeiten.

  7. #5 vonPaul

    DIE POLITIK HAT DEN MITTELSTAND SYSTEMATISCH RUINIERT!!!
    ++++++++++++++++++++++++++++++
    Diese Politik ist eine gegen unser Volk und nur auf die Grosskonzerne und Grossbanken gerichtete Politik.

    Was sie uns als gottgegebene Globalisierung andrehen wollen, ist die weltumspannende Geldherrschaft von GoldmanSachs und den anderen Menschheitsverbrechern, die grenzenlos fast alle Völker vernichten.

  8. Jetzt ist es aber ganz peinlich …

    Was ist Wirtschaft? – erstes Semester, die ersten Vorträge.
    Hier und heute für Milchmädchen:
    Jeder ist seines Glückes Schmied
    Das unternehmerische Risiko tragen die Unternehmer
    Alles wird gut
    Und wenn Du glaubst, es geht nicht mehr – kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

    Genau deswegen, weil Wirtschaft genau wie im Artikel beschrieben funktioniert, waren Horden von Versicherungsvertretern und Hartz und Konsorten auf Kosten von VW und Ergo und dem deutschen Steuerzahler auch jedes Wochenende sektbesoffen unter Ärsc… und Titt.. begraben!
    Und unsere Banken, die Deutsche Bank allen voran, tragen selbstverständlich die Ausfallkosten für die von ihnen gewährten Griechenland-Kredite selber!

    Und wer jetzt sagt: „Aber die vielen mittelständischen Unternehmen und die kleinen Handwerksbetriebe…?
    Der Einwand hat was! – berücksichtigt aber nicht die Bilanzhöhen der Unternehmensgrößen.
    Auf den kurzen Nenner gebracht:
    Die kleinen Handwerker und bienenfleißigen mittelständischen Unternehmer werden geschröpft und sind sehr oft als Zulieferer der Giganten vollständig fremdbestimmt.
    Die Großindustrie hingegen trägt gar kein Unternehmensrisiko – da sie von den Banken jede Kredithöhe generieren können (too big to fail).

    Wer etwas mehr als das ganz kleine Unternehmerglück mit einem konventionellen Betrieb anstrebt, der hat entweder Verbindungen in die Wirtschaft oder wird von den Parteien gefördert.

    Unternehmerisches Risiko als Grundlage unserer Wirtschaft – ist ein echter Brüller!
    Also, lieber Artikelschreiber, diese dünnen Info-Heftchen zum Thema Unternehmensgründung, die die Wirtschaftsministerien herausgeben und die beim Finanzamt in den Info-Ständern klemmen – die eignen sich nicht für Artikel im Internet!

  9. #3 sirius (10. Feb 2015 13:24)

    -Das Problem ist also nicht eine Überregulierung,das Problem ist eine Fehlregulierung und das man die Regulierung nicht schneller anpassen kann an veränderte Bedingungen.

    sirius, wie kommst Du darauf, dass die Politische Klasse eine Ahnung vom Geld verdienen (nicht rauben) hat und uns irgendwie eine Hilfe sein kann? Es würde mir völlig ausreichen, sie würde uns bei der Arbeit nicht ständig im Wege stehen und die Hand aufhalten.

  10. #11 loherian (10. Feb 2015 15:06)
    Gratuliere, genau wie Du es beschreibst ist die Wirklichkeit. Man sollte jeden naiven Jungunternehmer warnen und ihm erst vermitteln auf was er sich einlässt. Ich glaube es lohnt sich nicht, Risiken einzugehen oder hart zu arbeiten. Wir haben keine freie Wirtschaft, nein wir haben einen 3/4 Sozialismus. Hier ein kurzer Auszug aus Roland Baders Buch https://www.youtube.com/watch?v=O9Nt5HuEhPA

  11. @#2 Pro West Hand aufs Herz.Die rot-grünen Reformen haben nicht nur den Rentenkassen und anderen Sozialkassen massiv geschadet, sondern eben auch dem Ansehen der Unternehmer.Da haben Hartz und Konsorten zu kurz gedacht im Puff.

    Welche Politiker auch immer welche „Reformen“ meinen verabschieden zu müssen, ist mir gleichgültig, in Bezug darauf das ich den Wohlfahrtsstaat so oder so ablehne.

    Der Wohlfahrtsstaat wird nie neue soziale Strukturen schaffen und die bewährten Strukturen natürlicher Sozialsysteme, und nur in ihrer natürlichen Form können sie funktionieren, wird der Raum zum atmen immer weiter eingeschränkt. Eingeschränkt für Pseudowohlfahrt – keiner echten Wohlfahrt !

    Und ob Rot-Grün-Gelb-Schwarz oder was auch immer, all diese Etatisten tragen es ja mit. Keiner spricht sich dagegen aus !

  12. Der EX-Grüne Multimacher den sie nicht mal mehr bei der CDU haben wollten namens Oswald Metzger darf bei PI seinen Seich verbreiten!Traurig.

    Im zuge der Ausgewogenheit bitte auch einen Beitrag von Kauder(welsch)kleinem Bruder hier einstellen.
    Dobrindt und Tauber usw.nicht vergessen.
    Evtl. hat die Zonenwachtel auch noch etwas abzusondern.Die hat z.b. als siebenjährige den Mauerbau mitbekommen.Schlicht gelogen.Absolut unglaubwürdig!

    Haben Neger in Lampedusa Frostbeulen auf der Oberlippe und Zehen?
    Fragen über Fragen.

  13. #14 Pro West (10. Feb 2015 15:32)

    .. ich den Wohlfahrtsstaat so oder so ablehne.

    Der Wohlfahrtsstaat wird nie neue soziale Strukturen schaffen und die bewährten Strukturen natürlicher Sozialsysteme, und nur in ihrer natürlichen Form können sie funktionieren, wird der Raum zum atmen immer weiter eingeschränkt.

    Gute Analyse. Beispielsweise Familienstrukturen werden so zerstört. An der Pseudowohlfahrt verdienen unsere Etatisten nur so prächtig. Deshalb wird es diese Wachstumsindustrie wohl noch lange geben.

  14. Denn wo es keine Unternehmer gibt, da gibt es auch keine Arbeitsplätze.

    Dieser schlichte Zusammenhang wird in der gesellschaftspolitischen Debatte immer stärker negiert.

    Sicherlich ist das unbestritten. Was dieser „Metzger“ des deutschen Volkes (einer unter vielen) jedoch leider selbst immer wieder fleißig ausblendet, ist der Zustand, in dem sich viele dieser so genannten „Arbeitsplätze“ befinden, die just in der Zeit entstanden sind, in der man – unter der Ägide seines damaligen SPD-Mitgenossen Schröder – die Phantasien des „Metzgers“ von der schönen neuen billigen und willigen Welt des Prekariats in die Tat umzusetzen begann.

    Billig, billiger, am Billigsten: Die Folgen, bis hin zum Erstarken der linksextremen Bauernfänger-Partei, in deren Fänge man die deutsche Arbeiterschaft mit dieser einseitigen Politik in Scharen trieb, liegen bis heute vor aller Augen.

    Der Haß auf den Straßen durch die vielen Irregeführten hat nicht nur, aber auch etwas damit zu tun.

    Solche Leute bekommen auch noch eine Bühne. Ich fasse es nicht.

  15. #17 Gotthilf dem Gesetz-Nehmer

    Das befürchte ich auch.
    Gerade wie du schon angesprochen hast, wird es gerade die Anreize zur Gründung einer Familie weiter und intensiver treffen, da einfach ein jeder Wohlfahrtsstaat familienfeindlich ist !!!

  16. #12 Gotthilf dem Gesetz-Nehmer

    Auch das hat eben etwas mit richtiger Regulierung und nicht Überregulierung zu tun.(Mein Modell ist übrigens ein Frontalangriff auf die Arbeitsagenturen,Sozialverwaltungen und die Antifanten(Kein informeller Sumpf mehr).

    Das überall Hand auf machen hat mit einem Mangel und Koordination und Automatisierung zu tun.(Verwaltungsreform).Das ist so ähnlich wie mit der Maut an jeder Ecke im Mittelalter.

    Das sollte man aber noch etwas genauer anschauen:

    Selbstverständlich sollte man es unterlassen Firmengründer bei der Gewerbeanmeldung mit Gebühren oder gar grössere Finanzbeträge zu belasten.
    Solange ein Firmengründer oder Unternehmer unter der Gewinnschwelle ist,sollte er auch keine Krankenkassenbeiträge leisten müssen.Versagen und Fehlschlag soll nicht zum Suizid oder im Elend enden.
    -Förderdschungel und Auftragsvergabe.Dies im Rahmen einer Verwaltungsreform in Angriff genommen werden.Das man alles aus einer Hand und möglichst automatisiert erhält.Im Falle von Aufträgen auch daran teilnimmt,an Ausschreibungen. Wer ein Haus baut muss nicht irgendwelche Spezialisten zu Rate ziehen die ihn dann vielleicht aufklären können das da irgendwo eine Förderung ist.

    – Gebührenabzocke.Dinge die durch Steuern schon bezahlt sind/oder staatliche Leistungen indirekt oder direkt gebaut oder in Auftrag oder subventioniert oder durch Steuerabzüge indirekt finanziert wurden,dürfen nicht nochmal besteuert oder mit Gebühren belegt werden(Beispiel: ÖV oder öffentlicher Parkraum.Öffentlicher Rundfunk,da sind ein privater Rundfunk und Staatsfunk ehrlicher).

    -Beamtenwillkür.Weder ist der Bürger ein (dummer) Kunde noch ist er ein Untertan. Die Gesetze müssen überarbeitet werden und verständlich geschrieben sein.Gutes Beispiel ist hier die Schweiz.Im Zuge einer echten Verfassung die das GG ersetzt, kann man dies ganz gut bewerkstelligen.

    -Über Ausgabenposten sollte es auch Volksabstimmungen geben.Am besten alle 10-15 Jahre.

    Steuern. Da wir wie in den meisten Ländern auch schon in Deutschland schon gläserne Bürger haben sollte man dazu übergehen durch Automatisierung Steuerklärungen per SMS zu ermöglichen.(in Schweden schon gang und gäbe).Man sollte das sogar so weit vereinfachen das Steuerberater überflüssig werden.

    -Wahlfreiheit wer zu Hause bleiben möchte und Kinder selber hüten oder eben Kinderkrippe muss sichergestellt werden.Hier kann man das israelische Modell mit dem französischen Verbinden. Das Israelische lässt unterschiedliche Lebensformen zu,diese sind ausserdem institutionalisiert.Also von einem Kibbuz bis zur einer religiösen Gemeinschaft.Dafür könnte man in Deutschland die Kirchensteuer abschaffen.Der Klerus muss halt selber Mitgliedsbeiträge einziehen. von der öffentlichen Hand werden dann Kinderkrippen,traditionelle Familien aber auch christliche Lebensgemeinschaften unterstützt.Die Lebensform wird ermöglicht,nicht ein Apparat.

    -Der Beamtenapparat muss wie jeder Bürger in die Rentenkasse einzahlen.(Zusammenlegung).In der Schweiz üblich.In der Schweiz haben wir das DreisäulenPrinzip und die Grundsicherung für Rentner.Kann man auf Deutschland übertragen + Betriebsrenten.

    Ich bin ein ausgesprochener Bewunderer Frankreichs.So ein aufgeräumtes Land, mit viel Freiraum.Aber ich habe auch grosse Achtung vor dem Föderalismus so wie ihn der Schweizer Freisinn im 19.Jhr. wollte. Ich habe versucht beides zu verknüpfen.Gewerbeentwicklung föderal von klein auf(auch schon generationenübergreifend!)und lokal aber auch in Blick auf das Grosse(Raumfahrt gesamte infrastrukturelle Erneuerung Deutschlands)sowie die regionale Entwicklung (verdichtete Gewerbeentwicklung).Tiefer Staat,Tiefer OIKOS und Tiefe Gemeinschaft.
    ————-
    Wir brauchen wieder Industriepolitik wie zu F.J.Strauss und De Gaulles Zeiten!

  17. @#17 Gotthilf dem Gesetz-Nehmer

    Weder ist der Markt noch der Staat per se familienfreundlich noch feindlich.Du wirst schon Inhalte vorgeben müssen: Islam erhält keine Sozialhilfe.Oder der Islam erhält keinen Marktzutritt.usw….Bei den Rolex-Uhren Trägern wirst du schon durchgreifen müssen.
    Ob Schweden,Grossbritannien oder die USA unter Obama sind echt tragische Gebilde geworden.(was Verfall und Islamisierung anbelangt).
    Staat und Markt beziehen sich aufeinander,aber beide haben dem Volk zu dienen.

  18. @#19 Pro West

    Die Industriepolitik von Singapur aber auch die von Japan hat mich sehr tief beeindruckt.Wir sehen dort ein brillantes durchgreifen und einwirken des Staates. Allerdings Geburtenquote sind die Geburtenquoten dieser Staaten nicht befriedigend.

    Väter oder gar ganze Familien die ihre Kinder nicht oder nur am Wochenende sehen sind immer ein Problem,aber da ist nicht nur der Staat schuld sondern eben auch der Markt(die Unternehmen).

  19. #22 sirius

    Nun gerade die Regierung Japans betreibt eine stark expansive Geldpolitik. Den Leuten bleibt nichts anderes übrig als hart und lange arbeiten zu gehen.

    Das Versagen des Unternehmertums ist nicht gleichzusetzen mit dem Markt. Meistens sind solche Versagen immer Folge von staatlichen Interventionen die weitere mit sich bringen – also Interventionsspiralen wie sie die Ökonomen der österreichischen Schule zu Recht anprangern.

    Andererseits gibt es dann Unternehmen die mit dem Staat kooperieren und von Subventionen und der gleichen profitieren, also auf Kosten anderer leben. Das kennt man aber natürlich auch aus Deutschland.

  20. #21 sirius (10. Feb 2015 21:54)

    Staat und Markt beziehen sich aufeinander,aber beide haben dem Volk zu dienen.

    Staat (=Gewaltmonopol) und Markt (=freiwilliger Güter- und Leistungsaustausch) sind völlig verschiedene Dinge, ja fast schon gegensätzliche. Und auch in Bezug zum Volk sind sie keineswegs dessen Diener.

    Der Markt dient den Marktteilnehmern, und da der Austausch freiwillig erfolgt, kann man davon ausgehen, dass beide Seiten gewinnen – sonst würden sie nicht tauschen. Damit ist idR. gewährleistet, dass die knappen Ressourcen wirtschaftlich eingesetzt werden. Wenn man will, könnte man sagen der Markt dient mit seiner Wirtschaftlichkeit und seinem effizienten Ressourceneinsatz dem ganzen Volk.

    Der Staat hingegen arbeitet mit Gewalt, Drohung und Zwang um sich seine Ressourcen zu beschaffen. Er muss sie dem Volk wegnehmen. Überraschenderweise dient das Volk also dem Staat.

  21. VIELEN DANK an sirius, Pro West, loherian, martin67, vonPaul, FreeSpeech und allen anderen Kommentatoren. Ich habe noch nie eine so lebhafte Debatte, zudem auf einem sehr hohen Niveau über ein Wirtschaftsthema hier erlebt und fühle mich unter euch sehr wohl.

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