Wien: 500 bei Pegida-Premiere in Österreich

pegida-wien8Wer bisher dachte, in Österreich sei es um Bürgerrechte und Meinungsfreiheit noch besser bestellt als in Deutschland, der wurde gestern Abend bei der Pegida-Demonstration in Wien eines Besseren belehrt. Nicht nur, dass – wie auch in Dresden und Berlin – in Wien der Spaziergang durch eine Blockade linksradikaler Staatsfeinde verhindert wurde, es wurden am Ende sogar friedliche Bürger und unbeteiligte Beobachter von der Polizei eingekesselt, am Verlassen des Kundgebungsortes gehindert und ihre Personalien aufgenommen.

(Von L.S.Gabriel, Wien)

Schon vor Beginn der Veranstaltung hatten sich auf der Freyung in Wien nicht nur besorgte Bürger versammelt, sondern auch aus der angeblich gut bewachten Gegendemonstration waren rund 150, großteils vermummte Linksgestörte bis dahin vorgedrungen. Viele der dort hysterisch Kreischenden waren Demoterrortouristen aus Deutschland, die schon zum am Wochenende stattgefundenen Wiener Akademikerball angereist waren, um in einer fremden Stadt gegen einen Ball, der sie nichts angeht und eine veranstaltende Partei, die sie nicht einmal wählen können, zu agitieren (PI berichtete). Sie plärrten, vermutlich in Ermangelung geistiger Kapazität für neue Texte, genau wie daheim: „Nie wieder Deutschland!“

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Die Pegidaanhänger bestanden zum größten Teil aus ganz normalen Bürgern aller Altersklassen, es waren Kinder ebenso wie ältere Menschen anwesend. Natürlich gab es auch junge kräftig gebaute Männer und auch aus der Hooliganszene waren wohl welche darunter, die ihren Ärger auf das System nicht so unter Kontrolle hatten wie die anderen. Aber mehr als hie und da Geschimpfe in Richtung der Polizei (wen sollten sie sonst auch vor Ort für die Situation verantwortlich machen) und kleinere Rempeleien waren nicht auszumachen. Einige hatten Schilder mitgebracht, die ihre Sorge und ihren Unmut ausdrückten.

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Die Polizei war mit etwa 1200 Mann aus mehreren Bundesländern vertreten.

Zu Beginn der Veranstaltung um 18 Uhr sagte Pegida Wien-Sprecher Georg I. Nagel via Megaphon zu den Intentionen von Pegida-Wien: „Wir wollen keine Glaubens- und Stellvertreterkriege auf österreichischem Boden.“ Er verlas Auszüge aus dem Positionspapier und schwor die Anwesenden darauf ein, friedlich zu bleiben. Nagel wurde aber mehrfach unterbrochen. Ganz offensichtlich waren auch da schon Personen aus den gegnerischen Reihen mitten unter den Pegida-Anhängern.

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Danach sollte sich der Zug von etwa 500 Personen in Bewegung setzen, man kam allerdings nicht einmal zehn Meter, dann stoppte die Polizei die Bürger. Man hatte zu diesem Zeitpunkt die SAntifa bereits bis auf etwa 50 Meter herankommen lassen. Unmittelbar vor dem Pegidazug hatte eine Polizeikette Aufstellung genommen und ließ keinen Schritt mehr zu, während im Laufe der nächsten halben Stunde die linken Rechtsbrecher ungehindert bis auf etwa 20 Meter vorrücken konnten. Da nun absehbar war, dass die Polizei die Straße nicht räumen würde (dürfen) und Pegida ohne Ausweg aus dem Kessel an der Freyung nur entweder in die andere Richtung gehen oder aufgeben müsste, frohlockten die Vermummten nun: „Ihr könnt nach Hause gehen!“, und „Pegida vertreiben, Flüchtlinge bleiben!“

Da es keinen Plan B gab und der Polizei keine zu sichernde Ausweichroute vorlag, erklärte einer der Pegida-Initiatoren gegen 19.30 Uhr die Veranstaltung für beendet. PI gegenüber begründete er es damit, dass die Stimmung sich am Platz derart aufheize, es klar sei, dass die Polizei nicht dafür sorgen würde, dass der friedliche Spaziergang stattfinden könne, das Recht auf Demonstration nicht durchsetzen werde. Man sei sich als Veranstalter der Verantwortung bewusst und könne unter diesen Umständen nicht für die Sicherheit der Bürger garantieren, deshalb sei das die einzige Option.

Von der Gegenseite mittlerweile mit Feuerwerkskörpern beschossen und mit Sprüchen wie: „Nation im Herzen, Scheiße im Hirn!“, provoziert und von der Polizei wie Gewalttäter in Schach gehalten, zeichnete sich verständlicher Weise in den Reihen der Pegida mittlerweile Unmut ab. Keine der Seiten machte Anstalten, den Versammlungsort zu verlassen.

Kurz nach 20 Uhr gab es eine Durchsage des Behördensprechers, der die Versammlung auflöste, was dazu führte, dass viele aus den Reihen der Pegida den Heimweg antraten, andere blieben noch stehen.

Um etwa 20.20 Uhr begann die Polizei unter körperlichem Einsatz die verbliebenen Pegidateilnehmer Richtung Schottentor abzudrängen. Die linken Krakeeler durften noch bleiben, standen bis dahin weitgehend unbehelligt hinter einer Polizeisperre und plärrten unablässig ihren Hass in Richtung Polizei und Pegida.

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Unter diesem massiven Polizeieinsatz löste sich die Veranstaltung seitens der Pegida endgültig auf, der Großteil ging. Einige wenige, darunter viele Journalisten blieben noch stehen. Es wurden Interviews gemacht, unter anderem mit Polizeisprecher Roman Hahslinger. Andere unterhielten sich und standen in kleinen auf zwei bis vier Personen beschränkten Grüppchen zusammen oder beobachteten interessiert die Arbeit der Polizei. Dann um etwa 21 Uhr schlossen, ohne Vorwarnung, rund drei Dutzend Beamte einen Kreis um die etwa 20 Personen. Einige waren gerade auf dem Weg Richtung U-Bahn, aber man ließ sie nicht mehr gehen. Von allen auf dem Platz befindlichen Personen würden nun die Personalien festgestellt und es werde Anzeige erstattet, hieß es.

Auf Nachfragen, ob das denn auch die Presse betreffe, erkundigte sich einer der Beamten bei seinem Vorgesetzten, kam mit einem bedauernden Lächeln zurück und sage: „Ja, tut mir leid alle, auch die Presseleute müssen bleiben.“ Ein Kollege erklärte dann noch, es gäbe eine Anweisung der Stadt für diese Maßnahme. Man werde mit der Begründung festgehalten, eine Versammlung nach Auflösen derselben nicht schnell genug verlassen zu haben. Das ist ein Verwaltungsdelikt und kann mit bis zu sechs Wochen Gefängnis geahndet werden. Die nun in eisiger Kälte Festgesetzten konnten es nicht fassen. Ein alter Mann sagte, er habe einen Herzschrittmacher, ihm sei kalt und er wolle nach Hause, ein anderer bat, das Prozedere doch abzukürzen, er müsse dringend zur Toilette. Eine Dame meinte, das sei wie aus Erzählungen ihrer Mutter aus den Dreißigerjahren. Andere sprachen von Zuständen wie in Nordkorea.

Beinahe schon nestroyschen Charakter hatte die Tatsache, dass auch der zum Interview noch stehengebliebene Polizeisprecher Roman Hahslinger im Kessel stand. Für den gab es aber relativ rasch einen Weg nach draußen. Alle anderen mussten sich legitimieren und durften erst danach gehen. Auch der eine oder andere Beamte vor Ort schüttelt ob der Absurdität dieser Szenerie nur noch den Kopf.

In der Presse wird dieser Skandal, dass mittlerweile auch in Österreich Journalisten beim Ausüben ihrer Tätigkeit von den Strafbehörden verfolgt werden, kaum aufgegriffen. Es gab nur einige kurze Statements einzelner betroffener Reporter dazu. Die Lügenpresse hat da nun offensichtlich ein großes Problem, einerseits fühlt man sich als Journalist von der Staatsmacht verfolgt, kann das aber als williger Staatsschreiber nicht thematisieren. Angeblich habe Polizeisprecher Hahslinger gesagt, dass die Personalien von Journalisten nicht aufgenommen worden wären und alle so gehen hätten dürfen. Das ist definitiv unwahr.

Fazit:

Für Pegida Österreich war das eine nicht ganz geglückte Premiere, aber angesichts der rund 500 Demoteilnehmer bei der ersten Veranstaltung doch ein Erfolg. An der Organisation ist wohl noch einiges zu verbessern. Ein Plan B sollte unbedingt mit der Polizei abgesprochen werden und eine Lautsprecheranlage wäre von Nöten, denn leider konnten viele die Durchsagen, die zur Beruhigung und Aufklärung über das Geschehen vorne nötig gewesen wären, nicht hören. Pegida-Sprecher Nagel sagte, man habe eigentlich nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet und dachte, das Megaphon würde reichen.

Alle Polizeibeamten, mit denen PI ins Gespräch kam, waren zuvorkommend und mit Sicherheit nicht auf Krawall gegen Pegida gebürstet. Dass die Straße nicht geräumt und das gesetzlich verbriefte Demonstrationsrecht nicht durchgesetzt wurde, ebenso wie das Einkesseln und Festhalten unbescholtener Bürger ist einzig einer skandalös agierenden rotgrünen Stadtregierung geschuldet. An diesem Abend wurde wieder einmal dem Unrecht zu Recht verholfen und Gesetzesbruch nicht nur geduldet, sondern eben dadurch für künftige Aktionen des linken lichtscheuen Milieus noch Vorschub geleistet.

Pegida-Österreich ist erst am Beginn und nicht nur Georg Nagel, sondern auch viele Bürger sagten: „Wir kommen wieder.“

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Hier ein kurzes Video der Szenerie: