Frankfurts schwarzer Mittwoch

imageIm Wissen und Bewusstsein der schon am frühen Vormittag angerichteten Terroraktionen linksextremistischer Täter aus dem In- und Ausland sagte der hessische Wirtschaftsminister Al-Wazir (Grüne) bei dem kurzen Festakt zur Eröffnung des neuen EZB-Gebäudes im Frankfurter Ostend: „Heute ist ein guter Tag für die EZB und für Frankfurt/Rhein-Main“. Treffender als mit diesem in Anbetracht der Ereignisse an Absurdität und Realitätsleugnung nicht zu übertreffenden Satz lässt sich die erbärmliche Rolle der verantwortlichen Politiker im Bund, dem Land und der Stadt nicht belegen.

(Von Wolfgang Hübner, Frankfurt)

Obwohl schon seit vielen Monaten seitens der Linksterroristen europaweite Vorbereitungen für den 18. März 2015, der als „Schwarzer Mittwoch“ in die Frankfurter Stadtgeschichte eingehen wird, getroffen und in keiner Weise verheimlicht wurden, äußern nun sogar nicht linker Neigungen verdächtige Politiker ihre Überraschung und Entsetzen ob des gewalttätigen Geschehens. Doch jeder, der es wirklich wissen wollte, konnte nicht den geringsten Zweifel haben, welcher Film am 18. März ablaufen würde, allein bestimmte Szenen waren noch unbekannt. Zum Beispiel der zerstörerische Sturm auf das 1. Polizeirevier an der Zeil mit drei in Brand gesteckten Fahrzeugen des Reviers und einem Steinhagel auf das Gebäude.

Wenn in einer solchen Situation ein grüner Funktionär in Hessen von der Polizei „Besonnenheit“ fordert, dann ist das nicht Beweis für eine nur noch schwer zu behandelnde Verwirrung, sondern für genau jene Gesinnung, die all die kriminellen Taten des „Schwarzen Mittwochs“ erst ermöglicht, begünstigt und gefördert hat. Und was soll man von einem Oberbürgermeister Feldmann halten, der beim Festakt davon schwafelt, Frankfurt sei stets eine Stadt des streitbaren Diskurses gewesen, statt sich an die brennenden Schauplätze linker Gewalt zu begeben, um den vielfach angegriffenen, an Leib und Leben gefährdeten Polizeibeamten demonstrativen Beistand zu leisten? Der hessische Innenminister von der CDU kommentierte erschrocken das Geschehen offenbar lieber vom gut geschützten Amtssitz in Wiesbaden, auch er ein wahrer Held gelebter Demokratie.

Gleich ganz verkrochen hatte sich die gesamte Bundesregierung, kein einziger Minister war bei der Eröffnung dabei. Da es an Informationen über die Absichten der Linksterroristen in Berlin gewiss nicht fehlte, wollte sich niemand der Damen und Herren aus dem schwarz-roten Kabinett die unerfreulichen Begleitumstände zumuten. Denen waren in erster Linie die Polizeibeamten, aber auch unzählige Bürger und Berufspendler umso mehr ausgeliefert. Die Fraktion der Freien Wähler – Bürger Für Frankfurt wird nicht ruhen, bis die Vorgänge am 18. März 2015 umfassend dokumentiert und aufgeklärt sind. Dazu gehört selbstverständlich auch die unerträglich verlogene Rolle der Linkspartei und ihrer Protagonisten.