Christ und Welt propagiert Mord als christliche Sterbehilfe

aktive_sterbehilfeWir saßen bei ihr an diesem Nachmittag, und die Schwester kam noch mal ins Zimmer und fragte, wie es gehe. Dann ging sie wieder. Wir schauten uns an, mein Vater nickte. Ich tat, was wir besprochen hatten: Ich stand auf, schob eine Kommode vor die Tür, mein Vater nahm meiner Mutter das Sauerstoffgerät aus der Nase und hielt ihr mit der rechten Hand die Nase zu, mit der Linken den Kiefer, dass sie nicht mehr durch den Mund atmen konnte.

Mit seiner rechten Hand verdeckte er auch ihre Augen, ich wollte aber ihre Augen sehen können, ich wusste nicht, wie ein Mensch reagiert, wenn er erstickt wird. Es gibt immer noch normale Instinkte. Sollte ich sehen, dass meine Mutter in Panik die Augen aufriss, wollten wir sofort aufhören. Ich hielt die Hand meiner Mutter, mein Vater weinte und sagte zu ihr: »Mädchen, verzeih mir, das ist nur ein kurzer Moment, dann hast du es geschafft.«

Ich hielt ihre Hand und redete beruhigend auf sie ein. Ich hatte das Gefühl, dass sie versuchte, die Luft anzuhalten und das zu unterstützen. Ich hatte erwartet, dass sie vielleicht versuchen würde, sich von unseren Händen zu befreien. Aber ich musste keine besonders starke Kraft aufwenden. Das war ein Händchenhalten, mit beiden Händen hielt ich ihre Hände, streichelte sie und sagte: »Mama, gleich bist du erlöst. Irgendwann werden wir uns wiedersehen. Dann können wir darüber noch mal reden.« Fast drei Minuten dauerte das.

Mein Vater musste all seine Kraft aufwenden, weil der Wille, der Reflex, den Mund zu öffnen und zu atmen, extrem stark ist. Ich spürte, wie ihre Kraft nachließ. Irgendwann waren ihre Hände kraftlos. Langsam nahm mein Vater meiner Mutter die Hand von Nase und Kiefer. Ich legte ihr die Hände auf die Brust, ging zur Tür und schob die Kommode wieder weg. Ich ging zurück. Wir beugten uns über meine Mutter, um zu prüfen, ob noch Atmung zu spüren war. Mein Vater suchte nach dem Puls. Wir guckten uns an, wollten uns gerade hinsetzen, mein Vater auf der einen Seite des Bettes, ich auf der anderen. In dem Moment zog meine Mutter wieder nach Luft. Wir sprangen auf, und mein Vater hielt ihr noch mal Nase und Mund zu, wieder für eine halbe Minute. Dann war es endgültig vorbei.

Meine Mutter hatte die ganze Zeit die Augen zugelassen. Als wenn sie dachte: Es ist nur ein kurzer Moment, und dann schlafe ich für immer und ewig. Mein Vater und ich setzten uns; er schaute, ob es Druckstellen gab, die den Verdacht auf die Tat lenken könnten. Wir warteten. Nach zehn Minuten ging ich ins Schwesternzimmer und sagte: »Die Mama hat’s geschafft.«

(Dieser Artikel (Auszug) erschien als positives Beispiel zur humanen christlichen Sterbehilfe in der degenerierten „Christ und Welt“, der kärglichen Beilage eines einst größeren Blattes, das die Bischöfe an die grünrote ZEIT verschenkt haben. Für mich ist das Mord!)