Extrembergsteiger Messner gegen Gipfelkreuze

Der bekannte Südtiroler Bergsteiger Reinhold Messner, der als erster Mensch alle 14 Achttausender im Himalaya bestiegen hat, stänkert jetzt gegen Gipfelkreuze. Der Bub, der einst im malerischen Villnößtal (Foto) zwischen der Furchetta und dem Sass Rigais unter den Geislerspitzen gottesfürchtig groß geworden ist, aber später als Politiker für die gottlosen Grünen in Straßburg landete, sieht heute im einundsiebzigsten Lebensjahr Gipfelkreuze als Humbug an:

Ich halte Gipfelkreuze für einen Humbug! Weil die Gipfel leer sein und nicht für irgendeine Religion missbraucht werden sollten. Auf den Gipfeln stand einst nichts. Später dann stellten die ersten Bergsteiger Steinmännchen auf. Erst während der Napoleonischen Kriege wurden in den österreichischen Alpen die ersten christlichen Gipfelkreuze errichtet – wohl um die Bergbauern moralisch gegen die vorrückenden Franzosen zu rüsten.

Heute kreuzelt es in den Alpen allerorten. Dabei sollte niemand, auch keine Religion, die Gipfel besetzen. Das Kreuz ist das christliche Symbol schlechthin. Die Gipfel aber, die doch der ganzen Menschheit gehören, sollten nicht mit dieser einen Weltanschauung besetzt werden.

Mich freut diese klare Aussage in einem protestantischen Käseblatt. Ich weiß jetzt, warum ich Messner noch nie leiden konnte. Er ist eine Schande für das christliche Südtirol. Und warum und wie sein Bruder Günther 1970 am Nanga Parbat gestorben ist, hat er auch nie einwandfrei klären können. Vermutlich ist Günther damals Reinhold Messners unstillbarem Ehrgeiz zum Opfer gefallen. Da stören natürlich Gipfelkreuze nur!