Groko streicht Wort „Völkermord“

imageIm Bundestag hatte in den vergangenen Monaten eine informelle Arbeitsgruppe mit Politikern aus allen vier Fraktionen darüber beraten, wie man mit dem Jahrestag umgehen wolle. Für den Grünen-Abgeordneten Cem Özdemir und die Linken-Politikerin Petra Pau war dabei klar, dass sie mit ihren jeweiligen Fraktionen den Völkermord auch als solchen bezeichnen wollen. Doch auch die zuständigen Berichterstatter von Union und SPD, Christoph Bergner und Dietmar Nietan, wollten zum hundertsten Jahrestag weiter gehen als noch vor zehn Jahren.

In dem gemeinsamen Text, den sie Ende vergangener Woche formuliert hatten, stand das Wort Völkermord in der Überschrift. Doch nach Überarbeitung durch die Fraktionsspitzen und das Auswärtige Amt ist der umstrittene Begriff mittlerweile wieder verschwunden. Offenbar befürchtet man dort, dass der Affront gegenüber der Türkei zu einem ungünstigen Zeitpunkt käme. Im Juni stehen dort Wahlen an. Außerdem wird die Türkei als Partner im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) benötigt. Endgültig werden die Koalitionsabgeordneten bei ihrer nächsten Fraktionssitzung am 21. April über den Antrag abstimmen. Doch es gilt als wahrscheinlich, dass der Begriff Völkermord erneut nur in der Begründung genannt wird.

(Auszug aus einem Artikel von Zeit-online. Ähnlich „mutig“ erinnert man in der ARD durch Ausstrahlung der Dokumentation „Aghet – ein Völkermord“ an den Genozid. Der sehenswerte Film – hier auf Youtube komplett zu sehen – wird am 25.4. um 1:20 Uhr nachts gezeigt. Das Bild unten wurde auf der Facebook-Seite des Ex-Muslim Cahit Kaya veröffentlicht)

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