Türken ziehen mit „Allahu Akbar“ durch Wien

In absolut seltener Einigkeit rangen sich alle sechs österreichischen Nationalratsfraktionen zu einer gemeinsamen offiziellen Erklärung durch, die das vor 100 Jahren begangene Massaker der Osmanen an den Armeniern als Genozid verurteilt. Dem voran ging ein eindringlicher Appell des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRKÖ) an Bundespräsident Fischer und die Bundesregierung, die Republik Österreich solle den Völkermord am armenischen Volk endlich anerkennen. Die Türkei reagierte empört auf die Erklärung. Das Außenministerium in Ankara sprach von einer „dauerhaften Beschädigung“ der Beziehung beider Länder und beorderte den türkischen Botschafter aus Wien zurück.

Die ohnehin gern aggressiv reagierende Türkengemeinde zog daraufhin mit etwa 5000 Personen, den „Enkeln der Osmanen“, darunter Mitglieder verschiedener AKP-naher Plattformen, unter Allahu Akbar-Geplärr durch die Straßen. Den Botschafter hätten die Türken gerne in Wien belassen können – besser für alle wäre es, sie holten ihre aggressiven Landsleute zurück ins islamische Türkenreich.