Aufbruchstimmung bei PEGIDA-München

image1Am Montag, den 4. Mai, fand wieder ein Spaziergang von PEGIDA in München statt. BAGIDA nennt sich jetzt bekanntlich PEGIDA-München. Am Stiglmaierplatz angekommen, erwarteten uns bereits die üblichen Absperrungen und ein relativ großes Polizeiaufgebot, das auf strikte Trennung von PEGIDA und Gegendemonstranten achtete. Nach meiner Schätzung waren beide Lager ungefähr gleich groß mit jeweils ca. 100 Teilnehmern. Unsere Teilnehmer setzten sich aus allen Altersgruppen zusammen, sahen wie normale Bürger aus und benahmen sich auch entsprechend diszipliniert, so wie man es von einer Bürgerbewegung erwartet. Soviel zum Thema „Nazis“, falls diese Frage aufkommen sollte.

(Von Alphawolf)

Pünktlich um 19 Uhr wurde die Demo mit einer kurzen Ansprache der Versammlungsleiterin Birgit Weissmann eröffnet.

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Sie stellte uns dabei auch alle von PEGIDA autorisierten Fotografen vor, die nun leicht an ihrem PEGIDA-Presseschild zu erkennen sind. An dieser Stelle schon mal ein großes Lob und Dankeschön für die perfekte Organisation.

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Weissmann betonte noch einmal, dass jeder, ähnlich der „Speakers Corner“ im Londoner Hyde Park, bei PEGIDA die Gelegenheit haben soll, einen kurzen Redebeitrag zu leisten. Entsprechend folgten einige kurze Beiträge von Bürgern, die – frei von der Leber weg – diese Gelegenheit nutzten. Das kam wirklich sehr ehrlich und aufrichtig rüber.

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Sehr gut gefiel mir dabei ein Beitrag über die Besetzung Griechenlands im zweiten Weltkrieg, der aber leider wegen Zeitmangels nicht ganz zu Ende geführt werden konnte. Sehr aufschlussreich war, dass wohl in erster Linie Italien für diese Besetzung verantwortlich war, was Reparationsforderungen in einem anderen Licht erscheinen lässt. Vielleicht sollten sich Gauck, Hofreiter & Co. einmal mit Geschichte befassen.

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Anschließend folgte unser Spaziergang, der durch die Maxvorstadt zum Stachus und wieder zurück zum Stiglmaierplatz führte. Wie bereits beim letzten Mal, wurde dieser – quasi zum Gedenken an das „Zu Grabe Tragen“ von Tugenden und Werten in unserem Land – als Schweigemarsch durchgeführt. Das war wirklich großartig und bewegend. Einzig ein kleines Totenglöckchen, das ein Teilnehmer aufgezeichnet hatte und über einen kleinen Lautsprecher während des Spaziergangs abspielte, war von uns zu hören.

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Ein paar Gegendemonstranten versuchten natürlich mit Trillerpfeifen und den bekannten dümmlichen Parolen („Haut ab!“ etc.) zu stören, was aber eher lächerlich wirkte. Dennoch ist nicht nachzuvollziehen, warum Demonstrationsstörer nicht rigoros von der Polizei entfernt werden. Auch den aggressiv agierenden „Fotoreportern“, bzw. denen, die sich als solche ausgeben, müssten einmal die Grenzen aufgezeigt werden. Diese nutzen ihre Canons ja nicht für Reportagen und zur Berichterstattung, sondern offenbar nur, um PEGIDA-Teilnehmer einzuschüchtern und in irgendwelche Neo-Stasi-Archive einzustellen.

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Bei der Abschlusskundgebung gab es dann noch ein paar kurze Redebeiträge, bevor zum Schluss gemeinsam die Nationalhymne angestimmt wurde. Es ist immer wieder ergreifend, wenn man soviel Gemeinsamkeit spürt. Beim nächsten Mal sollten wir uns dabei alle die Hände reichen, was unsere Zusammengehörigkeit sicher noch unterstreichen würde.

Die nächsten Termine von PEGIDA-München sind am 11. Mai, 1. Juni, 15. Juni und 22. Juni immer um 19 Uhr am Stiglmaierplatz.

(Fotos: Roland Heinrich)