Bonn: Saudische König-Fahd Hass-Akademie feiert 20 Jahre Landnahme

20_jahre_fahad_akademieAm 13. Mai beging die „einst umstrittene“, nunmehr aber „offene“ König-Fahd-Akademie ihr 20-jähriges Bestehen. Am 15. September 1995 hatten der saudische Prinz Abd al-Aziz, Johannes Rau, Klaus Kinkel und die damalige Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (SPD) die Schule für Kinder aus arabischen Ländern und für Kinder von Medizintouristen in Bonn-Lannesdorf eröffnet. 14 Millionen soll das vom saudischen Staat, der die Scharia zur verfassungsrechtlichen Grundlage hat und wo Apostasie als todeswürdiges Verbrechen gilt, finanzierte Projekt gekostet haben. Diese Lehranstalt durfte also in der damaligen Hauptstadt am Rhein Erziehungsarbeit betreiben. Im Herbst 2003 waren 60 Lehrer eingestellt, und viele arabische Familien zogen um 2000 in die Nachbarstraßen, um ihre Kinder auf diese formidable, verfassungsfeindliche Schule zu schicken.

(Von Verena B., Bonn)

Entgegen ihrer Verpflichtung, nur ausländische Diplomatenkinder oder jedenfalls Kinder von Ausländern mit kurzem Aufenthalt in Deutschland zuzulassen, hatte die Akademie mit eingegliederter Moschee und Veranstaltungsräumen auch die Kinder passdeutscher Araber aufgenommen. Für diese aber gilt die deutsche Schulpflicht, an die sich fromme wahabitische Familien, wohl aus Gründen falsch verstandener Religionsfreiheit, einfach nicht halten mochten. Die wahabitische Koranschule gilt nämlich auch nach Ansicht einheimischer Islam-Liebhaber als die beste überhaupt! Jahrelang hatte die Akademie also offenbar ganz bewusst gegen die Schulpflicht (auf staatliche Schulen zu gehen) eines großen Teils ihrer Schüler verstoßen.

Nichtsdestotrotz führte die Stadt Bonn Touristen durch die Anlage und ließ die Akademie als Beispiel gelungener Integration preisen – was bis heute Gültigkeit zu haben scheint, zumindest in den Augen der Politiker und Bürger, die auf beiden Augen blind sind.

In bundesweite Schlagzeilen geriet die Akademie, als das Fernsehmagazin Panorama (NDR bei ARD) durch einen heimlichen Filmmitschnitt den Skandal über die Verwicklung der Akademie in die internationale Salafistenszene aufdeckte. Ungefähr seit Frühling 2003 sollen unter den eher konservativen Familienoberhäuptern, die sich ab etwa 1999 mit Frauen und Kindern rund um die Schule ansiedelten, islamische Extremisten, die Kontakte zu Al-Kaida pflegten, befunden haben. Ermittlungen führten u.a. zu Verbindungen zur Muslimbruderschaft sowie der verbotenen dschihadistischen Nahda-Bewegung Tunesiens und der Hamas.

2003 wurde im langbärtigen Häkelmützen-Umfeld Bad Godesbergs die Anleitung zum Bau einer Bombe gefunden. Später fand die Polizei bei einem Verdächtigen in Bad Godesberg, der Kontakt zur Akademie gehabt haben soll, Materialien für einen Bombenbau. Nachgewiesen werden konnte dieser Kontakt aber nicht.

Ein Imam der Akademie tat sich besonders religiös hervor. So lehrte er am 26.September 2003 auf dem Schulgelände: „Ihr müsst euren Kindern das Speerwerfen (…) beibringen, damit sie (…) stark werden – um dann bereit zu sein für den Dschihad!“ Selbiger Islam-Gelehrte verkündete außerdem: „Die Muslime müssen sich selbst und alle anderen Menschen dem Willen Allahs unterwerfen!“ Der Prediger wurde daraufhin, wahrscheinlich schweren Herzens, entlassen. Alle waren empört und betroffen und ein anderer Prediger wurde eingestellt. Ob dieser dann die Menschenrechte für alle predigte, ist leider nicht bekannt.

In der Zeit des Regierungsumzugs nach Berlin wurde dort flugs eine Außenstelle der Akademie gegründet, dennoch nahm die Zahl der vollverschleierten Allah-Bräute in Bad Godesberg rasant zu. Wie mir aus sicherer Quelle bekannt ist, erhalten Frauen, die sich islamisch korrekt zuhängen, übrigens 300 Euro Prämie. Viel ist das nicht, wenn man bedenkt, wie unmodisch, unbequem und phantasielos diese Bekleidung ist, unter der frau im Sommer fast erstickt.

Fast hätten diese fundamentalistischen Umtriebe auf Anordnung der örtlichen Bezirksregierung zur Schließung der Akademie geführt. Vermutlich aus „erdöltechnischen Gründen“ beschränkte man sich dann aber nach Verhandlungen zwischen dem damaligen Regierungspräsidenten Jürgen Roters und der Botschaft von Saudi-Arabien darauf, den weiteren Betrieb der Schule unter gewissen Auflagen (u.a. Reduzierung der Schülerzahl, Streichung der antiwestlichen und antisemitischen Stellen in den Schulbüchern) weiterzuführen. Am 10. März 2005 ließ also Regierungspräsident Roters beruhigt verkünden, dass von der Fahd-Akademie „keine Gefahr mehr ausginge“. Roters sprach von „möglichen extremistischen Gefahrenherden im Umfeld der Akademie“, die vereinbarte Änderung der Schulbücher erwähnte er nicht.

Im Juli 2008 wurde gegen zwei junge Männer (17 und 18 Jahre alt) ermittelt, die im Verdacht standen, einen Mordversuch an einer 16-Jährigen deutschen Schülerin verübt zu haben. Die beiden (der jüngere war ihr Freund) sollen die Jugendliche angegriffen und verletzt haben, einen fast 20 Meter tiefen Steilhang oberhalb von Lannesdorf hinuntergestoßen und die offensichtlich schwer Verletzte dort mutwillig liegengelassen haben. Das Mädchen überlebte die Attacke nur knapp. Die beiden jungen Männer wurden noch am Abend verhaftet. Der (Ex-) Freund war ein Realschüler, sein Begleiter stammte aus dem Libanon und besuchte die durch radikalislamische Propaganda vielfach aufgefallene Fahd-Akademie. Was eine Frau im Islam wert ist, ist bekannt. Ich selbst habe einmal an den Bäumen vor der Akademie Aufkleber mit frauenfeindlichen Koransuren entdeckt, die ich vor Schreck leider nicht fotografiert habe. Der damalige Schulleiter der Akademie war über den zur frauenfeindlichen muslimischen Lehre hergestellten Bezug des Verbrechens wütend und fühlte sich und seine Schule schwerstens beleidigt. Die jungen Leute in der Akademie lernten, dass Nichtmuslime „apes and swines“ (Affen und Schweine) sind, Juden und Homosexuelle getötet werden müssen. Darin sind sie sich einig. Nicht einig sind sie sich, auf welche Weise das geschehen soll: Während einige das Verbrennen im Feuer bevorzugen, halten andere Gelehrte es für sinnvoll, zum Beispiel den Homosexuellen „von einem hohen Ort aus in die Tiefe zu stürzen“.

Aber jetzt ist ja offenbar alles anders, und deshalb durfte am Mittwoch groß gefeiert werden. Aus Berlin war der saudi-arabische Botschafter Osama bin Abdul Majed Shobokshi angereist, es gab Geschenke von der Ölfirma Saudi Aramco, der Schulchor sang die saudi-arabische Nationalhymne. Wie der General-Anzeiger
weiter berichtet, hielt der Botschafter eine mit Bezug auf die damaligen Negativschlagzeilen etwas stolprige Rede.

Ein wenig deutlicher wurde der Oberbürgermeister und extreme linke Kämpfer gegen Rechts, Jürgen Nimptsch, der wohl mahnend den Finger erhob, von den Krisen zu Beginn der 2000er Jahre sprach und an den Einfluss islamistischer Kreise erinnerte. Er sagte: „Es ist wichtig, dass die Schule deutlich macht, dass unsere deutsche Verfassung geachtet wird und dass islamistische Bestrebungen hier keinen Platz haben.“ In diesem Zusammenhang lobte Bruder Nimptsch den Bruder Schulleiter Al-Megren, dass sich dieser nicht nur „bei den Krawallen von Salafisten am 5. Mai 2012 von extremistischen Bestrebungen distanziert habe“. Dass der salafistische Rat der Muslime dieses Blutbad mit einem bürgerkriegsähnlichen Szenario wegen des Zeigens der Mohamed-Karikatur von PRO NRW als Angriff auf den deutschen Rechtsstaat vor der Akademie organisiert hatte, dem Herr Al-Megren vom Dach seines Protzbaus offenbar zufrieden zuschaute, erwähnte er nicht, ebenso wie den daraufhin versuchten Mordanschlag auf PRO-NRW-Chef Beisicht und seine Familie, die Fatwas (Rechtsgutachten) für die befohlene Ermordung der PRO-Funktionäre, Todesdrohungen des kürzlich in Syrien ins Paradies entschwundenen Bonner Terroristen Yassin Chouka Al-Imam-Ahmad („Tod der Pro-NRW“) und die Bonner Bombe waren nicht Gegenstand der alles verzeihenden Geburtstagsrede. So was vergisst man am besten ganz schnell, sonst werden die Brüder unwirsch, drehen den Ölhahn zu und veranstalten möglicherweise Terroranschläge, die ja nicht in alle Ewigkeit vorher vom unermüdlich beobachtenden Staatsschutz verhindert werden können, da die Polizei ja jetzt auch noch die Hooligans beobachten muss, die in Köln einen Polizeiwagen umgeworfen hatten.

Im Kommentar zu seinem Artikel spricht Moslemredakteur Frank Vallender dann auch wohlwollend zufrieden von einem „reinigenden Prozess“, der wohl auch zu der Einsicht geführt habe, dass die Einrichtung auf Dauer nur dann in Bonn akzeptiert wird, wenn sie mehr tut, als sich an gesetzliche Vorschriften zu halten. So sei es nicht zuletzt mit dem 2011 neu an die Schule gekommenen Direktor ein Prozess fortgesetzt worden, der nicht nur der Schule gut täte. Die Offenheit, mit der sie auf andere gesellschaftliche Gruppen, Kirchengemeinden und Schulen zugehe, habe dazu geführt, dass das Misstrauen, das sich 2003 bewahrheitete, stark zurückgegangen sei. So sei mittlerweile ein offener Dialog möglich, der unbequeme Fragen zuließe. Ob Herr Vallender solche unbequemen Fragen selbst mal gestellt hat, ist mir nicht bekannt.

Wie offen die Akademie ist, davon konnte ich mich höchstpersönlich bei einem Besuch vor einigen Jahren überzeugen. Als ich den die Besichtigung durchführenden streng religiösen Deutschlehrer fragte, ob die Schulbücher denn inzwischen vereinbarungsgemäß geändert worden seien und in welcher Weise das erfolgt sei, sagte der Führer: „Wir bekommen die Schulbücher im Originaltext aus Saudi-Arabien. Dann kann jedes Land die Texte nach Belieben ändern.“ Ich fragte, ob die antiwestlichen und antisemitischen Textpassagen dann geschwärzt würden. „Nein“, sagte der Führer, „die Bücher werden dann neu gedruckt.“ Ich sagte: „Ist ja auch völlig egal, maßgebend sind ja nicht die Schulbücher, sondern der Koran!“

Dann fragte ich, ob man in Saudi-Arabien auch Kirchen bauen und Bibeln verteilen dürfe. „Selbstverständlich“, sagte der verständnisvolle Mann ordnungsgemäß. Da ich in der Bibliothek deutlich sichtbar auf zwei Bücher von, beziehungsweise über Rudolf Hess (Stellvertreter des Führers) gestoßen war, fragte ich, wo ich denn Hitlers „Mein Kampf“ finden könne. Darauf bekam ich keine Antwort, ebenso wenig auf die Frage, ob wir nun auch den Keller der Akademie besichtigen würden, wo die Waffen lagern. Als Belohnung für mein großes Interesse am Islam bekam ich nach mehrfachen Bitten einen dicken arabisch-deutschen original-Hammer-Koran vom Führer, den dieser nach dem Tod von seinem Vater geerbt hatte (Widmung stand drin). Einen anderen hatte er nicht mehr. Auf das persönliche Geschenk des „Edlen Qur’an“ bin ich sehr stolz und lese darin gerne vor allem meine Lieblingssuren („Tötet die Ungläubigen“ usw.), wenn mich mal eine Depression überfällt. Danach geht es mir immer gleich viel besser!

Somit wünsche ich der König-Fahd-Akademie und ihren SchülerInnen zum Geburtstag dasselbe, das sie mir und meinen Lieben wünschen…

In der WDR-Mediathek gibt es einen Bericht der „Lokalzeit“ zum Festakt. Man beachte, Schulleiter Ibrahim Al Megren, für den der „Kontakt mit der Gesellschaft grundlegendes Ziel“ ist, spricht offenbar auch nach Jahren in Deutschland kein Wort Deutsch.