Erdogan will Jerusalem erobern

erdoganAm Samstag feierte die Türkei den 562. Jahrestag der blutigen Eroberung Kostantinopels, als die Christen in einem Meer von Blut versanken und sogar in der Kirche Hagia Sophia abgeschlachtet wurden. Der Auftritt von Ministerpräsident Erdogan vor einer Million Menschen erinnert dabei an Szenen aus dem Dritten Reich. Die Menge ruft „Hier der Führer, hier die Armee“. Erdolf redet von Eroberungen: „Eroberung heißt Mekka. Eroberung heißt Sultan Saladin, heißt, in Jerusalem wieder die Fahne des Islams wehen zu lassen.“ Erdogan will ganz offensichtlich ein Groß-Osmanisches Reich errichten. Im Prinzip ist dies wie eine Kriegserklärung an Israel.

(Von Michael Stürzenberger)

Wer den Völkermord an den Armeniern anspricht, wird von dem Türkenführer als Verräter gebrandmarkt. Solche Slogans lassen keinen Zweifel aufkommen, dass Erdogan ein islamischer Fanatiker ist: „Wir werden denen nicht nachgeben, die dieses Land, diese Nation teilen wollen, die es beenden möchten, dass in den Heiligtümern Istanbuls rund um die Uhr der Koran gelesen wird.“ In der Welt erfährt man, wohin der Eroberungsdrang der Türkei unter Erdogan unter anderem gerichtet ist:

„Ihr könnt euch noch so anstrengen“, rief Erdogan, „ihr werdet uns nicht dazu bringen, auf unsere erste Qibla zu verzichten.“ Die erste Qibla, also Gebetsrichtung, der Muslime war Jerusalem, erst nach der Auswanderung des Propheten nach Medina begannen sie, in Richtung Mekka zu beten. „Ihr seid die Generation, die Damaskus und Jerusalem erobern wird“, hatte vor Beginn des offiziellen Programms ein Einpeitscher der Menge zugerufen.

Der türkische Premierminister Davutoglu hatte einige Tage zuvor ins gleiche Horn geblasen:

»Die Al-Aqsa-Moschee [der Tempelberg] ist auf ewig unser – und Allah ist mein Zeuge und die Geschichte wird zeigen, dass sie auf ewig unser sein wird.« Nachdem er geschworen hatte, Jerusalem zurückzuerobern, wenn er gewählt werde, betonte Davutoglu, sein Land könne »kein Freund oder Verbündeter derjenigen sein, die die Al-Aqsa-Moschee mit ihren Stiefeln entweihen« und bezog sich dabei auf Israelis, die Demonstrationen verhindern mussten. Damit beschuldigt Davutoglu Israel, den Tempelberg zu entweihen, denn dem Islam zufolge begeht jeder, der heiligen Boden anders als barfuss betritt, eine Abscheulichkeit.

Diese osmanische Eroberungsshow am vergangenen Samstag präsentierte sich wie eine Parade bei den Nazis:

Als „Weltmacht“ bezeichnete der offensichtlich größenwahnsinnige Erdogan sein Reich schon im Jahr 2010. Die Türkei sei „ein Land, das in der Welt die Tagesordnung bestimmt.“

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Man braucht sich keinen Illusionen hingeben – die beiden Türkenführer meinen es genau so, wie sie es sagen. Mit dem Koranchip im Kopf werden sie es auch umzusetzen versuchen. Gut drei Millionen Türken in Deutschland dürfte hierbei die Rolle der 5. Kolonne Ankaras zukommen. Juden werden hierzulande unter dieser Wahnidee mit begleitender Hetzpropaganda als erste leiden müssen.

Wenn man sich vor Augen hält, dass Moslems in Jerusalem eigentlich gar nichts verloren haben, wird deutlich, was diese Eroberungs-Ideologie in den Köpfen von Menschen auslöst. Sie glauben an das Märchen vom nächtlichen Pferdeflug Mohammeds zu einer „weit entfernten Moschee“, die aber gar nicht in Jerusalem stehen konnte, weil der Islam zu diesem Zeitpunkt auf das Gebiet des heutigen Saudi-Arabiens begrenzt war. Jerusalem wird auch im Koran an keiner einzigen Stelle erwähnt. Moslems kamen erst nach Mohammeds Tod im Jahr 638 unter dem Kalifen Omar nach Jerusalem – wie immer als Eroberer.

Juden hingegen leben in Jerusalem seit über 3000 Jahren. Der Tempel wurde unter Davids Sohn Salomo im Jahre 955 vor Christi Geburt fertiggestellt. Kaiser Justinian errichtete um 530 n. Chr. für das Christentum die dreischiffige byzantinische Basilika St. Maria auf dem Tempelberg. Moslems eroberten sie und wandelten sie in die Al-Aqsa-Moschee um.

Normalerweise müsste man den Mohammedanern die klare Ansage machen, ihre Reliquien zu packen und dorthin zu schaffen, wo sie hingehören: Nach Saudi-Arabien. Damit Juden und Christen in Jerusalem endlich ihre Ruhe haben. Denn je mehr man den Vertretern dieser Raub- und Eroberungsideologie entgegen kommt, desto frecher werden sie – wie man am Beispiel Erdogans erneut eindrucksvoll bestätigt sieht. Aber Israelis haben eine schier unendliche Geduld trotz des Irrsinns, mit dem sie konfrontiert sind.

PI-Film über Jerusalem:

(Redaktion: Michael Stürzenberger; Kamera: Black Knight)