Frankreich: Wieder vier Nächte lang Randale

frankreich_unruhenIm nordfranzösischen Tourcoing im Großraum Lille gab es vier Nächte in Folge bürgerkriegsähnliche Zustände. Die Unruhen begannen im stark bereicherten Problemviertel Bourgogne, wo mehr als 50 Prozent der jungen Leute arbeitslos und etwa neun von zehn Wohnungen Sozialwohnungen sind. In der Nacht auf Sonntag verunglückte ein Lenker, der vor einer Polizeikontrolle geflüchtet war. Staatsanwalt Frederic Fevre entlastet die Sicherheitskräfte. Nach Angaben des Magistrats verlor der flüchtige Lenker die Kontrolle über sein Auto, prallte gegen einen Baum und verstarb in Folge des Unfalles. Danach brach sich die Gewalt Bahn: Rund sechzig Fahrzeuge wurden in Brand gesteckt, sechs Polizeifahrzeuge und zwei Busse wurden beschädigt, Polizisten wurden angegriffen und mit Steinen beworfen, berichtet Le Figaro. Mehr als 150 Polizisten waren ständig im Einsatz, Hubschrauber kreisten über dem Viertel. 23 Personen wurden festgenommen, mehrere Beamte verletzt. Und alles nur, weil die Polizei einfach ihre Arbeit machte. (lsg)