Grabschändungen in Dänemark und Kanada

Grabschändung ist die Fortsetzung des interreligiösen Dialogs mit anderen Mitteln. Sie ist ein Indikator für die angespannte Stimmung in westlichen Gesellschaften mit moslemischer Massenzuwanderung. Auch wenn uns die Politik gerne das Hohelied auf die Vielfalt singt, zeigen aktuelle Fälle aus Kanada und Dänemark – es brodelt unter dem Deckel gewaltig.

Erst kippt die Gesellschaft, dann kippen die Grabsteine. Am 4. Juni erblickten Hinterbliebene der Verstorbenen auf dem St. Charles Friedhof im kanadischen Quebec ein Bild der Verwüstung. 170 Grabsteine waren in der Nacht zuvor umgestoßen worden, einige davon zerbrachen. Die Polizei geht davon aus, dass mehrere Täter auf dem christlichen Friedhof, einem der größten der Stadt, gewütet hatten. Der verursachte Schaden wird auf 100.000 kanadische Dollar geschätzt. Dies entspricht grob 71.000 Euro.

Freitag Nacht wurden auf dem moslemischen Friedhof von Brøndby, nahe Kopenhagen, ca. 50 Grabtafeln zerstört. Die dänische Polizei sprach zunächst von einem Jungenstreich, ermittelt mittlerweile aber wegen einer politisch-religiös motivierten Straftat und setzt eine Streife vor Ort ein. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt.

Hier war die Welt noch in Ordnung. Bild unten: Der moslemische Friedhof von Brøndby im Jahr 2013.

Weniger als 24 Stunden später wurde der Grabstein von Hans Christian Andersen, dem bekanntesten Dichter und Schriftsteller Dänemarks, mit den Worten „Fuck Danmark!“ und „69!“ beschmiert. Zwar sieht die Polizei keine Verbindung zur Friedhofsschändung von Brøndby, auffällig erscheint in diesem Zusammenhang jedoch die Zahl 69. Die Zahlensymbolik ließe sich durchaus so deuten, dass die Schändung des Grabes von Andersen eine Retourkutsche für Brøndby war.

Zur Vollständigkeit: In keinem der drei Fälle konnte bisher ein Verdächtiger ermittelt werden.