Polizei überführt Sozialbetrüger-„Flüchtling“

Aachen (ots) – Am Sonntagabend konnte die Bundespolizei einen 32-jährigen Mann aus Bangladesch des Betruges und der mittelbaren Falschbeurkundung überführen. Er war zuvor aus Belgien mit mehreren Männern mit dem PKW eingereist. Auf der Eupenerstraße konnten sie von einer Streife der Bundespolizei gestellt werden. Der 32-jährige und auch mehrere andere Mitfahrer konnten nicht die für die Einreise nach Deutschland benötigten Ausweispapiere vorlegen. Er hatte sich bei den Beamten mit einem Ausweis für Asylbewerber (Aufenthaltsgestattung) ausgewiesen.

Des Weiteren führte er in seinem Reisegepäck noch einen Reisepass aus Bangladesch und mehrere italienische Aufenthaltstitel mit sich. Nach eingehenden Ermittlungen und guter Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden wurde festgestellt, dass der 32-Jährige unter seinen richtigen Personaldaten in Italien gemeldet ist. In Deutschland hatte er sich unter falschen Personaldaten Sozialleistungen seit Anfang des Jahres erschlichen. In seiner Vernehmung war er nach dem erdrückenden Beweismaterial schnell geständig und nahm seinen Asylantrag zurück. Dies wurde an die bearbeitende Ausländerbehörde in Recklinghausen weitergeleitet. Auch strafrechtlich wird das Ganze noch ein Nachspiel für den 32-Jährigen haben, da gegen ihn ein Strafverfahren wegen Betruges, der unerlaubten Einreise sowie der mittelbaren Falschbeurkundung eröffnet wurde. Er wurde nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen aufgefordert, das Bundesgebiet in Richtung Italien zu verlassen.

(Pressemeldung der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin).


Wie hoch ist hier wohl die Dunkelziffer von „Flüchtlingen“, die kreuz und quer durch Deutschland oder Europa reisen, und zigfach Leistungen unter verschiedenen Identitäten abzocken? Eine Wiedereinführung der Residenzpflicht für Asylbewerber und konsequent Sach- statt Geldleistungen wären mehr als angebracht. In diesem Zusammenhang sei auch nochmals an den im Februar aufgeflogenen Marokkaner erinnert, der alleine in Deutschland mit 17 verschiedenen Personalien bei Behörden registriert war.