imageDer arabische Gelehrte Muhammad Husain Haykal (1888-1956) und viele seiner Kollegen waren oder sind der Überzeugung, dass im Hedschas, im Südwesten der Arabischen Halbinsel, bereits weit vor Mohammed monotheistische Glaubensvorstellungen bekannt waren. Das ist geradezu selbstverständlich, weil besonders in Yathrib, dem späteren Medina, jüdische und christliche Stämme ansässig waren. Vor Mohammed traten in verschiedenen arabischen Regionen Prediger hervor, die ihre Landsleute vor der Götzenanbetung warnten. Manche von ihnen werden im Korân genannt: Hud vom Stamm Ad; Salih vom Volk Samud, und Shoeyb in Median. Der Dichter Qoss ibn Saedeh Ayadi rief sogar nahe der Kaaba mit leidenschaftlichen Vorträgen dazu auf, dem Götzendienst abzuschwören.

(Auszug aus dem Buch „Islam – dem Untergang geweiht“ von Thomas K. Luther)

Doch die traditionellen Araber empörten sich über die neuen Töne. Als Mohammed zu einer Zusammenkunft der quraishitischen Oberhäupter aufrief und alle versammelt waren, forderte er sie auf, seiner Lehre zu folgen. Doch aus ihrer Mitte erhob sich Abu Lahab, sein Onkel, und rief wütend: „Vergehen sei mit dir Mohammed! Hast du uns etwa deswegen hierher eingeladen?“ Die Worte Abu Lahabs trafen Mohammed und fanden prompt in Sûre 111 ihren Niederschlag: Mohammed verfluchte, per seines Vehikels Allah, seinen Onkel Abu Lahab samt seiner Frau Omm Jamil bint Harb, die Dornen auf den Weg des „Propheten“ gestreut hatte. Die Strafe beschreibt Mohammed, pardon Allah, präzise: „Zugrunde gehen sollen die Hände von Abu Lahab. Und er selbst soll zugrunde gehen! Sein Gut und sein Gewinn sollen ihm nichts nützen. Er wird in einem lodernden Feuer brennen. Und seine Frau wird das Brennholz tragen. Mit einem Strick aus Palmfasern um ihren Hals.“

Immer, wenn Mohammed die Sippen-Oberhäupter dazu aufforderte, seinen Gott anzunehmen, lief sein respektierter und angesehener Onkel Abu Lahab hinter ihm her und warnte: „Dieser meiner Neffen ist verrückt. Achtet nicht auf das, was er spricht!“

In vielen mekkanischen Sûren drückt sich aus, wie die nahen Zeitgenossen Mohammed beurteilten. Er wurde für verrückt erklärt, besessen von Jinnen (Geistern) und als Zauberer und Verbündeter Satans beschimpft. Seine Worte seien ihm von anderen vorgesagt worden, weil er weder lesen noch schreiben konnte. Er sei ein Phantast, verfolgt von seinen wilden Träumen. Diese kritische Sicht auf Mohammed kann zu dem Schluss führen: Die Zeitgenossen des „Propheten“ waren intelligenter als die heutigen Mohammedaner.
Doch der persische Gelehrte Ali Dashti (1886-1984) beurteilte die Araber der Zeit Mohammeds kritisch: „Die Stämme waren insgesamt immer noch primitiv, nur mit sicht- und greifbaren Dingen befasst, und sie ahnten nichts von der Existenz metaphysischer Gedanken. Ihr einziges Ziel war der sofortige Gewinn. Sie hatten keine Skrupel, den Besitz anderer an sich zu reißen, und kannten keine Grenzen in der Ausübung ihrer Macht.“

Wissenschaftliche Forschungen und Überlieferungen belegen, dass es in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts im Gebiet Mekka, Yathrib und Taif eine Bewegung gegen die „Götzen“-Anbetung gab. Diese Bewegung gründete sich zum einen auf jüdische Stämme in Yathrib und auf Christen aus Syrien, die Reisen in den Hedschas unternahmen – zum anderen auf vier aufgeschlossene Araber: Waraqa ibn Naufal, Ubaidulla ibn Jahsh, Uthman ibn Howares und Zaid ibn Amro. Sie kritisierten die Zeitgenossen in ihrer Umgebung und warfen ihnen vor, falschen Göttern zu huldigen. Während eines Festes zu Ehren Ozzas, dem mächtigsten Gott der Banu Soghyf, riefen sie den versammelten Menschen zu: „Wählt eine andere Religion! Warum schreitet ihr um einen Stein, der weder sieht noch hört, euch weder helfen noch schaden kann?“ Von diesem Tag an nannten sie sich selbst „Hanifen“ (Rechtgläubige) und traten für die Religion Abrahams ein, schlossen sich also dem Juden- und Christentum an und annektierten damit den jüdischen Gott Jahwe.

Vorislamische Dichter benutzten das Wort „Allah“ für „Gott“ und grenzten damit ein hypothetisches, solitäres höheres Wesen von einer größeren Menge „Götzen“ ab. Einer dieser Dichter, Amro ibn Fazl, entschied sich enttäuscht gegen diese multiple Form Gottes: „Ich habe mich von Lat und Ozza zusammen losgesagt. Jeder geduldige und standhafte Mann wird das gleiche tun. Nicht länger werde ich Ozza und ihre beiden Töchter besuchen oder die Götter der Banu Qanam. Noch werde ich Habel aufsuchen, wenn, wie es oft geschieht, mir das Glück nicht hold ist; nur weil meine Geduld nachlassen würde.“
Der frustrierte Ruf danach, die wert- und wirklosen Götter abzuschaffen, erschallte also schon vor Mohammed. Dass der neue Gott auch nichts bringt, konnte der damalige Homo sapiens nicht ahnen.
Ein Zeitgenosse Mohammeds, der berühmter Hanif Ummayya ibn Abussalat war ein Verfechter des Monotheismus. Er reiste sehr oft nach Syrien, wo er lange Gespräche mit christlichen Mönchen und gebildeten Juden führte und von den Auftritten Mohammeds erfuhr. Seinen Landsleuten in Taif (70 km südöstlich von Mekka) erklärte er: „Ich weiß mehr über die Heiligen Schriften und über religiöse Berichte von anderen Völkern als Mohammed. Außerdem spreche ich Aramäisch und Hebräisch. Ich bin ihm überlegen und habe deshalb ein größeres Recht darauf, mich als Prophet zu erklären.“ Der gute Hanif wurde offenbar von seinen Gesprächspartnern konditioniert. Letztendlich aber war es Mohammed, der seinen Landsleuten durch seinen kranken Eifer den jüdischen Gott Jahwe als Allah verkaufte, aufgetakelt mit einem lustvollen Paradies – das für die Mühsal des irdischen Lebens entschädigen soll. Nur wegen dieses Bonbons hatte er Erfolg.
Viele Araber aber durchschauten Mohammed und manche islamischen Denker wie Muhammad ibn Zakariya Razi (865-925/935) und Abdul-Ala al-Maarri (973-1058), der größte Dichter Arabiens, lehnten sein Prophetentum und die Erklärung der Theologen ab, Allah habe Mohammed berufen, um die Menschen vor Sünde und Missetaten zu warnen. Sie argumentierten: „Wenn Allah über die Tugendhaftigkeit und Harmonie seiner Untertanen besorgt war, warum hat er sie nicht gut geschaffen? Weshalb hauchte er böse und sündhafte Züge in ihr Wesen ein, die es erst notwendig machten, einen Propheten zu senden?“ Dieser ebenso schlichten wie treffenden Logik muss man nichts mehr hinzufügen.


Thomas K. LutherZum Autor: Thomas K. Luther, freier Autor, Publizist und Herausgeber. Jahrgang 1968. Von 1991-1998 Redakteur bei einer Wochenzeitung. Aktuelle Buch-Veröffentlichungen bei www.epubli.de und www.neobooks.com. Titel: “ISLAM – Dem Untergang geweiht” und “Jahwe, Christus, Allah – Projektion des Wahns und Anker der Macht”.

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22 KOMMENTARE

  1. manchmal lassen sich PI Artikel auf FBook verlinken, so dass das richtige Bild erscheint, meistens jedoch kommen nur die PI-Mädchen. Wer den Trick kennt, wie man PI-Beiträge auch über FB mit Artikelbild verteilen kann, bitte hier mitteilen…

  2. Der arabische Gelehrte Muhammad Husain Haykal (1888-1956) ….
    ++++

    *hüstel, hüstel*

    Wie das klingt – „Der arabische Gelehrte“ …!
    Etwa so, wie ein Mondlandeprojekt in Mali! 😉

  3. Wenn Allah über die Tugendhaftigkeit und Harmonie seiner Untertanen besorgt war, warum hat er sie nicht gut geschaffen? Weshalb hauchte er böse und sündhafte Züge in ihr Wesen ein, die es erst notwendig machten, einen Propheten zu senden?
    Könnte man desgleichen auf JHWH und die Propheten des Alten und Gtt und den Propheten des Neuen Testaments anwenden.
    Schaut man sich das griechische und römische Pandämonium an, muss man zum Schluss kommen, wir Menschen schufen die Götter nach unserem Bilde! Meist, um Machtstreben und Unterdrückung anderer durch eine angeblich höhere, „göttliche“ Autorität zu rechtfertigen,
    Ich Scheffe, Du nix!

  4. Al-Lah und Al-Lat gab es natürlich schon zuvor – oftmals unter anderen Namen, etwa Baal und Baalat.

    Der syrische Philosoph Elagabal hatte das den Römern in vorchristlicher Zeit bereits erklärt:

    Baal bedeutet in meiner Sprache einfach nur Herr. In meinem Teil der Welt verwenden wir die wirklichen Namen unserer Götter selten oder nie. Diese Praxis ist so alt, dass manche Namen schon in Vergessenheit geraten sind.
    (…) Eine Göttin ist Baalat, was natürlich nichts anderes heisst als Herrin. (…)
    Baal wird in den verschiedenen Dialekten geehrt. Für die Babylonier ist er Bel, für die Judäer El, für die Phönizier und ihre Kolonien Bal. Mein eigener Name heisst, aus einer archaischen Sprache übersetzt: ‚Mein Herr war mir gnädig.‘ Es ist auch Teil des karthagischen Namens, den ihr Römer wohl am besten kennt: Hannibal.

  5. Warum kann man mit einem Schwert so einfach töten?

    Weil es nur dafür erfunden wurde.

    Warum kann man mit einem Gewehr so einfach Menschen töten?

    Weil es nur dafür erfunden wurde.

    Warum kann man mit einer Atombombe so einfach Hunderttausende Menschen töten?

    Weil sie nur dafür erfunden wurde.

    Warum kann man im Namen des ISLAM so einfach Millionen Menschen unterdrücken und töten?

    ?????

  6. Gestern lautete meine Überschrift DEM UNTERGANG GEWEIHT, aber ich habe eher an Deutschland/BRiD gedacht. Dabei kannte ich nicht einmal dieses Buch…
    So lange es dumme Menschen gibt, so lange hat der Islam auch eine Chance zu überleben. Der „allwissende Allah“ ließ über den Engel Gabriel hinab senden (macht du Guck Koran), dass die Erde eine Scheibe ist (Sure 79, Vers 30) und die Sonne sich um die Erde dreht (Sure 14, Vers 32).

  7. Warum schreitet ihr um einen Stein, der weder sieht noch hört, euch weder helfen noch schaden kann?

    Das wiederum ist leicht erklärt. Weil der schwarze Stein das Symbol der mächtigen Göttin Kali ist. Der schwarze Stein zu Mekka wurde ursprünglich von den mit Indien Handel treibenden Arabern aus einem Tempel Kalis gestohlen.

    Das Original findet man in Kalis Tempel – in ihrer Stadt (Kali-Katta, früher auch als Kalkutta benannt). Im Gegensatz zu seinem gestohlenen Pendant ist dieser Tempel auch für Ungläubige zugänglich.

  8. 8 Stefan Cel Mare
    Das wiederum ist leicht erklärt. Weil der schwarze Stein das Symbol der mächtigen Göttin Kali ist. Der schwarze Stein zu Mekka wurde ursprünglich von den mit Indien Handel treibenden Arabern aus einem Tempel Kalis gestohlen.

    Das Original findet man in Kalis Tempel – in ihrer Stadt (Kali-Katta, früher auch als Kalkutta benannt). Im Gegensatz zu seinem gestohlenen Pendant ist dieser Tempel auch für Ungläubige zugänglich.
    ————–
    Das ist interessant!

  9. Hatte der Gott der Christen es jemals nötig, seine „Weisheiten“ in einer dunklen Höhle zu offenbaren und den Empfänger derselben mehrfach fast zu erwürgen? Also besonders göttlich hört sich dies Form der Wissensübermittlung an einen „Propheten“ nicht gerade an.
    Praktisch nur für Mohammed, dass die jeweils empfangenen Spuren immer rein zufällig zu seinem persönlichen Vorteil waren. Da spielte es dann auch keine Rolle, dass sich die Suren im Laufe der Zeit komplett widersprachen. 2 ausserordentlich geschickte Regeln hatte Mohamed hierfür erlassen: Die neueren Suren ersetzen die älteren bei Bedarf einfach UND ein Hinterfragen ist strengstens untersagt !
    So einfach lässt sich im Islam ein widersprüchlicher „Gott“ erklären: Frag nicht, Du Opfer!

  10. Es hat niemals einen Mohammed gegeben. Der Islam ist von vorne bis hinten erstunken, erlogen und abgeschrieben.

    Meint nicht nur Robert Spencer:

    Nun, vor allem ist es die klaffende Diskrepanz zwischen der Zeit zu der Mohammed angeblich gelebt hat und der Veröffentlichung des ersten bibliographischen Materials über ihn: mehr als 125 Jahre. Stellen Sie sich vor, das erste Lebenszeichen des Bürgerkriegsgenerals Sherman, der im Jahr 1891 starb, würde erst heute veröffentlicht werden und dies in einer Kultur, in der alles mündlich übertragen wurde, in der schriftliche Niederlegungen selten waren.

    http://europenews.dk/de/node/54203/

    Gegen Aberglauben und Irrlehren wie den Islam muß im aufgeklärten, demokratischen Abendland mit allen Mitteln vorgegangen werden. Er darf nicht hofiert werden. Und das geschieht gerade im Augenblick medial auf eine unfaßbar naive und dumme Weise.

  11. @ #2 rene44

    Rechts oben auf „Editieren“ gehen, dann erscheinen zwei Pfeile zum das Vorschaubild ändern.

  12. Family Day in Rom: Protest gegen zivile Partnerschaften
    Rom – Unzählige Menschen haben am Samstag in Rom am sogenannten Family
    Day gegen zivile Partnerschaften protestiert.
    Laut Angaben der Veranstalter handelte es sich um eine Million.
    Eine klare Absage wurde auch dem Gender-Mainstreaming an Schulen erteilt.
    http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2015/06/21/family-day-in-rom-protest-gegen-zivile-partnerschaften.html#.VYbkGEaVEsI

    Im sündigen Sodom und Gomorah-Deutschland bringt man gerade mal einige Tausend auf die Strasse
    die gegen diese Schwulen und Lesbenpropaganda protestieren. Ist ja auch kein Wunder,
    sind doch die ÖR-Erziehungstv, die obersten Propagandalehrer.

  13. Die Zeitgenossen des „Propheten“ waren intelligenter als die heutigen Mohammedaner.

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Wie kann man auch einem Verbrecher wie diesem „Propheten“ folgen und dessen Untaten ohne jede Überlegung in die Tat umsetzen ? Für alle seine Rache—Gedanken und persönlichen Vorlieben bis hin zum Mord sendete ihm Allah angeblich die passende Sure. Alleine das muss einem denkenden Menschen schon sehr misstrauisch machen. Wenn die Mohammedaner intelligent wären dann hätten sie Mohammed schon längst durchschaut als das was er in Wahrheit ist. Ein Lügner und ein Scharlatan.

  14. Diesem Auszug zu Folge kann ich die Lektüre nicht empfehlen!
    Luther scheint trotz seiner kritischen Position zum Islam ein braver Apologet der islamischen historischen Legendenbildung zu sein. Ich kann ihm wie allen am Thema ernstlich Interessierten nur empfehlen, die 7 bislang erschienen Bände der Inarah-Forschergruppe (Schiler-Verlag) oder die darüber zusammenfassend berichtenden Bücher von

    Norbert Preßburg: „Goodbye Mohammed“ und von

    Barbara Köster: „Der missverstandene Koran“

    zu lesen. Danach weiß man mehr.

  15. Der Monotheismus auf den die Moslems so fanatischen Wert legen ist so simpel dass es wahrscheinlich schon 1000e Jahre vor Mohammed monotheistische Religionen gegeben hat, die weit weniger primitiv-gewalttätig und kriegerisch waren. Die christliche Dreifaltigkeit ist dagegen eine echte Weiterentwicklung der Verbindung zwischen Mensch und dem einen Gott.

  16. #15 GrundGesetzWatch (21. Jun 2015 16:57)

    rechts oben wo ist da ein „Editieren“- ????
    wenn die beiden Pfeile der Vorschau gemeint sind:
    In 0,1% ist zufällig das richtige Bild dabei, in den meisten Fällen aber leider Mädchen links, Mädchen rechts und Pegida Berlin – Schluss…. aus.
    Man sieht die Mädchen auch immer mal wieder in verlinkten Beiträgen..
    Sollte man den Link in einen Kommentar einfügen, kann man eh nichts festlegen.

    Besser wäre, wenn PI die Werbung nur in der Vorderseite bringt, und im Artikel komplett weglassen würde.

  17. #18 Eulenspiegel

    Dem kann ich nur beipflichten.Für mich ist inarah schon seit Jahren die beste Quelle für
    die Geschichte dieser Gesetzesreligion oder besser polit-religiösen Ideologie.

    Ich verdanke inarah sehr viele neue Einsichten, auch wenn es oft sehr mühsam war.

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