Italien: Tumultartige Proteste gegen Illegale

italienAm Freitag gab es nahe Rom und Treviso in Norditalien mehrere Verletzte bei wütenden Bürgerprotesten gegen die staatliche Zwangsbeglückung mit Illegalen in der unmittelbaren Nachbarschaft. In Casale San Nicola, einem Vorort von Rom blockierten Dutzende Bürger die Zufahrt und den Eingang zu einer ehemaligen Schule. Ein Bus mit Asylforderern sollte sein Ziel nicht erreichen. Die Polizei reagierte auf den zuerst noch friedlichen Widerstand später mit Knüppeln. In der nordostitalienischen Gemeinde Quinto di Treviso waren etwa 100 Schwarze, hauptsächlich junge Männer, in einer von italienischen Familien bewohnten Wohnanlage untergebracht worden. Wütende Anwohner steckten Matratzen und Einrichtungsgegenstände vor den Gebäuden in Brand. Auch hier kam es zu teils massiven Auseinandersetzungen mit der Polizei.

(Von L.S.Gabriel)

Wie „Corriere della Sera“ berichtet hatten die rund 250 Familien von Casale San Nicola schon seit Tagen gegen die „Flüchtlingsinvasion“ in ihrem Viertel protestiert. Es half ihnen nichts, der Bus kam dennoch. Als Steine und Flaschen flogen, die Menschen nicht bereit waren den Weg freizugeben und eine Menschenkette bildeten griff die Polizei durch.

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Ein Polizist wurde durch ein Wurfgeschoß verletzt. Ein Sprecher der Gruppe erklärte, in diesem Vorort gäbe es keine Infrastruktur oder Dienstleistungen, keine Straßenbeleuchtung, im Winter sei es eben um 16.00 Uhr dunkel. Der Ort sei auch für die „Flüchtlinge“ ungeeignet und es habe keine Gespräche mit den Bürgern gegeben.

Die Polizei löste die Blockade gewaltsam auf, denn Franco Gabrielli, der Präfekt blieb stur, er halte an dem Plan fest, die „Flüchtlinge“ in der ehemaligen Schule unterzubringen. „Wir machen keinen Schritt zurück“, so Gabrielli. Der Bus wurde unter Polizeischutz zur Unterkunft eskortiert.

Anders entschied die Präfektur in Quinto di Treviso. Auch da entlud sich am Freitag die Wut der Bürger in Auseinandersetzungen mit der Polizei. Nachdem 100 Schwarzafrikaner in Wohnungen, Tür an Tür mit den teils jungen Familien untergebracht worden waren, hatten die Bewohner Angst um ihre oft noch kleinen Kinder, Angst vor Übergriffen und wohl auch vor der allgemeinen Gewaltfolklore, wie man sie aus ganz Italien erfahren kann, wo derartige Einquartierungen gegeben sind.

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Die Anwohner hatten sich auf einen längeren Protest eingerichtet und sogar Zelte aufgebaut. Ein Demonstrant machte klar: „Wir werden nicht nach Hause gehen, bis sie wieder abhauen. Das ist eine Invasion!“ Die Polizei nahm Dutzende Bürger vorläufig fest.

Am Ende gab die Präfektur nach, die Afrikaner mussten die Wohnungen wieder verlassen, wurden in Busse verfrachtet und sind nun in einer ehemaligen Kaserne untergebracht.

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Die Bürger nahmen es mit Freude zur Kenntnis. „Es ist ein großer Sieg“, sagte einer der betroffenen Bewohner, „das Ergebnis eines erfolgreichen Kampfes.“

Der Protest war durch Luca Girotto von der Lega Nord unterstützt worden. Auch Luca Zaina, Venetos Lega Nord-Präsident zeigte sich solidarisch mit den Demonstranten. Er sprach von einer „Afrikanisierung“ der Region. Die Lega unterstütze keine Gewalt, aber man werde bis zum Ende kämpfen, sagte Zaia und forderte von Premier Matteo Renzi einen sofortigen Zuweisungsstopp der Illegalen in die Region Venetien, denn insgesamt mehr als 500.000 Ausländer (knapp 11 Prozent der Bevölkerung) seien genug.

Bereits im vergangenen November war es in Tor Sapienza, dem Arbeiterviertel von Rom zu ähnlichen Tumulten gekommen. Die dort angesiedelten Eindringlinge fallen hauptsächlich durch ihre multikriminelle Energie auf.

Italien rechnet zurzeit mit einem Neuzugang von 200.000 Asylforderern bis zum Jahresende. Aber die einzigen, die tatsächlich aktiven Widerstand leisten und die verratenen Bürger unterstützen sind, neben Luca Zaina für Venetien, Roberto Maroni, ebenfalls von der Lega Nord, Präsident der Lombardei und Liguriens Gouverneur Giovanni Toti. Sie weigern sich noch mehr Illegale aufzunehmen. Aber auch Maurizio Gasparri von der konservativen Partei Forza Italia warnt bereits lautstark vor einer „sozialen Revolte“ und spricht von einer „Migranteninvasion“, die versorgt werden müsse, während gleichzeitig viele italienische Familien ums materielle Überleben kämpften.

In Italien spitzt sich die Lage mittlerweile ebenso zu, wie in den anderen Staaten an der Mittelmeerperipherie. Aber nicht nur dort, in ganz Europa kann man zusehen wie der Volkszorn langsam aber doch zu brodeln beginnt.