Pädokrimineller in Deutschland abgetaucht

Igor E. wurde in Kasachstan geboren, besitzt die russische Staatsbürgerschaft und lebt heute im bayerischen Mainburg. Nun baten russische Strafverfolgungsbehörden bezüglich ihres ausgewanderten Staatsbürgers das Landgericht Regensburg um Amtshilfe. Es geht um eine 1997 in Russland verübte brutale Vergewaltigung einer 14-Jährigen. Der Angeklagte befindet sich in Mainburg auf freiem Fuß. Das damalige Opfer Raisa wird als Zeugin zu dem Prozess eingeflogen.

Das Wochenblatt berichtet Erschütterndes:

E. wird vorgeworfen, an einem heißen Sommertag im August 1997 offenbar in einem Bautrupp gemeinsam mit einem Wachmann und dem damals 14-jährigen mutmaßlichen Opfer namens Raisa den Abend verbracht zu haben. Alle außer die 14-Jährige sollen kräftig Alkohol und Marihuana konsumiert haben. Als E. mit dem Mädchen zum Wasserholen gegangen sein soll, weil sie Kartoffeln kochen wollte, soll ihr der Staplerfahrer das Kleid aufgeknöpft haben. Als das Mädchen sich wehrte, so sagt zumindest die Regensburger Statasanwältin Christine Müller, soll der Mann sie bedroht haben, er würde ihr etwas antun, wenn sie nicht aufhöre zu schreien.[…]

Eine Auslieferung des Beschuldigten an Russland wurde offenbar von keiner Seite erwogen. So darf ein deutsches Gericht, das ja sonst nichts zu tun hat, die Schmutzarbeit übernehmen. Für den mutmaßlichen Pädokriminellen kann das nur von Vorteil sein.

Man darf davon ausgehen, dass Igor E. nicht der einzige Verbrecher ist, der sich der Strafverfolgung in seinem Heimatland entzieht und als „dringend benötigte Fachkraft“ in Deutschland untertaucht. Insbesondere bei Sextätern muss man davon ausgehen, dass sie ihre perversen Neigungen nicht erst in Deutschland entdeckt haben.