Raspail wusste es! (Teil 1)

raspailDer rot-grüne Klüngel in Hamburg ist nur ein Beispiel: Überall in Deutschland läuft der politisch-mediale Komplex auf Hochtouren, um dem Stimmvieh den Massenansturm angeblicher „Flüchtlinge“ schmackhaft zu machen. Wo das nicht funktioniert, wird zumindest verharmlost, moralisiert und die Notwendigkeit der „Bereicherung“ betont. Stimmen, die nicht ins Konzept passen, werden gnadenlos niedergehalten. Öffentlich-rechtliche Fernsehberichte, in denen unverhofft ein Stück Realität aufscheint, werden umgehend wieder entfernt. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, macht die linksliberale Asylantenlobby mit den frechen Invasoren gemeinsame Sache und hüllt den Bürger in einen Mantel aus Lügen und Beschwichtigungen ein.

Jean Raspail, der große französische Schriftsteller, hat all das bereits vor vierzig Jahren exakt so vorausgesehen und in seinem „Heerlager der Heiligen“ beschrieben. Wohl auch ein Grund, weshalb er in Deutschland noch immer wenig bekannt ist. Die unheilvolle Rolle der Medienlandschaft bei der Überschwemmung Europas mit fremden Siedlern? Raspail findet schärfste Worte für sie:

Gewiß, die öffentliche Meinung schwelgt gerne in sentimentalen Stimmungen. Die ganze Welt ist ihr ein Kino oder ein Fernsehschirm, auf dem ständig irgendwelche Seifenopern laufen. Sie badet in Gefühlen aus zweiter Hand, die ihrer Tageslaune oder dem Kalkül der Meinungsmacher entsprungen sind. Die große Hure der Massenmedien liefert uns die globalen Events direkt ins Haus, aber all das bunte Getöse soll lediglich über ein gähnendes Nichts hinwegtäuschen. Darauf könnten wir spucken, aber wir würden den Schleim um uns herum nur noch vermehren. Das Publikum beginnt zu sabbern wie Pawlow’sche Hunde, wenn es die Nachrichtensendungen sieht oder die Zeitungen aufschlägt, und verwechselt dabei seinen Speichelfluß mit Hirnregungen. Die öffentliche Meinung fördert gezielt die Trägheit des Denkens. Das ist ja auch ihre Aufgabe.

In der ersten deutschsprachigen Auflage von 1985 wurden etliche Passagen gestrichen, die die Kollaboration linksliberaler Gutmenschen in Politik und Medien mit den Invasoren vom Ganges thematisieren. Die von Raspail autorisierte, vollständige Neuauflage im Verlag Antaios ist damit umso aktueller: Hier wird die Lampedusa- und „Refugees Welcome“-Realität bis zur Kenntlichkeit entstellt.

Sprechen wir lieber von den Massenmedien, die mehr als nur Instrumente der Kommunikation sind. Sprechen wir von ihrem skandalösen Mißbrauch durch geistige Terroristen, die sich die Maske der Freiheit aufgesetzt haben. Wir haben die Warnungen der wenigen klaren Köpfe in den Wind geschlagen, haben eine maßlose masochistische Raserei zugelassen, die uns in wahnwitzige Abenteuer gestürzt hat. Indem wir alle Schranken geöffnet haben, sind wir das sinnlose Risiko eingangen, eines Tages alles, was hinter ihnen lauert, auf einmal und ganz auf uns allein gestellt konfrontieren zu müssen. Sie erinnern sich gewiß an all die raffiniert eingefädelten und diabolisch orchestrierten Kampagnen, die darauf abzielten, die Moral der Nation zu untergraben und die Auflösung der Gesellschaft voranzutreiben.

Jean Raspail hat mit dem „Heerlager der Heiligen“ nicht nur einen bissigen, politisch unbequemen Roman geschrieben. Das Buch ist vielmehr eine Diagnose des geistigen und moralischen Niedergangs unseres Kontinents. So ist er heute aktueller denn je, und es ist eine bedrückende Feststellung, dass sich seit den 1970er Jahren rein gar nichts gebessert hat.

Die vollständige Ausgabe „Das Heerlager der Heiligen“ von Jean Raspail, in der Neuübersetzung von Martin Lichtmesz kann man hier bestellen.