Claudia Roth auf Kos zum Flüchtlinge gucken

gruene-claudia-roth-in-20-minuten-von-bodrum-nach-kos-fluechtlinge-guckenBundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne, Foto) unternimmt gerade einen ihrer berühmten Abstecher in die Krisengebiete dieser Welt. Diesmal hat sie es nicht weit. Vielleicht kann sie die Schlepperaktivitäten sogar von ihrem Ferienhaus aus beobachten?

Diesmal liegt die Krise direkt um die Ecke. Das Ferienhaus, das die Türkei-Liebhaberin vor einigen Jahren kaufte, befindet sich auf jener türkischen Halbinsel, von der die Schlepperboote Richtung Kos starten. Von Bodrum ist man in 20 Minuten auf der griechischen Insel Kos. Auf Kos angekommen, klagte Roth die von der Invasion überrumpelten Insulaner an: „So kann es nicht weitergehen.“

Stimmt. Aber warum beschwert sie sich nicht bei der Türkei, an deren Küste die Schlepperboote starten?

So mancher, der sich nach Kos schleppen lässt, passt wahrscheinlich nicht in Roths Weltbild. Diese beiden Herrschaften sieht man im nachfolgenden Video:
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Vielleicht kann die Bundestagsvizepräsidentin das Pärchen auf ihrer Yacht mitnehmen? Jede weitere Verzögerung wäre eine Zumutung.

Auch dieser junge Mann ist anderes gewohnt als die griechische Ferieninsel derzeit zu bieten hat. Schließlich hat man als unangemeldeter, illegal einreisender Gast gewisse Vorstellungen. Da spielt es keine Rolle, dass Tausende die selbe Idee hatten:

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In dem Video, in dem der Junginvasor (der vermutlich vor dem Militärdienst flieht) zu sehen ist, versuchen Hunderte in einen Registrierungs-Container einzudringen. Sich in Reihen anstellen und wahrnehmen, dass die Insel von eingeschleusten Massen überrannt wurde, geht wohl nicht.

Alles, was Geld hat, reist derzeit durch die Türkei an und lässt sich auf eine der nahe gelegenen griechischen Inseln schleppen. Und schon ist man in der EU. Von dort geht es weiter nach Athen, wo man sich aber gar nicht aufhalten will. Hauptsache, man ist auf dem Festland. Danach führen die Schlepperrouten durch den Balkan bis Österreich und Deutschland.

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Die Zeit berichtet von der griechischen Insel Lesbos:

Einige der Ankömmlinge tippen auf ihren Smartphones herum, suchen vergeblich nach einem WLAN. „Wann kriegen wir etwas zu essen?“, fragt eine Frau mit rot lackierten Fingernägeln. Die meisten der Flüchtlinge gehörten daheim zur Mittelschicht: Studenten, Ärzte, Anwälte, Lehrer. Griechenland ist nur Durchgangsstation für sie, fast alle wollen nach Deutschland.

„Wir reisen in die Nähe von Berlin, zu meinem Mann“, sagt auch Leyla Rawadi. Ihr Mann Ahmad, ein Bauingenieur, sei schon im Mai vor dem Bürgerkrieg und den Truppen des „Islamischen Staates“ geflohen. Gleich nach der Ankunft in Deutschland beantragte er eine Familienzusammenführung. Die Behörden beschieden ihm, das könne dauern. Und so hat sich seine kleine Familie auf eigene Faust auf den Weg gemacht: per Schlepperbus nach Beirut, per Schlepperboot nach Mersin in der Türkei, per Schlepperbus nach Izmir und schließlich per Schlepperboot nach Lesbos, für 1.000 US-Dollar pro Kopf.

Bis zu 9.000 Menschen pro Woche setzen laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk von der Türkei nach Lesbos über. Rund 77.000 Flüchtlinge sind seit Jahresanfang in Griechenland angekommen. Der Weg über Nordafrika nach Italien ist vielen wegen der anarchischen Zustände in Libyen zu gefährlich. Also versuchen es immer Menschen nun über das östliche Mittelmeer. Und so führt die neue Hauptroute der Flüchtlinge über Lesbos. Die meisten wissen wohl nicht, dass Griechenland mit dem Bankrott kämpft, Banken geschlossen haben und Kommunen das Geld ausgeht. […]

Hier ein Video der Erstürmung der griechischen Insel Lesbos:

An anderer Stelle berichtet die Zeit über die weitere Reise:

[…] Lange halten die meisten Flüchtlinge auch in Athen nicht durch. Nicht selten versuchen sie über den Bahnhof per Zug nach Thessaloniki zu gelangen, Griechenlands größter Stadt im Norden des Landes und das Tor zum Balkan. Von dort reisen sie dann weiter Richtung Norden. Wer sich das Ticket nicht leisten kann, tritt die Reise zu Fuß an: entlang der Bahngleise, die in den reichen Teil Europas führen, raus aus der Krise.

Und irgendwann treffen sie bei uns ein.

Was macht eigentlich Obamas Pakt mit den saudi-arabischen und türkischen Islamisten, die den Islamischen Staaten stoppen wollten? Tut sich da etwas oder werden weitere Massen an Bürgerkriegsflüchtlingen produziert? Vielleicht kommen bald Zehntausende Kurden auf die griechischen Inseln?

Natürlich muss auch die Frage erlaubt sein, was die griechische Regierung jetzt zu tun gedenkt. Bislang lässt sie die Insulaner offenbar mit dem Problem allein. Mit so viel Ignoranz hat wohl keiner der Schlauchbootfahrer gerechnet. Wird der Kommunist Tsipras die griechischen Milliardäre um Spenden bitten, um Dixie-Klos, Zelte und weitere Invasoren-Infrastruktur auf die Urlaubsinseln zu bringen? Wird er die Inseln vor der türkischen Küste im Rahmen des von der Troika geforderten Privatisierungsprogrammes zum Verkauf anbieten?

Jede Art von Flüchtlingshilfe wird er sich auf jeden Fall von der EU in Gold aufwiegen lassen.  Denn er soll und will ja jetzt sparen. Um an unser Geld zu kommen. Je schlechter er sich um die Flüchtlinge kümmert, umso schneller ist er sie los. Mehr als Tickets Richtung Norden haben die Schlauchbootfahrer von den Griechen nicht zu erwarten.

Hier noch ein Video von der Insel Lesbos: