Hamburg: Koranverteilung verhindert

hh_bild4Eigentlich war für gestern nur ein kleiner gemeinsamer Spaziergang durch die Hamburger Innenstadt mit einem Besuch am Stand der salafistischen „LIES“ (Lügen)-Verteiler geplant. Um den demokratischen Widerstand gegen die Verteilung der mohammedanischen Gewalt- und Hassphantasien jedoch auch rechtlich korrekt zu gestalten, wurde kurzfristig ein „Aufzug unter freiem Himmel“, so heißt eine Demo im Beamten- und Juristendeutsch, angemeldet.

(Von Hinnerk Grote)

Beginnen sollte die von einigen Mitgliedern und Freunden der AfD-Hamburg organisierte Demo um 12.15 Uhr, doch der Start verzögerte sich, weil die Salafisten des vom Verfassungsschutz beobachteten Vereins DIIN e.V. ausweichen wollten und zunächst versuchten, ihren Stand an einem anderen als dem angemeldeten Ort aufzubauen. Das missfiel jedoch dem polizeilichen Einsatzleiter und so verwies er diese Herren an den ursprünglich geplanten Standort Colonnaden/Ecke Esplanade.

So hielten sich die 15 Demo-Teilnehmer, darunter ein Alevit und eine Kurdin sowie ein Teilnehmer, der nach eigenen Angaben den jüdischen Staat Israel als Gegenentwurf zum IS betrachtet und sich deswegen eine Israelflagge umgehängt hatte, zunächst eine halbe Stunde am Startpunkt auf.

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Dort schwirrten schon zwei sehr aktive Fotografen der Antifa mit Teleobjektiven durch die Gegend und nahmen die Gruppe immer wieder ins Visier. Ein dümmlicher Versuch, sich mit einer gefälschten Emailadresse bei der Versammlungsbehörde als Anmelder auszugeben und die Demo abzusagen, sorgte für eine gewisse Erheiterung. Und noch immer war unklar, ob denn die Salafisten angesichts der freundlichen Begleitung ihren Stand am anderen Ende der Fußgängerzone „Colonnaden“ nun noch aufbauen würden.

So setzte sich die Gruppe dann um 12.45 Uhr in Bewegung, um nach den Koranverteilern Ausschau zu halten. Vorneweg wurde eine Deutschlandfahne getragen , mehrere selbstgebastelte Schilder und einige AfD-Fahnen zogen die Aufmerksamkeit der flanierenden oder in den Straßencafes verweilenden Hamburger auf sich, die dann auch flugs mit dem extra für diese Aktion erstellten Flugblatt und weiteren Infos versorgt wurden.

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An dem den Salafisten zugewiesenen Standort kamen die Demonstranten dann zeitgleich mit den Zauselbärten an. Diese blieben aber in ihren Autos sitzen, diskutierten und telefonierten hektisch und fuhren dann unverrichteter Dinge nach zehn Minuten wieder ab.

Trotz nur kleiner Teilnehmerzahl war das ein voller Erfolg. Die Missionierung und das Werben für den Dschihad in Hamburg wurde gestern von einer kleinen Gruppe schnell und unkompliziert verhindert. Die Teilnehmer waren sich einig, weiter zu machen. Die gestrige Aktion war nur ein Auftakt. Sie hat aber schon gezeigt, dass es möglich ist, sich mit ein wenig Zivilcourage erfolgreich für die Freiheit zu engagieren. In Hamburg und auch anderswo darf kein Raum bleiben für die Verbreitung dieser verfassungsfeindlichen und menschenverachtenden Ideologie der Salafisten.

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Ein ganz besonderer Dank aller Teilnehmer gilt der Hamburger Polizei, die die kleine Demo trotz ihrer personellen Unterbesetzung bei dem herrlichen Wetter freundlich und unterstützend begleitet hat.

(Fotos: Jens Eckleben und Hinnerk Grote)