IS will Queen in die Luft jagen

is-attentat-drohung-queenDie britische Presse berichtet, dass Dschihadisten Queen Elisabeth II am kommenden Wochenende in die Luft jagen wollen. Auftraggeber der Sprenggläubigen in England ist der Islamische Staat. Für britische Sicherheitskräfte ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. Am Samstag, zum 70. Jahrestag des VJ Day (Sieg über Japan am 15. August 1945), wollen die Extremisten eine Schnellkochtopfbombe im Zentrum Londons explodieren lassen. Vorbild ist der Anschlag auf den Marathon in Boston in Jahr 2013. Damals waren durch eine Schnellkochtopfbombe drei Menschen getötet und 260 verletzt worden.

Ein solcher Anschlag würde zweifelsohne viele Opfer fordern. Die britische Presse hat Hinweise darauf, dass sich der Anschlag speziell gegen die Queen richten soll, die am Samstag ein aufwändiges Programm an verschiedenen Orten in London zu absolvieren hat. Auch andere Mitglieder der königlichen Familie sowie Premierminister David Cameron sind durch die Anschlagspläne bedroht. Geladen zu der Veranstaltung sind außerdem 1000 Weltkriegs-Veteranen. Auch Prinz Philip gehört zu den Südostasien-Weltkriegs-Veteranen.

Die Polizei sieht ein enormes Potential für ein fürchtlerliches Gemetzel in der Umgebung von Whitehall oder Westminster Abbey.

Am 7. Juli 2005 hatte es einen tödlichen Terroranschlag mit 52 Toten und 700 Verletzten in Londons U-Bahn gegeben, den vier islamische Selbstmordattentäter verübt hatten. Im Mai 2013 wurde der Soldat Lee Rigby an der Woolwich Kaserne von strenggläubigen Moslems massakriert (PI berichtete ausführlich). Daher nimmt man Terrorwarnungen in England sehr ernst.

Die Queen erklärte indes ihre Entschlossenheit, an der Veranstaltung zu Ehren der Gefallenen teilzunehmen. Die Scotland Yard Royal Protection Einheiten SO1 und SO14 wollen alles unternehmen, um den Schutz der royalen Familie und des Premierministers zu gewährleisten. Besonders gefährdet sein soll die Horse Guards Parade zwischen 13.40 und 14.40 Uhr. Sie findet in der Nähe der Downing Street statt.

Der IS drängt seine Verbündeten in Europa zu Anschlägen gegen Staatsoberhäupter und Regierende. Auch gegen Bundeskanzlerin Merkel wurden Drohungen ausgestoßen (PI berichtete).

Seit Bekanntwerden der Terrordrohungen hat es noch keine Verhaftungen gegeben. Die letzten Verhaftungen im Zusammenhang mit Anschlagsplänen fanden im November vergangenen Jahres statt. Damals wurden vier Männer in London und High Wycombe verhaftet.

Seit zwei Monaten kursieren in islamischen Kreisen verschiedene Terrorhandbücher. Sie enthalten Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie man als „einsamer Wolf“ Angriffe auf Großbritannien und den Westen starten kann. Sie geben genaue Anleitungen zur Herstellung von Bomben, erläutern die Durchführung von Attentaten und liefern Informationen zu Schusswaffen-Techniken, wie sie bereits von Terroristen während der Angriffe in Tunesien, Kuwait und Frankreich eingesetzt wurden.

Nach dem tunesischen Strand Massaker, bei dem 38 Touristen starben, sprach David Cameron von einer „ernsten Gefahr“ eines Angriffs auf heimischem Boden.

Im vergangenen Monat wurden Polizeichefs und Offiziere gewarnt. Sie sollen bei der Arbeit keine Uniformen mehr tragen, da islamische Terroristen sie bewußt als potetielle Ziele betrachten. Anhänger des IS sind besonders von der Idee besessen, Soldaten oder Polizisten in der Öffentlichkeit zu töten.

Mittlerweile befinden sich in Calais britische Spezialeinheiten, die dort illegale Migranten beobachten. Man befürchtet, dass sich potentielle Terroristen in den Horden befinden, die den Eurotunnel stürmen wollen.