Sonderkommission Asyl in Braunschweig und weitere Bereicherungen

Braunschweig: Erst am vergangenen Wochenende habe es zwei brutale Übergriffe auf Frauen gegeben. Eine davon sei fast bis zur Bewußtlosigkeit gewürgt worden. Die Spur führe in die Landeserstaufnahmeanstalt für Asylbewerber. Laut dem Blatt schätzt die Polizei den Anteil der kriminellen Asylsuchenden auf mindestens 100 von 2.000 Antragsstellern in der Stadt. Den Kriminalitätsanstieg in der Umgebung der Unterkunft bezeichnete der Beamte als „drastisch“. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich fast ausschließlich um junge Männer aus dem Kaukasus sowie Nord- und Westafrika“, betonte Küch. Dabei soll es sich vor allem um alleinreisende Männer handeln. Er gehe davon aus, daß diese meist organisiert vorgingen.

Meerbusch/Kevelaer: Die Bundespolizei hat am vergangenen Freitag einen gesuchten Betrüger festgenommen, der sich in einer Asylunterkunft in Meerbusch versteckt hielt. Weitere Mitglieder einer Bande von Betrügern wurden in der vergangenen Woche bereits festgenommen. Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte der Pförtner eines Asylbewerberheim in Meerbusch den 19-jährigen Algerier auf einem Fahndungsfoto erkannt. Er informierte die Polizei, die den Gesuchten schließlich festnehmen konnte. Der 19-Jährige ist Mitglied einer Bande von Betrügern, die auf der Bahnstrecke Kleve-Düsseldorf ihre Opfer angetanzt und damit abgelenkt hatte. Während die Opfer sich auf den jeweiligen Tänzer konzentrierten, wurden sie ausgeraubt. Auch schlafende Pendler wurden bestohlen. In der vergangenen Woche konnten bereits drei weitere Mitglieder der Bande nach Durchsuchungen in Kevelaer und Meerbusch festgenommen werden.

Freiburg (ots) – Am 23.07.2015, wurde ein 32-jähriger Radler von zwei bislang unbekannten Männern gegen 22.45 Uhr im Hüttweg (gegenüber des Schildackerwegs) zwischen den dortigen Sportplätzen überfallen. Einer der Täter führte einen Gegenstand, vermutlich ein Messer mit sich, mit dem der 32-Jährige eingeschüchtert wurde. Die Unbekannten nahmen dem Mann unter Drohung mit dem Gegenstand dessen schwarzes Fahrrad der Marke Cube, Modell Reaction Race, dessen Schlüsselbund einen Herzfrequenzmesser der Marke Polar und ein Smartphone (iPhone 6) ab. Die gesuchten Männer flüchteten nach der Tat in Richtung des Baumarktes „Bauhaus“ in der Wiesentalstraße.
Die Täter werden wie folgt beschrieben: Erster Täter: Männlich, 25-30 Jahre alt, etwa 180 cm groß, sehr schlank, türkisches/orientalisches Aussehen. Er sprach Deutsch mit Akzent und war bekleidet mit einem schwarzen Langarmpullover und einer langen, schwarzen Jeans und einer schwarzen Basecap. Zweiter Täter: Männlich, 25-30 Jahre alt, etwa 170 cm groß schlank, türkisches/ orientalisches Aussehen. Er war dunkel gekleidet mit einem Langarmoberteil und langer Jeanshose.

Memmingerberg: In den frühen Abendstunden des 25.07.2015 wurde die Polizeiinspektion Memmingen zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten zum Asylbewerberheim in Memmingerberg, Lkrs. Unterallgäu, gerufen. Nach bisherigen Ermittlungen kam es zunächst zu einem Streit zwischen einem 29-jährigen Asylbewerber und einem Security Mitarbeiter. Im weiteren Verlauf mischten sich mehrere Asylbewerber ein und griffen sich gegenseitig an. Ein Asylbewerber erlitt durch einen Schlag mit einer Keramiktasse eine Wunde am Hinterkopf und musste mit dem Rettungswagen ins Klinikum verbracht werden. Der genaue Ablauf muss durch weitere Ermittlungen geklärt werden.

Köln: SEK-Beamte nahmen Ranjodh S. (30) in einer Asylunterkunft in Düsseldorf fest. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft ihn wegen Totschlags und versuchter Brandstiftung angeklagt. Sie ist überzeugt: Er hat Kumpel Rajinder (30) im Flüchtlingsheim in Hürth-Fischenich gegen den Hals geschlagen und getreten. Das Opfer erlitt unter anderem einen Kehlkopfbruch. Dann soll Ranjodh S. – so der Vorwurf – die Leiche mit Senföl übergossen und angezündet haben. Bewohner entdeckten das Feuer und riefen die Feuerwehr. Verteidiger Achim Maur erklärt: „Er bestreitet den Vorwurf. Wir werden keine Angaben zur Sache in der Hauptverhandlung machen.“ Bei der Polizei hatte Ranjadh S. von Streit berichtet. Beide hatten getrunken. Der Kumpel habe seine Mutter beleidigt und angegriffen. Er habe den Mann die Treppe heruntergestoßen, auch geschlagen. Getötet habe er ihn aber nicht.“

Gießen: Die Schwurgerichtskammer unter Vorsitz von Richterin Dr. Kathrin Exler war überzeugt, dass der Angeklagte am Abend des 16. Dezember vergangenen Jahres in der Flüchtlingsunterkunft am Meisenbornweg einem 26-Jährigen ein Küchenmesser in die Brust gerammt hat. Täter und Opfer stammen beide aus Tunesien. Weil das Opfer ein verlängertes Brustbein besitzt, wurde die Wucht des Messers aufgefangen. Der Mann erlitt einen Bruch des Brustbeins, aber keine weiteren schlimmeren Verletzungen. Angeklagt war die Tat als versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Im Prozess hatte der Angeklagte immer wieder erklärt, »gegen Gewalt« zu sein. Nach Version des Asylbewerbers, der einen italienischen Pass besitzt, sollte das Opfer bei einem Streit mit mehreren Personen in das Messer geschubst worden sein. Die Aggression soll von einer Gruppe algerischer Asylbewerber ausgegangen sein. Der 41-Jährige habe den 26-jährigen schützen wollen und zuvor einem anderen Mann das Messer abgenommen.(…)

Legau: Der Betreuer in der Unterkunft verständigte am 24.07.2015 gegen 22.00 Uhr die Memminger Polizeiinspektion, dass einer der Bewohner mit einem Messer die anderen Bewohner attackiere. Es wurden zwei Streifen nach Legau entsandt, welche bei Eintreffen den Mitteiler und alle weiteren Bewohner unverletzt antreffen konnten. Sie hatten den 34-jährigen Syrer bereits gemeinsam entwaffnet, als er einen 39-jährigen Syrer angriff. Der Täter wurde in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wird nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Großenhain: In der Nacht zum Mittwoch kam es im Asylbewerberheim auf der Kupferbergstraße zu einer Auseinandersetzung zwischen vier Asylbewerbern. Ein 26-jähriger Syrer wurde dabei mit einem Messer verletzt. Gegen 5 Uhr nachts erreichte die Freiwillige Feuerwehr der Alarm. Bewohner hatten anscheinend mehrere Brandmelder ausgelöst. Wie die Mannschaft auf ihrer Homepage berichtet, konnten die eingetroffenen Kameraden keinen Brand ausfindig machen und stellten den Alarm wieder aus. Doch die Ruhe währte nur kurz. Denn bevor sie das Haus verlassen konnten, ging der Alarm erneut los. Wie sich schließlich herausstellte, hatte ein Tunesier (36) die Nacht über für Lärm gesorgt und auch den Alarm ausgelöst. Drei Heimbewohner (26-28 Jahre) stellten ihn zur Rede, woraufhin der Mann mit einem Messer auf den 26-Jährigen losging. Die drei Männer konnten sich in Sicherheit bringen. Die Einsatzkräfte alarmierten schließlich Polizei und Rettungskräfte. Wie die Polizei bestätigte, wurde der Syrer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Über die Schwere der Verletzungen konnte keine Aussage getroffen werden; es bestünde aber keine Lebensgefahr. Die Beamten nahmen den 36-Jährigen vorläufig fest; mussten ihn zuvor mehrmals auffordern, sein Messer wegzulegen. Der Mann hatte einen Atemalkoholwert von 1,58 Promille, der noch durch einen Bluttest bestätigt werden muss. Die Kripo ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Bad Soden: Bei einer Auseinandersetzung in einer Asylbewerberunterkunft wurde ein 30-jähriger Bewohner am Dienstagmorgen leicht verletzt. Gegen 01:20 Uhr hatte der Mann eine Gruppe von fünf Personen um Ruhe gebeten, woraufhin diese auf ihn losgingen. Es entstand ein Gerangel, im Verlaufe dessen der 30-Jährige mit einer Schere leicht am Arm verletzt wurde. Die Täter ergriffen die Flucht, sie konnten jedoch im Rahmen einer umfangreichen Fahndung teilweise festgenommen werden. Bei den Angreifern handelte es sich sowohl um Bewohner der Asylbewerberunterkunft im Wiesenweg als auch einer weiteren Unterkunft. Die Ermittlungen zu den Tätern dauern derzeit noch an. Der Geschädigte konnte durch einen Rettungswagen vor Ort versorgt werden und musste nicht in ein Krankenhaus gebracht werden.