Ursachen von Migrantenunruhen in Europa

imageIm spanischen Salou kam es in den vergangenen Tagen zu Unruhen von Schwarzafrikanern, nachdem sich der vor Polizisten fliehende Senegalese Mor Sylla bei einem Sturz tödlich verletzt hatte. Der Tote bewegte sich spanischen Medienberichten zufolge im Milieu der Organisierten Kriminalität bzw. in der Straßenhändlerszene, die in spanischen Touristenorten gefälschte Produkte verkauft. Für ein Fehlverhalten der Polizisten gibt es bislang keinerlei Anhaltspunkte.

Bei den anschließenden Unruhen, an denen sich mehrere hundert vor Ort ansässige Schwarzafrikaner beteiligten, entstand umfangreiches Videomaterial, das einige Aspekte solcher Unruhen näher beleuchtet, die in der deutschen Diskussion bislang zu kurz kommen.

Hinweise, die rassistisch motivierte Gewalt gegen Schwarze als Motiv der an den Unruhen beteiligten Personen plausibel machen würden, finden sich in dem Videomaterial nicht. Das Material stammt in vielen Fällen von diesen Personen selbst, die in der Regel Smartphones mit sich führen, und man kann davon ausgehen, daß ein ausgesprägtes Interesse vorhanden war, eventuelle Übergriffe gegen Schwarze zu dokumentieren. Tatsächlich dokumentiert wurden jedoch nur Übergriffe von Schwarzen auf weiße Passanten, die sichtbar um Deeskalation bemüht sind:

Auch die sonstigen bekannten Umstände legen nahe, daß auch diese Unruhen nichts mit ungerechtfertigter Behandlung schwarzer Migranten durch die sie aufnehmende Gesellschaften zu tun haben, sondern Teil der Konfliktdynamik multiethnischer Gesellschaften sind, die in dieser spezifischen Form weitgehend unabhängig von sonstigen Bedingungen dort zu beobachten ist, wo schwarzafrikanische Minderheiten auf europäisch geprägte Gesellschaften treffen.

Kriminalität gegen die aufnehmende Gesellschaft wird im Rahmen dieser Dynamik häufig als legitimer Weg zur Förderung der materiellen Interessen der eigenen Gruppe wahrgenommen, da man über keine Bindung an diese Gesellschaft verfügt und sich das Verhältnis zu ihr auf den Wunsch nach Erlangung materieller Vorteile beschränkt. Sie ist im besten Fall Mittel zum Zweck.

Im ungünstigeren Fall ist sie eine bloße „Beutegesellschaft“, wie der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban es am Beispiel des Verhältnisses bestimmter nahöstlicher Migranten gegenüber der deutschen Gesellschaft formulierte, bzw. eine „Nutte, die man bis zur Erschöpfung ficken muß“, wie es der in Frankreich lebende, von Antirassismus-Organisationen unterstützte schwarzafrikanische Rapper Monsieur R über das Land sagte.

Teil dieses Musters ist auch die Wahrnehmung, daß das Vorgehen der Polizei dieser Staaten gegen Kriminelle aus diesen Gruppen einen ungerechtfertigten Angriff auf die eigene ethnische Gruppe und deren als legitim wahrgenommene Interessen darstelle. Diese wird, wie im aktuellen Fall, mit ideologischen Stichwörtern gerechtfertigt, die meist europäischstämmige Linksaktivisten zur Verfügung stellen, und die seitens der Medien meist ungeprüft und unhinterfragt als angebliches Motiv für die Unruhen übernommen werden.

Die Annahme, daß solche Unruhen durch objektiv ungerechte Behandlung (etwa in Form des unterstellten „Rassismus“) ausgelöst würden, ist unabhängig davon schon deshalb unplausibel, weil die betreffenden Migranten sich ja bewußt europäische Länder als Ziel ausgesucht haben und nicht etwa andere schwarzafrikanische Länder, in denen sie dieser Argumentation zufolge ja bessere Behandlung zu erwarten hätten. Fälle, in denen schwarzafrikanische Migranten vor der behaupteten rassistischen Polizeigewalt aus Europa geflohen seien, sind bislang jedoch keine bekannt, und Europa scheint für diese Gruppe eher in zunehmendem als in abnehmendem Maße als Migrationsziel attraktiv zu werden.

Die ethnische Konfliktdynamik, die solchen Unruhen zugrundeliegt, ist auch Sicherheitsbehörden in Deutschland bekannt. In kleinem Maßstab finden ähnliche Unruhen im Zuge der laufenden Migrationswelle auch in Deutschland bereits statt, wenn etwa Angehörige bestimmter ethnischer Gruppen, insbesondere auch Schwarzafrikaner, Forderungen durchsetzen wollen, etwa nach besserer Unterbringung oder anderen Leistungen. Solche Unruhen sind bislang aber auf das unmittelbare Umfeld der Unterkünfte oder anderer Einrichtungen beschränkt und umfassen bislang meist nicht mehr als mehrere Dutzend Beteiligte.

Behördenmitarbeiter berichten von bei den Angehörigen dieser Gruppen im Vergleich zu anderen häufig eher schwach ausgeprägter Fähigkeit zur Impulskontrolle bzw. hoher Emotionalität und ausgeprägter Bereitschaft, Unmut zumindest lautstark und aggressiv, aber auch gewaltsam zu äußern. Man lerne zudem rasch, daß man seitens der deutschen Polizei oder anderer Behörden nicht mit ernsthaftem Widerstand oder Sanktionen zu rechnen habe.

Die linke Szene würde gegenwärtig gezielte Radikalisierung unter Migranten betreiben, unter denen verbreitetet Enttäuschung vorhanden sei, weil die Ansprüche bzgl. der in Europa erwarteten materiellen Vorteile oft höher seien als das, was man tatsächlich vorfinde. Diese Unzufriedenheit nehme zu, weil die Fähigkeiten der Behörden zur Versorgung der großen Zahl der Migranten zunehmend überdehnt seien. Die Bereitschaft, gegen „rassistische“ Deutsche aktiv zu werden, die man dafür verantwortlich macht, daß sich die eigenen Ansprüche nicht verwirklichen, nehme ebenfalls zu.

(Auszug eines sehr lesenswerten Artikels von Thomas Schmidt bei sezession.de)